Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

Das Archiv - Januar 2007

2007

01 Feb 2007

Der amerikanische Botschafter zu Bangkok, Mr. Ralph Boyce, hat vergangenen Mittwoch einen Webchat abgehalten (Transkript), in dem er zu aktuellen Themen Stellung nahm. Dabei erfährt man unter anderem, dass sein Lieblingsaufenthaltsort zu Hause mit einem Buch oder einem Video ist, er das CNN-Thaksin-Interview neulich nicht sehen konnte, weil auch bei ihm UBC die Übertragung abgebrochen hat (und er natürlich über keine anderen Wege verfügt, um an das Interview heran zu kommen) und dass sowohl die US- als auch die Regierung Thailands die Unruhen in den Südprovonzen als inländisches Problem ansehen.

Ein nettes webchattiges Beieinander also. (Ich finde die Zeitstempel im Transkript interessant.)

Anders schon reagierte der Deutsche Botschafter zu Bangkok, Hr. Dr Christoph Bruemmer auf sein mangelndes Außenwerbungsprofil. Der musste sich zu einem Leserbrief von Kulkumut Singhara Na Ayudhya, Generaldirektor des Büros für Europäische Angelegenheiten (grins) am Thailändischen Außenministerium, äußern und brachte in verschwurbelten Schachtelsätzen etwa Folgendes zum Ausdruck: Heute ist ein schöner Tag und bringt gefälligst ans Tageslicht, wo unsere Tsunamimillionen verschwunden sind. Und wir mögen euch ja schon noch…

Übrigens treffen sich die Thailand-Botschafter der Staaten der europäischen Union während der Ratspräsidentschaft Deutschlands monatlich in der Deutschen Botschaft zu Bangkok, um, ehm, europäische Dinge zu diskutieren. Gemeinsamer Standpunkt und so.

PS: Wie hieß eigentlich dieser Politiker in der Harald-Schmidt-Show?

01 Feb 2007

Monatswechsel ist Ortswechsel. Nur diesmal wieder. Wenn ich den Bus in Bangkok finde. Die 5eleven rückwärts. Busbahnhofsgeruch schnuppern. Fähre (langweilig, aber vieleicht mit photogenen Sonnenaufgang). Zurück auf der Insel. Banking. Moped holen, heim und den Hunden mitteilen, dass ich sie das nächste Mal auf jeden Fall mit nehmen werde.

PS: Böse Zungen mögen nun behaupten, dass ich die Insel nur deshalb herbei sehne, weil meine Hausbesitzer am 1. Januar, zwei Stunden bevor ich die Insel verlassen habe, mit Neujahrsgrüßen und einer Kiste Chang-Beer vorbei kamen, die nun neben dem Kühlschrank ein argwöhnisch beschnüffeltes Dasein fristet. Dem ist nicht so. Wirklich.

30 Jan 2007

In Bangkoks Norden wurden heute Nacht zwei Übungsgranaten abgefeuert. Man geht von Chaoten aus, allerdings bietet sich genügend Stoff für Verschwörungstheorien, weil eine Granate in die Mauer der Büros der Daily News und eine in den Parkplatz eines naheliegenden Hotels einschlug.

In einer Nebennote, unbeachtet, in den News in drei Zeilen abgehandelt: Die Verdächtigen der Bombenanschläge am 1. Januar, die man vor einiger Zeit festnahm, sind alle mangels Beweisen wieder freigelassen worden. Nur gegen einen wird wegen unlizensierten Waffenbesitzes ermittelt.

In einer weiteren Nebennote: CNS-Chef Sonthi Boonyaratglin will sich mit Polizeichef Kowit Wattana treffen, den er für die Ermittlungen zu den Neujahrsbomben in Bangkok verantwortlich macht. Die Verdächtigen wurden festgenommen nachdem Sonthi sagte, dass Kowit verantwortlich ist.

Was man daraus zusammen konstruieren kann, ist Interpretationssache ;)

30 Jan 2007

Suvarnabhumi, der relativ neue Flughafen Bangkok[1], zeigt leider schon wieder Ermüdungserscheinungen. Risse auf Landebahnen und Zulieferbrücken.

Das ist für viele eine neue dramatische Entwicklung.

Manch einer jedoch, wie bspw. Sermsuk Kasitipradit, hat das schon vor 2 Jahren gewusst und berichtet. Sermsuk wurde damals auf Betreiben Thaksins von seinem Arbeitgeber Bangkok Post erst versetzt und dann entlassen – weil er mit seinem Bericht auch noch das das Land beschädigte. Das ist der selbe Thaksin, der noch vor gut zwei Wochen forderte, die Pressefreiheit in Thailand nicht mehr einzuschränken.

Jedenfalls wissen nun nicht mehr nur eingeweihte Zeitungsleser, sondern auch die große Öffentlichkeit und die Verwaltung des Flughafens, dass es nicht unerhebliche Mängel auf Suvarnabhumi gibt. Vergangene Woche wurden dann einige Landebahnen gesperrt und der Flugverkehr so stark eingeschränkt, dass manche Flüge bis zu 6 Stunden Verspätung hatten. Einige Flüge mussten sogar zum Betanken und Parken auf den Militärflughafen U Tapao in der Nähe von Rayong umgeleitet werden.

Nachdem schon im Dezember einige Stimmen laut wurden, den Inlandsflugbetrieb wieder nach Don Muang, dem alten Flughafen Bangkoks, zurück zu verlegen (Thai Air hatte das bereits beschlossen), wird das nun eine Zwangsnotfalllösung.

Rund 60 Tage wird die Verwaltung benötigen, dann ist Don Muang wieder im Betrieb, wenn das von der Regierung abgenickt wird. Mich erinnert das an einen Abend im Januar auf den Weg nach Laos: Der Bus fuhr am alten Flughafen vorbei, hell erleuchtet, menschenleer, die Leuchtschrift “Airport” leuchtete nur am “port”, das “Air” blinkte einsam vor sich hin.

Einige Leute finden es gut, dass Don Muang resurrektet wird. Dann hat Bangkok “so wie andere internationale Großstädte” nämlich auch endlich zwei Flughäfen.

Will man also zukünftig nach Samui, so wird man in Suvanabhumi landen, eine nette Fahrt quer durchs Verkehrschaos von Krungthep machen dürfen, dann in Don Muang einchecken und auf die Insel fliegen. Da hat man doch viel mehr von der Bangkok-Tangierung und der Begriff “Anschlussflug” bekommt eine ganz neue Bedeutung.


1 relativ neu, weil er eigentlich schon über 50 Jahre alt ist, wenn man den ersten Spatenstich mit zählt
30 Jan 2007

Liebes Tagebuch! Heute hatte ich mal wieder eine Frau auf dem Schoß sitzen. Sie trug ein rotes Kleid und saß so rum und hin und wieder nahm sie meine Zettel mit den Passwörtern und zerknüllte die oder patschte auf dem Notebook herum. Eine ordentliche Unterhaltung war mit ihr nicht zu führen. Hand-Augen-Koordination war fast nicht vorhanden. Irgendwie hatte ich das anders in Erinnerung. Als dann auch noch ihre Speicheldrüse zur Überproduktion ansetzte war meine anfängliche Faszination komplett verschwunden…

Das müssen wir aber nochmal umformulieren. Ich durfte ja in den vergangenen 4 Wochen einen direkten Vergleich zwischen meiner gewohnten Umgebung mit 8 und 14-monatigen Hunden und dem Januar-Biotop mit einem 5 Monate alten kleinen Menschen (im folgenden das Baby genannt) anstellen. Dabei habe ich so einige Vor- und Nachteile der jeweiligen Lebensart feststellen können. Falls Sie also vor der Entscheidung “Hund oder Baby?” stehen, lesen Sie ungestüm weiter!

1. Haare: Meine Hunde hatten mit 5 Monaten schon jede Menge Haare. Überall! Das Baby hat eine eher selektive Auswahl an Haaren am vorderen Ende. Allerdings fallen dem Baby auch nicht so viele Haare aus und in der Gegend rum. Hunde:0.5 – Baby:0.5

2. Fortbewegung: Meine Hunde konnten mit 5 Monaten bereits eigenständig das Haus verlassen (siehe 3.) und in der Gegend rum laufen. Das Baby muss von Ort A nach Ort B getragen werden und liegt ansonsten herum. Der anfängliche Nachteil des Babies verwandelt sich in einen Vorteil, wenn man gerne die Hoheit über den Aufenthaltsort des jeweiligen Vergleichsobjektes bestimmen will. Hunde:1 – Baby:1

3. Stoffwechselendprodukte (bzw. deren Entledigung): Beide Hunde sind mit 5 Monaten zu 90% in der Lage gewesen, durch entsprechende Geräuchentwicklung, Blicke oder das eigenständige Verlassen des Hauses ihren Geschäften nach zu gehen oder Idealbedingungen für den Nachgang zu erzeugen. Das Baby erzeugt zwar auch Laute, entleert sich aber zu 100% an Ort und Stelle und muss reinigend und verpackend behandelt werden. Hunde:2 – Baby:1

4. Unterhaltungswert: Das Baby will unterhalten werden. Lässt man es alleine rumliegen, so wird es unzufrieden und lässt sich das durch Verlautbarungen anmerken. Die Hunde unterhalten sich selbst und sind stets ein Quell an Frohsinn. Hunde:3 – Baby:1

5. Essen: Das Baby nimmt die ganze Zeit verschiedene Nahrungsmittel zu sich. Dabei muss es vom Speisengeber gehalten und der Nahrung durch Gumminippel zugeführt werden. Die Hunde fressen selbständig. Hunde:4 – Baby:1

6. Frauen aufreißen: Geht man mit den Hunden eine belebte Straße entlang, so drehen sich auffallend viele Frauen um, betätscheln die Hunde, sagen “dududu” und “dadada” und sind gar nicht mehr los zu kriegen. Geht man mit Baby eine solche Straße entlang geschieht das gleiche. Allerdings sind die Frauen bei den Hunden jünger. Hunde:5 – Baby:1

7. Verwendung von Papier: Bekommen die Hunde ein Blatt Papier in ihre Gewalt, so zerfetzen sie es und verteilen es im ganzen Zugriffsbereich gleichmäßig. Das Baby zerknüllt das Papier nur. Hunde:5 – Baby:2 (ich habe mehr Papier rumliegen, dessen Aufschriften eventuell noch benötigt werden)

8. Gespräche: Weder Hunde noch das Baby sind in der Lage, eine geordnete Diskussion zur Heisenbergschen Unschärferelation oder zur Fibonacci-Folge zu führen. 0 Punkte für beide Objekte.

9. Weggeworfene Objekte: Wirft man ein mit den Augen fassbares Objekt mit der Hand fort, so springen die Hunde dem Objekt nach und bringen es zurück. Das Baby ist nicht in der Lage, dem geworfenen Objekt zu folgen und schaut recht dumm auf die Hand, in der sich das Objekt zuvor befand. Hunde:6 – Baby:2

10. Aufenthaltsdauer: (Kleine) Hunde haben eine Lebensdauer von unter Nichteinbeziehung äußerer Einflüsse runden 16 Jahren. Das Baby wird weitaus länger leben. Auch hier konnte ich keinen Punkt vergeben.

Damit kommen wir zur Abschluss: Hunde:6 – Baby:2 – ein klares Ergebnis.

Disclaimer: Ich hatte zuerst darüber nachgedacht, diesen Eintrag “der große Familienmitgliedsanschaffungstest” zu nennen, das hätte aber das Design gesprengt ;)

28 Jan 2007

Beer Lao. Before.

Naja. Eigentlich wollte ich ja einen ausführlichen Eintrag über Leben und Sein in Laos schreiben. Dummerweise bin ich viel zu faul, um die ganzen verteilten Notizen zu einem verständlichen Kauderwelsch zusammen zu fassen. Also habe ich die Bilder jetzt erstmal zu flickr.com geladen, ein kleines Set gepackt und erzähle vielleicht irgendwann einmal von Kevin, Rahim, Peter, dem alten Mann, dem kleinen Mädchen, Sonnenuntergängen, verfallenen Kolonialgebäuden, Details und Urnen in Tempeln, dem Dinosaurier-Museum und und und…

Laos, Savannakhet – flickr-Set

27 Jan 2007

General Prem Tinsulanonda, der Vorsitzende des Geheimrats (Privy Council) Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadejs, spricht erstens nur öffentlich, wenn es gehört werden soll und zweitens nur indirekt und in Bildern. Das habe ich ja schon erzählt. Durch seine Nähe zum König geht man im Allgemeinen davon aus, dass was er sagt auch die Meinung des Königs ist. Ein praktisches Instrument.

Diese Woche nun hat er eine Rede gehalten, in der er ethische Werte hoch hält und über die Lehren unethischer Regierungen sprach.

Die Art und Weise, wie er Thaksin, der mal wieder eine Demokratisierung des Landes gefordert hat, zurecht weist, ohne seinen Namen zu nennen oder ihn überhaupt zu erwähnen ist eine der Fähigkeiten, die vielen jungen Thais und den Medien hier heutzutage verloren gegangen ist. Wenn man sich mal mit den Älteren unterhält, bemerkt man schnell eine sehr subtile, indirekt und höchst freundlich vorgetragene Art und Weise, Kritik vorzutragen.

Beispiel: Fu sagt zu mir “I can take care of the dogs if you want to go to take a shower now”. Was in etwa bedeutet: “Du stinkst!”.

Prem jedenfalls hat Folgendes gesagt:

If government leaders failed to embrace ethics, the country would be in grave danger regardless of the progress achieved from technology and globalisation…

25 Jan 2007

MSN hat gestern laut verkündet, dass sie ab heute einen auf thailändische Verhältnisse und Sprache zugeschnittenen Weblog-Service anbieten wollen. Sie haben schon eine Weile unter th.msn.com ein Thailand-Portal laufen und bringen nun den Segen des Bloggens nach Thailand.

Moment. Bringen? Also ich glaube der Weblog-Markt in Thailand (so es einen gibt/gab) ist voll. Es gibt drei vier Blogging-Portale (dazu später mal mehr) und jede Menge Webseiten und Communities, die ihren Mitgliedern kostenlose Blogs anbieten. Das liegt größtenteils daran, dass selbst hochseriöse Regierungsseiten mit frei verfügbaren PHP-Skripten wie PhpNuke, Joomla und Typo3 betrieben werden, wo man nur im Backend ein Häkchen setzen muss, um Mitgliederblogs einzuschalten.

„Thais just love MSN“ sagt Grant Watts, der Generalmanager für MSN and Windows Live in Südostasien. Auch das kann man schnell wiederlegen, wenn man mal ein paar Kontakte in der IM-Liste oder der Blogroll hatte. Thais haben MSN bis ungefähr Mitte des vergangenen Jahres geliebt. Dann kamen ein paar Viren über den Messenger von MSN und sehr schnell sind die meisten zu Yahoo abgewandert. Vergangenes Jahr war meine MSN-Buddyliste voller Thais, nun habe ich noch zwei Einträge darin, die ich auch seit Monaten nicht online gesehen habe.

Es gibt regelmässig massive Nutzerwanderungen. Diesmal war es von MSN zu Yahoo. Richtig müsste es also heißen: „Thais just love Yahoo. At the moment.“

Die Live-Blogs meiner Bekannten sind auch alle tot.

Da scheint mir mal wieder jemand vor einigen Monaten eine nach damaliger Datenlage gute Idee gehabt und dann mehr als ein Jahr mit dem Planen und Brainstormen (je nach Definition) verbracht zu haben. So kommt man „heute“ nicht mehr weit.

PS: Was wäre ein Onlineartikel über irgendwas in Thailand ohne Erwähnung der relevanten Schlagworte Putsch, Bangkok, Bomben? Nichts. Also auch hier schnell noch ein paar Worte zum Thema:

The military coup on September 19th meant that Messenger traffic reached an all-time high for Thailand as people scrambled to learn of what was happened when local news channels and cable TV fell silent.

25 Jan 2007

Nur fürs Protokoll: Wenn man innerhalb Thailands einen Mopedschlüssel (Modell Honda, klobig, sperrig) in einem normalen Briefumschlag versendet (bspw. weil Thais absolut unzuverlässig sind, was Terminangaben und -absprachen betrifft und beim Schlafen das Mobiltelefon ausschalten und man dann den Hausschlüssel für den befreundeten Hundebabysitter beim Hausbesitzer abgeben muss, dann schnell mit dem Moped voll bepackt zum Busbahnhof fahren und es dort am Straßenrand stehen lassen muss und dann natürlich den Schlüssel nicht wie vereinbart auf dem Tisch liegen lassen kann), dann kostet das 7 Baht (ohne Zuschläge) und der Brief hat eine ungefähre Laufzeit von 13 Tagen bis er am Ziel ankommt.

Stellt man nach einer Woche fest, dass der Schlüssel noch nicht in der näheren Umgebung des einsam abgestellten Motorrollers eingetroffen ist, kostet es nocheinmal 100 Baht, die man einem der Thais zukommen lässt, die um das Moped herumwuseln, um hin und wieder nach selbigen zu “schauen”.

24 Jan 2007
Am Wochenende habe ich mal die hiesige Chinesenschrein-Szene aufgemischt. In Ban Chang gibt es drei sehr schöne Tempel (die ich alle nicht besucht habe) und einige chinesische Schreine. San Luang Dia ist ein kleiner Schrein, an dem am Samstag und Sonntag ein Fest gefeiert wurde.

Am Samstag kamen zum Sonnenuntergang einige buddhistische Mönche und die Leute haben ihren Segen erbeten. Sonntag Abend dann fand ein kleines Tempelfest statt. Man brachte Essen zum Schrein und zündete Rächerstäbchen an (auch ich – je drei vor drei Statuen, je eines links und rechts neben die Tür, drei in das Essen (Räucherstäbchen und Cola haben den selben Effekt wie Mentos und Cola) und den Rest (das waren bei mir 10, da muss sich also jemand verzählt haben) dann im Schrein selber vor die Buddhafiguren). Das Essen wurde eine Zeit lang stehen gelassen und dann wieder eingesammelt und nach Hause genommen. Anschließend wurde gegessen (viel), gesungen (laut und falsch) und auf einer Leinwand Filme gezeigt.

Das Essen hatte übrigens eine gute Wirkung, denn mir wurde versichert, dass ich durch meine Taten im Tempel mit dem Essen die Verheißung auf ein langes Leben zu mir genommen habe. Das darf als Drohung angesehen werden.

Ein paar Photos habe ich auch schon zu flickr.com hochgeladen.

PS: Chinesische Schreine animieren mich immer zu Hochkant-Photos (vermutlich wegen der sich hoch schlängelnden Schlangen). Das mag ich eigentlich so gar nicht.

23 Jan 2007

Eben regnet es das erste Mal seit ich in Rayong bin. Womit mir einfällt, was mir fehlt. Das Rauschen des Regens wenn die Tropfen aufs Dach fallen. Das Gurgeln wenn sie sich zu einem Strom in der Dachziegelecke verbinden, das Plätschern wenn das Wasser unten auf Die komische grüne Farnpflanze mit den großen Blättern™ aufschlägt und der miefige Geruch meiner beiden kleinen, wenn sie mal wieder im Regen raus mussten. Ich zähle die Tage.

Auf Samui hat man schon zwei Monsune erleben dürfen seit ich weg bin…

PS: Uh! Oh! Gewitter! Nice. Fast wie auf der Insel. Für ganz Thailand ist heute Nacht viel Wasser von oben angesagt.

22 Jan 2007

Gestern wurden in Bangkok und Umgebung rund 15 Personen, darunter hohe Militärs, festgenommen. Es hatte schon seit einigen Tagen den Anschein gehabt, als ob man eine “heiße Spur” habe, denn viele Leute haben viel gesagt, aber eigentlich gar nichts. So ganz sicher ist man sich nicht, ob das was mit den Neujahrsanschlägen zu tun hat, denn unter anderem werden sie nach ihren Alibis für die Zeit der angeblich gegen Thaksin geplanten Anschläge gefragt.

Interpretationsansätze bietet das viele…

22 Jan 2007

Der Premierminister hat der Jugend Thailands ja angeraten, mit dem Sex zu warten, bis sie im richtigen Alter dafür ist. Wenn man allerdings ein Panda ist und keine Lust auf Sex hat, dann wird man in Thailand gezwungen oder “angeregt”, dem freudigen Treiben zu fröhnen.

Der Zoo in Chiang Mai hat zwei Pandabären, seit 2003 für 10 Jahre von einem Zoo in China geborgt. Chuang Chuang ist ein Männchen und Lin Hui ein Weibchen. Nun sähe es doch super progressiv und wissenschaftlich erfolgreich aus, wenn die beiden hier in Thailand kleine Babybärchen werfen würden. Dummerweise nur wollen sie nicht.

Seit gut einem Jahr hört und liest man immer wieder über die beiden armen Zölibaten und die vergeblichen Versuche Chuang Chuang erregt Lin Hui besteigen zu lassen.

Pandas haben keinen sonderlich großen Sexdrang. (An dieser Stelle müsste jetzt ein Tränendrüsensatz a la “weshalb sie vom Aussterben bedroht sind” kommen, ich nehme aber an, es gibt andere Gründe dafür.) Vergangenes Jahr wurden sie mit großem Brimborium verheiratet, hatten aber in der Hochzeitnacht offenbar keinerlei menschlich logisch auf Hochzeiten folgende Gelüste. Auch eine Trennung beider Bären für einige Zeit wurde eher mit stoischer Freude angenommen. Neulich nun sollte Chuang Chuang mit Tierpornos[1] angeheizt werden. Ob er die auch sehen durfte, weiß ich nicht.

Geholfen scheint das alles nicht zu haben, denn nun denkt man daran, ihn auf eine Diät zu setzen, denn mit 140kg sei er wohl zu schwer für die 115kg Grazie Lin Hui.

Bin gespannt was sie in den folgenden 6 Jahren noch erleiden müssen.


1 
Türklingel: Klingelt
Panda-Dame: Leckt sich gerade die Tatzen. Sie schreitet zur Tür und öffnet.
Vor der Tür steht ein Panda-Herr mit einem Werkzeugkoffer in der Hand.
Panda-Herr: Hallo, ich soll hier ein Rohr verlegen…
Panda-Dame: Ja, kommen Sie ruhig herein, die Waschmaschine steht im Schlafzimmer!
Panda-Herr: Eine schöne Höhle haben Sie da!
Panda-Dame: Ja, aber es ist immer so einsam und kalt in der Nacht!
Sie gehen in die Schlafhöhle, da liegt Stroh in der Ecke.
Panda-Herr: Ja, was ist das denn?
Panda-Dame: Das war schon hier als ich eingezogen bin.
Panda-Herr: Na dann lassen Sie uns das mal testen…
Kamera zoomt ins Schwarze.
21 Jan 2007

Hin und wieder wurde ich in den vergangenen Tagen gefragt, warum ich nichts über Rayong, meinen Aufenthaltsort im Januar, schreiben würde.

Das liegt unter anderem daran, dass ich in Ban Chang bin und Rayong nur die Provinzhauptstadt. Aber von hier gibt es auch nicht viel zu berichten.

Nun, Rayong glänzt vor allem durch einen einzigen Absatz in den einschlägigen deutsch- und englischsprachigen Reiseführern, in welchem beschrieben wird, dass man durch Rayong muss, um nach Ko Samet, einer Backpackerinsel im Golf von Thailand, zu gelangen.

Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Es ist eine industrialisierte Gegend, deren News etwa so lauten: Pollution puts Bt140-bn plan at risk. Es gibt einen Tesko und einen Big C – zentrale Treffpunkte am Wochenende.

Der Bus nach Bangkok fährt aller halbe Stunde und ist immer voll.

Das wars auch schon. Rayong. Man muss schon ein Stück weit laufen, um was Schönes zu sehen. Dazu nachher mehr.

PS: Hab mich in Laos mit einem älteren Thai unterhalten, der meinte, viele junge Thais würden für drei vier Jahre nach Rayong gehen, um Geld zu verdienen und dann zurück nach Hause oder Bangkok gehen, um da Geschäfte vom Ersparten zu öffnen.

21 Jan 2007

Kein Tag vergeht, ohne dass hier im Blog nicht jemand mit dem Suchbegriff “Wo ist Thaksin” aufschlägt. Also möchte ich meiner Funktion als Bildungmagazin nachkommen und euch mal erzählen, wo Thaksin im Januar bisher überall war.

Ins neue Jahr rutschte er in New York. Dort feierte er mit seiner Frau, die anschließend nach London flog, wo sie noch heute auf ihn warten wüdre, wenn sie nicht in Thailand vor dem Korruptionsausschuss Rede und Antwort stehen müsste. Er selbst flog nach Hong Kong, wo er bis zum Elften des Monats (relativ ruhig, bis auf ein Fax, er wäre ja schön blöd, wenn er in Bangkok Bomben legen würde und man solle doch bittesehr mal die Separatisten im Süden fragen) verblieb.

In China hat er ein Apartment gekauft und die meiste Zeit der letzten Monate verbracht. Angeblich haben ihn Mitarbeiter der Königlichen Thailändischen Botschaft in Peking unterstützt was in der Aufforderung an alle Botschaften bei der Rücknahme seines Passes resultierte, ihm keine VIP-Behandlung angedeihen zu lassen.

Hier müssen wir der geschichtlichen Vollständigkeit halber kurz anfügen, dass in den ersten zwei Wochen des Monats Januar recht wenig über Khun Thaksins Everydaylife zu erfahren war. Eine gewisse Sättigung der Massen war erreicht, man hatte explosivere Probleme als sich mit dem Treiben eines zwangspensionierten demokratisch gewählten Politikers zu beschäftigen. Das öffentliche Interesse wurde allerdings schnell wieder geweckt, als ein weniger wichtiges Mitglied des revolutionären Komitees, ehm, des, wie heißt er doch wieder… des National Security Councils vor die Kameras trat und in etwa sagte, die Medien sollen bitte nicht mehr über Thaksin berichten. Das gab ein wenig Aufregung und fortan wurde man wieder über Thaksins aktuelle Schlipsfarbe informiert.

Am Folgetag trat Sonthi vor die Kameras und sagte, dass das NSC nicht verbietet, dass über Thaksin berichtet wird, man würde sich aber mit den Berichtern zusammen setzen wollen und prüfen, ob das, was berichtet wurde, die Wahrheit ist und die Nationale Sicherheit irgendwie davon beeinflusst wird.

Diese Berichtserstattungserlaubnis kam gerade rechtzeitig, denn nun wurde auch Herr Thaksin etwas aktiver. Wir erinnern uns, er ist in Hong Kong. Weiter gehts…

Am 12. Januar flog Thaksin Shinawatra nach Singapore. Reisezweck (O-Ton Thaksin): “Well you know I travelled here to play golf. And some old friends.” Freundliche Medien haben im zweiten Satz noch ein meet eingefügt, aber ohne das “treffen” klingt der Satz viel verständlicher, finde ich.

Thaksin hat in Singapore den Aussenminister S Jayakumar, der gleichzeitig stellvertender Premierminister ist, getroffen, angeblich privat.

Seither geht es zwischen Singapore und Thailand eher kühl her, denn vor dem Treffen wurde die Regierung in Singapore mehrfach darauf hingewiesen, dass und wie man ein Treffen zwischen Thaksin und Regierungsmitgliedern Singapores interpretieren würde. Am Dienstag (16. Januar) hat Thailand alle Treffen auf höchsten Ebenen zwischen den beiden Staaten auf unbestimmte Zeit abgesagt. (64% der Thais unterstützen diesen Schritt ausdrücklich.)

Thaksin gab in Singapore die ersten beiden Interviews seit seinem Aufenthalt bei der UNO in New York am 19. September für internationale Medien (CNN und die Asian Financial Times (?)). Beide wurden in Thailand geblockt (freiwillig, angeblich) aber ausgiebig diskutiert und auf den einschlägigen Mailinglisten verbreitet. Er forderte die Thailändische Regierung unter anderem auf, die Pressefreiheit nicht mehr einzuschränken und zur Demokratie zurück zu kehren. Außerdem erwähnte er erneut, dass er nicht sehr intelligent wäre, in Bangkok etwas durch das Zünden von Bomben ändern zu wollen. Ich stimme ihm da zu.

Klingt fast so, als sei er geläutert worden: Zu seiner Amtszeit gab es ständig Meldungen über Zivilprozesse, die er gegen Journalisten anstrengte, einmal gab er einen Monat lang keine Pressekonferenzen mehr, weil Merkur ungünstig stand, davor hatte er ein Zeichen mitgebracht, das er in die Luft hielt, wenn jemand eine (wie er fand) dumme Frage stellte.

Nun also ist er ein guter Mensch geworden.

Nach erfolgter Mission in Singapore kehrte er am Donnerstag nach Hong Kong zurück, aber nur für einen Tag, um eine US-Lobbyisten-Vereinigung namens Barbour Griffith and Rogers zu verpflichten, für ihn in den USA rum zu lobbyieren.

Donnerstag Nacht landete er schon in Tokio, wo er bis zum kommenden Dienstag bleiben wird. Dort will er einen Vortrage halten und weitere Interviews geben. Die Regierung in Tokio will sich nicht mit ihm treffen um die Beziehungen zu Thailand nicht zu gefährden.

Wo ist Thaksin? Heute ist er in Tokio, doch wo wird er morgen sein? Wird er nach London zurück kehren um seine Frau wieder zu sehen und endlich einmal einen richtigen Pass zu beantragen? Wird er nach Thailand kommen um in den Warteschlangen an den Toiletten Subvarnabhumis zu stehen? Fliegt er nach Kenia um sein Hotel zu auditieren?

Der Autor dieser unbedeutenden Publikation weiß es nicht. Was wir aber wissen ist, dass es immer genügend Medien und Kleinstdarsteller geben wird, die uns darüber informieren werden – jetzt wo es offiziell erlaubt ist.

Seien Sie auch nächste Woche wieder dabei, wenn es heißt: Wo ist Thaksin?

17 Jan 2007

Ich bin übrigens wieder “da” (seit gut drei Stunden). In meinem Januar-Heim. Also nicht zuhause aber so halb. Bericht folgt. Ich versuche das diesmal ein bisschen angenehmer lesbar aufzuarbeiten. Gebt mir eine Woche.

15 Jan 2007

Heute Morgen war ich dann auf dem Konsulat hier in Savannkhet. Das war eine Sache von 20 Minuten. Dummerweise hat Murphy auch hier zugeschlagen, denn ab heute geben sie die erteilten Visa definitiv erst am Folgetag Nachmittags aus. Bisher, so erzählten es die Spatzen[1] von den Dächern, war es bei entsprechend niedriger Antragszahl bereits am gleichen Tag möglich. Aber wie das so ist mit den Spatzen und den Dächern: jeder kann es hören, weshalb ich auch nicht den Trick für den Süden verrate.

Glücklicherweise traf ich auf einen Briten, der einen der Beamten dort genauer kennt und nach einigem Hin und Her haben wir uns vor der Konsulatspforte heute Abend verabredet. Wenn das funktioniert – ich glaubs erst wenn ich den Pass in der Hand hab – kann ich eine weitere Telefonnummer in mein kleines Schwarzes Buch eintragen. Damit darf ich morgen früh schon wieder ins Königreich zurück und meine Theorie testen, es gäbe eine direkte Busstrecke von Rayong in den Nordosten.

Den Rest des Tages verbringe ich mit meiner neuen Gesprächstherapie. Ich bin ja ein Menschenhasser. Wenn mich nur jemand freundlich genug ankuckt kuck ich möglichst verschlossen zurück, er/sie könnte ja ein Gespräch anfangen. Das mache ich seit gestern nicht mehr, weil ich ja auch für meine spätere telephonseelsorgerische Tätigkeit mit den Leuten sprechen muss. Den Morgen habe ich mit entspannten Einzel-Gesprächen mit einem Japaner, einem Thai und einem Briten (obigen) gehabt. Und wenn man nur lang genug an der gleichen Stelle steht, kommen auch weitere Gespräche zustande. Gestern hat ein uralter Laote mit verfaulten Füssen glatt angefangen, mir Französisch beizubringen.

PS: Dummerweise hab ich alle Photos von gestern gelöscht, weil die dämliche Canon-Kamera (A620 oder so) in Hinsicht auf Usability DAS LETZTE IST!!![2] Das musste mal gesagt werden. Wackelige aktuelle Mobiltelephonphotos gibt es dafür im Seitenkopf. Der Thaimobilfunk reicht bis ungefähr 500 Meter übers Ufer in Laos hinein und mein Bett ist nur 20 Meter vom Mekhong entfernt.

PPS: Die Spacetaste geht immer noch nicht.


1 die etwas kleiner aber dafür fetter sind
2 Nur nicht zugeben, dass ich statt cancel erase gelesen habe und die gegenüberliegende Wahlmöglichkeit gar nicht angesehen habe, ehe ich sie klickte. Aber wieso gibt es auf diesem Teil auch kein Menü wo mir angezeigt wird, wieviel Platz ich noch habe?
14 Jan 2007
  1. Internet haben sie
  2. Die Nacht war von Ungewissheit geplagt, in welchen Bus sie mich gesteckt haben. Da stand alles Mögliche drauf, nur keine romanischen Schriftzeichen.
  3. Freundschaftsbrücke 2 = nett.
  4. Wetter = eiskalt am Morgen und nun sehr heiß
  5. Absteige: sag ich lieber nicht. Ist aber in Laufnähe zum Königlichen Thailändischen Konsulat.
  6. Internetcafe: Das erste Mal in einem Internetkaffee. Die Spacetaste hängt und die Windowstasten fehlen. Anbindung langsam. GMail wird nicht geladen. Kein Skype. Mal sehen wie sie hier reagieren, wenn ich Porno-Seiten lade…
  7. Savannakhet: Die Reiseführer sagten verschlafen. Ich sage verfallen.
  8. Rechtsverkehr. Sie fahren aber wo sie wollen.
13 Jan 2007
Lustig finde ich übrigens die Bustickets für den Krungtheper Nahverkehr. Das sind so kleine Schnippsel mit einem Nominalwert (bspw. 20฿) die dann ringsherum an aufgedruckten Nummern eingerissen werden um das auf bspw. 15฿ zu relativieren (oder zu addieren?).

Die Kassiererin läuft mit einer metallenen Rolle durch den Bus und klappert dabei immer mit dem Kleingeld in selbiger. Man versucht ihr dann zu erklären, wo man hin will (mich verstehen sie dabei nie gleich) und sie reißt ein wenig am Ticket herum und sammelt das Geld ein.

Schwarz fahren gibt es in Bangkok übrigens nicht, denn wenn die Kassiererin den Fahrgast übersieht, dann ist es ihre Schuld, nicht die des Zahlers.

13 Jan 2007

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich mit meiner Reisebeschreibung ins industrielle Rayong ungefähr so lange brauche, wie ich hier sein werde. Also werde ich mal schnell die Geschichte vom echten Fünf-Elfer erzählen, ehe ich das noch vergesse. Man ist ja nicht mehr allzu jung.

Wenn man am Busbahnhof in Bangkok ankommt, dann befindet man sich nicht an dem Busbahnhof sondern an einem von mindestens dreien. Ich kenne den südlichen, den östlichen und den nordöstlichen Busbahnhof. Am Neuen Flughafen in Subvarnabhumi gibt es auch noch einen. Und sicherlich im Norden oder Nordwesten noch einen oder zwei. Jeder dieser Bahnhöfe führt in ebendiese Richtungen aus Bangkok hinweg. Ich hatte also vermutet, dass ich von meinem Ankunftsbahnhof nicht nach Rayong kommen würde. Warum auch. Direktverbindungen ist was für Knotenpunktfetischisten.

Also fragte ich kurz eine der netten “Nakhon Si Thammarat” schreienden Damen im Busterminal (wenn Busse nahe am Abfahrtstermin sind, wird es immer sehr laut), wie ich denn nach Rayong kommen würde. Sie meinte “not here”, ich meinte “Yes, I know. I think I have to go to Erkamai, Southern Terminal?”, sie schrie was auf Thai zu jemanden rüber, er schrie zurück und sie sprach “5eleven!!! Haa Sip Et!” und beachtete mich fortan un. (Haa Sip Et heißt auch fünf elf.)

5eleven. 7eleven. 9eleven. Irgendwie haben sie was mit Zahlenkombinationen.

Ich machte mich erstmal zu einem 7eleven auf und kaufte ein Wasser (7 Baht, in Samui würde man schon mal 20 dafür hinlegen dürfen). Irgendwie mache ich das immer, wenn ich in Bangkok ankomme. Wasser kaufen. Irgendwo hinstellen und erstmal Nase, Augen und Ohren an das Chaos gewöhnen. Man wird in der Regel pro Minute von zwei Taxifahrern angequatscht, wo man hin will. Ich sagte dann immer “Ha Sipp Et” und sie sagten “Ah Haa Sipp Et” und liessen mich stehen. Nach einer Weile sagte einer dann “Ah, Erkamai. Tii nii haa sip et!” und zeigte mir auch noch die Haltestelle (die sich genau vor meiner Nase befand).

Freundlich sind sie ja, die Taxifahrer. Aber es nervt trotzdem, wenn sie einem förmlich die Tasche klauen wollen und erklären, dass das Taxi Aircondition hat. “Bus not have. Bus hot!” – das sagen sie früh um Sieben bei 23 Grad in der Morgensonne.

Jedenfalls kam dann auch schon eine 5eleven und fuhr weg. Ohne mich. Sie blieb mitten auf der Strasse stehen, links und rechts davon Taxis und am Strassenrand noch ein Bus. So schnell wie sie kam und ging hatte ich noch nicht einmal den Seesack angehoben. Die zweite 5eleven wartete etwas kürzer und so kam ich sogar bis zum Straßenrand, ehe sie wieder fort fuhr.

Inzwischen gesellte sich ein weiterer Farang zu mir, der auch auf die 5eleven wartete und wir betrachteten uns mit dem abschätzenden (nicht -igen) Blick des Deutschsprachlers, der nicht genau weiss, ob er einen Sprachgenossen vor sich hat weil beide versuchen möglichst akzentfrei zu sprechen und es dann eben beim Englischen belassen. Mit ihm zusammen verpasste ich den dritten Bus – dieser fuhr uns vor der Nase weg. Inzwischen hatte ich bereits festgestellt, dass die 5eleven-Busse immer Orange sind. (Vier Jahre deutsches Ingenieurstudium haben in mir die Fähigkeit erwachen lassen, Situationen und Systeme analytisch zu betrachten und auf Schwachstellen zu durchsuchen.) Die Schwachstelle lautet hier: Berührung. Hat man seinen Finger am Bus, fährt er nur langsam weiter und man kommt rein. Bus Nummer 4 ward dann geentert.

Die Kassiererin des Busses warf uns dann an der nächsten Haltestelle mit den wahrhaft informativen Worten “No! Express!” wieder raus. Ob es nun der Express-Bus war, den ich nehmen sollte oder der Express-Bus war, den ich nicht nehmen sollte weiß ich bis heute nicht.

Wir (der Farang war immer noch in der Nähe) warteten einfach auf die nächste 5eleven und enterten sie (nach einer Weile hat man Routine darin). Dort nahm man mir 20 Baht ab (das muss man sich mal vorstellen: mit einem Taxi wäre ich um diese Zeit unter 300 Baht ohne Highwaygebühren nicht weit gekommen) und ich lies mich erwartungsfroh in einen Schalensitz sinken. Ich habe es dann sogar noch geschafft, der Kassiererin das Versprechen abzuringen mir mitzuteilen wann ich aussteigen muss.

Der Bus wurde von einer Frau gefahren, die wie ein Mann fuhr. An Haltestellen hielt er (der Bus) grundsätzlich nicht sondern rollte langsam weiter. Wenn ein Farang (wir waren inzwischen zu dritt) aussteigen musste, schrie die Kassiererin “Farang bai” nach vorne (“Der Farang geht!”) und wenn der letzte Fuß sich vom Trittbrett abhob ein “Bai”. Bei mir war es genauso. Die Thais mussten während der Fahrt abspringen.

Vorher aber konnte ich einige Stationen lang (ungefähr 20 Minuten rasanter Fahrt) die idyllische Morgenruhe Bangkoks genießen und Schauplätze jüngerer thailändischer Geschichte vorbei rasen sehen.

Aus dem Bus geworfen dachte ich zuerst, an der falschen Haltestelle abgesetzt worden zu sein, weil weit und breit kein Busterminal zu sehen war. Nach ein wenig Suchen aber fand sich dann ziemlich versteckt um zwei Ecken ein Terminal, das genau wie das südliche aussah sowie weniger Busse, mehr Militär und eine Route nach Rayong aufwies. Nach wenigen Minuten sank ich in die flauschigen Sitze eines leeren akklimatisierten Busses und hoffte, gen Rayong zu fahren.

Womit wir (also ich und die regelmäßigen Leser dieser kleinen Publikation) uns an der Stelle befinden, wo es hier weiter geht. Ich wollte schon immer mal einen Link mit dem Text hier haben.

13 Jan 2007

Irgendwie viel zu viel zu tun “auf Arbeit”...

  1. Ich bin nun seit zwei Jahren in Thailand. Hab ich glatt verpasst. Im Januar 2005 setzte ich Fuß auf Land und Insel. Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um chaotisch rumzureflektieren. Das erspare ich euch aber.
  2. Der alte Krungtheper Flughafen wird wieder für den lokalen Flugverkehr auf machen weil der Neue immer noch nicht richtig fertig ist. Als vergangene Woche Thaksin im Land vermutet wurde kamen schnell die Witze in der Art “Stimmt, ich habe ihn in einer Warteschlange vor den öffentlichen Toiletten in Subvarnabhumi gesehen”. Muahaha…
  3. Für ausländische Firmen wird die Firmengründung weiter erschwert, denn nun müssen mindestens 50% des Kapitals von den thailändischen Teilhabern kommen. Hehehehehehehehehe…
  4. Aus meiner Lieblingsserie “Das erste Mal”: Ich habe nun ein Exchange-Postfach und nutze das mit Outlook. Da kann man ja ne Menge Unfug mit treiben, Aufgaben verteilen, Leute nudgen[1] und Kategorien für allen möglichen Kram verteilen. Nur Kontaktkarten nach Kategorie farblich einfärben – das geht irgendwie nicht. Microsoft hats wohl nicht so mit Farbe.
  5. XP-Rechner mit Alzheimer: Ich habe zwei Rechner im Netzwerk, die einfach nicht die lmhosts lesen wollen. Alle Microsoft-Support-Tipps (“Beachten Sie, dass Sie die Datei nur mit Notepad oder dem DOS-Editor bearbeiten und am Ende eine Leerzeile einfügen”) sind recht sinnlos. Naja. Nörgeln nur im Hinterkopf. Aber es ist schon gut, dass es unter anderen (nennen wir sie mal) Betriebssystemen Tools gibt, die ihre eigenen Configs vor dem Starten durchtesten und Fehler melden.
  6. Morgen starte ich eine kleine Reise nach Laos. Auf eigene Faust, ohne Reiseleitung. Nur mit kleinen blauen Karteikarten wo ich mir die Ortsnamen phonetisch und romanisch und in Thai drauf schreiben werde. Mal sehen, ob wir uns wieder lesen.

1 anstupsen?
12 Jan 2007

Eben kam Samui im Fernsehen. Ihr wisst schon, die kleine Insel im Golf von Thailand. Viele Touristen sagen ihre Reisen ab, weil es hohe Wellen gibt. Na super. Es gibt ja auch nur Wasser auf Koh Samui. Passenderweise hat man den Bericht mit Bildern von halbnackt am Strand röstenden Farangs versetzt. Mich erklären meine Bekannten auf der Insel immer für verrückt, weil “you farang, you have to go beach and swim”.

Neulich sagte ich zu einer Freundin, ich müsse noch schnell zum Strand. Woraufhin sie meinte, das ist gut, dass ich endlich mal ein bisschen Sport treibe. Dass ich nur den letzten Sonnenuntergang photographieren wollte, hat sie mir nicht geglaubt.

Jedenfalls braucht man die Insel nur ein mal für ein paar Tage zu verlassen, um sich auf ihr wieder wohlzufühlen. Therapie geglückt würde ich sagen. Jetzt nur noch die letzten Wochen überstehen…

12 Jan 2007

Green

Sagte ich schon, dass ich mein Haus mag? Außen hat es ein leichtes Gelb und innen ein leichtes Grün. Optimale Farben. Nicht so lieblos dahingeklatschtes BraunGelb und Pinke Gardinen wie im “alten” Haus. Eigentlich habe ich gar keine Gardinen…

Wird Zeit, dass ich wieder heim komme…

11 Jan 2007
Man erinnere sich bitte mal: Im November hatte man überlegt, wie man es anstellt, dem Thaksin Shinawatra, im September ungnädig in Abwesenheit hinweg geputschter Ex-Premierminister, seinen Diplomatenpass abzunehmen. Er reiste in der Welt herum, selbst Anfang der Woche hatte man noch erzählt, er wäre in Thailand gesehen worden.

Alle ehemaligen Premierminister vor Thaksin durften ihren diplomatischen Pass behalten, auch wenn sie vom Thron geputscht worden.

Nun ist er weg. Der Pass. Und der seiner Frau auch gleich mit. Oder um es genauer zu sagen, die diplomatischen Pässe sind ungültig erklärt worden. Das war es dann wohl mit dem Alterssitz in London, dort bekommen undiplomatisch reisende Thais nur ein 30-Tage-Visum.

10 Jan 2007

my cheap dali-copy

Mein Bild hab ich mir zu Weihnachten 2005 geschenkt. Für normale Touristen kostet so eine billige Dali-Kopie 7000 Baht, ich hab Fu vorgeschickt und es für 1500 Baht und 500 Baht für den Rahmen (irgendwie mussten sie dann noch Geld herausschlagen) bekommen. Dann fing es an zu regnen und ich bin mit dem Moped im Regen heim gefahren und Fu mit dem Bild im Taxi.

Dann stand das Bild 7 Monate verpackt in der Gegend rum. Dann bin ich umgezogen und die neuen Hausbesitzer erlaubten mir “ein” Bild aufzuhängen.

Ein langer Weg für Mein Bild™. Aber es hängt nun und ich habe es genau im Blickfeld den ganzen Tag. Sehr schön. Irgendwie habe ich schon jeden Quadratzentimeter einmal photographiert.

Man beachte wie gut sich die Farben des Hauses mit dem Bild ergänzen. Ich mag mein Bild.

10 Jan 2007

Pokki after shower. Soosie before shower.

Ich vermisse meine Hunde. Und sie vermissen mich. Und Fu vermisst mich auch, aber nur, weil sie auf die Hunde aufpassen muss und endlich mal merkt, dass das mehr Arbeit ist als nur einen Hund auf dem Arm zu tragen und von allen bequatscht zu werden, was das doch für ein süßer kleiner Kerl ist.

Pokki hat gerade eine Dusche über sich ergehen lassen. Und wenn man genauer sucht (Klick aufs Bild lädt flickr und dann ist ein Kasten drum), dann sieht man auch Soosie, die schon genau weiß, dass sie bald geduscht wird.

09 Jan 2007

So. Mal angenommen es kündigt sich an, dass man nach einem halben Jahr 5kB mit den mobiltelefonischen Modem endlich wieder mit einer ADSL-Internetleitung am onlinen Leben teilhaben darf – was würde denn dann frei nach Murphy geschehen?

Möglichkeit 1: Ein Erdbeben zerstört Tiefseekabel und der Traffic aus China wird über Thailand geleitet.

Möglichkeit 2: Die DSL-Leitung gibt den Geist auf.

Da ist es eigentlich klar, dass beides eintritt, wenn es um mich geht, oder? Letzte Woche leitete man Dienstag und Mittwoch plötzlich die Chinesen über Thailand – jede zweite aufgerufene Website brachte ein Timeout. Am Donnerstag haben sie den Traffic dann auf ein Highspeedkabel zwischen Bangkok und Frankreich geschaltet. Sehr schön. Dummerweise geht seither das DSL nicht mehr. Aller 5 Minuten bricht die Verbindung ab und am Wochenende war es ganz tot.

Sehr schön. Schon mal ein Viertel meiner “Ausbildungszeit” vergammelt. (Allerdings weiß ich jetzt auch, dass zwei Türme auf einer Linie gewinnbringend sein können und ein Läufer alleine nichts nützt.)

PS: Die Typen von TOT (der Telefongesellschaft) sind grade hier und ja auch ganz süß. Auf der Insel war das nicht so…

08 Jan 2007

Die Tage seit dem Jahreswechsel sind gefüllt mit Bombendrohungen. Nahezu keine Stunde ohne erneuten Bombenalarm. Einkaufszentren, Schulen, Redaktionen… nicht nur in Bangkok. Entweder reagieren Leute verängstigt auf offen stehende öffentliche Telephone oder einsam herumstehende Taschen oder Leute stellen tatsächlich Taschen mit herausstehenden Drähten irgendwo hin oder rufen an, um zu erklären, dass sie Bomben deponiert hätten. Hysterie und Vandalentum halten sich somit die Waage. “Echte” Anschläge außer den seit zwei Jahren beinahe täglich geschehenden im Süden gab es aber seither nicht. Die Behörden wachsam.

Das kleine “Gibt es einen erneuten Putsch”-Fiasko von Donnerstag-Abend will das CNS[1] nun mit Vorabmeldungen an die Öffentlichkeit umgehen. Für die kommende Zeit erwarten jedenfalls sowohl die Regierung als auch das CNS weitere Versuche, die Öffentliche Ordnung zu stören und Chaos zu säen.

Nun frage nicht nur ich mich, wer denn nun hinter den Anschlägen steckt.

Da gibt es (meiner Meinung nach) 4 verschiedene Möglichkeiten:

  1. Die Separatisten im Süden. Die benutzen schon seit langem durch Mobiltelefone gezündete selbstgebastelte Bomben. Allerdings sollen die in Bangkok verwendeten Bomben anderer Bauart gewesen sein. Mal ganz abgesehen davon, dass sich ein anderes Datum als geschichts- und bedeutungsträchtigeres angeboten hat.
  2. Thaksins “Alte Macht-Riege”. Das ist eine Theorie, die gleich am Silvesterabend die Runde machte und dem Redaktionsgebäude von The Nation sogar eine Bombendrohung einbrachte. Angeblich sollen Geheimdienstmitarbeiter gesagt haben, dass Thaksin und Mitglieder seiner alten Regierung hinter den Anschlägen stecken. Das (ich nenne es mal) Gerücht hält sich weiterhin. Thaksin hat gefaxt, dass er es nicht war sondern die Muslims im Süden (bzw. eine Vereinigung die die Unabhängigkeit des Südens anstrebt), die darauf hin erklärt haben, dass sie es nicht waren.
  3. Chaoten die ein wenig Unruhe stiften wollen.
  4. Das Militär. Eine neuere Theorie besagt, dass das Militär dahinter steckt. Entweder die Putschisten vom September, dann um ihre Macht zu stärken und ungeliebte Gegner vorerst mundtot zu machen (man sagt, Sonthi und Premierminister Surayud haben unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der Behandlung Thaksins und seines Vermögens) oder eine Gruppe von Militärs, die innerhalb des Militärs gegen Sonthi und die Militärführung arbeitet. Interessanterweise hat der Verteidigungsminister neulich gesagt, die Täter tragen eine Militäruniform.

So. Wer war es also? Ich bezweifle, dass man das irgendwann aufklären wird, würde aber mal stark auf die alten oder neuen Mächtigen tippen. Oder welche, die es gerne mal wären. Man erwartet jedenfalls weitere Anschläge.

PS: Die Thais, mit denen ich mich so unterhalten habe, meinen alle, Thaksin steckt dahinter.


1 Council for National Security
05 Jan 2007

Gestern war mal wieder so ein Tag, wo man die ganze Zeit lesen und hören konnte, es würde vom Militär ein Putsch gegen die Übergangsregierung geplant.

Als Grund wurde angegeben, dass das Militär nicht zufrieden mit der Behandlung von Thaksin war, die Regierung ginge zu lasch mit ihm um. Außerdem gab es auffällig viele Truppenbewegungen in Bangkok. Man hat nun kleine Teams zur Sicherung gefährdeter Plätze und Bereiche über die Stadt verteilt.

Bis zu Abend schaukelte sich die Stimmung dann so weit hoch, dass das Militär eine Resolution vorlesen lies, dass es keinen Putsch plane und über die Militärführer wurde berichtet, dass sie Golfen waren. Sehr beruhigend.

05 Jan 2007

So. Am Montag machte ich mich also frohgemut auf, um die kleine Insel (die mit den Palmen) gen Norden zu verlassen. Im Prinzip führen alle Wege in Thailand erstmal nach Bangkok, ehe man irgendwo anders hin kommt. Wenn man nicht gerade lokale Attraktionen bereisen will. Wollte ich nicht, also ab in den Bus nach Bangkok. Ich wurde in den 2.Klasse-Bus gesteckt weil ich irgendwie mein Ticket zu spät gelöst habe (der Bankautomat hat mir 2000 Baht gestohlen, als das Internet gestört war, Schweinerei, allerdings war mir dann auch lieb, dass ich nur in den 530er Bus durfte und nicht in den 850er Bus – bahtmäßig gesehen). Da wird man auch 2ter Klasse behandelt. Außer einer filzigen Decke gegen die Klimaanlagenerkältung gabs nichts. Über mir im Gang war ein großes schwarzes Loch. Die Fähre war auch so verrostet, dass ich mir das erste Mal Gedanken machte, ob ich in Zukunft nicht andere Wege, derartige Inseln zu verlassen wählen sollte.

Auf der Straße hinter Chumphon wurden wir an einer Polizeisperrung nachts um zwei 90 Minuten lang angehalten und durchsucht. Das Gepäck im Kofferraum wurde komplett ausgeleert (dankeschön) und innen kamen sie mit Schnellfeuerwaffen (sowas wollte ich schon immer mal schreiben, irgendwie sah das wie kleinen russischen Waffen mit Holzgriff aus) und haben alle Gepäckstücke durchsucht, nur nicht meinen Rucksack. In selbigen befand sich mein Notebook und mir wäre das verdächtig vorgekommen. Trotzdem sind sie meinem Paket einfach nicht in die Quere gekommen.

Terroristen-Regel Nr. 1: Seien Sie ein Farang, dann können Sie Ihren Sprengstoff im Notebook nach Bangkok einführen!

Die ganzen VIP-Busse wurden in der ganzen Zeit durchgewunken.

Terroristen-Regel Nr. 2: Investieren Sie 300 Baht mehr und fahren Sie mit dem VIP-Bus ins zu beanschlagende Gebiet!

In der Zeit in der sie uns kontrolliert haben kam auch ein Kamerateam und hat die medienwirksam aufgestellten Polizisten bei der schweißtreibenden Arbeit gefilmt. Dann fuhren schnell mal 5 Polizeiwagen mit Sirene und Blinklicht die Straße rauf und wieder runter und alle waren glücklich. Die Polizisten, die nichts zu tun hatten, spielten mit ihren Lampen rum, testeten wer den Längsten hatte. Strahl. Lichtstrahl. Viel Späß. Mitten in der Nacht. Wegen dieser Kontrolle stand ich auch erst gegen halb Sieben in Bangkok auf dem südlichen Busterminal.

Dann noch schnell quer durch Bangkok und runter nach Rayong.

Wirklich? Erzähl ich morgen…

04 Jan 2007

Senior Service Supervisor

Ich habe schon einen Benutzer unter einem Exchange-Server eingerichtet, Rechte für einen Ordner vergeben, jede Menge Kram gebackuppt und einen Barcodefont installiert. Alles ein click-and-point-Spiel. Für Den Kunden™ aber sieht es so aus, als ob ich ein Halbgott mit goldenen Notebooktasten bin.

Jaja… Windows…

02 Jan 2007

Soso… Ich sitze hier in Bangkok im Bus nach Rayong. Wie ich hergekommen bin ist eine eigene längere Geschichte. Jedenfalls ist Bangkok immer noch so dreckig und verstopft wie bei meinem letzten Besuch Ende 2005. Was? 2005? Ich bin kein einziges Mal im letzten Jahr in Krungthep gewesen? Sehr interessant. Das sollte sich ändern, hehe…

Es ist schweinekalt hier. Hab mich in meine dicke Winterjacke gehüllt. Das wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht (vielleicht einem oder zweien). höchstens 22 Grad oder so.

Und ich habe meinen “Guten Vorsätzen” (muahahaha…) noch einen weiteren hinzugefügt: Thai schreiben lernen. Thai lesen lernen. Die billigen Busse sind alle nicht in romanisiert ausgeschrieben. Und ein klein bisschen mehr Sprechen sollte auch drinnen sein.

Man liest sich.

PS: Auf dem Busbahnhof laufen Soldaten mit Maschinengewehren herum. Ich fühle mich schrecklich sicher.

01 Jan 2007

Interessant an meinen Logs finde ich zwei hohe Ausschläge zu Weihnachten und Silvester bei den Suchenden nach Informationen zur Acht hinter der Null. Vermutlich stellen alleinreisende Männer beim weihnachtlichen und jahreswechselnden Drang ihren Lieben in Thailand was zu wünschen plötzlich fest, dass selbige nicht mehr erreichbar sind. Nicht nur eine oder zwei, das wäre eine normale Rate, kann ja sein, dass sie einen willigen Faranglebensabschnittgefährten gefunden haben oder gar “nach Hause” gegangen sind und das Leben “danach” begonnen haben, nein alle 10 sind nicht mehr erreichbar. Da muss doch was faul sein. Also schnell mal Google angeschmissen und nach “nummern in thailand” suchen.

Wie schön, wenn man dann liest, dass man nur eine 8 einschieben muss. Kann man gleich beruhigt den nächsten Urlaub planen…

©2004-2011 Patrick Kollitsch
Auf Textpattern geschmiedet.