Frenglish
Ich freu mich ja immer wieder, wenn ich einen Thai Englisch sprechen höre weil da schon mal lustige Stilblüten namens Thanglish dabei herauskommen.
Allerdings gibt es ein anderes Extrem, Frenglish. Franzosen die gebrochen Englisch sprechen. Mein Mopedvermieter ist so ein Typ. Eben war er da um die Miete für den nächsten Monat einzutreiben und hat mir eine Menge erzählt. Nun muss man wissen, dass er zum Einen nicht wirklich Englisch sprechen kann und seine Sätze zu 30% mit französischen Vokabeln füllt und zum anderen ein Stotterer ist, einer der Gruppe die die Anfangssilbe eines Wortes vier bis fünfmal herauswürgen, nur um dann ein anderes Wort stotternd als Ersatz zu verwenden. Wenn man dann mal ein französisches und mal ein Englisches Wort vor sich hat, dann fällt das Verstehen immer sehr schwer.
So ein “Treffen” läuft dann immer etwa so ab: Er kommt, begrüßt mich umständlich, lässt sich das Geld geben und fängt an Smalltalk zu halten. Das Ganze geht ungefähr 15 Minuten. Dann ist er weg und ich sitze auf meiner Veranda, starre vor mich hin und versuche zusammenzustückeln, was er zu erzählen hatte.
Diesmal: er reist für drei Wochen nach Frankreich weil Mamma (12 Kinder) 75 wird und ein anderer Franzose vertritt ihn dann (“he maybe speak bebebebebebetter english than me.”). Seltsamerweise ist er vor der nächsten Ratenzahlung wieder da. Und vor 2 Jahren war er das letzte Mal in Frankreich, davor 5 Jahre zuvor und davor 7 Jahre zuvor. Und ich brauch nur anzurufen wenn was ist. Und er bringt mir demnächst ein neues Moped vorbei. Letzteres dachte ich allerdings hätte er mir schon das letzte Mal gesagt.
Seine Tochter (8) heißt Fleur.
Expats… ein anderes Kapitel der die schreibbloga.de das noch unfertig im Todo-Ordner steckt.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.