Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

01 Dez 2007

Malaysia ist teuer. Aus Thaisicht. Von Deutschland aus würde man wahrscheinlich über EUR1.50 teure Riesen-Cappuccini lachen. Glücklich.

Malaysisch scheint eine sehr einfache Sprache zu sein und trotzdem ähnlich dem Thai. Schule beispielsweise heißt sekolah, das eingeschobene e würde im Thai ein a sein, das a wegfallen und schon hätte man ein Thenglisches school (sakoohl). Die Einschiebebuchstaben im Thai sind übrigens eine sehr interessante Sache: Beim Schreiben in Thai reicht es manchmal aus, nur den Konsonanten zu schreiben (ist eh schon viel Arbeit), weil dann dazwischen einfach ein a oder o gesetzt werden kann. Auf diese Art und Weise werden Sanook (snk -Freude, Spaß, Vergnügen) und Hok (hk – Sechs) gebildet. Aber ich schweife ab…

Der Islam ist die Staatsreligion in Malaysia. Frauen sollten Kopftücher tragen. Dadurch soll, so hab ich das verstanden, verhindert werden, dass sie mit ihrer Schönheit, so vorhanden, Männer betören. Dumm gelaufen nur, wenn die Frauen zwar große Teile des Kopfes unter Tüchern verstecken, andere Körperteile dann aber in enge Jeans packen. Da interessieren die Haare dann auch nicht mehr.

Und zum Schluss noch Dinge, die man so wohl nur in Malaysia erleben kann:

  • buddhistische Mönche bei Pizzahut essend (vor 12 Uhr)
  • zwei parallel laufende Lautsprecher nebeneinander. Aus einem schallt ein Imam, aus dem anderen Eminem, Dido musikalisch vergewaltigend. Das klang in der Summe sehr interessant.

2 Kommentare

Tom am Sonntag, dem 2. Dezember 2007

Kleine Berichtigung: Beim Wort “sanook” hat es einen Vokal. Das kurze U ist jedoch nicht nach dem N angeordnet, sondern unter dem Konsonanten. Im Thai können Vokale vor, unter, über oder nach den Konsonanten stehen. Manchmal liegt der Konsonant auch zwischen den Zeichen eines Vokals oder Diphtonges “eingebettet”. Das U wird übrigens kaum je als Füll- oder Verbindungsvokal verwendet, ohne dass es aufgeführt wird. A’s oder O’s werden jedoch oft füllend (resp. die Aussprache oder den Wortfluss “erleichternd”) eingesetzt.

Claude Feller am Dienstag, dem 4. Dezember 2007

Das mit den Kopftüchern und engen Jeans sehe ich genauso.

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