Samui? Samui! Notizen über mein Leben als
Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Portugiesische Galeeren

Jo, da haben wir mal ein Thema wo ich die deutschen Begriffe nachschlagen musste. Soweit ist es also schon gekommen mit mir ;) Jeh oh jeh!

Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) ist eine Art aus der Gattung der Seeblasen (Physalia), die zu den Staatsquallen (Siphonophorae) gezählt wird. Im weiteren Sinne werden manchmal auch eng verwandte Arten aus derselben Gattung wie z. B. Physalia utriculus als Portugiesische Galeere bezeichnet. Die am weitesten verbreitete und im engeren Sinne gemeinte Art ist jedoch Physalia physalis.

Jedes Jahr kommt es hier auf der Insel zu Verletzungen und (vergangenes Jahr sogar zu) Toten durch verschiedene Quallenarten, die nicht unbedingt als gesund eingestuft werden können. Die Portugiesische Gallere oder „Man’o’war“ ist ein Beispiel.

Das sind Quallen mit sehr langen Tentakeln, die giftige Stoffe absondern, welche recht schnell zum Herzstillstand führen können.

Dieses Jahr nun hat man auf der Insel beschlossen, etwas anderes, als nur die altbekannten roten Flaggen einzusetzen. Die Flaggen nämlich haben wenig Wirkung gezeigt, weil Touristen nun mal im Urlaub ins Wasser gehen müssen und Warnsysteme keine große Bedeutung für sie haben und (wirklich?) die Krankenversicherung sich eh um alle Probleme kümmert.

Um Touristen und andere Freunde des Wassersports nun vor diesen Quallen zu schützen, wird man Netze an den Stränden auslegen. Auf der Länge von gut 100 Metern und bis in 7 Metern Tiefe sollen für mindestens 4 Monate nun Netze an der Küste von Lamai hängen, welche die Quallen im Abstand halten sollen. Aller 2 Wochen will man prüfen, ob die Netze noch ganz sind. Nun ja… Mal sehen ob das was bringt.

Ein interessantes Video von National Geographic über die Portugiesische Gallere kann man hier betrachten. Bösartige Viecher!

Korrektes Reportering

Prayuth Chanocha spricht zur Presse, Photo thaigov.go.th

Der thailändische Junta-Chef Prayuth Chan-o-cha ist bislang nicht mit Bemühungen um ein besseres Verhältnis zu den Berichterstattern im Land aufgefallen. Im Gegenteil: Seit seinem Amtsantritt hat er ein äußerst angespanntes Verhältnis zur Presse. Deren Vertreter werden durch die Gefahr einer Anwendung des sogenannten Majestätsbeleidigungsparagrafen zunehmend an der freien Berichterstattung gehindert.

Nun will die Militärregierung nach Informationen der „Bangkok Post“ noch weiter in die Berichterstattung im Land eingreifen: Demnach ist für 200 Journalisten aus dem In- und Ausland ein Treffen geplant, bei dem ihnen beigebracht werden soll, wie sie „konstruktive Fragen“ stellen und zukünftig das „Verzerren von Fakten“ vermeiden könnten.

Die Premierminister Thailands haben schon immer ein recht angespanntes Verhältnis zu Reportern gehabt. Prayuth verfällt regelmäßig in Schimpftiraden wenn ihm eine Frage nicht passt. Sein Modus Operandi dabei ist, minutenlang rhetorische Fragen zu stellen („Habe ich nicht… Sind Sie nicht… Warum muss ich…“ usw.) und vorzugeben, des Regierens müde zu sein, weil niemand seine Leistungen würdigt.

Thaksin Shinawatra andererseits hat einige Monate lang nicht mit der Presse geredet, weil Merkur (der Planet) sich „in einer ungünstigen Position“ befand. Ausserdem hatte er so eine Art Stefan-Raab-ähnliches Schild, was er hoch hielt wenn er eine Frage nicht mochte oder nicht beantworten wollte. Oder beides.

Nun jedenfalls kann man als Journalist lernen, wie man korrekt mit der thailändischen Regierung kommuniziert.

Bangkok will Streetfood-Stände verbieten

In vielen Städten der Welt erfahren Straßenküchen immer mehr Wertschätzung. In Singapur erhielten zwei sogenannte Hawker im vergangenen Jahr sogar jeweils einen Michelin-Stern. In Thailands Hauptstadt allerdings werden die Streetfood-Stände von den Straßen verbannt.

Schon vor zwei Jahren kündigte die Stadtverwaltung an, alle mobilen und häufig illegalen Verkaufsstände in Bangkoks Zentrum zu verbieten – darunter auch die Anbieter von Nudelsuppen und Pad Thai. Nun setzten die Behörden eine Deadline: Bis zum Jahresende sollen alle Straßenküchen verschwinden.

„Wir wollen die Bürgersteige den Fußgängern zurückgeben“, sagte der Chefberater des Gouverneurs, Wanlop Suwandee, der Zeitung „The Nation“. „Jeder Straßenverkäufer muss weg.“ In den 50 Stadtbezirken sollten künftig Sicherheit und Sauberkeit oberste Priorität haben.

Suppenschildkröte frisst 915 Münzen

Die Schildkröte „Omsin“ („Sparschwein“) lebte in einem Gewässer im thailändischen Sriracha, etwa 120 Kilometer südöstlich von Bangkok. Als auffiel, dass die Meeresschildkröte beim Schwimmen ein Bein nicht benutzte und zunehmend Schwierigkeiten beim Atmen hatte, wurde sie in eine Schutzanlage gebracht und dort untersucht.

Zunächst glaubten die Veterinäre noch, das Tier leide an einem Tumor. Röntgenuntersuchung und Computertomographie zeigten dann aber, dass der Magen des 25-jährigen Weibchens komplett mit Münzen gefüllt war.

Münzen in Teiche mit Schildkröten zu werfen, bringt nach der Vorstellung vieler Thais Glück und Langlebigkeit. Offenbar hatte die Schildkröte einen großen Teil des ins Wasser geworfenen Geldes zu sich genommen. Daraufhin war ihr Leib angeschwollen, der Panzer eingerissen, die Haut hatte sich entzündet. Das Tier hatte große Schmerzen und litt zu allem Übel auch noch an einer Lungenentzündung.

Elfenbeinschmuggel und Thailand

Thailändische Zollbeamte zeigen beschlagnahmtes Elfenbein während einer Pressekonferenz am Subvarnabhumi Flughagen in Bangkok am Dienstag. (AP Photo/Sakchai Lalit)

Thaibehörden haben 422 Elefanten-Stosszähne konfisziert und einen Gamber (Gambanesen? Gambier?) festgenommen, der die Lieferung in Empfang nehmen wollte. Deklariert waren „ungeschliffene Edelsteine“, aber es davon fand man nicht viele in den Kisten. 330 Kilogramm Elefanten-Stosszähne, wert gut eine halbe Million US-Dollar.

Thailand war jahrelang Hauptumschlagplatz fuer solche Lieferungen, mit China als Haupt-Kunde. Das Image Thailands als Zentrum des Elfenbeinhandels war jahrelang ein Gesichtsverlust. Erst 2014 wurden Gesetze erlassen, die Elfenbeinhandel in Thailand kriminalisieren.

Mehr Info (auf Englisch):
Khaosod
Thai PBS

Der Rüssel ist sensibel

video preview

Und hier noch eine kleine Lektion zum Thema Elefanten und Rüssel-Sensitivität:

In addition to possessing an exceptionally well-developed sense of smell, the trunk also is one of the body parts most sensitive to touch – not only at the tip, but also all along its length. One of the reasons is that the trunk is partly derived from the upper lip, which is especially rich in touch receptors (nerve endings on the skin surface).

[via elephantexperts.org]