Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

Das Archiv - Dezember 2005

2005

31 Dez 2005

Hin Da Hin Yai, New Years Eve Morning.

Nu isses also vorbei. Das alte Jahr. Das neue wird kommen (führt kein Weg dran vorbei und schon Nostradamus, die Zeugen Jehovas und alle Jahr 2000ler haben es nicht geschafft, daran was zu ändern) und alles wird schöner, besser, größer und überhaupt. Wir nehmen uns eine Menge Gutes vor und halten uns mindestens eine Woche daran. Meine Vorsätze sind “kein Alkohol und kein Säugetierfleisch in 2006” und “mehr Slow Motion” (das erklär ich mal später).

Bleibt mir nur Dir wertem Leser je nach Zelebrationsform des Tages einen guten Rutsch oder einen geruhsamen Jahresausklang zu wünschen. Im Neuen Jahr wird alles schöner, besser, größer und überhaupt.

Was macht ihr mit eurer Extra-Sekunde? Ich denke, ich werde stumpf in der Gegend rum starren und damit meine Kritik an der Konsumgesellschaft ausdrücken. Wenn wir alle nicht so monetär orientiert wären, würde unsere Erde nicht so aus dem Takt geraten. Glaubt mir. Geld ist aus Metall gestrickt. Oder ich werde schlafen. Mal sehen.

PS: Ich vermisse meinen Dezemberlohn.

31 Dez 2005

Signed. Blessed. Unexpected.

Seit gestern ist der freie Platz vor meinem Haus zur Partyfläche umgewandelt worden. Eine Menge Bänke. Eine Bühne. Und Tische und vielerlei Kochutensilien. Ich seh das ziemlich gelassen denn es wurde mir angekündigt (nachdem man es aufgebaut hatte ;]) mit “We will disturb you for two days” und einem Thai-Smile allerbester Qualität.

Und so wurde gestern Nacht* schon mal in den Silvester reingefeiert. Erstaunlich leise.

Heute morgen dann machte ich mir eine Tasse Kaffee und wollte auf meine Veranda spazieren und die Sonne genießen. An der Tür stand dann plötzlich ein Mönch vor, grinste mich an und machte die Tür vor meiner Nase zu. Ich versuchte meinen Kopf unterhalb seines Kopfes zu halten** (was bei thailändischen Mönchen als Gegenüber seltsam aussehen kann) und beobachtete. Er grinste weiter (grinsende Mönche führen generell keine Machete mit sich). Dann brachte ihm jemand einen Stuhl, er stieg darauf und begann mit den Fingern meine Scheibe zu bemalen. Das dauerte eine Weile, dann lief er einmal um mein Haus und bespritzte es mit Wasser und verschwand so unerwartet wie er kam.

Gesagt hat mir niemand was. Und so sitze ich wieder als dummer kleiner Farang hier und wundere mich, was es mit den Zeichen auf sich hat. Es stinkt ein wenig nach Jasmin und anderen Blümchenkram.

Viele Häuser sind von Mönchen geweiht. Ist also was ganz normales und diese Zeichen sieht man überall. Was mich nur etwas verwundert ist, dass sie ein offensichtliches Faranghaus segnen.

Ich werde berichten.

* Nacht, thailändisch. Zeit von Sonnenuntergang (ca. 18 Uhr) bis 22 Uhr. Länger schaffen es “echte” Thais nicht wachzubleiben. Alles andere hat Beachstreet-Erfahrung.
** Man sollte immer niedriger gestellt sein als Mönche und der König.

31 Dez 2005
2 Baht. Now here too.

Gestern beim Aussortieren meines Klimpergeldes (die kleinen (1 und 5 Baht) in die Tempelbüchse) und die großen (10 Baht) zurück ins Portemonaie) entdeckte ich zwei seltsame neue Münzen.

Die passten irgendwie nicht auf die normalen Stapel. Größer als 1 Baht und kleiner als 5 Baht. Und so glänzend neu.

Soso. Da haben wir also in Thailand die 2 Baht-Münze eingeführt. Ich musste ganz kurz überlegen, ob ich die nicht doch schonmal irgendwo gesehen habe. Ich bilde mir ein, dass dem so wäre. Eine Rückfrage bei meiner Bank-Thai ergab aber, dass sie noch nie 2 Baht-Münzen gesehen hat.

Also neu. Das ist fast so schlimm wie die Euro-Einführung vor zwei Jahren. Muss man ja immer kucken, was man raus gibt jetzt.

26 Dez 2005

i made myself a present

Dass ich Weihnachten nicht feiere heisst nicht, dass ich mir nichts schenken kann. Ich schenk mir zur Zeit regelmässig was, aber sowas Grosses schon lange nicht mehr.

24 Dez 2005

Und dann war Weihnachten

Ich bin ganz zufrieden hier in Thailand zu leben. Weihnachten ist kein “offizieller” Feiertag. Die Thais feiern zwar ein ganz kleines bisschen, aber nur weil sie gerne feiern und daher so ziemlich jedes Fest aus der vermeintlich ersten Welt assimilieren. Und auf der Insel wird ne Menge Kram gemacht für die Touristen. Nichtsdestotrotz gibt es kein Weihnachten hier (der Bankenkalender ist mein und des Gouvernments Zeuge). In den vergangenen Jahren haben wir zu Weihnachten (drumrum, davor und danach und zwischendrin) immer eine Art Deutschlandreise gemacht und alle Familien besucht, gegessen, Freunde besucht, gegessen, Verwandschaft besucht, gegessen und manchmal haben wir auch gegessen. Verschiedene Sachen.

Geschenke waren auch so ein Thema. Ich finde ja grundsätzlich, dass Geschenke zu Anlässen, die von anderen vorgegeben werden (Weihnachten) oder einen ungenauen Abstand an Tagen haben (Jahrestage) reichlich lächerlich. (Mal ganz abgesehen von den regelmäßigen “Du, A. hat gefragt was er/sie/es dir schenken könnte”.) Und lasst es euch gesagt sein: (Tremolo an) Seit ich mich von diesem Geschenkekram abgewandt habe und bestimmten Menschen Dinge einfach so ohne Datumszwang schenke und mir selbst nichts mehr schenken lasse geht es mir viel besser (Tremolo aus).

Sozialzwang. Sag ich mal. Aber bitte.

(Als ich noch klein war, fand ich es sehr cool im Juli Geburtstag zu haben. Das verteilte die Geschenke auf zwei halbjährlich getrennte Ereignisse. Ich kannte mal jemanden der hieß auch Patrick und hatte am 24. Dezember Geburtstag. Arme Sau. Ganz ganz arme Sau.)

Weihnachten = Musik

Als ich noch klein war und in die Schule ging (ja, auch ich wurde dem deutschsprachigen Schulsystem hilflos ausgeliefert, jetzt seht ihr mal, was da alles passieren kann) verwandte ich auch eine Menge meiner kostbaren durch zahlreiche imaginäre Freunde unbeeinflussten Zeit auf die Anwesenheit im Tenorsektor des Schulchores meines glorreichen nun nicht mehr existenten Gymnasiums.

Auf diesem lernte schon in grauer Vorzeit Robert Schumann und wer jetzt nicht weiss wer das war muss sich leider unromantisch schimpfen lassen. “Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust” hat er mal gesagt und Recht hatte er damit. Er war nämlich ein bisschen verrückt (bipolar gesehen). Das ist aber absolut nebensächlich (und eigentlich hat er Klaviermusik zusammengetintet) und ich habs nur erwähnt, weil es heutzutage cool ist einer Schule zu entstammen der auch jemand entstammte der (vermeintlich oder reell) wichtiger Natur für historische, soziokulturelle oder politische Ereignisse scheint.

Jedenfalls gab der Chor jedes Jahr ein Weihnachtskonzert und ich nahm an sieben ihrer singenderweise teil. Vier in meiner Zeit als aktiver Schüler und drei in den darauf folgenden Jahren als lösungsunfähiges postsuizidales Wrack und devoter Begleiter meiner damaligen… ehm… Dings… na… Freundin. Der Chorleiter war ein bisschen größenwahnsinnig (Wir hatten auch mal die komplette Carmina Burana im Repertoire, aber das war nicht weihnachtlich – allerdings gibts davon ne CD mit meinem Namen im Booklet. Er ist es immer noch (größenwahnsinnig), aber ich rede hier von der Vergangenheit, für die Gegenwart ist er irrelevant.) und hatte im zweiten Jahr das “Hallelujah” (Händel? Wagner? Schröder?) einstudieren lassen und so sangen wir dann aller zwei Jahre Hallelujah und jedes Jahr “Adeste fideles”. Die Adventwochen waren von Intensivproben durchsetzt weil der Chef zu spät mit dem Einstudieren anfing und es nicht verstanden hat, warum man nach zwei Jahren nicht mehr “Hallelujah” singen kann was für die des logischen Denkens geübteren aktiven Schüler offensichtlich war – die rollierende Besetzung. Damals hatten die Ostgymnasien nur 4 Jahre (9. bis 12. Klasse) und entsprechend viel kehliges Neumaterial hatten wir jedes Jahr.

Nichtsdestotrotz sangen wir alle glücklich unsere Weihnachtskonzerte (endlich haben wir es hinter uns) und was ich eigentlich erzählen wollte ist dass Weihnachten viel schneller kam als erwartet weil man soviel zu tun hatte. So wie dieses Jahr. Da hab ich gestern festgestellt dass heute pränataler Feiertag ist. Das ist ja ungewohnt. Und irgendwie fehlt der Schnee um mich einzustimmen. Ich hätte auch gedacht, dass das Weihnachtsgedöhns im Tesko mich irgendwie mehr fertigmachen würde. Da läuft seit drei Wochen auch ständig irgendein amerikanischer Weihnachtssong.

Vielleicht liegt alles daran, dass ich dieses Jahr noch nicht ein einziges Mal “White Christmas” gehört habe. Ein bisschen vermisste ich ja die jährliche Meldung meiner Gwelle zu den Weihnachtskonzertereignissen in Zwickau (“Ja, Hallelujah war wieder dran.”).

Mir fällt grad ein, dass ich sogar mal einen Weihnachtssong für den Chor geschrieben und auch ein bisschen mitkomponiert habe. Da kam alles drin vor, von Schnee über Licht bis zu Friede und so einem Kram. Obs dafür heutzutage sowas wie Tantiemen gibt?

Ich glaube nächstes Jahr schreib ich ein Weihnachtsbuch.

Oiche Chiuin, Enya (walisisch, oder? 3:45min, 3.44MB)

Der Grinch

Maybe Christmas doesn’t come from the store. Maybe christmas perhaps means a little bit more.

Wie der Grinch Weihnachten stahl (Boris Karloff, englisch, 21:39min, 29.7MB)

Zusammenfassung

Ja nun. Mumbl. Brumm. Frohes. Hier Fest und so. Feiert schön. Und ein paar von euch vermiss ich. Ein bisschen.

23 Dez 2005

Ach herrje! Der Geschäftsführung fiel eben ein, dass ich noch einen nicht unbedeutenden Berg an Urlaubstagen für dieses überaus glor- und ertragreiche Jahr gehortet habe und hat mich zwangsbeurlaubt. Ab morgen werde ich also für den Rest des Jahres kurzärmelig und mit Sonnencreme auf der Nase die Strände der Insel unsicher und Thaifrauen an-machen (was soll man auf dieser Insel auch sonst unternehmen?). Irgendwann im Januar darf ich dann meine befriedigende Arbeit wieder aufnehmen.

Bleibt nur die Frage, was ich mit der Zeit anfangen soll. Ich hab da schon so eine Idee…

23 Dez 2005

Eigentlich wollte ich einen längeren Eintrag dazu schreiben wie es ist als Nichtraucher im Dunkeln Geräte zum Erzeugen von Licht zu finden aber irgendwie wird das ja langweilig, sich die ganze Zeit zu beschweren. Drum sei nur kurz auf dieses Schreiben verwiesen und der Hinweis gegeben, dass Kerzenlicht ja doch ganz romantisch ist. Und die Thais haben auch viel mehr Spaß im Dunkeln. Ich glaube nur nicht, dass die in diesen stürmischen Tagen rechtzeitig mit dem Kabellegen fertigwerden.

PS: Man glaubt gar nicht, zu was man alles Strom braucht: Kaffee, Film, Lesen (im Dunkeln), Duschen (sic! Durchlauferhitzer), Bezahlen, Kochen, Eiscreme kalt halten, Bier kalt halten …

PPS: Die ganze Insel hat dann übrigens keinen Strom. Aber gesagt wird einem (mir) das nur auf Arbeit.

22 Dez 2005

Es h??rt nicht auf. Im S??den ist so ziemlich alles ??berschwemmt, was zu ??berschwemmen geht. Die neun s??dlichen Provinzen sind zum Unwettergebiet ausgerufen worden und es wird f??r die n??chsten Tage mehr erwartet:

at 09.00 a.m. today, an active low pressure cell covers the lower southern Thailand and during December 22-24, the strong northeast monsoon prevails over the Gulf and the Andaman Sea are expected. There will heavy to very heavy rain in Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Pattalung, Songkhla, Pattani, Yala, Narathiwat, Krabi Trang and Satun. Strong wind and high waves with wave height 2-4 meters are likely in the Gulf of Thailand and the Andaman Sea. People in southern Thailand should beware of flooding conditions and navigators should proceed with caution and small boats should keep ashore during this period By the way, an intense high pressure areas from China will extend its ridge to covers upper Thailand during December 22-24, causes 2-5 ??C drop to become cooler weather in generally over the areas with windy while cold to very cold and frost in the mountain areas. People should take care your healthy during this period.

Quelle: Meteorologisches Department Bangkok

Hier bei uns regnet es nur “ein bisschen”. Bophut hat sich trotzdem gleich wieder entschieden, unter Wasser zu stehen. Es fing gestern gerade an, nur noch einen leichten Wasserfilm auf der Stra??e zu haben. Abends ist es richtig kalt. Normal ist das nicht, wenn man sich das langj??hrige Mittel f??r Ko Samui und Surrat Thani) ansieht.

Und es wird auch in den folgenden Tagen so bleiben.

21 Dez 2005

Am Wochenende war ich mal kräftig Geld ausgeben und habe bei der Gelegenheit “mein Bild” gefunden. Ein Dali in rot. Es gibt hier jede Menge Shops in denen man “Gemälde” kaufen kann. Meistens sind das abgemalte Photos (Mano Dayak aus der GEO mit den großen braunen Augen sieht einem aus jeder Ecke von Chaweng aus an) und Filmzitate. Die Thais haben es mit Robert de Niro und Al Pacino. Und Buddhabilder. Immer die gleichen (es gibt einige contemporäre Zeichner die Buddhabilder zeichnen und dann gibt es jede Menge Kloster in denen die Mönche diese Bilder wieder abzeichnen und vervielfältigen).

So ist jedes Bild ein Original. Auf die eine oder andere Art und Weise. Am Sonntag dann habe ich einen Shop gefunden, in dem in einer Ecke ein Thai sitzt und Dali-Bilder abmalt. Nicht schlecht. Eher sehr gut, würde ich sagen. Das Dali-Bild selber ist das beste Stück, das ich von ihm (Salvadore) kenne. Zwei Elephanten. Nicht viel mehr auf den ersten Blick. Und auf den ersten Eindruck kommt es ja an, nicht wahr? Im Shop hängt es in ca. 2mx1.5m Größe, man kann die Farbe fühlen und sie wollen 7000฿ dafür.

Ich finde einerseits, dass ich mir ein Weihnachtsgeschenk verdient habe und andererseits, dass ich in dem Alter bin, wo man ein Gemälde überm Bett hängen hat. Jetzt muss ich nur noch das Geld auftreiben und meine Verhandlungsskills optimieren. Ich strebe 5000฿ an. Mal sehen. Aber ich würde auch 7000 zahlen. So ist das mit den wichtigen Dingen im Leben.

20 Dez 2005

Es gibt ein Buch das ich versuche seit Januar (ok, ich lerne erst seit Februar Thai, also seit Februar) zu bekommen: Hearttalk von Christopher G. Moore.

Im Thai kann man sehr viele Gefühlszustände und auch “ganz normale” Dinge mit Worten beschreiben, die das Wort Herz (Jai) enthalten. Dieses Buch behandelt viele dieser Worte. Eigentlich ist es derzeit vergriffen und eine neue Ausgabe soll Anfang 2006 erscheinen. Wer es nicht bis dahin abwarten kann, sollte mal in die Book Corner auf der Beachstreet in Chaweng gehen. Da sind nämlich vergangene Woche vier Exemplare aufgetaucht (ich war vorher dort und sie hatten nichts). Jetzt gibts nur noch drei ;)

Ein Probekapitel gibts bei Thailanguage.com zu lesen. Mehr auch in den Thaiblogs in “Language of the heart” und “More heart talk – lessons in Jai”.

20 Dez 2005

... gibts nicht von mir dieses Jahr (gabs die jemals von mir?). Weihnachten ist kommerzieller Schnickschnack. Trotzdem war ich eben auf der Post und hab ne Menge Briefe abgegeben. Interessanterweise kostete das weniger als der Versand innerhalb Deutschlands. Man könnte sich glatt für das neue Jahr vornehmen, ein paar Karten zu schicken. Mal sehen.

Damit war ich dieses Jahr schon zweimal auf der Post. Irgendwann Anfang des Jahres zum schleswig-holsteinischen Wahlkampf und die nun.

PS: Die Sonne scheint, wir haben Hochsaison und die Touristen sind da. Ich habe für eine 5-Minuten-Strecke 10 Minuten gebraucht. Nackte bleiche trainierte Oberkörper auf Mopeds die langsam fahren, nebeneinander und den Verkehr blockierend. Ich bin gespannt wie die Unfallrate diesen Monat steigt.

20 Dez 2005

Wenn der Thailehrer nicht kommt, muss man sich eben selbst ein bisschen Thai beibringen. Thung heisst Sack oder Beutel. Thung Thaow heisst Strumpfhose Socke und Thung Yaow heißt Strumpfhose.

Alles klar. Oder?

PS: Danke an Dr. Somchai (Phatharathananunth?)

20 Dez 2005

So. Nu haben wirs auch amtlich, dass es dies heftigste Regenzeit seit 40 Jahren war. Ist überall noch ein bisschen nass auf der Insel aber geregnet hats seit zwei Tagen (und Nächten) nicht mehr. Dafür haben wir keinen Strom mehr. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

16 Dez 2005

On the way in the office.

Hab ich eigentlich schonmal erzählt, dass mein Arbeitsweg seit ich ins neue Haus gezogen bin direkt am Meer vorbeiführt? Welcher Bürojob bietet das schon? ;) Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, denen das gefällt.

16 Dez 2005

Ab wann darf man sich eigentlich mit Fug und Recht 68er nennen? Wenn man 68 schon gelebt hat oder wenn man 68 alt genug war um eine Meinung zu haben die relevant für das Meinungsspektrum der “68er” ist? Nur so am Rande. Leute die dieses Jahr 50 wurden waren 68 (lass mal rechnen, 5 minus, 45, 60, 5 weg, 55, 68 minus 55 ist) 13 kleine Jährchen alt.

Fiel mir so auf dem Moped heute früh ein. Falsche Fuffziger also. Mit dreizehn war man 68 noch kein 68er (es sei denn man war sehr intelligent und hat ein paar Schuljahre übersprungen und mit 15 das Studium angefangen). Finde ich. Das wäre so als ob ich jetzt erzählen würde wo ich war und wie betroffen ich war als man 1980 John Lennon erschoss. Da war ich 5.

14 Dez 2005

Ich hatte eben die Hammeridee für das Cover meines ersten Albums. Jetzt muss ich nur noch die Musik machen.

(Hach ja, wie früher. Ich hatte jede Menge Domains und Ideen dazu ;)

14 Dez 2005

Wenn Sie in Suchmaschinen nach “Patrick Kollitsch” suchen und die Links in die schreiBBloga.de anklicken landet Ihre IP in meinen Logs.

(Nebenbemerkung: Auch wenn Sie nach Sex-Themen und Thaifrauen suchen landen Sie hier und in meinen Logs.)

14 Dez 2005

Nachfolgenden Text hab ich eben aus dem Zettelkasten gefischt. Eigentlich sollte er Teil eines grösseren Pamphlets über die Entwicklung einer für mich positiven Umgebungsbedingung persönlicher Art werden. Passte aber nicht ganz rein. Also nun einfach so. Im Einzelauswurf.

Dann und wann (in regnerischen Zeiten häufiger) kommt es schon mal vor, das ein Frosch sich lebensmüde in den Weg meines roten Mopeds stürzend laut platzend in eine vermeintlich bessere Existenz wechselt. Es gibt da dieses Geräusch das ziemlich einzigartig ist und eigentlich immer mit einem unter äußerem Druck platzenden Frosch in Verbindung gebracht werden kann. Pflogggtsch.

Neulich machte es beim Einbiegen in meine Soi (Nebenstraße der Nebenstraße der Ringroad) plötzlich und unvermittelt “Pflogggtsch”. Die hinter mir sitzende mich begleitende Thai erschrak und meinte mein Moped löse sich in seine Bestandteile auf. Ich sagte beruhigend zu ihr “It’s only a frog.”

Fehler!!!

Im Buddhismus geht es größtenteils darum, mit den Umständen in denen man lebt (leben muss) zurecht zu kommen. Man steigt nach jedem Leben die Leiter der Existenz ein wenig herauf oder herab und versucht im Leben selbst möglichst viel Gutes zu tun, um diese Änderung der Ebene eine näher in Richtung Nirvana sein zu lassen. Nach dem “Pflogggtsch” und meiner achtlosen Bemerkung hatte ich dann eine ziemlich lange und interessante Diskussion darüber ob ich den Frosch nun daran hinderte aufzusteigen oder einen langwierigen Prozess beschleunigt habe (letzteres meine Meinung, ersteres die Meinung der mich begleitenden Thai).

Wie auch immer. Ich bin seither immer ein wenig traurig wenn ein Frosch laut “Pflogggtsch” macht und werde das Wörtchen only vermeiden. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auf nassen Straßen nur noch Schritt fahre damit ich bremsen kann.

Ich bremse für Frösche.

Und im Tempel war ich deshalb auch schon.

14 Dez 2005

Im letzten Eintrag gabs einen Kommentar von Dee zu den glatten Haaren der Thais. Dazu möchte der Autor Folgendes bemerken.

Die Thais haben oft gewellte Haare und geben Unmengen aus um die Haare glatt zu bekommen. Ich bekam am Wochenende einen Blick aus schmalen Augen zugeworfen mit der Bemerkung: “Maybe you need something to put in you hair to get it straight.” Ich hab dann zurückgefragt “Häh?” und ein “ehm nothing” zu hören bekommen.

“Sure you look like your mother” war noch einer der besseren Kommentare ;) Grundsätzlich stehen sie schon auf glatt. Was sie nicht am Fummeln hindert. Die Thais.

Die Ingenieurserklärung meiner Locken

Dass ich (zur Zeit) Locken habe lässt sich einfach erklären und da ja nun doch ein gewisses Interesse besteht kommt sie hier mal: Lange Haare haben ein gewisses Gewicht. In den Tropen sind sie sogar noch schwerer, weil ein gewisser Luftfeuchtigkeitsgrad mit hineinspielt. Sie hängen also schwer. Schneidet man sie ab, fällt die Last weg und an den Haarstoppeln wird nicht mehr so sehr gezogen. Jetzt könnte ich was von Epidermis erzählen weiss aber nicht ob das so heisst. Nichtsdestotrotz ist die Oberfläche der Haare nicht mehr so gespannt und wie mit Geschenkband am Messer abgerieben zieht sich die Oberfläche zusammen und der nette Löckcheneffekt entsteht.

Also: Willst Löckchen du haben lass die Haare erstmal 2 Jahre wachsen und zieh in die Tropen.

13 Dez 2005

Me. Now. Shaving-accident again.

Ich hatte mal ne Kaltwelle da sah ich ungefähr so ähnlich aus. Nur dünner. Und jünger. Und nackter ums Kinn herum. Meine Lateinlehrerin hat mich nicht erkannt und dann erstmal nen Lachkrampf gekriegt. Trotzdem ist das Gewelle hier Natur. Quasi tropischer Natur.

Es findet nicht unbedingt mein Gefallen.

10 Dez 2005

Das Interessanteste (für mich) an den vergangenen 4 Wochen ist, dass es mich nicht im geringsten angeödet hat. Fast bin ich ein bisschen traurig, dass die Sonne seit heute durch die Wolken dringen kann und meine Lieblingsüberschwemmung in Bophut so langsam auszutrocknen beginnt. Ich hatte bereits eine Technik entwickelt, hinter den Pickups in einem Meter Abstand zu fahren. Damit kommt man schneller vorwärts weil die Fluten wie damals im Roten Meer (wars das Tote?) getrennt werden und ich nahezu trocken durchkam.

In Deutschland hätte ich schon lange (Achtung, lizenzierte Verwendung des Wortes) gekotzt. Hier ist alles ein wenig anders. Ich grinse eigentlich ständig beim Mopedfahren. Und wenn ich nicht grinse dann nur weil ich bemerkt habe, dass ich grinse und mich einen Augenblick lang selbst nicht mag.

Meine Straße ist auch wieder aufgetaucht. Es geht aufwärts. Nur die Sonne nervt schon wieder ein bisschen.

Ist halt immer was Neues in der Verarbeitung.

09 Dez 2005

Ich habe ja ein spezielles Verhältnis zu Klebern im Allgemeinen und Sekundenkleber im Speziellen. Normalerweise verkleistere ich immer meine Klamotten anstatt das klebrige Gut an der zu verklebenden Stelle aufzubringen. Sekundenkleber benutze ich immer nur einmal, weil dann hinterher immer die Düse verstopft ist.

Heute morgen jedenfalls benötigte ich mal wieder Sekundenkleber und hatte mir hierzu eine Tube “chinese Elephant-Brand” versorgt. In Thailand ist es wichtig, dass so etwas immer Brand dahinter stehen hat, damit man weiß, dass man es hier mit einer gewichtigen Marke zu tun hat. Dieser Kleber wurde übrigens mit separater enger Düse und einer langen Nadel geliefert, auf dass die Düse gereinigt werden könne.

Der Patient war mein Mobilfunktelefon – ein Siemens SL 55 oder so. Das ist übrigens das letzte Siemens-Telefon, das ich nutzen werde. Ich habe seit ich mobil telefoniere immer auf Siemens geschworen – angefangen von diesen Briketts damals über weniger brikettige Dinger bis zum Ei. Dieses begann nun seit ich in Thailand bin ein gewissermaßen divenhaftes Verhalten an den Tag zu legen von plötzlichem Ausschalten (vorzugsweise mitten im Senden von SMS oder mitten im Gespräch) über wochenlang nicht funktionierende Tasten (ungünstig wenn man SMSse ohne M,N,O schreiben muss) bis hin zu herausfallenden Tasten in der letzten Woche (eine ungünstige Kombination von Hitze und Feuchtigkeit hat winzige Klebepunkte verdampfen lassen). Das Ding ist halt nicht für die Tropen geschaffen. Mal abgesehen davon, dass Siemens die Mobilsparte verkauft hat und schon dafür nicht mehr in Betracht kommt. Ich hab neulich so ein glitzerndes schwarzes Nokia gesehen mit MP3-Player und Fotoapparat.

Aber ich schweife ab. Was ich eigentlich erzählen wollte war, dass ich mein Mobile oder besser gesagt die herausgefallenen Tasten geklebt habe. Ich packte also alles zusammen, deckte alle Flächen ab, die nicht beklebt werden wollten und trug einen Tropfen Sekundenkleber auf. Die Tube legte ich sorgsam beiseite und nahm das Telefon an mich. In der Zwischenzeit hat die Taste es irgendwie geschaft an meinem Zeigefinder anzukleben. Sekundenkleber klebt normalerweise in Sekunden. Dieser hier auch. Aber bisher war es so, dass man das dann immer noch abziehen konnte von Körperteilen, die nicht zum Verkleben gedacht sind.

Was soll ich sagen. Ich bin sagenhafte 10 Minuten in meinem Haus herumgegangen und hab versucht die Taste wieder runterzubekommen. Auf dem Finger nützt sie mir ja nicht wirklich viel. Zwischendurch noch schnell auf die Verpackung gekuckt – da grinst mir ein Chinese entgegen und meint freundlich “glues really everything”. Ja. Glaub ich.

Mit Wasser und viel Geduld hab ich das Elend dann beenden können. Ich dachte kurz ans Messer aber der Zeigefinger ist dann schon zu wichtig um leichtfertig angeschnitten zu werden.

Jedenfalls hat mein Mobile wieder seine Tasten (ich musste immer mit einem Stift rumklicken um SMSse zu erstellen und zu verschicken und das ist nun wirklich nicht optimal bei einem Versand von rund 30 Stück am Tag) und mein Zeige-Finger eine seltsam hornige rauhe Oberfläche. Besser als ganz ab. Sag ich mal.

09 Dez 2005

Shit. Ich muss mich hier von einem dummen rothaarigen aufmerksamkeitsbedürftigen Farang-Kleinkind aus dem Anwaltsoffice gegenüber angaffen lassen. Jetzt leckt das Ding auch noch die Scheibe an. Nenene. Wenn ich mal groß bin will ich Thaikinder haben…

(Nein, ich werde die Jalousien nicht zu machen, dazu laufen dann doch zuviele niedliche Thaifrauen im Gang herum.)

09 Dez 2005

Es bildet sich so langsam ein Zettelkasten mit Ideen, Fragmenten, Sätzen, Worten und Zeich(nung)en. Muss ja nicht alles hier drinnen landen, hehe. Das im Kopf ist beständiger. Das auf dem Papier gibt vielleicht hinterher Aufschluss.

07 Dez 2005

Ja. Ich geb ja nicht gerne an, aber dass gestern abend aus einer Ayudhaya-Filiale heraus jede Menge Bänkerinnen strömte, die ihrer Begeisterung über “Khun Beddigs” new Facelift lautstark Ausdruck verliehen müssen zu haben meinten möchte ich hier doch für die Nachwelt festhalten. War ziemlich peinlich, hat aber niemand (außer den ekstatischen Thais selbst) gesehen. Und dunkel war es auch schon. Dabei wollte ich doch nur eine Nikolaus-Tüte rüberreichen. Man könnte meinen, die Bank-Thais bekommen nie einen Farang zu Gesicht.

07 Dez 2005

Sneering Sun

Mit höhnischem Grinsen hat sich vor ca. 30 Minuten die Sonne aufmacht, uns sich im Trockenen wähnen zu lassen.

Ich glaubs erst, wenn ich trocken nach Hause komme. Wenn man bedenkt, dass ich tropfender Klamotten beschwert das Büro heute morgen nach einer Flutungsfahrt ohnegleichen erreichte ist es doch eher Hohn als ehrlich gemeinte UV-Strahlung.

Bitch. Würde ich mal sagen. In den meisten Sprachen dieser Welt ist die Sonne… ehm… ich arbeite mal eben weiter…

07 Dez 2005

Me now. Schnipp.

Quelle: Ah. You want to cut your hair?
Ich: Yes. Maybe.
Quelle: Look. There you can cut! You want to cut now?
Ich: (es war 21:30 Uhr und ich dachte, der Laden ist zu und eigentlich wollten wir Obst kaufen) Yes. Of course.

30 Minuten später war das Werk von ungefähr 18 Monaten einer mittelkurzen braver-Junge-Frisur gewichen. Ich stellte dann ein paar Stunden später fest, dass ich tatsächlich lockiges Haupthaar habe. Ich versuche es immer noch in meine Gewalt zu bringen. Vermutlich ist das Klima mit der grossen Last langer Haare, die nun nicht mehr da ist Schuld daran.

Die Reaktionen der weiblichen Bevölkerung Ko Samuis waren durchweg positiv und das ist es ja, worum es geht, nicht wahr? Und der Kram ist auch viel schneller trocken und hängt bei verschiedenen Positionen nicht immer im Gesicht rum.

Aber eigentlich hab ich gar keinen Grund, das Ergebnis schön zu reden. Is js schon lecker.

06 Dez 2005

Gestern nach dem Dunkeln des Himmels sprach meine Quelle davon, dass wir mal wieder zu Swensens gehen könnten um ein Eis zu uns zu nehmen. Ich war nicht abgeneigt und so setzten wir uns aufs Moped und fuhren los. Es hatte nur den ganzen Samstag und Sonntag und ein bisschen am Montagmorgen geregnet, weshalb wir von einer mehr oder weniger unüberschwemmten Strecke ausgingen.

Wir entschlossen uns, eine Freundin meiner Quelle einzupacken, um den Sanuk zu steigern. Das scheiterte daran, dass diese Freundin nicht in der vereinbarten Bankbude saß sondern bereits im Feierabend dämmerte. Das ist kein Problem, weil meine Quelle jede Menge Bankbudenbesetzer kennt und so fuhren wir einen dunklen Weg quer durch Bang Rak gen Chaweng, “Bankbooth” und Swensens entgegen.

Die Straße war an manchen Stellen witterungsbedingt durch bis zu einem Meter tiefe Löcher ersetzt und so gab es jede Menge Übungseinheiten im Motocross. Dann entschied der kleine rote Flitzer, dass es an der Zeit wäre, den Hinterreifen flatulent ins Jenseits zu schicken (das Ding hatte schon immer einen Sinn für große Auftritte) also entschieden wir uns um und fuhren erstmal zu einem Mopedladen am Wegesrand.

Dort wurde der Reifen gewechselt und kräftig parliert. Unter anderem erfuhren wir, dass für heute eine Unwetterwarnung für die Insel herausgegeben wurde. Wir lachten. Zahlten. Gingen.

Bankbude Nummer 2 war ebenfalls leer, also entschieden wir uns, in den Tesko zu fahren und ein kaffeehaltiges Getränk zu uns zu nehmen. Dort angekommen wurde eine dritte Freundin angerufen und eingeladen. Die kam dann, aber irgendwie am Ende doch nicht und so gingen wir noch ein paar Bücher kaufen. Ich hab meiner Quelle den thailändischen Harry Potter 1 geschenkt. Ich finde, man sollte Bücher immer im thailändischen Original lesen ;)

Für mich gab es eine thailändische Grammatik der Umgangssprache. Endlich mal eine ordentliche Grammatik die nach Themen sortiert ist, die nützlich sind.

  • Referring to things
  • Referring to people
  • Questions

... und so weiter. Naja.

Bei Swensens waren wir dann doch nicht. Das ist dann erstmal für Mittwoch geplant ;)

04 Dez 2005

Ich bin heute mal um die Insel gefahren um für meine Leser die aktuelle Situation auf der Insel aufzunehmen. (Eigentlich habe ich jemanden bei “kein Regen” nach Nathon zur Fähre gebracht und wurde dann von einem Regengebiet einmal um die Insel bis nach Lamai getrieben wo ich nun im Office ausharre und flehentlich um schöneres Wetter bitte. Wobei, es kann ruhig regnen. Hab heut nichts weiter vor. Oder warte mal. Ne. Doch.)

Im Norden steht alles unter Wasser. Die Straße in Bophut wurde am Montag bevor der Regen begann aufgepickert um sie zu reparieren. Mittwoch kam der Regen und nun gibts die Straße relativ gesehen nicht mehr, denn eine Hälfte wurde abgetragen. Das aber sieht man nur, wenn das Wasser mal weniger hoch steht, wie beispielsweise vorgestern, als es mal 10 Stunden lang nur nieselte. Ansonsten spürt man es wenn man durch die Löcher rattert.

Auf meiner Straße gibt es einen reißenden Fluss. Sehr reißend. Ich fahr da aber inzwischen durch, auch wenn mein Auspuff unter Wasser eher beängstigend klingt.

Im Dschungel hinter dem Haus steht keine Wellblechhütte mehr. Ein einziges Trümmerfeld. Wo die Menschen jetzt leben weiß ich nicht. Neulich bin ich dort langgefahren und da stand ein kleines Mädchen mit Plüschhasen am Wegesrand mitten im Dschungel. Ich hab versucht sie zu fragen, ob alles in Ordnung ist, wo ihre Eltern sind und so. Hab aber keine Reaktion bekommen. War schon ein bisschen scary.

Im Nordwesten ist es relativ trocken. Was grösstenteils an den Bergen da liegt, das Wasser läuft ab. Nathon ist relativ trocken.

Im Südwesten gibt es ein paar Überschwemmungen, die aber nichts zerstören sondern nur so im Weg rumfließen. Das eigentliche Problem hier sind die abgetragenen Berge, denn die waschen nun aus, weshalb ich eine leichte Rotbraunfärbung aufweise.

Im Südosten (Lamai, Hua Thanon) gibt es viele Straßenstriche, also Gegenden, in denen die gesamte Böschung verschwunden ist und Wasser fließt auch. In Lamai selbst ist die Brücke am Anfang der Beachstreet eingestürzt und die Ringroad zwischen Tankstelle und Ortsausgang Richtung Chaweng gesperrt.

Im Osten liegt Chaweng und das unter Wasser. Gestern abend auf der Heimfahrt kam die erste Überflutung gleich am Ortseingang nach der Beachstreeteinfahrt noch vor der Tankstelle und es blieb bei dieser einen Überschwemmung, denn die zog sich bis hinter den Tesko.

04 Dez 2005

Heute war ich in Nathon (immer der Sonne hinterher) beim Plattenverkäufer meines Vertrauens. Dort habe ich dann für 30 Euro CDs gekauft. Nun ja. Das wäre in Deutschland einmal Robbie Williams und das neue Teil von Madonna. Hier in Thailand ist es ein kleines bisschen mehr (mit jeder Menge Gehandel und Lachen und so. Aber ich habe es durchaus hingekriegt.

1. Damien Rice – B-Sides

Damien Rice ist der Typ, der den mit “The Blowers Daughter” den Titelsong zu “Closer” beigesteuert hat. Ein Song, mit dem man Frauen rumkriegen kann. Muss man haben. Leider hatten sie nur diese eine CD. Allerdings muss ich auch keine Frau (mehr) rumkriegen.

2. Daniel Powter – Daniel Powter

Ich hab neulich schonmal gesagt, dass man Daniel Powter mag wenn man Jame Blunt mag. Das wiederhole ich nochmal.

3. Faithless – No Roots

Das hab ich “damals” irgendwie verpasst. Deshalb hab ich es jetzt in meine Sammlung aufgenommen. Man sollte alles von Faithless in irgendeiner Form haben.

4. Scissor Sisters – Scissor Sisters

Zum Jahreswechsel letztes (oder wars schon vorletztes?) Jahr fuhr ich mit Schnute in Schweden, als im Radio ein Titel kam, bei dem wir uns dann doch vor Tränen fast in den Armen lagen (Lachtränen) – Comfortably Numb von Pink Floyd in einer Disco-Cover-Version mit Abba-Samples. Das war der Erstkontakt mit den Scissor Sisters.

5. Tom Baxter – Feather & Stone

Ich kenn ihn nicht. Ich kenn seine Musik nicht. Aber die Wortwahl der Titel und das Design der CD hat mich angesprochen. Ich werde berichten.

6. James Blunt – Back to Bedlam

Den größten Teil der Songs von Jame Blunt hatte ich schon, also kann ich mir ebensogut die Scheibe ins Regal legen. Früher hieß er mal Jame. Nun hat er ein S. Nett.

7. Röyksopp – The Understanding

Ich hab neulich eine Mix-CD für eine besondere Person zusammengestellt namens Underlistening mit Understanding von Röyksopp drauf. Norwegischer Elektropop. Oder so.

8. David Gray – Life in Slow Motion

Ich kenn ihn nicht. Ich kenn seine Musik nicht. Aber die Wortwahl der Titel und das Design der CD hat mich angesprochen. Ich werde berichten.

9. Keane – Hopes and Fears

Ja gut. Ich weiss. Ich hab mal ein ganze Album von Keane hören müssen als ich im Mai in einem Ladypub auf eine bestimmte Person gewartet habe. Damals fand ich das ganz interessant. Mal sehen, ob es sich bewährt.

10. Massive Attack – Danny the Dog (OST)

Wie? Massive Attack hat einen Soundtrack gemacht? Was sonst alles hab ich denn noch verpasst? Egal. Massive Attack gehört wie Leftfield und Faithless in jede CD-Sammlung.

11. Radiohead – Com Lag (oder 2plus2isfive)

Irgendwie ist das eine CD, die mit “This compilation is for Japan” markiert ist, ein Design hat, das ich nicht kenne aber sehr nach den neueren Alben von Radiohead aussieht und auch ansonsten eher seltsam ist. Es müsste was neueres sein. Sind ne Menge Live-Versionen und Remixe drauf. Ich werde berichten.

12. Gorillaz – Demon Days

Ich habe noch kein Album von den Gorillaz in meiner Sammlung. Und ihre aktuellen Songs tauchen ständig auf verschiedenen Mashups auf, also muss auch mal eine Original-CD aufgenommen werden.

13. Annie Lennox – Bare

Annie Lennox ist eine der wenigen Künstler von denen ich CDs ungeprüft kaufe. Bin gespannt. Werde berichten.

14. Badly Drawn Boy – One Plus One Is One

Wieder so einer der immer überall auftaucht, aber nie in meiner Sammlung gelandet ist. “About a Boy” lebt in großen Teilen von seinen Songs. Badly Drawn Boy klingt ganz gut. Mal sehen, ob ich hinterher noch dieser Meinung bin :)

15. Roisin Murphy – Ruby Blue

Das ist das Solo-Album der Moloko Roisin Murphy. Soll ganz gut sein. Sagen die einen. Andere sagen, es wäre schlecht. Ich werde berichten.

16. Ravi Shankar & Phillip Glass – Passages

Phillip Glass hat unter anderem den Soundtrack zu “The Hours” geschrieben. Ravi Shankar dürfte gemeinhin bekannt sein. Die Kombination interessierte mich. Mal sehen.

17. Kings of Convenience – Versus

Das Remixalbum der Unvergleichlichen Kings of Convenience. Genauso gut wie die Originale. Hab ich schon auf der Platte gehabt.

Bonusdreingabe: Björk – Volumen

Die DVD mit allen Björkvideos. Hab ich mich nie getraut zu kaufen weil die in Deutschland so teuer waren. Nun hab ich sie. Endlich. Weil: Irgendwie waren die vergangenen drei Wochen ein einziger Björk -Remix. Erst “Possibly Maybe”, dann “Joga”, dann “All is full of love”. Oder so.

Zusammenfassung

Ich kaufte weder Marilyn Manson, noch Nine Inch Nails, noch Depeche Mode obwohl sie alle vor meiner Nase glitzerten. Ich denke, ich habe mich im vergangenen Jahr geändert. In mehr als einer Hinsicht. Ich finde das gut. Wie andere das finden ist mir egal. Und das wiederum finde ich nochmals so gut. Was andere da wieder drüber denken ist mir auch egal…

03 Dez 2005

Gegen Sechs solls heute weniger regnen. Tolle Sache. Ich bereite mal Projekt Heimschwimmen vor. Mich hört man dann wieder am Dienstag. Montag ist Feiertag. Und an Feiertagen arbeitet man nicht. Morgen ist Putztag und an Putztagen komm ich nicht. Und am Sonntag ist die Klimaanlage nicht an.

Und an allen drei Tagen hab ich andere Gesprächspartner als meinen Computer.

03 Dez 2005

Nun. Da es immer noch regnet wird es langsam wirklich langweilig von einem dieser Tage zu erzählen. Machen wirs also kurz. Es regnete und mein Moped verschwand unter Wasser. Die Thais die an dieser Kurve lebten wussten aber schon Bescheid dass sich selbst überschätzende Farangs meistens im Rudel kommen und hoben das kleine rote Etwas schnell aus dem Wasser. Hin und hergeschüttelt, Wasser kurz ablaufen lassen, kurz in den Tank schnüffeln ob Wasser reingekommen ist, nein, mich aufs Moped setzen und gute Weiterreise wünschen. Das wars.

Ich hatte in der Zwischenzeit entschieden, dass keine Arbeitsstelle dieser Welt es wert wäre zu ersaufen also machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause. In der Nähe meines Hauses brachte ich dann noch eine halbe Stunde damit zu eine Straße zu finden die nicht metertief unter Wasser stand entschied mich dann für die am wenigsten überflutete und gelangte nass aber lebend nach Hause.

Zuhause angekommen ergoss sich dann ein Wasserstrom aus meiner wasserdichten Jacke. Norwegen ist halt nicht Thailand. Klamotten wechseln. Kaffee vorbereiten. Wasser aufsetzen. Wollen. Strom weg.

Den restlichen Verlauf des Tages war dann abwechselnd Strom oder Wasser weg. Oder beides. Gegen Nachmittag dann auch das Telefonnetz. Mein Kühlschrank war leer (bis auf ein paar Säfte). War ein recht gesunder Tag würde ich mal sagen.

Heute ist natürlich genügend Notfallration im Schrank vorhanden.

Bla bla bla fasel fasel fasel. Seitdem regnet es immer mal wieder. Mal stärker. Mal weniger stark. Man gewöhnt sich dran.

Gerade etwas stärker. Mal sehen, ob ich heute bis Maenam komme. Wenn nicht, muss ich mir wohl in Chaweng ne Frau mit Bett suchen, wenn ich schlafen gehen will ;)

02 Dez 2005

Heute war Fabios letzter Tag in unserer kleinen Unternehmung (die Tatsache, dass wir es erst seit Montag wussten war ein Grund für relativ seltene Einträge diese Woche). Fabio ist der seltsame Systemanalytiker von nebenan (und wird es auch bleiben, selbst wenn nebenan eher netzwerktechnischer Natur sein wird). Ich konnte mit ihm sehr gut arbeiten und es zieht mir in mehr als einer Hinsicht den Boden unter den Füssen weg, nun alleine im Büro zu sitzen. Damit wird es hier erstmal kein eXtreme Programming mehr geben, keine Betrachtung vorüberziehender Frauen, keine schnellen Antworten mehr, wenn ich mal eben die Linux-Server lahmlege, keine Glaubenskriege mehr, wenn ich Windowsspielereien veranstalte und einige andere Dinge werden mir auch sehr fehlen.

So schnell kann es gehen. Jetzt gibt es nur noch einen Programmierer und einen Geschäftsführer hier.

Fabio hat mir freundlicherweise seinen Anteil an der Strohhalmsammlung im Kühlschrank geschenkt. Ich wusste, dass ich ihm nicht ganz egal bin ;)

PS: Whoever may be concerned about what I would do under similar conditions: I would stay in Thailand. Thats for sure. And enough demand for Project Managers, Engineers and Developers is available. Maybe not on Samui. But Samui is an island. Not the world.

01 Dez 2005

So. Also.

Eigentlich müsste ich ja laut Vereinbarung diesen Monat nicht bloggen. Mal sehen.

Es gibt eh nicht viel zu berichten. Seit gestern regnet es wieder. Die Straßen, soweit sie von Wasserströmen befreit waren, Bophut war die ganze Woche ein See, sind wieder überflutet und zwischen Chaweng und Lamai ist ein Stück Abhang runtergekommen.

Nichts Neues also.

_ (Fügen Sie hier ein paar greenpissige Sätze a la Bodenversiegelung, Raubbau an der Natur und Mutter Erde ein.) _

Dezember also. Was war da noch? Achja. Kommerzfeiertage. Spendet und seht von Geschenken an mich ab. Danke.

Spenden wohin? Wie wäre es mit diesen beiden?

Child’s Dream:

School for Life:

©2004-2011 Patrick Kollitsch
Auf Textpattern geschmiedet.