Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

30 Mär 2007

Die Bambusstange danach (?)

Von Chuang Chuang, dem armen zum Sex gezwungenen Panda-Männchen des Chiang Maier Zoos habe ich bereits berichtet.

Nun wirds eng für ihn, nun muss er ran. In den vergangenen Monaten wurde das Bärchen auf eine Diät gesetzt. Pandaweibchen werden nur einmal im Jahr für ungefahrt 12 bis 25 Tage lang “heiß”, die optimale Zeit für das Zeugen von Nachwuchs ist nur zwei bis sieben Tage lang. Diese Brunftzeit liegt zwischen März und Mai. Das ist schon ein bisschen kompliziert, wenn man so punktgenau bereit stehen muss.

Glücklicherweise (oder dummerweise?) ist Chuang Chuang der einzige männliche Panda im Zoo, so dass Lin Hui, die einzige Dame, nicht viel Auswahl hat. Wir werden sehen, ob es gelingt, Pandas in Gefangenschaft zu züchten.

In der Zwischenzeit kann man sich auf der Website der Pandas ein wenig umsehen und -hören.

3 Kommentare

Arne am Samstag, dem 31. März 2007

Tolles Foto :)
Und es ist immer interessant, was Du hier schreibst.
Viele Grüße nach Thailand.

Patrick am Samstag, dem 31. März 2007

Von mir ist leider nur die Bildunterschrift :( Das Bild ist vom Zoo in Chiang Mai.

Helga am Samstag, dem 31. März 2007

Auch in Deutschland wird darüber berichtet. Das ist der Bericht der Süddeutschen Zeitung:
Immer noch kein Nachwuchs
Sexmüder Pandabär muss Pornos schauen
An Sex hatte er bisher wenig Interesse. Deshalb muss Pandabär Chuang Chuang in einem Zoo in Thailand jetzt Pornos gucken. Er soll endlich Nachwuchs zeugen.
Ein Zoo in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai hat einen sexmüden Pandabären zum Anschauen von Pornovideos verdonnert, um ihn endlich zur Zeugung des lang ersehnten Nachwuchses zu bringen.

Auch eine spezielle Diät mit wenig Kohlenhydraten solle den sechs Jahre alten Chuang Chuang dazu bringen, seine ein Jahr jüngere Partnerin Lin Hui zu schwängern, wie eine Tierärztin des Zoos, Kannikar Nimtragul, am Montag sagte.

Seit das Pärchen 2003 als Leihgabe für zehn Jahre aus China eintraf, hoffen die Verantwortlichen des Zoos vergeblich auf Nachwuchs. „Wir haben schon Expertenmeinungen aus China eingeholt und haben ihr Verhalten genau studiert“, sagte Kannikar. Zuletzt habe Chuang Chuang einen Sex-Intensivkurs absolviert.

In dem Kurs sei dem Pandabären das Paarungsverhalten erklärt worden, sagte Kannikar weiter. Chuang Chuang habe täglich 15 Minuten Pornovideos angeschaut. „Er zeigte ein gewisses Interesse an den Gräuschen im Video, aber nicht an den Bildern“, zeigte sich die Tierärztin enttäuscht.

Dennoch sei sie zuversichtlich, dass der Pandabär seine neuen Kenntnisse in die Praxis umsetzen werde. Chuang Chuang habe durch die kohlenhydratarme Kost sieben Kilo abgenommen und fühle sich nun wohler. „Er ist aktiver geworden und wir rechnen damit, dass sich Chuang Chuang und Lin Hui innerhalb der nächsten zehn Tage paaren.“

In den vergangenen Jahren hatte der Zoo einiges ausprobiert, um Chuang Chuang und Lin Hui zur Paarung zu bewegen. Doch nicht einmal eine traditionelle chinesische Hochzeit im Jahre 2005 erzeugte die nötige romantische Stimmung.

Im Dezember wurden die beiden schließlich in getrennte Käfige verlegt, um die Lust anzuheizen. Außerdem wird erwogen, eine Schneemaschine einzusetzen, um eine Umgebung wie im Gebirge zu schaffen.

Pandabären sind bekannt für ihre geringe Lust an sexuellen Aktivitäten. Sie zählen zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Tieren der Welt. In China leben geschätzte 1600 Exemplare in der Wildnis; weitere 180 werden weltweit in Tierparks gehalten.

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