Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

Das Archiv - November 2007

2007

28 Nov 2007

Sodele… Heute geht es dann mal wieder ins schöne Malaysia – ein Visarun steht an. Ein größerer, nach dessen Zieleinlauf ich dann (hoffentlich/vermutlich/eventuell/wenn alles klappt) nur noch aller drei Monate kurz über die Grenze hupfen muss.

Diesmal habe ich auch sehr viel mehr Papier mit genommen. Gestempelt. Tausendfach unterschrieben. Die Thaibehörden lieben Stempel und Unterschriften.

Während ich auf Behörden und in malaysischen Shopping-Zentren rumhänge, mag der vernachlässigte Leser einen Abstecher ins Blog von Steffen und Susi-e- machen. Die beiden sind seit einigen Wochen in Malaysia. Viel interessanter ist, dass sie aus Zwickau sind, Steffen an der gleichen Hochschule wie ich studiert hat und wir nur über zwei Ecken bekannt sind. Die Welt ist klein.

Also dann… Semoga manjalani hari yang baik. Selamat tinggal!

24 Nov 2007

Noch zwei Bemerkungen zum Loy Krathong:

1. Ich chatte grade mit einer Bangkoker Freundin. Auf die Frage, ob sie denn einen Krathong floaten lassen hat (stellen Sie sich das jetzt in der Rhythmik von 99 Luftballons vor – and let one floaaaaaathiiiiing), meinte sie “No I have no boyfriend, and you?”.

Es stimmt, man lässt die Krathongs mit dem Partner, Schatz, Geliebten, Gemahl oder was auch immer gerade beziehungstechnisch heranziehbar ist ins Wasser.

Ihre hinterlistige Gegenfrage habe ich ausweichend mit “I did not go either” beantwortet… :)

2. Ich habe im anderen Eintrag eine Altersgruppe als Jugend bezeichnet, der ich mich bis vor Kürzerem noch zugehörig fühlte. Das mit dem Altern geht viel schneller als geplant. Ich zupfe beinahe täglich graue Haare…

24 Nov 2007

Es ist mal wieder Loy Krathong. Im November, zum Vollmond, gehen buddhistische Thais eine Hindugöttin ehren und die schlechten Taten des vergangenen Jahres in einem Bananenblattboot mit vielen Blüten und Kerzen (Krathongs) die Flüsse hinunter schwimmen lassen.

Manche Thais bezeichnen den Tag sogar als Feiertag. Na ich weiss ja nicht.

Die Krathongs bestehen heutzutage größtenteils aus Styropor, Plastik und Metallnadeln. Dabei sind moderne Thais sehr umweltbewusst. Gerade neulich wieder unterhielten sich ein paar Leute im Seven Eleven an der Kasse (natürlich vor mir und den Verkehr auf haltend) darüber, dass 25% des Abfalls in Bangkok aus Plastikverpackungen bestehen würde und wie schlecht das wäre. Dann nahmen sie dankend ihre vier Plastiktüten (zwei für die Bierflaschen, damit die nicht durchreißen, eine für das Eis und eine für die Zigaretten) in Empfang und stiegen in ihre mit laufendem Motor vor dem Shop stehenden Pickups (der Innenraum muss immer schön kühl sein), um um die Ecke nach Hause zu fahren.

Für die Jugend ist Loy Krathong auch ein sehr wichtiges Datum. Ich habe vor Jahren mal eine Umfrage gelesen, wann denn thailändische Mädchen so ihre Unschuld verlieren. Im Ergebnis gab es drei prominente Daten: Loy Krathong, den Valentinstag und den Geburtstag (welchen, wurde nicht gesagt).

Insofern ist verständlich, warum heute abend so viel Verkehr auf der Straße ist.

Ich hingegen habe mich gemütlich ins Bett gewickelt um der pünktlich zum Wochenende eingetretenen übergroßen Müdigkeit entgegenzuwirken. Ich denke (noch), dass es daran liegt, dass es so kalt ist. Den ganzen Tag lag ein schleiriger Nebel über dem Klong vor dem Haus… Gefühlte 20° Celcius. Winter. Schlaf.

22 Nov 2007

Ich lebe noch. Gibt nur nichts zu berichten. Es gibt Besseres als das Leben eines Sachsen in Thailand. Zumindest für selbigen… Wenn man alles so berichten könnte wie es geschehen würde, wäre es einerseits langweilig, andererseits wortreicher.

PS: Im Kabelfernsehen kam grade der Aliens-vs.-Predator-Trailer. Es gibt ja immer noch Gründe zu leben.

15 Nov 2007

chilling

chilling

Der kleine Genosse im Bilde ist seit heute 2 Jahre alt. Er kam zwar erst am 1. Januar 2006 zu mir, wurde aber am 15. November 2005 geboren, der kleine Pokki. (Hundeliebhaber werden nun an zwei Händern herumrechnen und missbilligend die Köpfe schütteln, aber glaubt mir, es war die rechte Zeit, um heim zu kommen, wenn man thailändische Hunde-“Züchter”-Verhältnisse kennt.)

Er hat ne Menge erlebt, mit Soosie eine süße Schwester (ehm, Freundin?) und ist ein richtiger kleiner Macho geworden. Hin und wieder sitzen wir zusammen auf der Couch und freuen uns still über das Sein an sich.

Und falls ihr euch wundert, dass es kein aktuelles Photo gibt: Regenzeit – Filzfellzeit – Schlammfeldzeit.

14 Nov 2007

Kabelfernsehen ist Fernsehen aus dem Kabel. Man zahlt 450 Baht im Monat (150 Baht mehr als für das Grundpaket bei UBC) und bekommt dafür eine Vielzahl interessanter Kanäle:

  • MNet1: Ein Kanal aus dem südafrikanischen Pendant vom deutschen Bezahlfernsehen premiere (also dem premiere das ich von vor vier Jahren kenne).
  • MNet Series: Ein typischer Serienkanal, auch aus Südafrika, der in 6 Stundenblöcken den ganzen Tag das gleiche Programm zeigt. Jerry Springer, Ellen, Desperate Housewives, ER, House, Al Bundy, Golden Girls, eine unlustige Comedysendung mit weißen Afrikanern die mit hollandische Akkzenn (kann gut Afrikaans sein) betont witzig sein wollen, es aber nicht sind, Nip/Tuck, Lost und ein paar andere sonst unverkäufliche Serien.
  • Zone Reality: Ein Dokukanal über dumme Verbrecher, clevere Verbrecher, Mörder die plötzlich gegen die Todesstrafe sind, Leute, die andere Leute retten, betrügen, töten oder ausbuddeln, Geisterforscher, Hogan knows best und so weiter. Also alles, was man in den dritten und vierten Programmen nicht mehr bringen könnte. Man möge es Reality-TV nennen.
  • die Standardthaikanäle: Channel 3, 5, 7, 9, 11, Nation-TV (Newskanal von The Nation), TiTV (oder wie Thaksins kleiner Kanal gerade mal wieder heißt).
  • ein Comickanal auf dem 60er Jahre Comics in Thaisynchronisation kommen
  • 10 öffentliche Kanäle, auf denen immer Englisch- und Französischkurse von den Folien der Vortragenden mitgeschnitten werden oder verehrte Mönche predigen.
  • europäische Kanäle, RAI, das Franzosending und so weiter…
  • eine Unmenge an anderswo zusammen gesammelten Kanälen, manche nützlich, manche, damit man sagen kann “mehr als 40 Programme”.

Jetzt könnte man ja meinen, da wäre nichts dran auszusetzen. Ist es auch nicht. Dummerweise nur sind gut 10 der Kanäle live aus dem Internet gestreamt. Das heisst, wenn bei MNet Freitag um 20 Uhr ein superduper Film kommt, dann kommt der um Acht Zentralafrikanischer Zeit. Das dürfte so ungefähr Europazeit sein.

Wenn dann ein kleines bisschen Regen kommt oder ein Stromausfall (soll ja hin und wieder vorkommen), dann stürzt der Router bei Samuikabel aus. Man hört ein bassiges Plopp im Fernseher, nach 20 Sekunden fängt sich alles wieder, man sieht, wie das Programm neu startet, den Kanal sucht und dann vermeldet “No Video or Audio”, weil die Internetleitung noch down ist. Nach 5 Minuten kann es weiter gehen. Das Ganze passiert in der Stunde ungefähr einmal.

Vor zwei Jahren konnte man noch regelmäßig Windows-Fehlertöne und Bluescreens betrachten. Insofern hat sich das Programm verbessert.

50% der Kanäle sind nicht Video-Audio-synchronisiert, was relativ unangenehm ist, wenn man einen Horrorfilm sieht, überall Blut spritzt und man das “Slash! Wusch! Quiiiieck!” erst 10 Sekunden später hört.

PS: Achso, ja, die Deutsche Welle gibt es auch noch. Allerdings sprechen die dort so ein gequält deutliches Deutsch. So spricht doch niemand. Oder bin ich das nur nicht mehr gewohnt? Dort allerdings kam neulich eine sehr interessante Doku über die Geschichte von Adidas und Puma. Dass der Firmenname Adidas aus dem Namen von Firmengründer Adi Dassler gebildet wurde, wusste ich schon. Dass es Puma nur gibt, weil sich da zwei Brüder gestritten haben, wusste ich nicht (der verlinkte Wikipedia-Eintrag gibt nur die halbe Wahrheit wieder, unter anderem gibt es da NSDAP-Mitgliedschaften, Denunziationen und Lageraufenthälte, die erheblich zum Bruderzwist beitrugen). Glücklicherweise kam die Doku auf Englisch, so dass ich ungestört kucken konnte.

12 Nov 2007

Neuigkeiten von General Sonthi Boonyaratkalin:

General Sonthi Boonyaratkalin has finally clarified his political intentions, affirming that he will not be entering the political scene for now…

Ah, gut!

… – at least not in the December election.

Oh. Was denn nun?

“I will no longer enter politics. But if the new government invites me to join as a minister, I may think about it,” he said.

Ahso. Und wenn die PPP gewinnt? Hmm?

Reacting to reports that the People Power party is currently in the lead, Gen Sonthi reiterated that it was “up to the people to decide who wins”.

Na dann…

12 Nov 2007

Endlich wieder einmal eine Beauty-Queen aus Thailand. Tanyarat Jirapatpakon wurde am Sonntag zur Miss International Queen 2007 gekührt.

“Global warming is one of the most serious problems the world faces today,” she said when asked how she helps educate people on environmental issues.

“I tell them to ‘think about it.’ It’s your world too,” she said.

Dass der Titel sowohl Miss als auch Queen beinhaltet, sagt eigentlich alles.

12 Nov 2007

Wahlkampf Thaistyle: Surapong Towichakchaikul, ein Kandidat für die People’s Power Partei (PPP), kam zur Registrierung als Kandidat für Chiang Mai gestern mit Thaksinmaske.

PPP besteht derzeit zu 50% aus ehemaligen Mitgliedern von Thaksins inzwischen verbotener Partei Thai Rak Thai (TRT). Weil man ein gleiches Parteiprogramm hätte. Sagen sie. Wenn man dann hört, dass Thaksin mal eben aus London anruft, um einen parteiinternen Streit um die Kandidatenverteilung zwischen PPP-Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern von TRT zu beenden (das Wort schlichten kam dabei nicht vor), dann ist das eigentlich klar.

Sonthi, der nette Mann in Armeeuniform, der absolut keine Pläne hat, Premierminister der nächsten Regierung zu werden, hat sich übrigens geweigert, einen weiteren Putsch auszuschließen, wenn die PPP die Wahlen gewinnen sollte.

09 Nov 2007

crisis may end if no more rain: governor

heavy downpours continued to wreak havoc on this otherwise tropical paradise

Muahahahhahahhahahhahahahahahahah.

Ich kenne ja Leute, die seit zwei Tagen mit dem Taxi auf Arbeit fahren, weil es regnet und die Mopeds an jeder zweiten Kurve im Wasser versinken. Ansonsten ist an dieser Regenzeit nichts viel anders als in den vergangenen zwei Jahren. Vor genau zwei Jahren war es schlimmer als heute, und damals wurde kein Katastrophenzustand ausgerufen.

Ich gehe mal davon aus, dass der wahre Grund für den Ausnahmezustand die Tatsache war, dass die lokalen Golfplätze überflutet wurden. Was sollen Touristen (und Staatsangestellte) schon anderes tun, als kleine Plastikbälle durch die Gegend zu schlagen…

Suratthanis Gouvernour Winai Buapradit ist übrigens ein verdammt cleverer Mann: Wenn es aufhört zu regnen, werden die Überflutungen auch zurück gehen. Sagt er. Das kann ich nur bestätigen. Und wenn die ganze Insel nicht zubetoniert wäre und die Kanalisation mal vor der Regenzeit gereinigt werden würde, dann würde das Wasser nicht den Weg des geringsten Widerstands (die Oberfläche) gehen.

09 Nov 2007

Ich hatte es bereits erwähnt, Sondhi – seines Zeichens Ex-bester Freund von Thaksin Shinawatra – geht ins Kloster. Gestern (also rein technisch heute) nun war Ordination. Gegener demonstrierten, um die 100 Polizisten schützten die Szenerie, nun ist er ein buddhistischer Mönch. Man lese den Nachsatz.

He has been given the ordination name of “Santa Jitto”, which means “He, whose mind is at peace.”

Soso. Das mag ich fast nicht glauben.

Nachsatz: Im Buddhismus kann man “schnell mal eben” ordinieren und damit ein buddhistischer Mönch werden. Ich werde das bei Gelegenheit mal ausführlicher darstellen. Es ist auf jedem Fall einfacher ein “Geistlicher” zu werden als im Christentum. Man muss Regeln befolgen, klar, aber am Ende ist es nicht viel mehr als das Rasieren der Haare und Einhalten von Regeln. Man möge das bitte im Auge behalten, wenn man über “friedliche Proteste buddhistischer Mönche in Myanmar” berichtet.

09 Nov 2007

Gestern wurde König Bhumibol nach längerer Krankheit aus dem Krankenhaus entlassen. Rein technisch gesehen wurde eine seiner Gehirnhälften nur mangelhaft mit Blut versorgt, so dass er einseitig gelähmt war und einige Organe wohl am Rande des Zusammenbruchs standen. So ist das nun mal mit 79 Jahren. Die Nation fieberte natürlich mit und mit seiner Entlassung gestern wurde ein glücklicher Schlusspunkt gesetzt.

Ein Zeichen für die Thais, dass Halbgötter nicht unsterblich sind, wurde allemal gesetzt.

Bei seiner Entlassung trug er Pink. Ich meinte im Office vorhin “Ojeh, pink” und bekam vom einzigen deutschsprechenden Thai als Antwort “Wieso, ist doch in derzeit” zu hören.

Die einschlägigen Gelbe-Hemden-Händler der Insel fangen schon an, auf Pink umzustellen.

08 Nov 2007

Samui wurde heute zum Katastrophengebiet ausgerufen. Es regenete gut zwei Tage lang und die Straßen sind überflutet. Auf dem Weg zum nächtlichen Bierkauf (1km zum 7eleven) gibt es drei Überschwemmungsstellen und die Straße hat jeden Tag mehr Schlaglöcher und Risse.

Der Flugverkehr wurde teilweise eingestellt (eben gerade kam noch ein Flieger rein, die meisten Flüge für heute wurden aber abgesagt und die Fluggäste nach Surat Thani geschickt). Die Fähren fahren noch, aber nur mit halber Kapazität.

Mein Klong vorm Haus ist so voll wie nie zuvor. Die Hunde schnüffeln nur kurz an der Treppe und entscheiden sich dann, nicht Gassi zu gehen. Mal sehen, wie lange das hält.

Die Bangkok Post schreibt:

Surat Thani provincial office sent 170 soldiers to the island to assist locals and tourists.

Ja klar, sag ich mal. Wenn das Wasser in Chaweng einen halben Meter hoch steht, kommt das Militär immer gleich, um die armen Touristen zu retten. Dass da was von Locals steht ist eher eine Beschönigung. Alles was nicht in Chaweng- und Lamai-Nähe liegt ist seit Wochen überschwemmt und niemand kommt. Wie vor zwei Jahren schon.

07 Nov 2007

Szene:
Solo-Club. Dancefloor hinten links. Flackernde Lichter, 160bpm mit Übergängen aus Leftfield- und Faithless-Zitaten zwischen Default-Technoklängen. 4 Uhr morgens. Pat steht an einem Stehtisch, eine Flasche Bier in der Hand und beobachtet den Praktikanten, der eine eigenwillige Interpretation von Travoltas Luftpiecker hinlegt und sich einer aufdringlichen jungen Dame aus dem Isaan eher halbherzig zu erwehren versucht. Ein magerer junger relativ sehr unhübscher Mann südostasiatischer Herkunft mit einem Schnauzbart der wie eine beginnende Glatze aussieht tritt heran…

Sak: Hello, how are yuu?
Pat: Heh?
Sak: Hello, how are yuuuuuu?
Pat: I am fine, how about you?
Sak: Me fine too. My name is *ak
Pat: Heh? Fuck?
Sak: Haha, no, *ak!
Pat: Ehm, Phukk?
Sak: Noooo. Haha. Sak, look (entblößt seinen Unterarm und zeigt ein Tattoo das in Frakturbuchstaben seinen Namen – “SAK” – enthüllt – das nenne ich mal Kundenservice).
Ich: Aaaah. Sak. I see.
Sak: Yes. I have big dick!
Ich: (klopfe ihm gönnerhaft auf die Schulter) Good for you my friend, good for you!

Ausklang:
Sak bemerkte mein relatives Desinteresse an an seiner Penisgröße und zog weiter. Er kam noch einige Male vorbei, jedes Mal etwas mehr alkoholisiert und zeigte mir verschwörerisch mit zwei Zeigefingern auf dem Holztisch die vermeintliche Großartigkeit (das variierte irgendwie, wenn er meinen Crotch-Blick bemerkte, verringerte sich der Abstand zwischen den Zeigefingern geringfügig). Für Thaiverhältnisse war das sicherlich über dem Durchschnitt. Ich blieb freundlich, schaffte es die ganze Zeit nicht in schallendes Lachen auszubrechen (das ist ganz schön kompliziert, wenn innen drin alles schwabbelt weil man fast platzt vor Lachen) und machte keine Zeigefingerzeichen um seinen Morgen nicht zu verderben. Er versuchte dann noch sowas wie eine Fingermassage und verschiedene andere Tricks, mit denen man willige Männer um 4 Uhr Morgens vermutlich zu weiteren Transaktionen animieren kann und gab nicht auf, bis ich den Solo-Club im Morgengrauen verließ.

07 Nov 2007

Ich habe festgestellt, dass ich es wohl nie schaffen werde, meine neuerlich wieder (nur wegen des Praktikanten) aufgeflammten Besuche in der Solo-Bar, die jetzt Solo-Club heißt, zu beschreiben. Ich selbst muss ja eigentlich nicht mehr Nachts ausgehen und schon gar nicht in den Solo-Club.

Die Solo-Bar ist die Resterampe Chawengs (seines Zeichens Bestandteil von Soddom und Gonnorhoe, formerly known as Lamai und Chaweng). Jeder, ehm, Single beiderlei Geschlechts geht da nach um zwei Nachts hin, wenn alle anderen Clubs und Bars schließen müssen. Der Solo-Club schließt zum Sonnenaufgang und unterhält seine Gäste bei bebenden Beats und flickernden Lichtern.

Resterampe schrieb ich schon, oder?

Ich werde also hin und wieder von interessanten Unterhaltungen und Begegnungen aus der Solo-Bar berichten. Ich meine, aus dem Solo-Club berichten…

03 Nov 2007

Rainbow

Rainbow

Ok. Jetzt mal bitte viel Phantasie: Da war ein Regenbogen genau in der Mitte des Bildes. Zwischen den Palmen und Bäumen. Ein Viertelkreis-Regenbogen. Direkt auf der Wolke. Hier sieht man es bestimmt und wenn man es hier nicht sieht, dann weiss ich auch nicht mehr… Doofe Kamera :(

03 Nov 2007

Neulich unterhielt ich mich mit ein paar Freunden von Bangkok Airways (jaja, die Boutique-Airline) und Thai Air Asia über den neuen A380. Der allgemeine Tenor war in etwa “die Singapore Airlines bekommt hier jede Menge kostenloser Publicity, weil sie den ersten Riesen-Airbus bekommen haben” und marketingtechnisch wäre das schon eine kleinere Katastrophe. Für die anderen Airlines.

Den Singaponesen war diese Gratis-Werbung wohl nicht genug, denn nachdem auf die wochenlangen Bildchen und Berichte aus dem Inneren des Airbusses niemand reagierte (in den einschlägigen Mailinglisten liefen schon vor über einem Monat die Bilder von den Doppel-Bett-Suiten im Jumbo auf) musste man anscheinend noch einen drauf geben, denn seit gut einer Woche heisst es nun: Sex is out on the Airbus 380’s double beds.

Und schon berichten alle darüber. Und darüber, dass die Airline Singapore Airline ist. Die mit dem ersten Airbus 380.

Und wenn man den Knopf im Türknauf reindrückt kann man durchaus anderes als nur zu essen in den Betten des Fliegers tun. Das nur am Rande.

02 Nov 2007

Sondhi – Leute die vor zwei Jahren diese Seiten schon mal aus der Ferne betrachtet haben werden sich erinnern, dass das der “Medienmogul” ist, der am lautesten auf den Demonstrationen gegen Thaksin, damals seines Zeichens Premierminister von Thailand und Ex-bester Freund von Sondhi, parliert hat – Limthongkul wird in der kommenden Woche ins Kloster gehen.

Bleiben will er für einen Monat. Interessanterweise kommt er dann genau zum Endspurt des Wahlkampfes wieder raus. Ein Schelm wer da Hintergedanken bekommt. Überhaupt finde ich seltsam, dass Sondhi nicht im Gefängnis sitzt, denn im Sommer wurde er zu 2 Jahren wegen Beleidigung gegen einen der Ex-Minister im Thaksinkabinett verurteilt. Aber sowas ist ja relativ hier in Thailand…

01 Nov 2007

Die Bahn streikt. Die in Thailand. Grund: Sie soll privatisiert werden. Tausende sitzen fest und die Züge stehen in den Bahnhöfen still. Das dürfte ein bisschen unangenehmer als in Deutschland sein, denn es ist nass und heiss oder kalt (je nach Tageszeit) und die Züge kann man nicht unbedingt kuschelig nennen.

©2004-2011 Patrick Kollitsch
Auf Textpattern geschmiedet.