Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

Das Archiv - November 2009

2009

13 Nov 2009

Soosie erinnert sich: Da müssen zwei Hunde beteiligt sein. Einer springt beim anderen drauf und dann wird rumgemacht. Dummerweise nur hat sie ein paar wichtige Details vergessen: hinten muss Pokki stehen und er muss hinten stehen.

Seit Tagen schon bespringt sie ihre Wohngenossen von allen Seiten und erhofft sich ein wenig Freude und jede Menge Nachwuchs.

Die Rechnung hat sie ohne mich gemacht, kein Hund in meinem Haus hat Testicles. Nikkie von Haus aus nicht und Pokki, ehm, wurde, ehm, nach der letzten Familienerweiterung kurzerhand um ein paar Gramm erleichtert. Entgegen unserer Vereinbarung, wir Männer würden uns nie gegenseitig… und so weiter… Andererseits hat er seinen Teil der Abmachung (kein Nachwuchs) ja auch nicht eingehalten – da bin ich alttestamentarisch.

04 Nov 2009

Immer wenn der Khlong vor dem Haus Wasser führt und die ganzen Abfälle, die sich so im Jahr ansammeln ins Meer schwemmt, dann haben wir die Regenzeit. Seit heute morgen führt der Khlong vorm Haus Wasser.

Es ist relativ kalt (25°C). Man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich möglich, ohne Aircondition zu schlafen.

Das Ganze hat allerdings auch Nachteile: Die Hunde sind darauf konditioniert, bei Regen im Haus zu bleiben – es regnet ja nur einzwei Stündchen. Dummerweise regnet es seit gestern abend durchgehend und so ist das Haus gefuellt mit feuchtem Fellgeruch, der weder von mir noch den Hunden gemocht wird.

Soosie die sonst rund 15 Minuten braucht, bis sie in Stimmung für diverse Geschäfte ist, war gut 40 Sekunden draussen, Pokki rund 20, Nikkie verschwand hinterm Haus und kam nach 5 Minuten nass aber glücklich wieder. Hoffentlich lernt sie das noch, sonst müssen wir pro Tag zwei Stunden Fönen einplanen :(

Wie auch immer – die Regenzeit ist da.

03 Nov 2009

Über den unter deutschen Expats heißbeliebten Newsletter der Deutschen Botschaft zu Bangkok habe ich bereits einige Male berichtet.

Heute nun haben sie den Bock abgeschossen. Im Adressfeld „meiner“ Newsletteremail habe ich 150 Emailadressen und Namen im Klartext vorgefunden. Sehr professionell.

Nun weiss ich wenigstens, dass im 150er-Interessenten-Pack (JKL) in dem ich stecke unter anderem vier Doktoren, ein Mitarbeiter des ZDF, verschiedene Frauen (man hätte das nicht geahnt), darunter eine Mitarbeiterin des Goethe-Institutes in Bangkok, Bausparkassenmitarbeiter, ein Thaimassagesalon in Deutschland und unendlich viele Freemailnutzer (Hotmail, Gmail, AOL) befinden.

Ich mag gar nicht wissen, welche anderen meiner Daten diese Botschaft der Welt frei verfügbar macht.

©2004-2011 Patrick Kollitsch
Auf Textpattern geschmiedet.