Komische Früchte
Gestern hab ich mir komische Früchte gekauft. Vom äu?eren Aufbau her machten sie eigentlich den Eindruck, dass sie zur Litschi-Gruppe gehören, mit deren Vertretern ich bereits viel Freude hatte.
(Um es vorneweg zu sagen, ich hab natürlich vergessen, Photos zu schiessen, also schaltet mal eben den Phantasiemodus ein!)
Die Dinger sind ziemlich rot und haben lustige kleine harte Stachel. Sieht aus wie eine genetische Optimierung der Rambutan. Jedenfalls schälte ich mir so ein Ding. Es sah innen aus wie drei Feigen, die aneinander klebten.
Schnüffel. Würg.
Ich hab dann dieses kleine Ding waghalsig in die Nahrungsöffnung gesteckt, drauf gebissen und wieder ausgespuckt. Also so was Ekeliges hatte ich lange nicht getestet.
Jedenfalls dachte ich mir, ich geh mal zu meiner persönlichen Thai-Culture-Agentin und frag, ob die Dinger einfach nur schon vergammelt sind oder wirklich jenseits jeder meiner positiven Geschmacksnerven angesiedelt sind. Mit einem kurzen “aaah, dii mak mak” wurde begonnen, alles zu schälen und alsbald sah ich mich von komischen Kram essenden Menschen umgeben. “arroi arroi”.
Nun. Ich weiss weder den Namen der Frucht noch ob das nun was Essbares ist, aber ich beteiligte mich am Verspeisen, so dass ich wenigstens sagen kann, wie es schmeckt: wie vergammelte Banane, zusätzlich mal extrembitter und schon wenige Millimeter weiter überaus sauer. Es ist anzunehmen, dass neben dem riesigen Kern, der ungefähr 90% der Frucht ausmacht und das Fruchtfleisch mit aller Kraft am Abgezogen-Werden hindert auch jede Menge Vitamin C und so ein Kram drinnen steckt.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.