Der Wai
Man grü?t sich in Thailand mit dem Wai. Dabei hält man die Handflächen aneinander und neigt den Kopf. Je höher die Hände dabei sind und je mehr man den Kopf neigt umso grö?er ist der Respekt, den man seinem Gegenüber zollt. Es gibt vier Arten des Wais:
- Der Wai gegenüber einem Mönch oder einer Buddha-Statue. Die Daumen der zusammengelegten Handflächen befinden sich hierbei zwischen den Augenbrauen und man neigt den Kopf so tief wie nur möglich. Weder Mönch noch Statue werden den Wai erwidern.
- Der Wai gegenüber den Eltern oder Lehrern. Die Daumen liegen an der Nasenspitze an und man neigt den Kopf um ca. 45 Grad.
- Der Wai gegenüber ‘normalen’ und älteren Menschen und Verwandten. Die Daumen der zusammengelegten Hände befinden sich am Kinn und man neigt den Kopf um ca. 20 bis 25 Grad. Wenn man nicht wei? welchen Wai man verwenden soll, dann ist man mit diesem Wai gut bedient.
- Der Wai gegenüber sozial niedergestellten Personen und Kindern. Hierbei liegen die Daumen in Brusthöhe und man neigt den Kopf nur wenig. Dieser Wai wird auch nur als Erwiderung durchgeführt, wenn sozial Niedere einen Wai geben. Man selbst wait sie nicht als Erster.
Man wait niemals einen Bediensteten oder eine Bedienung in einem Restaurant oder Geschäft. Ein freundliches Lächeln und ein Nicken genügen hier.
Interessanterweise waien viele der Thais die ich kenne nicht mehr. Man steigt auf europäische Gepflogenheiten und reicht die Hände. Besonders gute Freunde waie ich jetzt aber aus eigenem Anlass. Einfach um zu zeigen, dass ich kein dummer Farang bin.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.