Geschichten von der Tankstelle – Teil 3: Shake it boy!
Jetzt wo man mir alles oder zumindest ‘meine’ Tankstelle die sich direkt auf dem Weg zur Arbeit befand und deren Tank-Thais mein ‘full please’ verstanden genommen hat muss ich mich gezwungenerma?en auf andere Betankungsmöglichkeiten in der Gegend konzentrieren. Und so sieht man dann und wann wenn das ‘Bitte betank mich wieder’-Lämpchen am Moped blinkt einen fusseligen Farang durch die Gegend heizen auf der Suche nach Brennstoff für den roten Teufel.
Eines Tages befuhr ich eine Tankstelle im tiefsten Süden der Insel auf der Suche nach dem kostbaren Nass. Dort angekommen stand ich vor dem ersten Problem. Niemand da. Ich wartete ein Stück, blickte überaus selbstsicher in der Gegend umher und begann dann den Tank freizulegen. Hätte ich mal eher tun sollen, denn sofort kam ein kleiner Tank-Thai angerannt und grinste mich überaus freundlich an. Ich grinste zurück und dachte mir ‘ja, nett, komische Situation’ was es auch war. Denn er begann nicht zu betanken. Ich grinste. Er grinste. Ich zeigte auf meinen Tank. Er auf zwei Säulen. Ah. Soso. Gibt es doch glatt 2 Sorten Benzin auf der Insel. Luxus pur. Ich zog bloss die Schultern hoch, weil ich absolut keinen Dunst hatte, was mein Moped denn nun wirklich frisst. Er grinste, beugte sich vor, nahm den Mopedsitz in beide Hände, hielt seinen Kopf schräg, äugte in den Tank und begann zu wackeln. Nicht nur das Moped, alles an ihm wackelte vor sich hin. Nach einer Weile kam er grinsend wieder hoch, nahm die beiden Tanksäulen unter genauere Beobachtung und entschied sich fär eine Sorte (die teuere). Geschafft. Tank ein weiteres Mal voll.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.