Wie es aussieht, geht das bis Mitte Dezember so weiter. Aber schön, dass Chaweng unter Wasser stand. So hat die Regierung wenigstens ein bisschen Armee auf die Insel geschickt. Macht sich halt nicht gut, wenn die Touristen Fotos von Hochwasser heimbringen auf denen niemand hilft. In Maenam und Bophut hat sich seit zwei Wochen niemand blicken lassen (da steht das Wasser schon so lange, dass man automatisch weiss, wo man abbremsen muss weil die nächste Schlaglochserie unter Wasser kommt). Aber da leben auch nur größtenteils Thais.
Samui? Samui! Geschichten von der Insel*
Das Archiv - November 2005
2005
... heute abend. Wie man am lamaiischen Himmel sehen kann. Auf Statements zu den Themen des Tages darf man also getrost warten. Auf einige länger. Auf andere kürzer. Auf manche lange.
Irgendwie fing es am Mittwoch Abend an zu regnen und hörte nicht wirklich auf. Das ist relativ normal auch wenn die wahren Kenner der Inselszene meinten, es würde nur 5 Minuten regnen und dann… naja… das ist eine ganz andere Geschichte. Jedenfalls hörte es nicht auf zu regnen. Also fuhr ich am Donnerstag durch die Fluten in Maenam und Bophut auf Arbeit in der Hoffnung auf abendliche Wetterbesserung. Die blieb aus und so schwamm ich abends wieder zurück in meine geliebte Hütte.
Es regnete und regnete.
Der Freitag kam und mit ihm stärkerer Regen. Wer mich kennt kann sich nun in etwa vorstellen, wie arbeitsgeil ich bin und dass ich durchaus einen ässterst intelligent stragegischen Plan hatte, wie ich durch den Regen und die (meiner Meinung) nach leicht überfluteten Straßen in die Nähe meines heißgeliebten Arbeitsplatzrechners kommen konnte. Ich packte alle Dokumente und den Technokram in eine Plastiktüte, verschnürte die und packte eine weitere Tüte drumrum. Das gleiche geschah mit ein paar trockenen Klamotten. Das alles kam in den wasserdichten Rucksack meine “Allwetterjacke” (hähäh) um mich rum, Rucksack hintendrauf, Kapuze auf und nichts konnte mehr zwischen mir ein Tezcatlipoca (WinXP-Rechner) kommen.
Dachte ich. Meine kleine Reise wurde nach 100 Metern durch einen See gestoppt der quer über meiner ehemaligen Straße lag. Ein reißender Strom bahnte sich seinen Weg von rechts nach links und riss so ziemlich alles mit, was sich ihm in den Weg stellte. Unter anderem ein mit Farangs bestückter Minivan und zwei Mopeds. Mir fiel ein, dass es noch einen anderen Weg “hinten rum” durch den Dschungel gab (normalerweise führt in Thailand nur ein Weg ans Ziel). Ich wendete also und drängte meinem Ziel entgegen. Die letzten 200 Meter des kleinen Umwegs waren einen halben Meter tief mit Wasser bedeckt, das war aber schon die vergangenen Wochen so, weshalb ich einfach mal weiterfuhr.
Es regnete.
Auf der Ringroad angekommen ergoss sich ein steter kleiner Strom Wassers duch Maenam. Der Verkehr ging nur in Schritttempo vorwärts und die Kinder spielten in den Pfützen am Rande der größeren Überschwemmungen.
Nach Maenam kam dann eine große Pfütze, aber das kannte ich ja schon aus den Wochen vorher. Diesmal war die Pfütze tiefer. Seit Montag wurde auch an der Straße gebaut und so drängten sich wieder einmal die Mopeds auf dem Fußweg und die Autos auf dem Platz, den die halbseitig gesperrte Straße bot.
Es regnete ein bisschen stärker. Ich fuhr ein wenig schneller. Das Wasser wurde ein wenig höher und ich dankte mir selbst für den Supereinfall, trockene Klamotten mitzunehmen. Die meisten Mopeds gaben nun auf, das Wasser war auch wirklich ein wenig hoch, aber wer den Dschungelumweg schafft kommt auch durch diesen See. Dachte ich. Bis mein Moped dann plötzlich in der Straße verschwand und mich verwirrt und vermutlich leicht dämlich blickend stehen lies.
Genießen wir diesen Blick ein wenig. Als Cliffhanger gibts die Fluten, die sich über meinem heißgeliebten roten Moped schließen.
Wir haben hier ein kleineres Wetterproblem. Melde mich wieder.
Also ich kann im Rauch durchaus was erkennen.
Hier mal mit Hilfe:
Jetzt macht man sich natürlich so seine Gedanken, wo er hinkuckt.
Oh achso, wir müssen ja auch noch nach Nathon sprach der analytisch denkende Senior (muahaha) Development (genau) Engineer heute bei der morgendlichen Männer – WG – Selbshilfegruppen – Waschplan – Sitzung. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Nein, kein Visarun. Nie wieder Visarun. Mit unserer netten Jahres(muahaha)aufenthaltsgenehmigung dürfen wir uns aller drei Monate in Nathon melden, kriegen einen Stempel und das wars. Keine amüsanten Reisen nach Singapore, keine absaufenden Boote nach Laos, keine schunkelnden Busse voller Touristen, kein Verkehr mit Kindern in Myanmar mehr. Schade eigentlich.
Wir machten uns also nach Nathon auf, gingen ins Immigration Office (das freundlicherweise umzog mit wachem Auge aber trotzdem auffindbar ist) legten unsere Unterlagen vor, erhielten unseren Stempel und fuhren wieder nach Lamai zurück.
Keine Schnellfeuerwaffen. Kein Viagra. Keine bettelnden Jungs. Keine Hunde. Keine lauten Filme. Keine Flugzeuge. Keine Inder. Keine Taxis. Kein Mehkhong. Kein Nichts.
Langeweile.
Boah ist das langweilig.
Gestern meinte ich noch zum real existierenden Senior Development Engineer von gegenüber, dass ich vor über einer Woche an Google geschrieben habe, dass ich meinen Adsense-Account gerne über meine Gmail-Adresse laufen lassen will, über die ich auch Google-Reader und die angepasste Google-Startseite und Analytics laufen lasse, damit die endlich mal ein umfassendes Profil von mir erstellen können und nicht immer nur diese überall verteilten Accounts mühsam zusammenfassen müssen. Heute nun kam endlich eine Antwort. Mit Entschuldigung am Anfang:
vielen Dank f??r Ihre E-Mail. Wir erhalten derzeit eine sehr hohe Anzahl an Anfragen, sodass es leider etwas l??nger gedauert hat, bis wir Ihnen antworten konnten. Wir entschuldigen uns f??r die Verz??gerung.
Glaub ich. Die wollen alle Adsense mit Analytics abgleichen lassen.
So. Jetzt erstmal Banner schalten. Am besten gleich Flash. Mit Geblinke und so nem Kram. Da stehen die Thais drauf.
Eben auf der Fahrt von Nathon ins Büro (ist eine andere Geschichte die heute auch noch kommt) zwei Prostituierte mit ihren älteren Freiern gesehen, die traurig vor einem 7Eleven saßen und den nachmorgendlichen Kaffee trinken mussten. Sie sahen traurig in den Songtheaw. Ich grinste sie an (freundlich) und sie strahlten auf. Man hat halt Perspektiven. Auch als Prostituierte mit fetten alten Männeranhang und Kaffezwang.
If you like Jame Blunt you will like Daniel Powter too.
New Wave war so ziemlich der einzige Musikstil den ich hörte lange nachdem ihn alle hörten. Sonst umgekehrt. Schade um Nine Inch Nails und Sigur Ros. Nicht um Marilyn Manson. Und auch nicht, ehm, ne, sag ich nicht. Die sind noch nicht ganz Mainstream. Trotzdem wird heute ein NewWave-Tag. Ich spürs im linken Zeh. Dem Großen.
Ein großes Sorry an alle Suchenden. Ich habe eben mal die Logs durchstöbert mit welchem Wissensdurst die Zielgruppe hier so aufschlägt und festgestellt, dass ich nicht alles genau erkläre und manch einer falsche Eindrücke gewinnen dürfte. Nachfolgend also einige Richtigstellungen:
bangkok immigration uniform farbe
Braun! Wenn Sie denn Uniform tragen. Die meisten tragen aber keine (keine Angst, sie sind nicht nackt auch wenn einige der Thaifrauen gewissen Wissensdurst meinerseits befriedigen würden) sondern eher so ein weiss-blau/weiss-schwarz Kostümchen.
Ja. Leider immer noch. Und als praktizierender Schwuler darf man kein katholischer Priester werden. Als praktizierender Heterosexueller schon.
Nein. Nur in Thailand, Österreich und Deutschland.
Danke! Danke! Ich danke! Wirklich. Danke! Hier noch ein Ausrufezeichen!
PS: Gemerkt? Ich hab die ganzen Sexabfragen mit “anpissen” (erstaunlicherweise immer aus der Schweiz), “thaifrauen” (erstaunlicherweise immer von t-Online), “sex in thailand” (erstaunlicherweise immer von Google) und “thaifrauen verstehen” (erstaunlicherweise immer von Katalogkunden) nicht gebracht. Ich bin nämlich ziemlich anständig und Sex ist böse.
Nun ist es hoch amtlich.
Ich finde das nur korrekt. Schließlich dürfen auch nur ehemalige Menschen bestattet werden und ehemalige Säuglinge Auto fahren (das aber auch nur, wenn sie ihre infantile Neigung mehr als sagen wir 16 Jahre überwunden haben). Passend hierzu das Annauzehment. Ich frag mich nur, wie der Vatikan das Überwinden der Neigungen testen will. Bildchen? Messdiener? Sonde?
Kohls Mädel (Bangkok Post) wurde gestern das Ruder in die Hand gegeben und ich habe eben meine Abmeldung ans Einwohnermeldeamt in Lübeck gefaxt (ein Schelm wer da einen Zusammenhang sieht). Man ist jetzt in Maenam gemeldet. Bin gespannt wie flexibel die sind mit so einem Faxkram. Hab noch schnell ein Anschreiben dazugedichtet und sexuelle Gefälligkeiten bei bevorzugter Behandlung versprochen.
So wie ich mein Glück kenne, kommen jetzt alle meine Gläubiger gerannt…
... sagte gestern der Ex-System-Analytiker von gegenüber mit melodramatischem Tremolo in der tränenerstickten Stimme. Da hat er nicht ganz unrecht. Mit dem kleinen Unterschied, dass es seit gestern gleichzeitig regnet und stürmt. Die Neudefinition des Begriffes Medienmacht. Sag ich mal.
In Asien zu leben ist zur Zeit recht schwierig, man hat ja immer die Terrorgefahr wegen der Anwesenheit des Amichefs in der Region. Gestern nun war er in Peking, besuchte einen evangelischen Gottesdienst (die anderen Besucher wurden größtenteils festgenommen und werden vermutlich von der Bildfläche verschwinden) und sprach dann die folgenden kraftvollen Sätze live auf allen Nachrichtenkanälen vor einer Ansammlung von Journalisten (Erinnerungszitat, es war viel schlimmer):
China, ya know, is a big nation, ya know what I mean? I mean many people are living here. Ya know. We have a giant market here, ya know what I mean? Today I spoke with many people, ya know, the government, if ya know what I mean. We had our problem, like I use to say, ya know…
Ich hab dann zu “Finding Nemo” geschaltet. Da ist mir der Handlungsstrang irgendwie klarer. Der Bush sieht beim Reden immer so aus, als ob er beim Lügen ertappt wurde. Heute jedenfalls sagten dann die News er hätte mehr Menschenrechte in China gefordert. Hab ich wohl irgendwie verpasst.
Jetzt ist er in der Mongolei und dankt denen für ihren unermüdlichen Kampf gegen den Terrorismus.
Hat eigentlich jemand schonmal den Film über das weinende Kamel gesehen? Toller Film. Ganz toller Film.
Also Tesko, ne?!? das ist so ne Sache die haben jetzt auf den Mopedparkplatz einen Bücherladen hingepackt an und für sich keine schlimme Sache ich mag Bücher und kenne inzwischen sogar eine Thai die Bücher und Lesen und andere Dinge liebt klar aber wo bittesehr sollen denn nun Moped parken die sonst da parkten und überhaupt ich dachte ja von diesem ganzen Weihnachtsschmonz verschont zu werden und nun verkaufen die bei Tesko Glimmerkram und Kunstweihnachtsbäume KundstWEIHNACHTSBÄUME verdammt und überall komische rote und grüne Girlanden und Mandelkram und Kekse und dieser ganze Farangscheiss und was noch viel schlimmer ist es gibt jetzt eine Nudelsuppe mit der Miss World (Fehlbeispiel aus der Kategorie “ah schöne Frauen”) vorne drauf was die Suppe gleich mal 10฿ teurer macht und überhaupt Tesko ist nicht mehr was es mal war ich kauf jetzt auf dem Markt bei mir um die Ecke ein…
Thaksin (der Ministerpräsident meines derzeitigen Lebensmittelpunktes) schweigt jetzt gegenüber der Presse. Begründung gewohnt markig und klar:
???Thank you for seeing me back. Mercury is not in an auspicious orbit now. Just wait for the star to move across this year,??? Thaksin said smiling as he headed to his waiting private car.
Das heisst dann, dass wir erst Mitte Januar wieder von ihm hören.
Ich probier hier mal was aus, also nicht gleich Mammi holen, wenn was seltsam aussieht, ja?
Done this. Gone.
Rauchen ist böse. Und Thailand ist das wohl konsequenteste Land in der Bekämpfung der Raucher ;) Auf den Zigarettenschachteln stehen nicht die in Europa beliebten Schwarzen Sätze sondern gleich unterhaltsame Bilder, was alles so passieren kann, wenn man raucht.
Heute mein persönlicher Favorit: Vermutlich soll das Gebiss von Verfärbungen durch Nikotin sprechen. Wenn man allerdings bedenkt, dass Teethwhitening hier relativ preiswert zu bekommen ist (ich werde berichten), dann greift das Argument leider nicht.
Wenn man übrigens die Klappenposition der Schachtel betrachtet, kann man sich schon denken, welchen Spass man mit einer in das Klappengebiss gesteckten Zigarette haben kann. Wirklich preiswerte Unterhaltung.
- Seit drei Wochen trinke ich nur noch 1/8 der Mengen an Alkohol (die ich vorher getrunken habe – das nur aus Verständnisgründen einer ansonsten perfekten Ellipse).
- Ich schlafe nach einer Flasche Bier ein (dass es sich hierbei um Beer Chang handelt liefert nur Eingeweihten eine allerdings durchaus brüchige Argumentation)
- Ich esse Eis. Öfter als nur einmal quartalig.
- Ich liebe Fruchtshakes.
- Ich gehe in Restaurants essen. Richtiges Essen. Von Köchen frisch zubereitet. Ohne Tüte drumrum. Ohne Microwellen erhitzt.
- Ich esse Fisch. (Vor Samui gab es das seltener und wenn dann bittesehr Filet. Jetzt landet zweimal die Woche ein scharf angebratener Ex-Meeresbewohner üppiger Dimensionen auf der Platte, umrahmt von Pepper und Garlic.
- Ich habe ein Lieblingsrestaurant, keine Lieblingsbar mehr.
- “Its only 3 weeks and you feel this way?”
Rauchen ist böse. Und Thailand ist das wohl konsequenteste Land in der Bekämpfung der Raucher ;) Auf den Zigarettenschachteln stehen nicht die in Europa beliebten Schwarzen Sätze sondern gleich unterhaltsame Bilder, was alles so passieren kann, wenn man raucht.
Heute: Rauche und du wirst keine Gespenster mehr im Dunst sehen. (Ich bin immer noch auf der Suche nach einem authorisierten Translatoren.)
Rauchen ist böse. Und Thailand ist das wohl konsequenteste Land in der Bekämpfung der Raucher ;) Seit April dürfen Zigarettenpackungen nicht mehr öffentlich zum Verkauf angeboten werden. In den meisten Läden wurde das so geregelt, dass die Regale mit den Zigarettenschachteln hinter kleinen Klappen versteckt werden.
Nur bei 7Eleven nicht, die gehören wohl irgendwie Premierminister Thaksin und wehrten sich vehement gegen die Verordnung. Bis vergangene Woche, wo das Gesundheitsministerium eine Razzia machte, ein paar Leute einkassierte und bestimmte, dass bis nächste Woche auch da die Zigaretten versteckt werden.
Feine Sache.
Auf den Schachteln stehen übrigens nicht die in Europa beliebten Schwarzen Sätze sondern gleich unterhaltsame Bilder, was alles so passieren kann, wenn man raucht. Grund genug, eine neue kleine Serie anzufangen: Zigarettenbildchen.
Auf dem aktuellen Bild sehen wir eine, ehm, ältere Frau die raucht und übellaunig ist. Ich bin mir fast sicher, dass die zugehörige Aufschrift “Wenn du rauchst kriegst du Falten und graue Haare” lautet. Ich werde am Wochenende mal meine Thaiculture-Quelle anzapfen.
Ey, hab ich eigentlich schon mal erzählt, dass ich neulich im 7Eleven von einer einäugigen Prostituierten angemacht wurde? Nein? Das war einer der ausschlaggebenden Ereignisstränge für meinen Umzug nach Maenam. Ich geh in den Shop, mach den Kühlschrank auf, steht ne kleine Frau neben mir und gräbt mich an: “Sawadee kah” sagtse. Ich sag “Sawadee krap” und kuck sie nicht an, weil ich mich im überaus wichtigen Prozess der Entscheidung über das Teeprodukt meiner Wahl (Litschi, Weiss, Grün, Rose, Longan, Honey…) stand. Sie labert weiter “What do you do tonight?” und ich kuck sie an (kann ja sein dass sie nett aussieht und man mal essen gehen kann oder so einen Kram veranstalten, teuer sind die nicht) und erstarre. Ich denke ich habe mein Gesicht maintained, so genau weiss ich das nicht mehr. Aus ihrem starrte mich ein Loch an da wo das linke Auge war. Sie laberte weiter und fummelte an mir rum. Ich dachte so verschiedene Sachen. Unter anderem dass ich das unbedingt ins Blog schreiben muss und warum die in Thailand das nicht hinkriegen, wenn sie die Augen amputieren das ordentlich zuwachsen zu lassen und wie eine Nutte mit soooo nem großen Loch einfach Farangs ansprechen kann, ich wäre da ja ein bisschen schüchtern aber anscheinend gibt es einen Markt für einäugige käufliche Liebe gibt ja auch einen für die hässlichen Hungerhaken (die Japaner stehen da drauf). Ich bin dann höflich zahlen gegangen und werde diesen 7Eleven nie wieder besuchen.
Das liebe Leser war mein Tiefpunkt in einer langen Reihe von Prostituierten die mich hier schon in Hoffnung auf eine erweiterte Negotiation angesprochen haben. (Und alle abgeprallt sind. Ich bin nämlich brav.)
In Maenam wird mir das nicht passieren (nagut, da bin ich gestern Abend nach dem Hauptprogramm in voller Fahrt fast vom Moped gezogen worden, aber die Frau hatte alle Augen und war auch ansonsten nicht schlecht ausgestattet).
Long Khong (mein neuer Lieblingsfilm der demnächst rauskommt) hat sogar eine Handlung: Es geht um sechs Teenager, die nach dem Schulabschluss wieder zusammen kommen und ihre alte Lehrerin besuchen wollen. Auf diesem Besuch (Achtung, jetzt kommts, absolut neu und in keinem anderen Film vorkommend) enthüllen sie ein grausames Geheimnis. schauder
Trifft sich irgendwie, dass ich demnächst mal wieder nach Bangkok wollte, da findet sich bestimmt was in den VCDheken.
Das war übrigens das fünfte und letzte Plakat zum Film. Jetzt hab ich nur noch Photos. Mal sehen ob ich die online stelle oder gleich ne Fansite aufmache.
Im Süden (in Gra Thong) wurde heute Nacht in einer Schießerei eine Familie bestehend aus Eltern und sieben Töchtern getötet und weitere Menschen verwundet. In den letzten Tagen häufen sich derartige Meldungen mal wieder. Einige Zeit lang sah es so aus, als ob man sich auf Bombenattentate auf Regierungsgebäude und die Energieversorgung konzentrieren würde, jetzt sind wieder die Menschen dran.
Bemerkenswert ist, dass es sich bei den Aufständischen um eine eher kleine Gruppe handelt, die Halbwüchsige anstiftet Brände zu legen, Tempel zu zerstören. Der Großteil der Moslems im Süden möchte einfach im Frieden leben. Die Stimmen mehren sich, den drei südlichsten Provinzen Thailands (Yala, Narathiwat und Pattani) wieder einen autonomen Status mit eigener Regierung zu geben. Bis vor ungefähr einem Jahrhundert war die Region ein eigenständiges Sultanat. Dann wurde es zwangseingegliedert.
So langsam finde ich mehr und mehr Informationen zu meinem neuen Lieblingsmovie. Nun gibts einen Trailer, der sich schonmal recht nett ansehen lässt (wenn man einen Player hat, der wmv-Dateien abspielt. Das ist ein proprietäres Format von Windows das aufgrund der überaus niedrigen Lizenzkosten hier in Thailand weitverbreitet ist). Es gibt ganz bestimmt kein Blut und ganz bestimmt keine schrecklichen Laute. Und man sieht auch nicht, wie die Geckos aus Körpern kriechen.
LongKhong-Trailer Thai (5,6MB)
So. Seit heute kann man bei Skype auch SkypeIn-Nummern für Deutschland kaufen. Das heisst, Leutchens in Deutschland rufen eine Nummer in Deutschland an und landen auf meinem Arbeitsrechner in Thailand. Das ist fast so, als ob ich immer noch in Lübeck sitzen würde.
Jetzt fehlen euch aber auch alle Argumente.
Meine Nummer ist: +494512849600 – Leider konnte man die nicht wählen. Ich hätte dann doch gerne was mit 666 oder 1234 gehabt.
Wenn ich nicht online bin (was aufgrund wieder vermehrt auftretender Stromausfälle und verschiedener Dates und Festivals häufiger auftreten kann) dann geht der Anrufbeantworter ran.
Schöne neue Onlinewelt.
Für heute abend. Im Prinzip ein Manta unter den Krathongs. Ein bisschen zu groß (aber auch für zwei). Und eventuell auch zu schwer (ich würde mich totlachen). Wir werden sehen (eventuell nehm ich die Kamera mit. Aber die macht ja eh fürchterliche Bilder im Dunkeln).
Hach ja. Ein bisschen aufgeregt bin ich ja schon...
“Yes,”
(to be remembered)
Also. Ich kuck mir ja tolerant so jeden Film an, den es zu sehen gibt, könnte ja wirklich ne Perle drunter sein. In den letzten Tagen waren das die Folgenden:
Batman (irgendwas mit the beginning oder how it starts oder so ein Kram): Hey, bitte!!! Batman! Das ist Zeug mit Leuten in Strumpfhosen, die lustig bunt aussehen und böse sind. Kein Kram mit Ex-Schindler und irgendwelchem China/Tibet/Japan-Scheiss! Profillose Böse Protagonisten und die Sache mit der Ermordung der Eltern ist ja auch schon das fünfte Mal uminterpretiert worden. Ich schlief nach ca. 2/3 des Filmes ein.
Star Wars III (irgendwas mit seth oder so): Wie Star Wars II aus der Dreiergruppe die zuerst gedreht wurde und dann die zweite wurde. Ich hab da nie mitbekommen wie der Typ der später Indiana Jones war wieder aufgefroren wurde. Und eine Handlung gabs wohl auch nicht. Ich bin nach einer halben Stunde eingeschlafen.
War of the worlds (H. G. Welles Remake). Eigentlich sollte es schwer sein, ein Welles Werk zu zerstören. Ist es aber nicht. Man nehme Tom Cruise, ein paar Special Effects und Tim Robbins. Kein Problem. Ruckzuck kaputt gemacht. Absolut unglaubwürdig wie kein Auto fährt und die eines finden, das fährt. Absolut unglaubwürdig wie Cruise den “absolut tödlichen” (uh, ich fürchte mich) Strahlen der Außerirdischen ausweichen kann und alle anderen nicht. Und warum die Außerirdischen am Ende alle sterben bekommt man auch nicht mit. Typische amerikanische “Hello we are the heroes who save everything and everyone who run into a blast of explosions will be alive and happy with the rest of the family at the end of the movie dont be afraid”-Scheisse. Ich bin nicht eingeschlafen. Der Fernseher war zu laut eingestellt und ich war zu faul die Fernbedienung zu suchen.
Gibts eigentlich noch gute Filme da draussen (rhethorische Frage)? Ich hab noch ein paar Thai- und Koreanmovies rumliegen. Die werden mich hoffentlich erstmal besänftigen. Wenn die Abende nicht ohnehin alleincouchig geplant gewesen wären, wäre es eventuell schade um die Zeit.
Ehm. Ich hege ja derzeit ein nicht unbedeutendes Interesse an meinem neuen Lieblingsfilm Long Ko??ng. Bis eben war ich der Meinung, er hieße übersetzt soviel wie Der Geschmack der Dinge – dem scheint nicht so zu sein. Der englische Titel ist “Art of the Devil 2” (Was wie häh? Da gibts noch mehr Teile dazu? Geil!) und eventuell hab ich auch schon die IMDB-Seite zum Film gefunden. Ich werde berichten™. (Ich bin ja so aufgeregt!)
Ich führe ja inzwischen ein erfülltes kommentiertes Leben. Dumm nur, dass soviele Kommentarmails reinkommen, dass der Spamfilter die schreiBBloga.de inzwischen in den Spamordner schiebt. Was sagt das jetzt über die Qualität aus? Hähähäh…
So. Hab mir mal einen Pro-Account bei Flickr gekauft. Wenn ich jetzt gleich noch Lust habe, werde ich mal alle meine kleinen Pornobildchen hochladen. Ich weiss nur noch nicht, ob ich das nach Asian, Ebony, Teens oder nach Stellungen sortieren soll. Mal sehen.
Na komm. Hör schon auf mit den Augenbrauen zu runzeln. Ich lad natürlich nur langweilige Bildchen von Samui hoch. Ist doch klar. Der Pornokram bleibt auf der Festplatte.
Beim Durchstöbern unveröffentlichter Fragmente in meiner kleinen unterhaltsamen Artikelsammlung fand ich eben einen angefangenen Eintrag zu einem amüsanten Erlebnis neulich. Ich hatte ein, ehem, Date Freitag vorletzter Woche. Quasi ein initiales Date und war mit der “mich begleitenden Thai” im Transvestiten-Cabaret. Das ist auf ihrem Mist gewachsen, nicht auf meinem. Jedenfalls ist das zu lange her, um noch ausführlicher darüber zu berichten, wir werden aber definitiv wieder hin gehen. War nämlich lustig (ihr hat es mehr gefallen als mir, ich habe immer etwas Probleme mit halbumoperierten geschminkten Männern in glitzernden Kostümen deren Penisse in irgendwelche dunklen Zonen weggebunden wurden Zungenküsse auszutauschen).
Aber die Bedienungen waren überaus süß. So für Männer.
Einziger weiter erwähnenswerter festzuhaltender nicht wiederholbarer Moment (und das ist der Grund, warum ich diesen Eintrag überhaupt noch fertigstelle) ist der, als ich der “mich begleitenden Thai” die Bedeutung des Songs “I’m not a girl” von Britney Spears erkläre. Ja. Das werde ich nie vergessen. So tief fallen und trotzdem noch weit oben sein. Wirds nie wieder geben.
Man wird eines Tages über mich sagen: Er hat ner süßen Thai Britney Spears in ner Transvestitenbar erklärt. Das kann man erstmal nicht toppen.

Inzwischen weiß ich mehr über meinen zukünftigen Lieblingsfilm Long Khong: produziert wird er von Mangpom einer der größeren thailändischen Produktionsfirmen und es spielen eine Menge in Thailand bekannter Schauspieler mit (klar, für einen guten Gore-Film benötigt man viel Kanonenfutter) und Regie führte ein Team aus 7 Regisseuren (das Ronin-Team). Ich werde berichten™.
PS: Ich mag die Augen der Thais… man kann soviel darin lesen…
... lächelte ich. Ganz kurz nur. Aber es war erkennbar. (Irgendwie hat das neue Haus mehr Spiegel als das alte.)
Ich finde noch keine weiteren Informationen zu diesem Film. Da aber ein Gecko mitzuspielen scheint, wird es sicher ein guter Film.
Long Khong heisst übersetzt soviel wie “Der Geschmack der Dinge” – da gibts noch ein paar andere Poster, die auch sehr geschmackvoll gestaltet sind. Mehr vielleicht in den nächsten Tagen.
Hallo ihr Süssen! Na? Habt ihr wieder ein bisschen XML gegrabbt? Das ging eine Weile nicht. Hab ich mir sagen lassen. Jetzt gehts wieder. Ihr habt übrigens verdammt viel verpasst. Sag ich jetzt mal. Onlinecontent. Und so.
Neulich sah ich in den Nachrichten (Channel 3 – immer gut informiert) einen schwarzberobten Mönch. Ich hatte das schon öfter mal gesehen und mich gewundert, weil eigentlich orange die Farbe der Mönche ist. Ich habe mich also mal hingesetzt und mit dicken Fingern meiner vertraulichen Quelle eine fragende SMS geschrieben:
Ich: Hi **! What does it mean when monks wear black robes?
Sie (die Quelle): Haha. The monks wear yellow robes only :D
Ich: No. On channel 3 in the news right now there was a black robed monk.
Sie: Ahaa… the monk has singer.
Ich: ? (man beachte bitte die überaus kreative Nutzung aller 160 Zeichen dieser SMS)
Sie: Ahaa… the monk has singer before and he say with peple will be to got monk don’t singer anymore :| but now some peple useful with him. he don’t like and he said be will lave from monk now :)
Alles klar? Gut. Ich habe dann davon abgesehen noch zu fragen, warum Mönche wohl grüne Kutten tragen, denn da stand noch ein Grüner rum.
Ach zu Dan & Beam gibts auch noch eine Zusatzgeschichte zu erzählen. Jeder der erst dieses Jahr begann, sich für Dan und Beam und ihre eingängigen unterhaltsamen Melodien zu interessieren wird beim Erwähnen des Namens Big nicht mit der Wimper zucken.
Andere dann schon. Neulich wurde mir zugetragen, die Popgruppe hätte mal aus drei Jungs bestanden. Einer, Big, fuhr mit dem Auto in einen Kanal, musste anschließend am Hirn operiert werden, wo man einiges kaputt schnippselte und fristet nun sein Dasein als Verrückter.
In der Vollmondnacht des zwölften Monats des Mondkalenders (dieses Jahr am Mittwoch, dem 16. November) feiern die thailändischen Buddhisten Loi Krathong. Die Menschen lassen traditionell aus Bananenblättern gefertigte Schiffchen (Krathongs) die mit brennenden Kerzen, Räucherstäbchen, Blumen und Münzen als Opfergaben gefüllt sind auf Seen, Flüssen, Kanälen und dem Meer schwimmen. Mit den Schiffchen schwimmen auch alle Sorgen und Sünden davon. Wenn die Kerze lange brennt, wird ein Wunsch in Erfüllung gehen und das nächste Jahr ein Glückliches. Allerdings darf man dazu seinen Krathong nicht aus den Augen verlieren.
Ein thailändisches Sprichwort sagt übrigens: “Wenn ein Mädchen und ein Junge gemeinsam einen Krathong schwimmen lassen, dann werden sie in diesem oder im nächsten Leben ein Paar”. Ich wage fast nicht zu erwähnen, dass ich am Mittwoch ein Date habe. Mit einem Mädchen. Und ein Junge bin.
Wie man lesen kann ist das Leben als Popstar in Thailand gefährlich. Für meine Entscheidung, hier doch kein Popstar zu werden spricht allerdings auch die Tatsache, dass man im Internet zu einem “Phai” absolut nichts findet. Überhaupt ist die Thailändische Poplandschaft sehr unübersichtlich. Neben den normalen ”üblichen Verdächtigen” (Tata Young, Dan & Beam usw.), die ehrlich gesagt aussehen, als ob sie schon seit 10 Jahren diesem Gewerbe fröhnen gibt es jede Menge kleine Sternchen, die ungefähr 10 Monate lang geliebt werden und dann entweder von Studioscheinwerfern erschlagen oder der Plattenfirma gekündigt werden.
(Lasst uns ein Spiel spielen. Versucht eure Kommentare bitte mal ohne diese 5 Begriffe (auch keine Falschschreibweisen und Abkürzungen) abzugeben: Popstars, Deutschland sucht …, Daniel Küblböck, Dieter Bohlen (oder hiess er Dietrich?), Big Brother. Danke!)
PS: “Funfair Tragedy” ist auch ein lustiger Begriff…
Also ich habe ja ein englisches Office auf dem Rechner. Und trotzdem hat es diese Thaizeile irgendwie ins IE-Kontextmenü geschafft. Versteh ich nicht. Trotz Diplom.
Man möge die subtil vorgetragene Nachricht, dass ich mit einem ???????????????????????????.?????????????????? -Projekt so weit vorangekommen bin, dass ich nun bereits für ein einheitliches Bild auch in exotischen Browsern sorge zur Kenntnis nehmen. Vielleicht gibts ja doch noch was Neues aus dem Hause grauHirn dieses Jahr? Wobei, nein, ich hab zuviel anderen Kram zu erledigen.
Und dass ich schon wieder im Büro sitze liegt nur daran, dass ich beim Spazieren hier vorbeigekommen bin, die verspiegelten Scheiben mich verlockend anfunkelten und ich mir dachte, ich könnte ja mal kucken, ob mir irgendwer ne Email geschrieben hat. Hat. Jetzt schnell noch Feeds abgrasen, nach Chaweng fahren einige Extensions klarmachen und dann ab zum Lunch. Lunchen ist gut. Da isst man. Dann Tempel, dann Thaischreibenlernen, dann Film kucken, dann Sonnenuntergang, dann Dinner, dann Filmkucken, dann eine kurze Mopedfahrt weg vom Haus, dann eine kurze Mopedfahrt hin zum Haus, dann Schlafen. Eigentlich ein perfekter Sonntag.
Gestern abend hab dann selbst ich einige Augenblicke sehr sehr dumm aus der Wäsche gekuckt. Glücklicherweise war es dunkel und so sahen es nicht allzuviele Personen.
Wenn man mal nicht weiß wo ich mich aufhalten könnte, dann besteht eine ziemlich große Möglichkeit mich am Friedhof der Geisterhäuser (zwischen Chaweng und Lamai) zu finden. Oben. Man kann recht gut da rumsitzen und Sterne betrachten, die Schiffe am Horizont ziehen und die Fischerboote in Ufernähe grün leuchten sehen.
Gestern abend nun ging ich mal die Treppe runter und war wie erwähnt leicht erstaunt. Man sieht von oben gar nicht, was sich unten verbirgt und irgendwie erklärt das auch, warum man da immer soviele Autos und Mopeds sieht nur keine Leute. Die sind alle da unten. Das ist nämlich der so ziemlich romantischste Ort auf der Insel. Sieht man von oben auch gar nicht. Ein breiter Streifen Felsen der sich ins Meer zieht.
Da sitzen dann die Thais (und gestern ein Farang), geniessen Gantschah und Beer Chang, quatschen, sehen den Sternen beim Verglühen zu und hören Musik.
Cherng ra??k mak maak!
Massive Attacks “Angel” ist eines der Stücke, die ich auf nahezu jede Kompilation ausgesuchter musikalischer Schmankerl draufpacken würde, wenn ich für jemanden Besonders eine derartige Kollektion zusammenstellen würde. Was ich nie mache, weil es keine besonderen Menschen mehr gibt auf dieser Welt.
Aber mal ehrlich. Wie aus einer ruhig entspannt dahinfließenden Basslinie eine derartige Explosion und triphoppige (Achtung, jetzt kommts, Fachbegriffe in der die schreiBBloga.de) synkopenhafte Wand werden kann… nenene…
underlistening 01: Massive Attack “Angel” 6:20 (1998)
Tagline: her eyes
Flickr, nich wahr, is ja son Dienst womit man Bilder hochladen tut und die dann online zum guggen hat (an dieser Stelle sei mir ein verschwörerisches Zwinkern mit Kopfnicken und leisem “Hmm?!? Hmm?!?” erlaubt). Dummerweise kann man beim Gratisaccount nich viel hochladen. Hab ich grade festgestellt. Muss ich wohl doch nen Proaccount kaufen wenn ich bedenke, dass mehr Bilder kommen sollen (neue Kamera ist schon bekuckt und kaufbereit in der Vitrine). Eigentlich wollte ich das ja irgendjemandem als Weihnachtsgeschenk für seine Heiligkeit aufdrängen.
Nich schön das. Blödes Web2.0. Kostet Geld. Nenene.
Wenn jetzt jemand glaubt, ich würde am Wochenende nicht mehr ins Büro kommen, weil der Weg so weit ist, das dachte ich auch, allerdings bin ich heute schon das zweite Mal hier. Sehr aussagekräftig, oder? (Nagut, man könnte die kurzfristige Verschiebung eines morgendlichen Dates und die Tatsache dass die Heimkinosachen noch im Büro rumliegen als Begründung anführen, das aber würde nur zu Nachfragen führen, weshalb ich davon erstmal absehe(n thuhe).)
Morgen bleib ich aber zu Hause. Ganz bestimmt. Vielleicht.
Ehm, einen ganz ganz großen Nachteil hat der Umzug nach Maenam. Ich fahre morgens (wenn Stau ist 30 Minuten lang sonst) 20 Minuten lang mit der Sonne im Gesicht. Das führt einerseits zu einer gewissen Bräune, andererseits wird durch das viele Sonnenlicht jeglicher graue Gedanke ausgelöscht.
Diese Insel macht es einem wirklich verdammt schwer sich einer gepflegten Depression hinzugeben.
Also mal ganz kurz und knapp: Ich bin jetzt polizeilich mit Wohnort in Thailand, Surrat Thani, Ko Samui, Ban Maenam, 47/15 Moo 4 gemeldet. Das Ganze geht einher mit einem neuerlichen Umzug.
Ich habe das letzte Haus ja als superdupertolle Hütte vorgestellt und das war sie auch. Bis zur ersten Nacht. Da hatte der Nachbar Streit mit seiner Thaifrau. Den hatte er dann wenn er nicht gerade Sex mit ihr hatte jede Nacht (5:2-Anteil) gewöhnlich ab 4 Uhr. Der andere Nachbar hat sich dann irgendwann auch von seiner Thaifrau getrennt und der dritte hatte jede Woche ein anderes Dysfunktionssubstitut vor der Türe stehen. Irgendwann haben sich dann alle mal in einer Woche getrennt (entleerte Pistolen, zerschlagene Scheiben, schreiende Familienmitglieder) und eingebrochen wurde auch.
Also nicht ganz so optimal, die Hütte.
Weshalb ich umziehen wollte. Letzten Monat habe ich nichts gefunden, was meinen neuen Anforderungen (Thaisiedlung, kleineres Haus, weiter weg, am besten Lipa Noi oder Maenam) entsprach. Weshalb ich noch einen Monat blieb. Diesen Monat hab ich eine kleine Hütte gefunden (ich hätte fast Traumhütte gesagt, konnte es mir aber gerade noch verkneifen. Das sag ich dann nach einem Monat im Frieden) und bin prompt umgezogen.
Nach Maenam. Mit Mietvertrag über mindestens 6 Monate.
Maenam ist ein bisschen mehr Thailand als viele andere Inselortschaften. Mehr Thais, weniger Touris, mehr Plastikstuhllokale, mehr schöne (unverbrauchte) Thais, weniger Sex, weniger Lärm, wenn Leute einen ansprechen, dann weil sie vom Farang was wissen und keine nächtlichen Aktivitäten negotieren wollen, Pad Thai Gai der mich vom (Plastik)Stuhl gehauen hat (der Kram bei Buster ist Nudelsalat), mehr Holzhäuser und Wellblechhütten, mehr Wasserbüffel, mehr Palmen, mehr Bäume – also Nicht-Palmen, Urwald, Natur, Thailand eben.
In meiner Siedlung wohnen nur Thais. Das bietet einerseits eine Sicherheit in Bezug auf unerwünschte nächtliche Gegenstandsverlierenlasser, andererseits sind die Lichter abends um Neun überall aus und man hat einen herrlichen Blick auf die Sterne. Meine Veranda hat eine so breite Brüstung, dass ich darauf vermutlich viele Nächte verbringen werde und gehaltvolle Inhhalte für die schreiBBloga.de schreiben werde (jaja, ich merk schon, dass die Zählung zu meinen Ungunsten auszugehen scheint). Das Haus selber scheint mir entweder kürzlich renoviert oder komplett neu zu sein.
Ach und das Beste: Ich hab nicht nach dem Haus gefragt sondern ein Thai. Was zu einem Thaipreis führte. Sehr sehr gut.
Dieses Haus hat übrigens eine House-Warming-Party verdient. Ich werde berichten™. Aber erstmal einräumen und die Kinoanlage aufbauen.
PS: Nach dem Mietvertrag bekam ich ein amtliches Formular (Thaischrift mit lustiger Englischer Übersetzung und Stempelheader) vorgelegt und durfte darauf vermerken, mit welchem Visa ich wie lange im Lande bleiben werde und dass ich mir bewusst bin, dass ich nun polizeilich gemeldet bin. Mal sehen, wie hoch die Steuern hier sind. Da fällt mir ein, dass ich mich seit Monaten in Deutschland abmelden wollte. Das wird nun angegangen.
PPS: Aufmerksamen Lesern auch der die schreiBBloga.de vorfahrenden Veröffentlichungen werden bemerken, dass damals die Rede von einem Jahr in Thailand war “und dann mal weitersehen” und die Anmietung der Mietsache 47/15 in Maenam für mindestens 6 Monate deutlich über dieses eine Jahr hinaushängt. Nun gut. Halten wir es mal schriftlich fest: Ich bleibe hier. Lebenstechnisch. Arbeitstechnisch sage ich mal Folgendes: Ich bin mit ziemlich sicher, dass mein derzeitiger Arbeitgeber ein nicht ungewöhnliches und verständliches Interesse an meiner vorzüglichen Arbeitkraft hat und (“bin”, für diejenigen unter meinen Lesern, die lange Sätze nicht lesen können ohne den Anfang zu vergessen) einigermaßen gespannt, wie er sie (die Arbeitskraft, siehe eben) sich sichern will. Ich finde Verhandlungen erregend. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass die Worte “Masseuse” und “Hängematte im Büro” fallen werden. Ganz ganz sicher.
PPPS: Ich werde nicht allein im Hause wohnen. Spekulationen sei hiermit freier Raum gegeben.
PPPPS: Die Klimaanlage schafft 17 Grad Celsius. Die alte brachte nur 18. Es geht aufwärts.
PPPPPS: Ich wollte eigentlich einen längeren Eintrag a la “Und Tschüß Lamai, für mich brauchst du die Beine nicht mehr breit zu machen” auskotzen, fand das dann allerdings langweilig, spöde und vorhersehbar und habe es gelassen. Aber einen Spruch wollte ich unbedingt noch loswerden: “Chaweng, Alte. Du hattest nie eine Chance!” – Hmm. Klingt auch nicht mehr so gut wie in meinem Kopf.
Der Vatikan schließt Schwule von der Priesterweihe aus. Wie (man möge mir mein katholisches Wortspiel verzeihen) schwul ist das denn? Da verurteilen die seit Jahrhunderten dies und das und haben bis November 2005 noch nicht mal ne Direktive, die Schwule ausschließt? Hey, die brauchen mal einen ordentlichen Projektmanager da drüben. Wenn die Thai sprechen würden, würde ich mich ja mal melden. Aber die nehmen ja keine Schwulen.
Hmmm. Hab ich schon mal erzählt, dass ich in frühen Jahren Priester werden wollte? Ist eine gaaaanz gaaaanz lange Geschichte und die Typen können verdammt froh sein, dass ich meine Meinung geändert habe. Allerdings wollte ich auch schon Raumfahrer und Kanzler werden. Und Projektmanager und Ingenieur und Handelskaufmann. Und nun bin ich, ehm, Sekunde, ich muss mal nachschlagen, Systems Analyst.
... updaten die Map ehe sie im Blog was announcen.
[Update] ... und die Kontaktseite. Aber mehr erzähl ich heute nicht.
Siehe Datum.

Mehr später.
Neulich (schur, kram, blätter – ah, ) meinte ich einen tollen Thaispruch loswerden zu müssen und wurde mitten im Schreiben, ehm, zu einem, ehm, dringenden und unerwarteten, ehm, Patientenbesuch gerufen. Genau. Patientenbesuch. Das wars.
Erklärt habe ich aber noch nicht, warum man immer das Rote kaufen soll und da erste Anfrager schon vor Mangelinformation platzen werde ich des Rätsels Auflösung nun preisgeben.
Es ist ganz einfach. Die Thais haben ein Faible für Farben. Jeder Tag wird einer Farbe zugeordnet. Der Sonntag bspw. ist der Rote Tag oder der Tag des Sonnengottes. Wer am Sonntag geboren ist, hat Rot als seine persönliche Glücksfarbe. Rot ist außerdem eine generelle Glücksfarbe. Weshalb man natürlich Rot immer bevorzugen sollte, wenn es um den Kauf farbiger Was-auch-immer geht.
PS: Nun, warum ich ein wenig druckse mit der Farbe für meinen Geburtstag, den Samstag? Es ist violett. Wie schw** ungünstig farblich gewählt bittesehr ist das denn?
Ehm, ich hab grade gemerkt, dass meine eigenen Kommentare als Visitors gezählt werden. Kähhähhähhäh. Das geht natürlich nicht. Die werden logischerweise dem Autor zugerechnet.
Neulich gabs ja schon die Tips für die Möglichen Positionen nach einer Hüftoperation. Allerdings sind unsere älteren Mitbürger nicht nur durch titanische Hüften definiert, nein, dann und wann leiden Sie auch an Arthritis. Aber auch arthritisch verkrümmte Zeitgenossen können erfüllten Sex haben. Sagt die University of Washington/Seattle. Mit Bildchen (kannte ich alles schon, ohne Arthritis zu haben). [via Sex! - ein Blog, das ich nur lese, um mein Schwedisch zu verbessern]
Auch Sie können im Alter noch ein erfülltes Sexualleben haben! Geben Sie sich nicht auf!
Wenn die Benzinkosten auf ca. 60฿ pro Tag steigen handelt es sich entweder um eine Frau oder um die Suche nach einem neuen Haus.
Oder um beides.
Ehm. Vor ner Stunde ging die Tür auf und vier Thais (2 female, 2 male) schneiten herein. Sie stellten sich mit “Steuerbehörde Surrat Thani” vor und verlangten den Boss.
Dazu muss man wissen, dass der Boss addicted to smoking ist und gerade mal wieder Lungenflügel malträtieren war. Dachte ich zumindest. Nach ein bisschen rumtelefonieren stellte sich heraus, dass er Nahrungsmittel aufnahm und wir durften die Leutchen unterhalten. Der Mann, der sich als Chef aufführte stellte ein paar scheinheilige Fragen, die ich freundlich und wahrheitsgemäß beantwortete. Unter anderem, ob wir schon Geld verdienen mit der Firma (keine Ahnung, ich arbeite hier nur, müssen Sie mal den Chef fragen), ob wir Thai verstehen (ja, nit noi, kleines bisschen – sehr lange Gesichter bei allen Beteiligten), was wir hier eigentlich machen (ehm, we program websites and content for websites – emsiges Scharren in den Dokumenten).
Dann gingen die Männer und die zwei Frauen saßen eine Weile rum, bis der Boss kam und sich nun mit ihnen beschäftigen darf. Unter anderem wird kräftig Dokumente kopiert und rumgeschäkert.
Ich habe mich unter meine Kopfhörer verkrochen und simuliere rege Tätigkeit. Ich arbeite hier nur.
Ich werde berichten™.
[14:15] Der wichtige Chef der Steuer-Thais kam grade rein, stolzierte sich laut räuspernd zur Kaffeemaschine und begutachtete sie. Ich habe ihm keinen Kaffee angeboten. Die Amerikaner evakuieren bereits die Bessersituierten.
[14:17] Die Sekretärinnen gegenüber bei den Anwälten tragen heute beide weiße enge Kostüme. So kann man nicht arbeiten. Gestern waren wir (der beste Systemanalytiker mit falscher Workpermit von allen und ich) in einer Bar namens “The Pharmacy”. Da rennen die genauso rum. Nur fassen sie einen auch an. Und die eine, ehm, die war, ehm… ich muss da heute nochmal hin.
[14:23] Bruahahahahaha. Der Chef von denen meint, uns unauffällig beobachten zu müssen. Was nur nicht sehr unauffällig ist. Wenns auffällt.
[14:28] Der Chef blüht auf. Sollte jeden Tag die Steuerprüfung kommen. Der Himmel ist verhangen. Sicher regnet es gleich.
[14:38] Hmm. Sie sind weg. Komische Sache. Der Chef weiß nicht, was sie wollten. Aber sie schienen zufrieden. Das nächste mal darf ich katastrophenbloggen ohne den Chef zu fragen. Das Schlimmste daran ist, dass es ein nächstes Mal geben wird. Fazit: Die Steuerbehörde hat keine süßen Frauen.
Für den besseren Tagesbeginn.
Tropen! Tropen!!! Wenn auch nur noch *ein*mal jemand mit Tropen zu mir kommt stopf ich ihm die Tropen in jede verfügbare Körperöffnung.
(Es regnet wieder. Seit Freitag.)
Früher habe ich mir öfters Rosen geschenkt. Ich habe sie nie verblühen lassen. Sobald sie die ersten Ermüdungserscheinungen aufwiesen, hing ich sie mich dem Kopf nach unten auf und lies sie trocknen. Ich hatte viele Trockenblumen.
Heute lasse ich sie verblühen. Man muss schöne Dinge auch vergehen lassen.
Subtilität ist eine Kunst. Daher darf sich auch jeder an ihr versuchen. Wäre es ein Handwerk, würde es nicht diese ewigen Versuche amüsanter Subtilität geben. Hmm? Na? Verstehst du? Hmm?
Ich spüre mein Herz schlagen ohne Kaffee getrunken zu haben. Ein unwohles Gefühl. Irgendwie.
Ich stelle einen niedlichen Trend fest: Thais (zumeist weiblicher Natur) nennen mich neuerdings öfters Bedd. Das klingt ganz süß aus so einem Munde. Das “tr” ist dann doch etwas schwer auszusprechen – es gehört nicht zum Lautschatz der Thais. (Na? Lautschatz? Wortschatz? Lautschatz? Ich möchte das mal eben in den Duden eintragen lassen.)
Ein ganz anderer Trend und zudem überaus unniedlich ist der, dass es zu regnen beginnt, wenn ich wirklich mal was vor habe. Naja. Warten wir den Abend ab.
Frohen Schrittes betrete ich (vorhin) die Filiale einer Optikerei-Kette namens “Beautiful Opticals” auf der Beachstreet in Chaweng. (An dieser Stelle stoppt der Film, ich hänge mit dem Fuss überaus dümmlich grinsend über der Schwelle und aus dem Off ertönt eine Stimme:) Was war geschehen? Ich brauchte eine Brille. Eine neue. Die alte wollte nicht mehr so wie sie sollte, klapperte ihrem Ende entgegen, die Schrauben hielten nicht mehr, das Glas ermattete und auf die Frage nach dem “Wie lange trägst du die Brille denn schon” wusste ich keine Antwort was auf mindestens 4 Jahre hinweist. Abgesehen davon brauchte mein Gesicht schon lange mal ein Upgrade. Was also lag näher als die Schwelle eines Optikers zu übertreten? Hmm? Genau! Nichts.
Hmm. “Beautiful Opticals”. Das heisst mal ganz nonchalant übersetzt “schöne Optischesachen”, oder? Also “opticals” gibts ja nicht, nur “optical” und das wäre dann ein Adjektiv und es würde eher heißen “optisch schön”. Ahh! Ok. Darauf könnten wir uns einigen.
Jedenfalls trat ich über die Schwelle des Ladens und fand den Namen passend. (Der Film läuft ruckelnd wieder an und im Hintergrund leiert Thaipop von “Dan & Beam”.) Drei überaus niedliche Thais (females) reißen sich gegenseitig die Klamotten von den Leibern und beginnen sich zu streiten, wer mich bedienen dürfe. Die meiner Meinung nach optisch schönste gewinnt und nimmt sich meiner an. Ihr Rock ist recht knapp bemessen (in medizinischen Geschäften – Drogerien, Apotheken, Optikern usw. – tragen sie immer recht ich würde mal sagen anregende Kostüme. (Da fällt mir ein, hab ich schon mal vom Krankenhaus in Bangkok erzählt? Da war ich neulich mal in der Laserabteilung, da haben sie so Krankenschwesterkostüme wie in den japanischen Pornofilmen an. Eng. Knackig. Kurz. Und irgendwie auch nur beautifulle opticals dabei. Da fiel es mir ziemlich schwer, nicht zum Fetischisten zu werden.) – manchmal fährt man vor sich hin und wundert sich, warum alle vor einem langsamer werden bis man dann bei einem derartigen Geschäft vorbeikommt und der Stau sich wieder auflöst. Farangs sind verdammt berechenbar.) – Jedenfalls kann ich den Anblick nicht lange genießen denn sie fragt mich ob ich wieder eine derartige Brille haben will und reisst mir das alte Teil vom Gesicht.
Ohne Brille quasi blind erkläre ich ihr (oder der Stelle an der ich sie vermute), dass mich nach einem schwarzrandigem Modelle giert und sie bringt ein paar vorbei. Dazu muss man wissen, dass die Thais recht kleine Köpfe haben und die Brillen alle zu eng sind. Dann meinte sie, sie hätte noch Modelle aus den USA und Europa und entschwindet wieder in den Milchglashintergrund. Als sie wieder kommt hat sie einen Haufen Brillen auf dem Arm auf denen seltsame Markennamen stehen. Gucci. Armani. Und so ein Kram. Viele nette optisch schöne Brillen.
Ich probiere ein paar aus und kann den Kreis der Kandidaten auf glorreiche drei begrenzen, die ich dann unentschieden wie ich bin der Reihe nach ausprobiere. Bis ich dann sie frage, welche ihr denn gefalle. “Wait” sagt sie und schiebt mir die drei Brillengestelle nacheinander aufs Gesicht und betrachtet mich lange prüfend (“Why you dont bring your girlfriend to look for. She can decide!” – “I dont have a girlfriend.” – “Ah. Try this one” .... Pause …. Pause … “Where are you from?” – “Germany, but now I live in Lamai” – “Ah! you live here? Try this one.” – “Yes.” – “You work in Lamai?” – “Yes” – “Why dont you work now?” – “Its my lunchbreak.” – “Ah. This one is not nice, look better in this one…”). Dann entscheidet sie sich für ein Modell von Ray Ban. Muss wohl ein entfernter Bekannter von Ray Charles sein. Titan und schwarzes Plastik. Das wäre das Gestell gewesen, für das ich mich auch so entschieden hätte, aber es wäre auch das teuerste. Deshalb hegte ich kurz die nicht geringe Hoffnung, sie würde sich für ein anderes Modell entscheiden, auf dass ich mich selbst überstimmen könne – schließlich müsse die Welt und nicht ich mich sehen mit diesem Krakel auf der Nase.
Gut. Ich entscheide mich spontan und unbeeinflusst für das 6.400฿ teure Gestell (das sind drei Dolby-Surround-Anlagen und 8 DVDs in Thailizenz oder drei Nächte mit verschiedenen Frauen oder vier Nächte mit der gleichen oder zwei Wochenenden in Bangkok – also schon ein kleiner Batzen Geld) und erwarte nun gefasst die Verhandlungen über die Gläser.
Meine (alte) Brille ist irgendwo verschwunden und so tappe ich in Milch getaucht zwischen kichernden Brillen-Thais herum bis mich eine am Arm fasst, entschlossenen Schrittes in ein Separee schreitet (mich immer noch am Arm haltend), den Vorhang schließt und mich in einen gemütlich flauschigen Sessel absetzt. Hier sehe ich auch meine Brille wieder, die gerade von einer optisch schönen Thai mit entschieden zu kurzem Rock ausgemessen wird. Dann machen wir das Ding mit wo man in eine Röhre kuckt und irgendwas im Hintergrund rattert und flackert und wird scharf und wieder nicht. Als “scharfes Objekt” wählt sie eine Windmühle. Sehr progressiv für einen Optiker auf der sündigen Meile.
Anschließend spielen wir das Spiel mit dem “can you read the first line?”. Ich kann nicht. Versteht mich nicht falsch, aber die Zeichen sind gross und trotzdem seh ich nur Flecken. Na toll. Wir schieben also einige Gläser ein und aus und rum und her, zwischendurch bemerkt sie noch bewundernd, ich hätte einen interessanten starken Zylinder. Ehm. Ich grinse verständnislos aber erfreut ob dieser Bewunderung zurück und sie zeigt mir die Auswertung der Brillenprüfung. Achso. Den Zylinder. Klar. Kann mich auch nicht entsinnen, ihr andere meiner reichhaltig vorhandenen Zylinder schon mal gezeigt zu haben. Allerdings passierte es schon mir bekannten Personen auf der Beachstreet in Chaweng einige Stunden zu verlieren und sich hinterher nicht zu entsinnen wem man alles seine Zylinder gezeigt hat. Hat man alles schon gesehen. Gabs alles schon. Nach einer Weile stellen wir fest, dass sich meine Augenleistung nicht verschlechtert hat (ah, klar, das ist der Gipfel. Jetzt gehts abwärts. Ich werde alt.) und ich bekomme meine (alte) Brille wieder. Schnell setze ich sie auf, man will ja das Sehvergnügen maximieren.
Die optische Gewinnerin des anfänglichen Kampfes kommt zurück und erklärt mir, dass bei einem so guten Gestell natürlich auch nur die besten Gläser rein müssen. Wir verhandeln kurz und dann einigen wir uns auf entspiegelte (“good for you when you on photo with girlfriend you! do you have girlfriend?”) superdünne (“not so heavy. look good in this glasses with you!”) Plastikgläser (“plastic is good for you!”). Sie rechnet vom Gestell schnell noch 30%-Rabatt ab, was mathematisch korrekt aus 6.400฿ 4.000฿ macht, die Gläser kosten 4.500฿ (nicht vergessen, ich habe einen verdammt massiven Zylinder).
Dann meint sie, die Gläser brauchen 5 Tage. Sie nimmt einen Kalender und berechnet flix den nächsten Dienstag als Termin und sagt ihn mir. Ich sag ok. Daraufhin kommt eine optisch nicht so schöne Thai (wir müssen hier wirklich Unterschiede zwischen den Protagonisten setzen) und sie verhandeln auf Thai, dass das Wochenende nicht eingerechnet werden müsse (Ich habs verstanden! Hey!) was ihr ziemlich peinlich zu sein scheint, denn sie sagt es mir nicht. Ich erkläre ihr daraufhin, dass sie mich auch anrufen könne und drücke ihr meine Karte in die Hand. Mit der Thaiseite oben. STRIKE! “I can really call you?” – “Of course. You can call me day and night, thats my mobilenumber.” Und sie errötet. Ich stehe auf errötende Thais.
Sie kassiert ein paar Tausender von mir, schreibt mir auf, wieviel ich das nächste Mal wieder kommend mitbringen soll und geleitet mich entrötend zur Ladentür. Wir hauchen uns ein “Have a nice day. Good bye!” zu und ich überschreite frohgemut die Schwelle von “Beautyful Opticals” in die von der Sonne erleuchtete Chawengener Beachstreet hinaus.
(An dieser Stelle stoppt der Film, ich hänge mit dem Fuss überaus dümmlich grinsend über der Schwelle und aus dem Off ertönt eine Stimme:) Na? Klasse oder? So könnte das doch jeden Tag gehen. Und wenn das Teil fertig ist, lass ich mir Kontaktlinsen machen und kaufe dann jeden Monat eine neue Brille mit Fensterglas. Und dann, und dann, und dann “ziehe” ich meine Brillen “an”. So wie es mein alter verehrter Deutschlehrer immer gemacht hat. Passend zur Krawatte.
Das Bild fadet ins Schwarze, der Film läuft aus und rattert mit leisem Klatschen in der Rolle herum. Im Hintergrund atmen einige Leser leise auf.)
Willkommen im weltweit ersten Kühlstrohhalmmuseum in Lamai auf Ko Samui. Betrachten Sie in angenehmer Atmosphäre Strohhalme im Kühlschrank. Eintritt für niedliche Thaifrauen unter 26 gratis.
Lafontaine (SPD)(Schmollmodus, entkommen, siehe unten)Möllemann (FDP)(Sonderprämie wegen Originalität)Schaaaaaaaaaarpiiiiiiing (SPD)(in den Adel geschickt)Schröder (SPD)(Schmollmodus)M??ntefering (SPD)(Schmollmodus)Stoiber (CSU)(muss regelmäßig seine Unwichtigkeit spüren)Wieczorek-Zeul (SPD)- Nahles (SPD) (Meuchelmördervorwürfe bis sie in Schmollmodus geht)
- Merkel (CDU) (keine Rückendeckung, bis sie resigniert. Kann nicht schmollen, höchstens bei Bemerkungen zu ihrer Frisur)
- Lafontaine (LINKS) (für Fallschirmspringen interessieren)
Wir kriegen euch alle. Auch wenn wir manchmal (siehe Lafontaine) kläglich versagen. Und dann kriegt ihr Kohl wieder. Habt ihr gar nicht anders verdient.
- Die Erweiterung des morgendlichen Umweges auf Arbeits auf den Markt.
- Marktfrauen die sich nicht sicher sind, ob sie einen übervorteilen können sind recht lustig zu beobachten.
- Die Entscheidung mal wieder Obstwoche zu machen. Hat innere Gründe.
- Beim Obstkauf von den Marktfrauen übervorteilt zu werden.
- Das morgendliche Schlagloch umfahren. Premiere.
- Das Rütteln des Mobiltelefons auf der Holztischplatte beim Eindringen einer morgendlichen Kurznachricht.
- Laut Coldplay hören ohne dass jemand merkt, dass man Coldplay hört. (Es hat wirklich Vorteile der einzige Frühaufsteher in die Firma zu sein.)
- Gewisse Entscheidungen der vergangenen 14 Monate gutzuheissen und ein paar wenige zu verurteilen.
- Lesen, dass Stoiber in München bleibt.
Loser. - Entscheiden gegen
Menschen toleranter zu werden.BayernDeutsche - Suchanfragen “Dell Netzteil in Thailand” (bruahahahahahah) und “Schwiegereltern treffen” über Google.
- der hier
Interessenten zum Thema Dinner mögen sich den Eintrag “Zahltag Klappe 2 – Remix” unter dem Aspekt der Kommunikation erneut lesend zu Gemüte führen. Ich werde berichten™.
Wenn es im Monat November mehr Kommentare als Einträge gibt, schreibe ich weiter wertvollen interessanten Content. Wenn nicht, dann schreib ich analoges Tagebuch.
Klar. Kaum hat man mal was über Bankbesuche geschrieben, laufen die Instant-Messaging-Leitungen schon heiss und ich werde wortreich aufgefordert, mehr zu erzählen.
Na gut. Könnt ihr haben.
Die Bank von Ayudhaya ist eine von vier großen Bankketten (sagt man das so?) die hier auf der Insel Fuss gefasst haben. Es gibt noch ein paar kleinere, aber die sind relativ irrelevant für den gemeinen Farang. Ayudhaya war übrigens die Königsstadt bevor Krungthep es wurde.
Ich bin also in die Bank rein, habe meinen Zettel ausgefüllt und mich in die Warteschlange eingereiht. In thailändischen Banken sitzt die Warteschlange auf Bushaltestellenschalensitzen und kuckt Channel 3, wo irgendeine Thaisoap kommt in der die Protagonistin gerade vom Vater des Kindes das in ihr entsteht verlassen wird und beginnt sich mit dessen Freund auseinanderzusetzen. Irgendwann dann wurde ich mit einem bezaubernden und erstaunlich aber nicht unerhofft freundlichem und erfreutem Gesicht von der Bank-Thai begrüsst.
Sie: Sawadee kah!
Ich: Sawadee krap!
Sie: How are you today.
Ich: I’m good. I mean. Ehm. Fine. I hope you too.
Sie: Yes. I am. Signature here.
Dann lies sie mein Geld durch den Zählautomat laufen der sich verzählte. Das ganze wiederholte sie solange, bis der Automat den Wert anzeigte, den ich auf dem Zettelchen eingetragen hatte. Dann lies sie mein Kontobuch nachschreiben und gab es mir zurück.
Sie: Have a nice afternoon!
Ich: You too. See you on friday!
Sie: Yes! See you!
Und ich verlies die Bank. Ein ganz normaler Bankbesuch. Wirklich nichts Aufregendes. Überhaupt ist das Leben hier nicht wirklich aufregend. Eventuell sollte auf meinem Grabstein mal stehen: “Dieses Schlagloch kannte er noch nicht” oder was in der Art. Aber wirklich aufregend ist das auch nicht.
Ich beschwer mich ja selten. Aber dass der Strom genau in dem Moment (eben gerade) ausfällt, wenn ich den Knopf der Espressomaschine zum Kaffeegeben animieren will … das ist … ich würde mal sagen ein unhaltbarer Zustand.
So. Heute habe ich es dann endlich mal bis Maenam geschafft. In Bophut und Maenam ist von der Straße durch das gestrige Unwetter nicht mehr viel übrig. Schlaglöcher wo das Mopedrad hin rollt und ganze Straßenhälften sind abgesenkt. Die Amis hätten schon lange evakuiert. Die Bank selber war vom Ambiente her wie alle Banken von Ayudhaya. Und irgendwie gelingt es mir auch jedes Mal mehr, nahezu alle Felder auf dem Zettelchen auszufüllen. Naja. War ne nette Reise. Lohnenswert. Das war die Reputation dann schon wert.
Also gestern war mal wieder eine recht nützliche Thailektion dran. Wir haben gelernt, was “verbraucht” heisst. Interessanterweise bedeutet das exakt übersetzt “zu sehr benutzt”. Entspricht genau meiner Definition des Wortes.
Dann haben wir gelernt, was nah und fern heisst. Nah heisst klay. Fern hingegen heisst klay. Der Unterschied liegt darin, dass das nahe klay einen fallenden Ton hat und das ferne klay einen Midtone. Sollte ich also mal einen Taxifahrer in Bangkok fragen, ob der Weg von Bang Na zum Wat Po weit ist und sage “klay may” wird er vermutlich “may klay” oder “klay” sagen und ich werde genauso klug wie vorher sein.
Nagut. Ich weiss dass die Strecke ziemlich “klay” ist. Den Tone müsst ihr euch jetzt selbst denken.












