Samui? Samui! Notizen über mein Leben als Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Geschichten von der Tankstelle – Teil 2: Tagesjob

Jetzt wo man mir alles oder zumindest ‘meine’ Tankstelle die sich direkt auf dem Weg zur Arbeit befand und deren Tank-Thais mein ‘full please’ verstanden genommen hat muss ich mich gezwungenerma?en auf andere Betankungsmöglichkeiten in der Gegend konzentrieren. Und so sieht man dann und wann wenn das ‘Bitte betank mich wieder’-Lämpchen am Moped blinkt einen fusseligen Farang durch die Gegend heizen auf der Suche nach Brennstoff für den roten Teufel.

Neulich fuhr ich zu einer Tankstelle zwischen Lamai und Ban Huathanon. Bis Huathanon hätte das Benzin sicher nicht mehr gereicht, weshalb ich mich gezwungen sah, hier zu halten. Es bediente eine junge Thai, der man ansah, dass dies nur ihr Tagesjob war. Oder war es gar keine Tankstelle und ich hab da irgendwo was übersehen? Jedenfalls fragte sie ‘how much’ was ich leicht grinsend (Assoziationsverbot) mit ‘full please’ beantwortete. Sie sagte ‘full is one sixty baht’. Ich fand one sixty ein bisschen viel und meinte ‘ok, then i’ll take only two liter.’ was sie mit einem ‘ok’ und der Aufnahme emsigen Treibens an der Tankkurbel unter Zuhilfenahme eines gelangweilten Gesichts quittierte. Nach dem Ablassen ihrer 2 Liter sprach sie ‘Sixty Baht’ (schweineteuer), ich nörgelte innerlich, reichte ihr einen Hundertbahtschein, sie klopfte den Deckel den ich fast schon auf dem Tank hatte zur Seite, sagte ‘100 Baht, full’ und lies ihr Benzin weiterlaufen. Ich grinste müde (von dem Schein würde ich sowieso nichts mehr sehen) und lie? sie gewähren. Als sie fertig war, hatte ich einen halbvollen Tank und 100 Baht weniger.

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