Samui? Samui! David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Yinglucks großer Traum

Yingluck Shinawatra in den guten alten Zeiten, als sie noch "definitiv" beschwor, das Land nicht zu verlassen.

Yingluck Shinawatra, ehemalige Premierministerin und wegen Fahrlässigkeit (in Verbindung mit einem Reis-Aufkauf-Systems der damaligen Thai Regierung) zu 5 Jahren Gefängnis verurteilte Landesflüchtlingin, hat die serbische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Ihr Bruder Thaksin Shinawatra (ebenfalls vor einer Verurteilung geflüchtet) hat seit 2010 bereits die mentenegrische Staatsbürgerschaft, und nun kann die Familie ihrer Sammlung ex-jugoslawischer Nationalitäten die Serbische hinzufügen.

Der thailändische Pass wurde Yingluck aberkannt, nachdem sie 2017 vor einer Verurteilung in einer filmreifen Flucht über Kambodia das Land verlies. Nun kann sie wieder frei in mehr als 100 Ländern weltweit reisen.

Unter welchen Bedingungen ihr die serbische Staatsbürgerschaft verliehen wurde, ist nicht bekannt, aber eine zitierte Verordnung besagt, dass Ausländer die serbische Nationalität verliehen bekommen können, wenn es im Sinne das Landes ist.

"A foreign citizen can also be granted Serbian citizenship if that is in line with the country's interests."

Was genau diese Interessen Serbiens sind wurde nicht bekannt. Zwischen Serbien und Thailand gibt es (natürlich) keine Auslieferungsabkommen.

 Yingluck gets Serbian citizenship

Neues Verfahren zur Beantragung des deutschen Schengen-Visas

Schengen Visa (antik)

Ab dem 1. August 2019 werden Schengen-Visa-Anträge (Anträge von Thais und Nicht-Deutschen für ein 90-Tage-Touristenvisum in die Länder des Schengener Verbundes) nicht mehr von der Deutschen Botschaft sondern einem “Partner” namens VFS.Global angenommen. Das Unternehmen nimmt die Anträge entgegen, prüft auf Vollständigkeit, leitet sie an die Botschaft weiter. Dort wird der Antrag dann entweder stattgegeben oder abgelehnt und zurück an VFS.Global gegeben, die dann die Weitergabe übernehmen.

Zur Zeit befinden sich 26 Länder im Schengen-Verbund: Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Letland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, die Slovakei, Slovenien, Spanien, Schweden, und die Schweiz. Zwischen den Ländern kann man ohne Grenzkontrollen reisen.

Kontaktieren (bspw. um einen Termin auszumachen) kann man das Center über:

Standort: 315 317, 319 Rama IV Rd, Khwaeng Pathum Wan, Khet Pathum Wan, Krung Thep Maha Nakhon 10330 - Google Maps

Ich persönlich bin kein großer Fan von staatlichen Aufgaben, die an private Unternehmen weiter gegeben werden. Das Unternehmen ist nicht nur für Deutschland, sondern andere Länder weltweit, darunter Thailand, tätig. Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sich jemand (Hacker, interessierte Nationen) Zugang an die Daten verschafft.

In den News in Thailand war VFS.Global neulich, weil sie bevorzugten “Zugang” zu den langen Immigration-Warteschlangen in Subvarnabhumi verkauften. Auch interessant.

Armstrong, Aldrin und Collins in Bangkok

Vor 50 Jahren setzte Eagle, das Apollo Mondmodul, am 20. Juli 1969 um 20:17 UTC auf dem Mond auf und Neil Armstrong betrat als erster Mensch knapp 7 Stunden später um 2:56 UTC Morgens am 21. Juli den Mond.

Nachdem sie zur guten alten Erde zurückkehrten, begannen sie eine “Siegesrunde” rund um die Welt. Bangkok war einer der 24 Stops dieser Reise. Seoul und Tokyo die einzigen anderen Stopps in Asien. Im Video oben sehen wir Scenen vom Bangkok-Stop dieser sicherlich historischen Reise vom Thailändischen Filmarchiv.

Armstrong, Aldrin und Colling und ihre Frauen trafen Feldmarschall Thanom Kittikachorn (seines Zeichens Militärdiktator Thailands zwischen 1963 und 1973) und seine Frau am 28. Oktober 1969 und tauschten Freundlichkeiten und Geschenke aus.

Papst Franziskus in Thailand

Yingluck und Papst Franziskus, ca. 2013

Papst Franziskus soll Gerüchten zufolge vor seiner geplanten Reise nach Japan im November auch Thailand einen Besuch abstatten. Er wird Tokyo, Nagasaki and Hiroshima in der Zeit vom 23. bis 26. November 2019 besuchen.

Eingeladen wurde er 2013 von Yingluck Shinawatra, damals Premierministerin Thailands. Diese Bemerkung wird der aktuellen Regierung nicht so sehr gefallen, hat sie doch aktiv an der Abschaffung genau dieser Regierung mitgewirkt. Naja.

Wenn sich das Gerücht bestätigt, dann wird er der erst zweite Papst sein, der Thailand besucht hat. Johannes Paul II kam 1984 nach Bangkok.

Dieses Jahr begeht die Vertretung des Vatikans in Thailand ihren 350. Geburtstag. In 1669 wurde die Mission de Siam gegründet, welche (logischerweise) die Evangelisierung Thailands und naheliegender Gebiete betreiben sollte. Ganz so gut haben sie ihren Job nicht getan, denn nur gut 0.5% der Bevölkerung, ca 380.000 Personen, sind katholisch. Es gibt derzeit 12 Diözesen mit 436 Gemeinden und 662 Priestern.

Asalha Puja Day

While the Buddha was spending the tenth vassa in the Parileyyaka Forest, an elephant and a monkey ministered to his needs. (British Library, Or. 14823, f. 30 / Public Domain)

Morgen, am 16. July (dem Juli-Vollmond-Tag) begehen Buddhisten den Asalha Puja Tag.

Asalha Bucha ist der Jahrestag, an dem Buddha erleuchtet wurde und begann, seine Predigten zu den vier “Edlen Wahrheiten” zu halten. Diese vier Wahrheiten sind das Leidens, die Gründe des Leidens, das Ende des Leidens und des Weges der zum Ende des Leidens führt.

Diese Vier Wahrheiten werden übrigens unterschiedlich interpretiert, wie das so nun mal ist. Die Deutsche Bhuddistische Union interpretiert sie folgendermaßen:

  • Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
  • Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
  • Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
  • Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad.

Am darauffolgenden Tag (Mittwoch) beginnt die Buddhistische Fastenzeit (Bhuddist Lent), die man allerdings nicht unbedingt mit der christlichen Fastenzeit vergleichen sollte.

Vielmehr ist das ein Mittel, um die Mönche zur Regenzeit in ihren Klöstern zu halten, damit sie auf ihren morgendlichen Runden nicht über die frisch besäten Felder laufen.

Alkohol zu verkaufen oder den Verkauf zu fördern ist übrigens an beiden Tagen (wie an vielen Buddha-Tagen) unter Strafen bis zu sechs Monaten Gefüngnis oder 10.000 THB verboten.