Samui? Samui! Notizen über mein Leben als Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Essen gehen II

Natürlich waren wir auch heute nicht im Spa. Glücklicherweise stellten wir gemeinsam kurz vor dem Abgang ins Spa fest, dass im Kühlschrank kein Saft mehr vorhanden war und was ist ein Kühlschrank ohne Saft? Genau! Leer. Wir entschieden uns also spontan zu einem Teskobesuch. Ich trug den Mopedhelm. Richtig gehört. Ich habe ihn aus seiner Ecke geholt, von Staub befreit und mir aufgesetzt. Das allerdings erst nach schier endlosen Diskussionen in denen Yai mir beteuerte von jemandem, dessen Namen sie nicht kannte im Pub gehört zu haben, dass heute, genau heute, vorm Tesko die Polizei Helmkontrolle macht. Klar, sag ich, machen die ganz sicher und sah dabei möglichst ungläubig aus. Dummerweise war sie beleidigt und ich sah mich gezwungen das Plasteteil zur Vermeidung wochenendlichen Unfriedens aufzusetzen. Wir vereinbarten aber einen Gewinn von 100”/> für mich, wenn keine Polizei an der Stra?e steht und einen von 100” /> für sie, wenn sie stehen. Ich habe 100” /> gewonnen. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr plötzlicher Wunsch, mich behelmt vor sich sitzen zu haben mit einer unerfreulichen Begegnung vergangene Woche in Ban Nathon zusammenhängt, die mich um 300 THB erleichterte, einen Polizisten meinen Kopf berühren und mich ein thailändisches Formular ausfüllen lies. Aber das erzähl ich später mal. Jedenfalls, um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen, fuhren wir zu Tesko, kauften ein und dann schob ich sie einfach zu Kentucky Fried Chicken rein. Das ist nicht unbedingt romantisch da, aber wieder mit ihren Freundinnen zu essen war die andere Option. Da ist man nicht wählerisch. Gut. Ich war ja noch nie bei KFC und dachte immer, das ist ganz nett. War es aber nicht. Es gab riesige Teller (25×25, viereckig) auf denen sich dann komische kleine Hühnerteile tummelten. Der ungenutzte Raum war irgendwie um ein Vielfaches grö?er als der belegte. Die Cola war schweinesü? (ich mag mir gar keinen verbalen Ausdruck dafür ausdenken). Ich machte mir schon Sorgen, dass Yai das alles ziemlich blöd finden würde und mir dann lang und breit erklärt, dass wir doch viel mehr Spa? in ihrem Raum gehabt hätten. Interessanterweise hatte sie aber viel mehr Spa? hier. Die Cola hatte genau die richtige umwerfende ?bersü?e, die Hühnchenpanade war sü? genug und zum Schlu? sprach sie die mich berauschenden Worte “next time i take menu 4”. Es besteht Hoffnung. Ich geh ein bisschen runter mit meinen Ansprüchen und alles wird gut. Wobei. Das Spa hab ich immer noch nicht aufgegeben. Datt wird schon noch!

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