Samui? Samui! Notizen über mein Leben als Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Yai

Das ist Yai. Yai ist 34 Jahre alt, Isaan (als solche Thai), ziemlich klein und weiblich. Man sieht es zwar auf dem Photo, ich wollte es aber nebenbei nochmal bemerken.

Dass das Photo übrigens so weichgezeichnet ist liegt an meinem überaus alten Photoapparat und der Tatsache, dass das ein furchtbar eiliger Schnellschnappschuss war. Sie hat nämlich die eigenartige Eigenart, beim Bemerken von photographischen Attacken ein Photogesicht aufzusetzen. Nicht so ein einfaches normales, nein, ein richtig seltsames. Gro?e runde Augen und ein Strichmund. Nene. Das war dann nicht sehr optimal für einen ersten Eindruck, weshalb ich in letzter Zeit öfters mal schockartige Schnellschüsse schoss und dabei dieses leicht drogenhaltige Ergebnis erzielte.

Jedenfalls arbeitet Yai im Pub, meinem Wohnzimmer. 

Da ist übrigens auch das Photo entstanden. Im Hintergrund sieht man verschiedene Flaschen, einen Kühlschrank, den Popcorn-Automaten und den Strick von der Glocke die man nur läuten sollte, wenn man Jedem im Pub eine Runde ausgeben will.

Sie lacht gern, singt ständig (vor allem wenn ich sie mit dem Moped nach Hause fahre, ich weiss nicht genau, ob das eine ?bersprunghandlung ist ;) thailändische Lieder und isst gerne seltsame Sachen.

Die Menschen aus dem Isaan sind dafür bekannt, dass sie aus kargen Böden immer noch was nettes finden, bspw. Würmer, Käfer und anderen Kram. Bei kleinen Echsen sagt sie besonders häufig "Aroy maak maak!" (sehr sehr lecker).

Viele haben mich in den vergangenen Wochen gefragt, ob wir uns denn überhaupt verständigen können. Können wir. Es gibt da ja die These, dass emotionelle Bindungen unterstützend auf die geistige Fähigkeit älterer Menschen Sprachen zu lernen wirken kann. In der Praxis sieht das so aus, dass sie Thai spricht, wenn ich sie nicht verstehe auf Thenglisch wechselt und dann, wenn ich sie immer noch nicht verstehe, ein allgemeines Wörterbuchkramen beginnt. Man benötigt so zwar für manche Gespräche die 5fache Zeit, kann das aber genie?en. Und wenn sie zuviel und zu schnell Thai quatscht dann sag ich einfach ein paar Sätze auf Deutsch und sie lacht sich tot und spricht langsamer.

Thenglisch? Thenglisch ist die thailändische Art, Englisch zu sprechen. Dabei werden die Sätze wie im Thailändischen gebildet, die Worte aber durch die englischen Entsprechungen ersetzt. Thais nutzen keine Zeitformen. Thais verstehen meine Schachtelsätze nicht. Thais verstehen kleine nützliche Worte wie "yet, soon, too" nicht (was dann schon mal dafür sorgen kann, dass man zwei Stühle angedreht bekommt). Im schlimmsten Fall muss man sich die Bedeutung des Satzes aus dem Kontext herleiten. Beispiel: Kin Khaow. Kann hei?en "Hast du heute schon gegessen?" oder "Willst du was essen?". 

Egal. Es geht. Gut sogar.

PS: Das ist übrigens keine Kontaktanzeige, denn Yai ist schon vergeben. An mich. Einen neuen Photoapparat bräuchte ich aber schon mal demnächst.
Dass das Photo übrigens so weichgezeichnet ist liegt an meinem überaus alten Photoapparat und der Tatsache, dass das ein furchtbar eiliger Schnellschnappschuss war. Sie hat nämlich die eigenartige Eigenart, beim Bemerken von photographischen Attacken ein Photogesicht aufzusetzen. Nicht so ein einfaches normales, nein, ein richtig seltsames. Gro?e runde Augen und ein Strichmund. Nene. Das war dann nicht sehr optimal für einen ersten Eindruck, weshalb ich in letzter Zeit öfters mal schockartige Schnellschüsse schoss und dabei dieses leicht drogenhaltige Ergebnis erzielte. Jedenfalls arbeitet Yai im Pub, meinem Wohnzimmer. Da ist übrigens auch das Photo entstanden. Im Hintergrund sieht man verschiedene Flaschen, einen Kühlschrank, den Popcorn-Automaten und den Strick von der Glocke die man nur läuten sollte, wenn man Jedem im Pub eine Runde ausgeben will. Sie lacht gern, singt ständig (vor allem wenn ich sie mit dem Moped nach Hause fahre, ich weiss nicht genau, ob das eine ?bersprunghandlung ist ;) thailändische Lieder und isst gerne seltsame Sachen. Die Menschen aus dem Isaan sind dafür bekannt, dass sie aus kargen Böden immer noch was nettes finden, bspw. Würmer, Käfer und anderen Kram. Bei kleinen Echsen sagt sie besonders häufig "Aroy maak maak!" (sehr sehr lecker). Viele haben mich in den vergangenen Wochen gefragt, ob wir uns denn überhaupt verständigen können. Können wir. Es gibt da ja die These, dass emotionelle Bindungen unterstützend auf die geistige Fähigkeit älterer Menschen Sprachen zu lernen wirken kann. In der Praxis sieht das so aus, dass sie Thai spricht, wenn ich sie nicht verstehe auf Thenglisch wechselt und dann, wenn ich sie immer noch nicht verstehe, ein allgemeines Wörterbuchkramen beginnt. Man benötigt so zwar für manche Gespräche die 5fache Zeit, kann das aber genie?en. Und wenn sie zuviel und zu schnell Thai quatscht dann sag ich einfach ein paar Sätze auf Deutsch und sie lacht sich tot und spricht langsamer. Thenglisch? Thenglisch ist die thailändische Art, Englisch zu sprechen. Dabei werden die Sätze wie im Thailändischen gebildet, die Worte aber durch die englischen Entsprechungen ersetzt. Thais nutzen keine Zeitformen. Thais verstehen meine Schachtelsätze nicht. Thais verstehen kleine nützliche Worte wie "yet, soon, too" nicht (was dann schon mal dafür sorgen kann, dass man zwei Stühle angedreht bekommt). Im schlimmsten Fall muss man sich die Bedeutung des Satzes aus dem Kontext herleiten. Beispiel: Kin Khaow. Kann hei?en "Hast du heute schon gegessen?" oder "Willst du was essen?". Egal. Es geht. Gut sogar. PS: Das ist übrigens keine Kontaktanzeige, denn Yai ist schon vergeben. An mich. Einen neuen Photoapparat bräuchte ich aber schon mal demnächst.
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