Zahltag. Klappe 2 – Remix
Klar. <txp:gho_permalink id=“451”>Kaum hat man mal was über Bankbesuche geschrieben</txp:gho_permalink>, laufen die Instant-Messaging-Leitungen schon heiss und ich werde wortreich aufgefordert, mehr zu erzählen.
Na gut. Könnt ihr haben.
Die Bank von Ayudhaya ist eine von vier großen Bankketten (sagt man das so?) die hier auf der Insel Fuss gefasst haben. Es gibt noch ein paar kleinere, aber die sind relativ irrelevant für den gemeinen Farang. Ayudhaya war übrigens die Königsstadt bevor Krungthep es wurde.
Ich bin also in die Bank rein, habe meinen Zettel ausgefüllt und mich in die Warteschlange eingereiht. In thailändischen Banken sitzt die Warteschlange auf Bushaltestellenschalensitzen und kuckt Channel 3, wo irgendeine Thaisoap kommt in der die Protagonistin gerade vom Vater des Kindes das in ihr entsteht verlassen wird und beginnt sich mit dessen Freund auseinanderzusetzen. Irgendwann dann wurde ich mit einem bezaubernden und erstaunlich aber nicht unerhofft freundlichem und erfreutem Gesicht von der Bank-Thai begrüsst.
Sie: Sawadee kah!
Ich: Sawadee krap!
Sie: How are you today.
Ich: I’m good. I mean. Ehm. Fine. I hope you too.
Sie: Yes. I am. Signature here.
Dann lies sie mein Geld durch den Zählautomat laufen der sich verzählte. Das ganze wiederholte sie solange, bis der Automat den Wert anzeigte, den ich auf dem Zettelchen eingetragen hatte. Dann lies sie mein Kontobuch nachschreiben und gab es mir zurück.
Sie: Have a nice afternoon!
Ich: You too. See you on friday!
Sie: Yes! See you!
Und ich verlies die Bank. Ein ganz normaler Bankbesuch. Wirklich nichts Aufregendes. Überhaupt ist das Leben hier nicht wirklich aufregend. Eventuell sollte auf meinem Grabstein mal stehen: “Dieses Schlagloch kannte er noch nicht” oder was in der Art. Aber wirklich aufregend ist das auch nicht.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.