Samui? Samui! Geschichten von der Insel*

08 Jun 2010

Vor ziemlich genau einem Jahr fand man David Carradine, Schauspieler in Serien wie „Kung Fu“ und Filmen wie „Kill Bill“ im Schrank eines Bangkoker Hotels tot hängend auf.

Der Tod wurde später nach mehreren Autopsien als „unbeabsichtigte Erstickung“ und nicht als Selbstmord gewertet und war einige Tage lang Thema in verschiedenen Regenbogenpublikationen. Unter anderem hat man in Thailand ein Photo veröffentlicht, auf dem er im Schrank hängend zu sehen ist – für Thailand eine ziemlich normale Vorgehensweise, denn die Titelseiten der Boulevardblätter sind voll mit detailgetreuen Photos von Unfällen, Morden, Bombenopfern und anderen Toten.

Unbeabsichtigte Erstickung kann unterschiedlich gewertet werden. Wenn man weiss, dass die beim Hängen verwendete Leine nicht nur um seinen Hals sondern auch um sein, ehm, Genital geschlungen hatte, kann man sich beruhigt zurück lehnen – er ist nicht unglücklich gegangen.

Nun jedenfalls verklagt Carradines Witwe die Produktionsfirma, für die er sich zum letzten Höhepunkt in Bangkok aufhielt. Sie meint, die Firma trage Mitverschulden an seinem Tod, weil sie sich nicht in vollem Umfang um David Carradine während seines Aufenthaltes in Bangkok gekümmert habe. Voller Umfang scheint in diesem Fall das Halten des Seils bei der Selbstbefriedigung zu sein.

2 Kommentare

F_A am Dienstag, dem 8. Juni 2010

Sein, ehm, Genital war auf dem Foto auch zu sehen? Wer gibt denn sowas für Presse frei?

Patrick am Dienstag, dem 8. Juni 2010

Das, ehm, war natuerlich nicht zu sehen. man sah ihn von schraeg rechts hinten im Schrank haengen. War recht zensiert. Die Familie hat sich trotzdem aufgeregt.

Freigegeben wird alles gegen ein paar Scheine. Die Polizei selbst macht hin und wieder Helmkontrollen bei den Mopeds, wer keinen Helm traegt, darf dann auf der Polizeiwache ein paar Buecher mit Photographien von Koerperteilen auf und unter Autos und Strassen betrachten.

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