Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

Das Archiv - Oktober 2006

2006

01 Nov 2006

Sleepy Hollow auf Thai. Ich bin schon gespannt, wie man Johnny Depps “Because” auf Thai übersetzen wird.

Ichabod Crane: [the decapitated corpse of Masbath has been found] You have moved the body.
Dr. Thomas Lancaster: I did.
Ichabod Crane: You must never move the body!
Dr. Thomas Lancaster: Why not?
Ichabod Crane: Because…

PS: Jemand bei UBC ist Burton-Fan. Es kommt auch noch Mars Attacks in der Rotation.

Update: Tuk aow bpai. Das ist ja nicht gerade berauschend.

01 Nov 2006

Ich habe endlich eines meiner vielen lange rumliegenden Notizzettelprojekte zu Ende gebracht und eine Sektion Thailand-Wetter eingerichtet. Hier kann man auf einer Google-Map aktuelle Wetterdaten aus Thailand einsehen. Das Skript zum Ermitteln der Wetterdaten hatte ich schon länger fertig (früher gab es Wetterdaten von Ko Samui in der Seitenleiste). Die Skripte zum Erstellen von Google-Maps habe ich seit einigen Wochen in verschiedenen Projekten unter den Fingern gehabt (bspw. in der Twittermap). Somit war alles da um das Ganze gestern abend lokal zusammen zu stampfen und heute schnell hochzuladen.

Die Map ist wie gesagt von Google, die Wetterdaten sind von Yahoo (bspw. Ko Samuis Wetter bei Yahoo Weather.), die Icons sind von jschreiber.com (leider sind nicht alle Wetterlagen vorrätig, dem Sonnenicon ist daher Zweifel entgegenzubringen). Das Ganze habe ich gleich in ein Wettermap-Textpattern-Plugin gegossen, das nicht frei verfügbar ist.

Damit ergibt sich ein Mashup mit dem aktuellen Wetter in Thailand.

Es wäre kein “echter Patrick” ohne Todo-Liste: Die Icons sind noch ein wenig fehlplatziert und die Daten manchmal fehlerhaft.

30 Okt 2006

In den letzten Tagen (und Nächten) habe ich ein wenig am CSS geschraubt. Der Titel gefällt mir noch nicht ganz (sowohl von der Aussage als auch von der Schrift und Farbe her) und da einige Bereiche noch nicht ganz fertig sind wird da auch noch Nacharbeit notwendig sein, wenn sie eingerichtet sind (schwammig genug formuliert?).

Headerbild

Das Bild im Header wird sich regelmäßig ändern (irgendwie muss man den Nichtnewsfeedbesuchern ja einen Mehrwert bieten). Damit ergeben sich Probleme mit dem Titel und dem Subtitel (beide noch unformatiert). Sowohl in Farbe als auch Positionierung. Die einfachste Methode wäre sicherlich, das direkt in der Graphik einzubinden und die Schrift im Markup auszublenden. Mal sehen.

Schriften

Die Header haben eine andere Schriftart (Century Gothic ff.) als der Rest des Textes (Verdana ff.). Leider sieht das ‘S’ im Header fürchterlich aus, vor allem, wenn es mal doppelt auftritt.

Farben

Es ist ein graues Set geworden. von #000 bis #777 sind alle Grautöne vorhanden. Einzige Farbe ist Orange (#f60). Das Weiß an manchen Stellen wird vermutlich noch verschwinden. Die Hauptfarbtupfer werden durch das Headerbild entstehen, hoffe ich.

Alles in allem sieht es hier langsam so aus wie auf grauhirn.org. Naja.

29 Okt 2006

Drei Orte gibt es in Thailand, in denen man sich als Farang nicht gerne aufhalten möchte. Einer dieser Orte ist eines der Thai-Gefängnisse. Sie sind in der Regel überfüllt, unhygienisch und von unausgebildetem Personal bestückt das gegen Bezahlung Vergünstigungen erlaubt und bei Zahlungsunfähigkeit schon mal lebenserhaltende Hilfsleistungen vergisst oder verlangsamt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man nach einem von fünf Aufenthalten hinter Gittern nicht lebend das Gelände verlässt.

Oft gelingt es Gefangenen zu flüchten. Hin und wieder kommt es auch zu Aufständen. Ungefähr zweimal im Monat liest man von Knastrevolten irgendwo in Thailand. Gestern bspw. in Surrathani. Die Gefangenen schlossen zuerst die Wärter aus, dann die Tore mit einer dicken Kette, liefen im Knastgarten herum, genossen die Sonne und unterhielten sich durch Löcher in der Mauer mit interessierten Anwohnern und der Presse.

Irgendwann wurde es dann der Polizei zu bunt und sie bereitete dem Treiben ein medienwirksames Ende. Die Kette ums Tor wurde mit einem Bolzenschneider gelöst, dann durfte die Kamera rein und sich aufs Tor aufstellen um die einschreitenden Beamten zu filmen. Die Gefangenen durften sich eng aneinander nur mit Hosen bekleidet auf den Boden legen und filmen und fotographieren lassen – die heldenhaften Beamten dahinter aufgereiht.

An der Situation hinter Gittern ändert sich durch solche Aufstände selten etwas. Die Beamten werden versetzt. Untersuchungen werden versprochen. Irgendwann gibt es dann nur noch die Photos von auf dem Boden liegenden Gefangenen.

Hier auf der Insel gibt es übrigens auch ein Provinzgefängnis. Neu dazu gebaut wurde ein Gerichtshof. Im August entkam ein Gefangener, der dann zwei Tage quer über die Insel gejagt und schliesslich hier um die Ecke, als er sich gegen seine Gefangennahme widersetzte, erschossen wurde. Seither spukt sein Geist in den Bergen zwischen Bang Por und Nathon und Fu hat mir verboten, dort Photos zu schiessen (einer der beiden Aussichtspunkte an der Ringroad ist in der Nähe).

27 Okt 2006

Es nörgelten zu viele über meine wirklich schönen und sorgfältig ausgewählten Farben. Also hab ich das mal geändert. Natürlich nicht hier ;)

Die nächsten Änderungen werden die Typographie (nur noch Erklärungen, mit den Schriftarten bin ich soweit zufrieden) und eben das Farbset dran kommen.

Außerdem werde ich, wenn mal ein regenfreier Tag ansteht mich ins WLAN einklinken und ein paar Bilder hochladen. Für den Header.

26 Okt 2006

Jeder, der mir heute eine 6.4MB große Email an meine Hauptadresse geschickt hat, möge im nächsten Leben mit 5Kbit-Handymodemanbindung nicht unter zwei Jahren bestraft werden.

26 Okt 2006

Ich benutze zur Realisierung meiner Layouts seit einiger Zeit die Layout-Gala von Alessandro Fulciniti (wünscht ihr euch nicht auch manchmal, ihr wäret Italiener?). Mit einem einzigen XHTML-Gerüst kann man laut Layout-Gala 40 verschiedene Layouts realisieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damit weitaus mehr sein könnten, die vorgestellten reichen aber vollkommen aus.

Genereller Seitenaufbau

Das nachfolgende Schaubildchen zeigt den generellen Aufbau der Seite.

Da wird sich im Vergleich zur Ur-Version nicht viel ändern. Neu ist der Inhaltsbereich am Fuß der Seite. Durch die Einbindung der Bilder von flickr.com bin ich gezwungen, eine fixe Breite für die Inhaltsspalte zu verwenden. Womit die Sache auch schon auf Nummer 37 aus der Layoutgala festgelegt ist. Das ist wie bei der Auswahl eines Nummern-Girls.

Damit sieht das Template folgendermaßen aus:

<div id="container">
  <div id="header">Titel</div>
  <div id="wrapper">
    <div id="content">Hauptinhalte</div>
  </div>
  <div id="navigation">Seitenleiste</div>
  <div id="extra">Fuss-Inhalte</div>
  <div id="footer">Seitenfuss</div>
</div>

Nebenbemerkung: Es gab ja mal Zeiten, da man für Bildschirmauflösungen um die 800×600 Pixel gepixelt hat. Die Zeit dürfte vorbei sein, wie man an folgendem Diagramm leicht erkennen kann, weshalb ich mit 900 Pixeln Breite arbeite. Damit kann man einerseits größere Schriften benutzen ohne gedrückt auszusehen und andererseits bekommt die Seitenspalte mehr Platz eingeräumt.

25 Okt 2006

Textpattern besteht aus Templatesicht aus vier Komponenten: Sektionen (sections), Seiten (pages), Bausteinen (forms) und den Stylesheets. Ich persönlich bevorzuge es die Stylesheets nicht über TXP zu verwalten sondern habe sie als Dateien abgelegt. Damit kann der Server zum einen schneller darauf zugreifen (minimal, ich weiß), zum anderen kann ich per Skript bestimmte Pfade anpassen oder mit PHP und Variablen arbeiten. Das Stylesheetsystem von TXP parst weder TXP-Tags, noch ist es per Plugins erweiterbar.

Sektionen

Sektionen kann man am besten mit Website-Bereichen vergleichen. Ein ein einfaches Blog kann bspw. in TXP aus den Sektionen weblog, archiv und kontakt bestehen. Jede Sektion kann durch ein eigenes Template (eine Seite) individuell angepasst werden. Ebenso kann separat je Sektion festgelegt werden, ob die Inhalte dieser Sektion in den Feeds verfügbar sein sollen und durchsuchbar sein sollen.

Man könnte mit dem Sektionsprinzip theoretisch eine eigene Website pro Sektion erstellen. Ich habe mal für eine Unternehmensseite die internationalisierten Versionen per Sektion realisiert. Re(De)Signation ist so eine Sektion, die unabhängig von den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de läuft und ein kleines bisschen anders aussieht.

Die Sektionen gehören auch zum Inhaltssystem von Textpattern. Man kann einzelne Artikel jeweils einer Sektion zuordnen. Da jeder Artikel auch noch zwei Kategorien zugewiesen werden kann ergibt sich so die Möglichkeit zu einem zweidimensionalen Systematisierungsprinzip der Inhalte. Das allerdings wäre ein Web1.0-Prinzip. Heutzutage taggt man. Dazu später mehr.

Seiten

Seiten sind die Templates für die jeweiligen Sektionen. Es gibt ein default-Template mit dem man unter Zuhilfenahme konditioneller Tags die ganze Website gestalten könnte. Ich bevorzuge hier eine Seite pro Sektion. Das ist übersichtlicher.

Bausteine

Die Bausteine sind die kleinsten Einheiten des Templatesystems. Unter anderem kann man das Aussehen der Artikel individuell bestimmen, die funktionalen Bereiche wie bspw. Kommentarsystem und Darstellung anpassen und häufig verwendete Elemente wiederverwertbar ablegen.

Tags

Die Tags sind die Steinchen, die Textpattern am Laufen halten. Man kann die systeminternen Tags per Plugin um eigene Tags erweitern.

Damit wäre auch schon alles gesagt zu den Möglichkeiten Textpatterns in Bezug auf die Templates. Ich finde das System sehr flexibel und bin noch nie in meinen Bedürfnissen an seine Grenzen gestossen. Aber genug der Basics. Nachher gehts ans Eingemachte: Das Grundlayout.

in der die schreiBBloga.de

Hier in der die schreiBBloga.de habe ich wie gesagt pro Sektion ein Seitentemplate. Header (inklusive Titel) und Footer (inklusive Seitenspalte) der Seite werden per Baustein in jedem Template erzeugt. Aktuell habe ich einen Baustein für Artikel, in der alten Version war es so, dass ich einen Artikelbaustein pro Sektion hatte (was auch nicht viel mehr war). Die Inhalte der Seitenleiste waren plugingeneriert. Ich habe eine Menge eigener Tags durch Plugins inplementiert, was ich auch in der neuen Version weitgehend beibehalten will.

25 Okt 2006

Zur Zeit kann man in Thailand recht gut nachvollziehen, warum es “Experiment Demokratie” heisst, wenn man von thailändischer Demokratie spricht. Damit meine ich nicht die Übergangsregierung und die Arbeiten an der neuen Verfassung die meiner unwissenden Meinung nach sehr gut und schnell voran gehen. Ich meine die “kleineren Geschichten” wie die (lasst es uns mal) Alkoholikerbestimmungen (nennen).

Kurz nach dem Putsch forderten Universitäten alkoholfreie Zonen rund um Schulen und Universitäten.

Kurz darauf wurden die aktuellen Unfallstatistiken veröffentlicht. Haupttodesursache dabei Alkohol am Steuer.

Kurz darauf gab der neue Gesundheitsminister bekannt, dass Alkohol rund um Universitäten, Wats, Regierungsgebäuden und Schulen verboten sein wird (kein Verkauf, kein Ausschank), das “drinking age” (das Alter ab dem man sich grundlos besaufen kann) sollte auf 25 Jahre hochgesetzt werden. Die Zur-Schau-Stellung von Alkohol sollte verboten werden. Werbung für Alkohol in Funk und Fernsehen sollte verboten werden. Ein klassischer Crackdown on <Fügen Sie hier das Crackdown-Subjekt Ihrer Wahl ein>.

Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass die neuen Regelungen am 5. Dezember, dem Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej zu Ehren seines 60. Thronjubiläms in Kraft treten würden.

Kurz darauf wurden die neuen Bestimmungen von der Regierung abgelehnt und ans Gesundheitsministerium zurück delegiert, man solle sich da nochmal Gedanken darüber machen.

Heute nun wurde das “drinking age” auf 20 Jahre festgelegt.

Experiment Demokratie.

25 Okt 2006

Textpattern ist die Antwort die ich immer gebe, wenn mich jemand fragt, was ich ihm/ihr empfehlen würde, um eine Website zu gestalten. Allerdings nicht, ohne gleich den Zusatz zu bringen, dass es vermutlich für den Fragestellenden weniger geeignet ist, “weil man schon wissen sollte, was man tut”. Eigentlich kann ich textpattern niemandem empfehlen. Ich habe das schon zweimal empfohlen und bin damit jedes mal auf die Nase gefallen, größtenteils weil die Personen, denen ich das empfehle weder Kreativität noch Kenntnisse von HTML, CSS und so weiter hatten.

Man muss schon wissen, was es mit Tags auf sich hat, mit Attributen und Stylesheets und all dem Kram. Das, was Txp (wie wir Liebhaber es gerne nennen wollen) in der Standardinstallation mit sich bringt ist mehr als zum Heulen. Und es geht noch weiter: Die Entwickler haben alle keine Ahnung von Projektmanagement. Da kann es schon mal passieren, dass in einer Version 4.0.4 Änderungen an den Parametern einer Backendseite vorkommen, die eigentlich eine mittlere neue Nummer (4.1.0) erfordern. Von den Bugfixen einer Minimalversion (Version 4.0.5 mit Bugfixen für 4.0.4 ist bereits angekündigt) ganz zu schweigen. Es darf irgendwie nicht angehen, dass man Plugins für ein kleineres Update von Textpattern neu schreiben muss.

Wie auch immer. Textpattern ist das System meiner Wahl fü verschiedene kleinere Webprojekte (eigentlich alle meine Webseiten). Auch die schreiBBloga.de läuft auf Textpattern. Die 4.0.3 war in der alten Version, mit dem “Update” habe ich auch gleich die 4.0.4 installiert.

Textpattern ist ein sehr flexibles Content Management System. Man könnte theoretisch beliebig viele Webseiten mit einer Installation implementieren. Durch das Sektions-Prinzip hat man die Möglichkeit, verscbiedene Bereiche komplett von anderen abzutrennen (bspw. die Re(De)Signation ist eine Sektion, die in den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de nicht auftaucht). Txp ist durch das Pluginsystem sehr flexibel erweiterbar (wie wir noch sehen werden). Das Template-System hat seine Ecken und Kanten, ist aber auch “ganz nett”.

Und bevor ich jetzt noch auf ein anderes CMS umsteige lassen wir die Ausführungen zu Textpattern erst mal sein ;)

25 Okt 2006

Zu den ersten kleinen Änderungen mag ich gar nicht viel erzählen. Das Thema lautet: Hauptsache es sieht erstmal anders aus. Das Layout wird sich noch ändern, die Farben erst recht. Neu ist ein Plugin das die kommenden 10 Thai-Feiertage in der Seitenleiste anzeigt und eine andere Form der “letzten Kommentare” in selbiger Seitenleiste. Beides werde ich demnächst mal beleuchten.

24 Okt 2006

Ab morgen bin ich sowas wie ein Strohwittwer. Fu zieht es für drei Wochen gen Bangkok (ihr wisst schon, die Stadt der Engelmenschen) um noch mehr über Kreditwesen und all den Kram zu lernen. Da werde ich dann viel Zeit für meine kleine Website haben.

Wenn sie wieder kommt (zeitlich gesehen, nicht kausal, da hab ich keine Sorgen), kann es gut sein, dass sie in eine andere Bank aufs Festland versetzt wird um vielen armen Thais reiche Kredite anzudrehen. Der durchschnittliche Thai hat 150.000 Baht Kreditschulden habe ich vergangene Woche lernen dürfen. Die meisten Thais haben aber viel mehr durch die Finanzkrise von 1997.

Wenn Sie versetzt wird, werde ich ihr folgen, denn das, was ich so mache (nichts) kann ich glücklicherweise von überall aus machen und irgendwie wollte ich die Insel schon immer mal in Richtung “echtes Thailand” dauerhaft verlassen. Drückt mal die Daumen.

Sie hat sich übrigens tränenreich von den Hunden verabschiedet und mich mit einem schnellen “Bye” vor ihrer Tür bedacht. Naja. Thaistyle halt.

24 Okt 2006

Heute ist übrigens Chulalongkorn-Day. Hätte ich fast vergessen. Man hat ja nicht mehr frei als Nicht-Angestellter an solchen Tagen. Über die Bedeutung des Tages habe ich vor einem Jahr schonmal unter dem bemerkenswerten Titel “Chulalongkorn Day“ geschrieben. Im Prinzip ist es der Todestag des fünften Rama (König Bhumibol Adulyadey ist der neunte Rama). Es steckt aber weitaus mehr dahinter.

Übrigens hat Chulalongkorn die Insel zweimal besucht. Unter anderem hat er eine Visite im Napralarn-Tempel abgehalten, dem Tempel den ich gestern besuchte.

24 Okt 2006

Hier in der Re(De)Signation werde ich über die lange Zeit herausgeschobenen Umstrukturierungsarbeiten berichten. Es wird dabei sehr technisch und stark textpatternbezogen zu gehen. In der rechten Spalte kann man sich die jeweiligen Änderungen im Screenshot ansehen.

Ich will damit vor allem dokumentieren, dass Textpattern sehr flexibel und einfach angepasst werden kann. Dazu später mehr. Nebenbei hat das Ganze den Sinn, dass ich endlich mal ein Redesign über die Bühne kriege – das Problem bei solchen Sachen ist meistens die Zeit, die man für private Projekte nicht hat. Man sitzt dann schon mal einen Monat an einem Design und mag es am Ende nicht mehr – alles umsonst. Diesmal werde ich den harten Weg gehen. Am lebenden Patienten.

Was man erwarten kann:

  • Ein Redesign. Leichter und heller als bisher.
  • Eine Umstrukturierung. Ich will mehr statische Inhalte anbieten. Informationen die sich nicht verändern und in einem Weblog schnell aus den aktuellen Seiten verschwinden.
  • Massive subjektive Meinungsmache in Hinsicht auf Webdesign und Programmierung.

Was man bereits mal gehört haben sollte:

  • XHTML 1.1 und CSS. Ich werde nicht erzählen, worin sich XHTML von HTML und XHTML 1.1 von XHTML 1.0 unterscheiden. Und noch weniger mag ich Diskussionen über Tabellen-Layouts führen (wenngleich das gleich in einem der ersten Einträge thematisiert werden dürfte).
  • PHP – das aber nur, wenn genauer verstehen will, was ich in den Textpattern-Plugins so produziere.

Ich mag Kommentare. Das nur am Rande.

23 Okt 2006

(Feedback ist ein nettes denglisches Wort für Rückmeldungen)

Ich bin immer noch am Hadern (wie eben) über das lange überfällige Re-Design dieser regelmässigen Onlinepublikation. Es stehen ein paar Erweiterungen an, ein neues Design, ein paar integrierte Muff-3.0-Tools…

650 Tage sind genug für “das hier”.

Ich habe da ja die hirnrissige Idee, das LIVE zu machen. sozusagen am lebenden Kandidaten (aka Weblog).

Eventbloggen ist mein Metier.

Habt ihr da was dagegen? (ich weiss, das ist eine sehr scheinheilige Frage, denn ich gebe nicht unbedingt etwas auf “eure Wünsche”™. Sagen wir, wenn bis morgen abend keine (überzeugende) gegenteilige Meldung kommt schiebe ich das “neue” (huestel) Design einfach drauf und bastel online weiter. Was online ist, kann man nicht mehr verbergen.

Im REdeSign-blog wird es dann die Erklärungen zu den Techniken, dem Textpattern-Kram, den verwendeten Kram und all dem Technogelaber geben, wegen dessen ihr mich lieben (bruahahahaha) gelernt habt.

Und ich verspreche, dass die relevanten Einträge über Sein und Sin(n) in Thailand per ATOM-Feed immer lesbar sein werden…

23 Okt 2006

Alle die zu Weihnachten (oder zu einer der jeweilig ausliefernden Post genehmen Terminlage) eine Mix-CD mit Musik und ausdruckbarem Booklet und solchem Kram haben wollen, von mir, melden sich jetzt über eine der Kontaktmöglichkeiten, die man unter kollitsch.de lesen kann. Ich behalte mir vor, Leute, die ich nicht mag, zu ignorieren und Leute, die ich mag, die sich aber nicht melden einfach mit zu beschicken. Und eventuell wirds eine MP3-CD, weil es einfach zuviel Klänge für 80 Minuten geben könnte. Und ich behalte mir vor, gar keine Kollektion zu erstellen wenn ihr Ignoranten keine Begeisterung heuchelt. Und wer sich über das mit den Ignoranten aufregt kriegt auch nichts. Wenn ich es mir genauer überlege sollten wir das gleich ganz lassen.

23 Okt 2006
20061022(003)

Smile!

Wenn ich im Wat Napralarn bin, sind die Batterien des Photoapparates grundsätzlich leer. Das war heute so und jedes Mal, wenn ich da war bisher. Dann muss immer das Wackelhandy herhalten.

Morgen geh ich hin mit Ersatzbatterien.

23 Okt 2006

Der Hauptgrund, warum es in den vergangenen Tagen eher weniger Einträge gab ist der: Ich habe, mal wieder, mich an einem neuen Design versucht. Das ist nun schon das dritte Mal seit dem letzten Wechsel und das dritte Mal beginne ich es zu hassen, ungefaehr 48 Stunden nachdem das Design steht und ich nur noch die Inhalte konvertieren und die neuen Funktionen einbauen müsste.

Diesmal was komisches mit Orange, Sonnenuntergang und mehr weiß hinten und vorne. Das viele Braun hier ist mir schon lange zu schwer. Eine andere Schriftart, grössere Schrift. Ich mags aber schon nicht mehr.

Es ist seltsam. Bei meinen eigenen Projekten bin ich “designerisch” farbenblind. Crap würde ich es nennen. Naja… Mal sehen wann ich den nächsten Versuch starte. Ich hoffe mal, dass der grössere Teil meiner Stamm-Leser eh über einen Feedreader vorbei kommt.

PS: mal ganz abgesehen davon, dass der Bedarf nach einem (teil)statischen Bereich steigt, bestimmte Bereiche fast nicht besucht werden, die Map jede Menge neuer Funktionen mächtig sein wird, Flickr und del.icio.us enger integriert werden wollen… ich frag mich, warum das Design immer an erster Stelle steht… bla…

23 Okt 2006

Tag drei meines Zwangsvegetarismusses.

Die Erkenntnisse:

Erstens: Es gibt Eis für Vegetarier. Fu hat heute beim wöchentlichen Sävennsäns-Besuch die Eiskrem nach Vegetarier-Regeln zusammen stellen (oder rollen) lassen. Ergebnis: Eine Kugel Kürbiseis, dem Geschmack nach zu urteilen, eine Kugel Zuckereis mit Himbeeranteilen. Darüber geschnippseltes Obst in Zuckersirup. Darüber Erdbeer-Konfitüre. Ich hab gefragt ob ich da nicht noch Zucker drüber streuen darf, wurde aber nicht verstanden.

Zweitens: Warum die chinesischstämmigen Thais trotz Vegetarier-Festivals nicht dünner werden: Zucker. Sie produzieren Tofu-Kopien von allem, was ihnen lieb ist, aber normalerweise aus Tieren stammt (Tofu-Würstchen, Tofu-Fleischscheiben, Tofu-Innereien) und legen das in Zuckerwasser ein. Das wird dann mit Reis gegessen. Hinterher noch ein bisschen “regulären” Zucker: Khanom.

Drittens: Ich bin heimlich, still und leise zur veganen Variante verdonnert worden. Keine Eier, kein Fisch, keine Schlagsahne auf obigem Eis. Sie wollte mir fast noch den Kaffee verbieten (weil er eine Droge ist: “You cannot sleep after you drink coffee”). Hab ich aber erfolgreich Protest eingelegt. Den Weißer darf ich auch nur benutzen, weil er ohne Milch produziert wird. Aha. Mein Kaffeeweißer besteht aus Sojamehl. Meine Lieblingsreissuppe hat Fleischbällchen drinnen. Meine Lieblingsnudelsuppe auch.

Dann haben wir heute eine vegetarische Kühlschrankfüllung für die nächsten Tage eingekauft. Vegetarische Schweinseinlage für Reis (muaahahaha, der ganze Tesko hat sich nach mir umgedreht). Vegetarische Tom-Yum-Suppe. Pflanzenöl, Currypaste aus der Dose.

Das hat Potential für eine traditionelle Karfreitagsgeschichte. Mein Vater erzählt immer Karfreitags von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der eine Polin geheiratet hat und Karfreitag kein Fleisch essen darf und sich darüber beschwert. Das ist so eine jährlich wiederkehrende Geschichte, bei deren Auftreten man kurz ausatmet und sich dann entscheidet, einfach zu nicken, bis es vorbei ist.

Ich werde die Festivalsstory jedes Jahr zum Ramadan erzählen. “Damals, mein erstes Vegetarian, ich durfte ja fast nichts essen… nur Grünkram… und Zucker…”

21 Okt 2006

Vor einer Woche überraschte mich Fu mit der Ankündigung, dass ich ab dem 20. Oktober kein totes Tier mehr essen darf. Ich grinste und sagte jaja. Heute Nacht nun kam eine SMS “so now is the vegetarian festival and you eat sausage no more!”.

Das Vegetarian Festival findet immer im neunten lunaren Monat des chinesischen Kalenders (im Prinzip vom 20. bis zum 30. Oktober) statt und ist eher eines der chinesischen Geisterfester als ein buddhistisches. Man hält eine vegetarische oder sogar vegane Diät ein, um sich zu reinigen und dadurch Verdienste für die nächste Inkarnation zu sammeln. In den chinesischen Schreinen werden heilige Rituale durchgeführt.

Was man als Tourist vermutlich als Vegetarian Festival kennenzulernen bekommt ist die Varianten auf Phuket mit täglichen Prozessionen bei denen die Ma Song genannten Gläubigen im schlimmsten Fall mit Metallstäben in den Wangen herum laufen.

Die 10 Regeln, die man bei der Teilnahme am Festival einhalten muss, sind die folgenden:

  1. körperliche Reinlichkeit während des Festivals
  2. Küchengeräte müssen sauber gehalten werden und dürfen nicht von Leuten benutzt werden, die nicht am Festival teilnehmen.
  3. weiße Kleidung ist zu tragen.
  4. gutes Benehmen, körperlich und geistig
  5. kein Fleisch essen
  6. kein Sex
  7. kein Alkohol
  8. Trauernde sollten am Festival nicht teilnehmen.
  9. Schwangere sollten keinen Ritualen beiwohnen.
  10. Frauen mit Periode sollten keinen Ritualen beiwohnen.

Leider gibt es keinen Grund für mich, nicht teilzunehmen.

21 Okt 2006

Alle die nun erraten, was für eine Information hinter dieser Überschrift steckt, erhalten ein Bienchen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema lauten übrigens “Ja”, “Ja”, “Nein”, “Eventuell”, “Das sind ja faktisch nur 29 Tage”, “Weil sie erst ab Oktober zählen” und “Das weiß allein der Wind”.

Wir lesen uns wieder. Ganz sicher. Bin gespannt von wo aus.

18 Okt 2006

Die Nachrichten der vergangenen Tage:

  • Die Fluten und Überschwemmungen verdrängen alle anderen Tagesnews. Viele Provinzen im Norden und in Zentralthailand stehen unter Wasser. Die Staudämme sind übervoll. Bisher sind 49 Provinzen über 2 Millionen Einwohner betroffen, von denen manche schon seit zwei Monaten mit Toilettenbooten leben müssen. Es gibt bereits 40 Tode und erste Seuchenfälle. Es wird wohl noch bis Ende November weitergehen.
  • In Nakhon Sawan steht das Wasser so hoch wie seit 60 Jahren nicht und der Chao Phraya fliesst mit der höchsten Geschwindigkeit seit 60 Jahren gen Bangkok, das bereits mit Überflutungen zu kämpfen hat.
  • Der König hat dem Royal Irrigation Department (RID) erlaubt, verschiedene seiner Grundstücke zu fluten, um die Lage zu lindern. Das brachte einige andere Landbesitzer dazu, es ihm gleich zu tun. Bei den Thais, die ich kenne löst das Bewunderung aus und bestätigt einmal wieder, was für ein guter König er ist. Da bleibt ein bisschen unbeachtet, dass dieses Land seit 8 Jahren genau diesem Vorgehen dient: Wasser aus den Flüsses ablassen, um den Pegel zu senken und saisonale Fluten einzudämmen.
  • Die Thailandpost hat ein Spendenkonto für die Flutopfer eingerichtet.
  • Das Gemüse wird teurer. Gründe hierfür sind natürlich vor allem die Fluten aber auch das ab dem 20. Oktober stattfindende 10tägige Vegetarian Festival.
  • Premierminister Surayud hat derweil direkt mit Thaksin telefoniert und ihm mitgeteilt, dass er zwar gerne wieder “nach Hause” kommen darf, das aber erst nach Aufhebung des Kriegsrechts machen sollte. Der Außenminister sagt das gleiche, betont aber auch, dass er Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit hat, wenn Thaksin Shinawatra vor der Kriegsrechtaufhebung wieder kommt.
  • Das Alles könnte aber unnötige Aufregung sein, denn Thaksin macht angeblich erste Anstalten, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für England zu bekommen. Damit wäre er nicht der erste Ex-Politiker oder “Firmenbesitzer”, der in London ein gemütliches Exil erhält. Das Gerücht über 114 aus dem Land geschmuggelte Koffer mit Besitztümern hält sich.
  • Die Regierung Thailands will demnächst ein Whitebook veröffentlichen, in dem sie die Hintergründe des Putsches genauer erklären will.
  • Thai Rak Thai (TRT) hat einen neuen Führer.: Chaturon Chaisaeng, einer der ehemaligen stellvertretenden Premierminister.
  • Der Gesundheitsminister hat am zweiten Amtstag gleich mal die Alkoholwerbung verboten und das Mindesalter für den Alkoholkauf auf 25 Jahre heraufgesetzt. Das Verbot tritt am 5.Dezember, dem Geburtstag des Königs, in Kraft. Weiterhin wird ein Alkohol-Bann rund um Wats, Schulen, Universitäten und Regierungsgebäude eingerichtet. Außerdem müssen Alkoholflaschen nun mit Warnmeldungen bedruckt werden. Das alles nützt recht wenig, sagen die Kritiker, denn betrunkene Fahrer sind das größere Problem.
  • Politische Versammlungen sind seit heute wieder erlaubt – Demonstrationen bleiben weiterhin verboten.
17 Okt 2006

Nahezu der ganze Rest des Landes steht unter Wasser. – in Samui beginnt die Regenzeit immer etwas später. Koh Samui District Chief Decha Kangsanant (นายเดชา à¸?ังสนันท์) (das ist sowas wie der Inselbürgermeister) hat jedenfalls verkündet, dass die Insel vorbereitet ist.

Nachdem man einige Millionen in die Reinigung und Reparatur der Abwasserkanäle gesteckt hat (in den vergangenen Wochen war Bophut und Lamai eine ständige Seitenstreifenbaustelle) denkt man, dass das Wasser diesmal besser abfliessen dürfte als zum Jahreswechsel vergangenen Jahres.

Überschwemmungen kann man dieses Jahr konvenient per Telefon direkt an den Chef schicken: über 077-421-345 (Festnetz) oder 08-19687854 (Mobil).

16 Okt 2006

Heute morgen zeigte das Thermometer 25 Grad. Es war eiskalt. Ich wäre ja gerne noch im warmen Bett geblieben aber die Hunde wollten raus. Winter ist blöd.

09 Okt 2006

Das Kabinett von General Surayud Chulanont steht und ist vom König bestätigt worden.

  • Finanzminister und stellvertretender Premierminister (Deputy Prime Minister and Finance Minister): MR Pridiyathorn Devakula – Präsident der Bank of Thailand. Man munkelt, dass nur die Garantie auf den Posten des stellvertretenden Premiers ihn dazu bringen konnte, den Posten als Chef der Zentralbank Thailands aufzugeben.
  • stellvertretender Finanzminister (Deputy Finance Minister): Sommai Phasee (nachträglich ernannt)
  • Gewerbeminister und stellvertretender Premierminister (Deputy Prime Minister and Industry Minister): Kosit Panpiemras – der Vorstandsvorsitzende der Bangkok Bank und ehemaliger stellvertretender Landwirtschaftsminister im Kabinett von Anand Panyarachun.
  • Kanzleiministerin des Premierministers (PM’s Office Minister): Kunying Tipawadee Meksawan
  • Kanzleiminister des Premierministers (PM’s Office Minister): Thirapat Serirangsan
  • Kanzleiministetr des Premierministers (PM’s Office Minister): Prasith Kowilaiku (nachträglich ernannt)
  • Verteidigungsminister (Defence Minister): General Boonrawd Somtat – Armeestabschef im Ruhestand und Mitglied der Offiziersklasse von Surayud.
  • Außenminister (Foreign Minister): Nitya Pibulsonggram
  • Stellvertretender Außenminister (Deputy Foreign Minister): Chaowanit Kongsiri
  • Tourismus- und Sportminister (Tourism and Sports Minister): Suwit Yodmanee
  • Minister für soziale Entwicklung und Sicherung (Social Development and Human Security Minister): Paibool Watanasiritham
  • Landwirtschaftsminister (Agriculture and Agricultural Cooperatives Minister): Theera Sutabu
  • Stellvertretender Landwirtschaftsminister (Deputy Agriculture and Agricultural Cooperatives Minister): Rungruang Issararangkura
  • Verkehrsminister (Transport Minister): Admiral Thira Haocharoen
  • Stellvertretender Verkehrsminister (Deputy Transport Minister): Sansern Wongcha-um
  • Minister für Naturressourcen und Entwicklung (Natural Resource and Environment Minister): Kasem Sanitwong na Ayutthaya
  • Minister für Information und Kommunikationstechnologien (Information and Communication Technology Minister): Sitthichai Pokai-udom
  • Handelsminister (Commerce Minister): Krirkkrai Jirapaet – ehemaliger dauerhafter Sekretär des Handelsministeriums.
  • Energieminister (Energy Minister): Piyasvasti Amranand – ehemaliger Generalsekretär des Energiepolitikbüros
  • Innenminister (Interior Minister): Aree Wongaraya – er ist häufiger in Gesprächen zur Lage in den südlichen Provinzen aufgetaucht und wird sich hauptsächlich mit der Stabilisierung der Lage beschäftigen.
  • Stellvertretender Innenminister (Deputy Interior Minister): Banyat Chansena
  • Justizminister (Justice Minister): Charnchai Likitjitta
  • Arbeitsminister (Labour Minister): Apai Chanthanajulaka
  • Kulturministerin (Culture Minister): Khunying Khaisri Sri-aroon – ehemalige Rektorin der Silpakorn Universität
  • Wissenschafts- und Technologieminister (Science and Technology Minister): Prof. Dr. Yongyuth Yuthawongse
  • Bildungsminister (Education Minister): Wijit Srisa-arn – er war vorher bereits dauerhafter Staatssekretär für universitäre Angelegenheiten.
  • Gesundheitsminister (Public Health Minister): Doktor Mongkol Na Songkhla
  • Stellvertretender Gewerbeminister (Deputy Industry Minister): Piyabutr Cholwicharn
09 Okt 2006

Die Ereignisse der letzten Tage

09 Okt 2006

Ich habe gerade festgestellt, dass die meisten Suchenden mit einschlägigen Suchbegriffen in der Mitte des vergangenen Jahres™ landen. Dem muss natürlich entgegengewirkt werden.

Und so folgt nun meine persönliche Einschätzung der Lage für alle, die nach “sex bophut ko samui” suchen:

Also Bophut ist extrem ungeeignet fü Abenteuer der sexuellen Art. Es gab da mal eine Karaokebar, die ist aber seit zwei Monaten dem Erdboden gleich gemacht. In Fishermans Village selbst ist Sex nicht so sehr angesagt. Bophut ist also schlecht für schnelle Schleimhautkontakte.

Allerdings gibt es Songtheaws nach Chaweng die aller 20 Minuten von Bophut aus fahren. In Chaweng findet man immer willige, ehm, Dienstleisterinnen und Dienstleister. Wenn man älter ist, kann man auch auf halber Strecke in Bang Rak aussteigen. Da ist das Rentnersextouristenparadies. Nicht zu laute Musik und die Thaifrauen können notfalls auch mal lauter sprechen, wenn man das Hörgerät vergessen hat (mal von der Alterskurzsichtigkeit ganz zu schweigen).

In der anderen Richtung liegt Maenam. Über dessen Verfall werde ich demnächst mal referieren.

09 Okt 2006

(Ich wollte schon immer mal so eine Überschrift haben. Allerdings genüge ich hier nur meiner Chronistenpflicht (auch den wollte ich schon immer mal bringen) als Investigativjournalist von der Wurzel und verweise auf einen Artikel)

Den hier: Blutegel im Anus.

PS: Die letzte Blutegelnachricht gab es in der Nation am 29. Januar 2005: Leech removed from man’s throat. Interessant wo die Viecher überall so rum kommen.

09 Okt 2006

Eben habe ich Fu eine Emailadresse eingerichtet. Das ging etwa so:

Sie: Okay. I now need a address with Hotmail.
Ich: We don’t like Hotmail. We like maybe Yahoo, but sure we like Gmail.
Sie: But can I have a address with Jmail?
Ich: Gmail. Yes you can.
Sie: beschäftigt sich zwei Stunden mit anderen Themen
Ich: What about your emailaddress?
Sie: Yes. Do you finish it already?
Ich: Ehm. I have an address. You want one.
Sie: Yes of course. Can you make it now?
Ich: Yes of course. Entscheide mich gegen Eigeninitiativediskussionen und tippe die URL ein und warte. Und warte
Sie: Are you finished now?
Ich: Wait.
Sie: Ok.
Ich: Ok. What address do you like? You can have everything @gmail.com
Sie: fu@gmail.com!
Ich: Ehm. You can have nearly everything. They want at least 6 letters.
Sie: funoi@gmail.com!
Ich: Six. Not five. Six. Thats one more. Hok. Mai haa.
Sie: Ok. findet endlich eine 6buchstabige Adresse, die auch verfuegbar ist
Ich: Ok. Now we need a password.
Sie: fu1234
Ich: kuck sie ungläubig an
Sie: Ok. fu12345.
Ich: Ehm. hier folgt nun ein langer Vortrag über Passwörter und Sicherheit und Logik und mein Drei-Passwort-Modell. Am Ende entscheidet sie sich für ein interessantes Passwort mit Zahlen anstelle von Buchstaben (bspw. 0 für o und 1 für i und l). Google meint, es sei ein sehr starkes Passwort. Soso.

Ich habe mich dann noch schnell im Hintergrund in meinen eigenen Account eingeloggt und ihr eine Chatnachricht geschickt. Das hat sie beeindruckt. Email mit Chat.

So. Wieder einen Menschen ins Internet gebracht. Jeden Tag eine gute Tat.

07 Okt 2006

Was ich vermisse:

  • Klopse (Mammastyle)
  • Sauerbraten (Mammastyle)[1]
  • Köstritzer Schwarzbier
  • Jever (Lime, normal, Schwarz)
  • Glennmorangie im Portweinfass gereift[2]
  • Straßenbahnfahren
  • gehaltvolle Gespräche in irischen Pubs
  • die Personen mit denen man selbige halten kann

Was ich nicht vermisse:

  • alles andere, vor allem die unbedingte Kompliziertheit des Lebens.

(Sie lasen einen halbfertigen Eintrag der so seit 2 Monaten im Entwurfsordner lag und sich zwischen “raus und blamieren” und “Mülltonne” zu entscheiden hatte. Man sollte es doch den Einträgen nicht überlassen …)


1 Obwohl ich in Maenam einen Noodle-Shop kenne, dessen Nudelsuppe wie der Sauerbraten schmeckt…
2 Ich bin mir fast definitiv sicher, dass man den auf Suvarnabhumi bekommt (dem neuen Flughafen in Krungthep, der wohl auf der nächsten Tourismus-BKK-Abhakliste steht).
05 Okt 2006

So. Dann versteht mich mal nicht falsch. Es ist wirklich nicht sehr langweilig hier und ich habe auch ein gerütteltes Maß an touristischen Tätigkeiten durchzuführen. Nichtsdestotrotz finde ich, es ist Zeit, dass auch ich mal eine Blog-Konferenz abhalte. Thailand ist viel zu wenig vertreten in internationalen Konferenzen. Und irgendwie haben all die internationalen Konferenzen nicht ganz den Standard, den ich von einer Blogkonferenz erwarte. Ich habe daher die blogfarm ins Leben gerufen, die im Februar kommenden Jahres in Version null.sieben stattfinden wird.

Es geht um Blogs, das tägliche Leben und alles, was man so online los werden kann. Vermutlich wird es zum Frühstück Brötchen geben und ich erwarte eine Reihe internationaler Gäste. Es soll da ein paar sehr gute Vorträge und Workshops geben. Ich persönlich werde eine Vortrag namens “Semi-news from the twilight-zone” halten und einen Workshop zur Suchmaschinenoptimierung von Weblogs.

Man darf sich gerne melden. In den nächsten Wochen werde ich dann mal die Konferenzseite um ein Konferenzblog (gaaaaanz wichtig!) ergänzen und das genauere Programm bekannt geben. Wenn alles klappt haben wir gewichtige Sponsoren wie die Krungsri-Bank und die Siam City Bank of Samui.

Merkt euch schon mal den Februar vor.

03 Okt 2006

Thaksin hat heute seiner Partei gefaxt, dass er vom Amt des Vorsitzenden der von ihm 1999 gegründeten Partei Thai Rak Thai zurückzieht. Die Schuld für die Spaltung im Lande hat er der Peoples Alliance for Democracy gegeben. Er empfiehlt der übrig gebliebenen Parteiführung, zurück zu treten.

03 Okt 2006

Seit einigen Wochen nervt mich Fu mit Sprüchen a la “You can go to fitness” und so. Ich gebe ja zu, dass ich auf Photos etwas mehr Platz wegnehme, aber “Fitness” ist Sport und der ist Mord. Ich grinse also weise und antworte meistens nicht. Die verpasst mir dann irgendwelche chinesischen Kräuter in Wasser aufgelöst und Pillchen die ich vor dem Schlafen gehen nehmen muss und pieckst mir ständig in die Schwarte.

Das kann schon nervig sein.

Gestern sind wir dann in der Pharmacy auf die Waage gestiegen.

Seitdem ist Ruhe.

Warum?

Ich habe seit wir uns kennen 10 Kilogramm abgenommen und sie hat seit wir uns kennen 5 Kilogramm zugenommen.

Ich habe ihr dann vorhin mal in die Seite gepieckst und gesagt “Maybe you should go to make the fitness?”.

Trotz allem (na? gemerkt wie ich mein Lieblingswort “nichtsdestotrotz” vermieden habe?) wiegt sie immer noch weniger als die Hälfte meiner Selbst.

03 Okt 2006

Ziemlich viel Buzz (yeah! Schlagworte! Für die älteren unter meinen Lesern, es handelt sich um ein Wort für “Rumor, Begeisterung”) machten die Medien des Landes in den vergangenen Tagen über Ihre Königliche Hoheit Prinzessing Maha Chakri Sirindhorn, die ein Blog führen soll. Leider relativiert sich das alles und aus dem Blog ist ein Eintrag geworden, der zudem noch aus einem einzelnen Absatz besteht.

Nichtsdestotrotz ist das, was sie zu bloggen hat, relevant:

We have witnessed in this past century that English has become a global language without much understanding of the process. Nor can we say that we really know the extent of its influence and status as the global language. But, we can be sure of one thing: English can be used as a key to better understanding. As English is used and understood globally, we should be able to communicate, learn and understand each other better. Through English, then, we can make this world more knowledgeable and more understanding.

Mehr aus ihrer Feder konnte ich im Konferenzblog der Future Perfect Konferenz leider nicht finden.

Prinzessin Princess Maha Chakri Sirindhorn hat übrigens meinen höchsten Respekt unter den Königskindern (sagt man das so?). Sie wird hier “Prinzessin der Technologie” oder einfach nur “meine Prinzessin” (O-Ton Fu) genannt. Man sieht sie immer mit einem Schreibblog, in dem sie eifrig Notizen macht.

Dass sie ihre Diplome, Doktortitel und andere akademische Würden nicht aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur königlichen Familie hat, zeigen ihre Positionen in den jährlichen Prüfungsstatistiken thailandweit von 1967 (ihrer 7. Klasse) und 1972 (ihrer 12. Klasse) – Nummer 1.

Viele Thais präferieren sie sogar vor dem Kronprinz Maha Vajiralongkorn.

Um zum Thema Blog zurück zu kommen: Ich finde, es wäre wirklich eine Bereicherung, ein Blog von ihr zu lesen. Sie würde eine Menge zu sagen zu haben, zu gesellschaftlichen und Entwicklungs-Themen – und die Menschen würden sie “lesen”.

03 Okt 2006

Eben noch berichtete ich, dass Surakiart aus Thai Rak Thai ausgetreten ist. Die Meldungen über Austritte allerdings explodierten in den letzten Stunden:

Die Vermutungen laufen dahingehend, dass das Verfahren um gekaufte Wahlantritte kleinerer Parteien in der Neuwahl vom Frühjahr (ich habe im Juni mehrfach darüber berichtet) für Thai Rak Thai nun doch auf eine Verurteilung hinauslaufen wird und Mitglieder der Partei fünf Jahre keine politische Tätigkeit mehr ausführen dürfen.

PS: Interessant, wie viele Politikernamen heute mit einem S anfangen. Das ist doch glatt Stoff für eine neue Verschwörungstheorie…

03 Okt 2006

Eine Eigenschaft, die meine Oma, die nicht geputscht hat, und Sonthi Boonyaratkalin, der den Militärputsch angeführt hat, teilen ist, dass sie beide heute ihren Geburtstag feiern. Meine Oma bereiste die irdischen Gefilde aber eher als Sonthi, der nun erst 60 Jahre alt ist, deshalb gratuliere ich ihr und nicht ihm.

03 Okt 2006

Thai Rak Thai, die Partei Thaksins, verliert seit dem Putsch immer mehr Mitglieder. Heute wurde nun bekannt, dass bereits am 24. September, am Tag 4 des Putsches, Surakiart Sathirathai ““ausgetreten”:http://www.nationmultimedia.com/breakingnews/read.php?newsid=30015178” ist.

Surakiart ist immer noch der offizielle Kandidat Thailands im Kampf um die Position des UNO-Generalsekretärs später in diesem Jahr. Allerdings sinken seine schon vor dem Putsch recht geringen Chancen seit selbigem rapide. Ich spekuliere mal, dass man ihn zum Auftritt aufgefordert hat, damit das CNS ihn bei seiner Kandidatur unterstützt.

Die Parteioberen selbst stehen vor vermuteten Scherben. So genau wissen sie es selber noch nicht. Es kann sein, dass gegen die Partei ein Auflöseverfahren angestrebt wird. Oder auch nicht. Man weiß auch nicht, ob man in der kommenden Wahl antreten darf oder will. Oder eben auch nicht. In sich gespalten war die Partei schon vorher, und es ist zu erwarten, dass sich zumindest die “Wang Nam Yom”-Fraktion unter Wichai Chaichitwanitchakul als Partei neu formiert.

Derzeit jedoch lohnt sich jegliche Spekulation nicht, denn die Neugründung von Parteien ist ebenso wie politische Betätigung jeglicher Art noch immer verboten.

PS: Nichtsdestotrotz finde ich es interessant, wie schnell einige hier “ihre Partei” verlassen haben. Es zeigt sich nun, wer aus eigennützigen Gründen loyal ist und wer seine Meinung in der Ausrichtung der Partei abgebildet sieht.

03 Okt 2006

Seit gestern gelten ja nun die neuen Visabestimmungen. Leise und heimlich hat die Regierung Ende vergangener Woche noch schnell ein paar weitere kleine Änderungen nachgeschoben:

Das Non Immigrant B-Visa (das Visa, das man benötigt, um eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten um im Königreich zu arbeiten) wird nur noch mit gültigem Arbeitsvertrag verlängert. Bisher war es so, dass ein Empfehlungsschreiben des zukünftigen Arbeitgebers ausreichte. Das allerdings konnte man auch mit einem Fake-Schreiben von Agenturen, die im ganzen Land verstreut sind, erreichen. An der Grenze und bei den Behörden fragt dann niemand nach der Arbeitserlaubnis, wenn man mit Non Immigrant B-Visa im Lande ist.

Die Firma muss außerdem nachweisen, dass alle Gehälter für den einzustellenden oder angestellten Farang auf dem Konto für ein Jahr im Voraus verfügbar sind. Der Kontostand darf dabei nicht unter 1 Million Baht liegen.

02 Okt 2006

Das CDR, das vorher ARC hieß und sich zwischendurch auch mal CDRM nannte, heißt nun CNS.

Diese dritte Namensänderung scheint nun permanent zu sein. Das CNS wird dem Premierminister der Übergangsregierung als Beratergremium zur Seite stehen.

02 Okt 2006

Die Ereignisse der letzten Tage

  • Der König hat die Übergangsverfassung unterzeichnet. Unter anderem wird damit den Putschenden eine Amnestie gewährt.
  • Premierminister Surayud Chulanont will sein Kabinett in einer Woche vorstellen.
  • Vier Thaksin nahestehende Politiker, der ehemalige stellvertretende Premierminister Chidchai Wannasathit, der ehemalige Justizminister Newin Chidchop, der ehemalige Umweltminister (? Natural Resources Minister) Yongyuth Tiyapairat und der ehemalige Generalsekretär Prommin Lertsuridet, wurden freigelassen.
  • Der Polizeichef Kowit Watana ist der Ernennungszeremonie Surayuds ferngeblieben. Man munkelt, er wollte damit gegen Einschränkungen seiner Rechte seit Samstag demonstrieren.
  • Drei Verdächtige im Fall des “geplanten Attentats auf Thaksin” sind auf Kaution freigelassen worden. Im Trubel des Putsches sind zwar allerhand Untersuchungsakten abhanden gekommen, es wird aber verschärft ermittelt, um die Sache zu einem Ende zu bringen.
  • Im Nordosten gab es mehrere Brandanschläge gegen Schulen. Es wird davon ausgegangen, dass die Feuer von Coup-Gegnern gelegt worden.
  • Die USA verhängen Sanktionen gegen Thailand. Unter anderem wollen sie keine Kriegsspielchen mehr mit der Königlichen Thailändischen Armee durchführen. Schade. Mal sehen ob Thailand jetzt die Verhandlungen zu den zwischen beiden Staaten bestehenden Freihandelsabkommen abbricht oder die Bestimmung, dass amerikanische Staatsbüger hier ohne große Aufwände Firmen gründen können, kassiert.
  • Die jährliche Umstrukturierung des Militärs (military reshuffle) ist nun offiziell. Unter anderem wurden einige Offiziere die am Putsch beteiligt waren befördert.
02 Okt 2006

Thais lieben Photos mit Leuten drauf (vorzugsweise sie selbst in Posen vor Orten und Plätzen die sie besucht haben), Essen (Thaifood, volle Teller, halbvolle Teller und Teller nachdem sie geleert wurden) oder einer Kombination aus beidem (alle Essenden vor leeren Tellern). Die Photos müssen unbedingt einen Zeitstempel im Bild tragen, damit man auch noch Jahre später weiss, wann die Photos geschossen wurden.

Mit meinen Photos – Farben, Dächern, Wassertropfen auf verschiedenen lebenden und nicht lebenden Materialien, Tempeln ohne posenden Personen davor und halben Köpfen können sie nicht viel anfangen. Fu hat zu Beginn immer leise gelächelt bis wir mal einen Riesenkrach hatten, weil sie im Butterflygarden (wie der Name sagt ein Garten mit vielen Schmetterlingen) ständig vor die Linse hüpfte und ich die Orchideen mal ohne Thaifrau photographieren wollte. Nach einem klärenden Gespräch haben wir dann eine Trip-Photo-Rate von 1:1 Patrick-Style vereinbart.

Dass sie immer noch ein leichtes mentales Lächeln aufträgt merkt man jetzt nur noch daran, dass sie, wenn sie mal die Digicam ihres Freundes in die Hand bekommt Photos ohne Menschen schiesst und dann “This I made for you!” beim Vorführen sagt.

Jetzt muss ich ihr nur noch beibringen diese unerträglichen Zeitstempel unten im Bild auszublenden.

02 Okt 2006

Surayud wurde eben zum Premierminister ernannt und hat auch schon eine Pressekonferenz gehalten, auf der ein Typ von Al Jazeera dümmlich auf Englisch fragte, ob er sich denn für einen besseren Präsidenten (jupp) als den demokratisch gewählten Thaksin hält.

Dummerweise habe ich derzeit nicht die Gewalt über mein Notebook, die gute Fu macht einen “Report” (das sind schriftliche Hausarbeiten fürs Studium, die sie in der Regel bis auf die letzten paar Tage hinauszögert.

Ich werde berichten (über den Premierminister, die Erforschung der Zufriedenheit von Hotelgästen im Inselgewerbe ist erstmal nicht so interessant).

©2004-2011 Patrick Kollitsch
Auf Textpattern geschmiedet.