Der Visarun – Teil 2
Sie stülpten uns Jutesäcke über den Kopf, damit wir später nicht sagen können, wo wir lang fuhren. Auf einer Holzbank entlang der Lasterwand nebeneinander aufgereiht, schweissnasse Körper, stinkend, sassen wir und warteten auf unser Schicksal. Mein Jutesack roch, als hätte ihn eine Katze als Urinal genutzt. Nicht nur einmalig. Nach einer Weile hielt der Laster und es sprang jemand auf die Ladewand. Der Laster fuhr weiter. Eine Stimme in gebieterischem Ton schnarrte “Yuuh säih wonn wörd!” — ein Spritzeln wie Stromschläge, der Geruch von Erbsensuppe und ein kurzer Schrei, der schnell erstarb. Wir würden niemals mehr Worte sagen…
Wir durchfuhren einige Stra?ensperren, es kam mir vor wie Stunden, dann waren wir da. Man fesselte unsere Beine aneinander und lies uns aussteigen. Wer nicht schnell genug war, wurde mit Stöcken geschlagen. Man führte uns eine Mauer entlang…
Hmm… Muss ich noch umformulieren. Ich arbeite gerade an meinem Bericht über den Visarun. Kann noch ein Stück dauern, glaube ich.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.