Risse im Goldenen Land
Suvarnabhumi, der relativ neue Flughafen Bangkoktxp:gho_footnoterelativ neu, weil er eigentlich schon über 50 Jahre alt ist, wenn man den ersten Spatenstich mit zählt</txp:gho_footnote>, zeigt leider schon wieder Ermüdungserscheinungen. Risse auf Landebahnen und Zulieferbrücken.
Das ist für viele eine neue dramatische Entwicklung.
Manch einer jedoch, wie bspw. Sermsuk Kasitipradit, hat das schon vor 2 Jahren gewusst und berichtet. Sermsuk wurde damals auf Betreiben Thaksins von seinem Arbeitgeber Bangkok Post erst versetzt und dann entlassen — weil er mit seinem Bericht auch noch das das Land beschädigte. Das ist der selbe Thaksin, der noch vor gut zwei Wochen forderte, die Pressefreiheit in Thailand nicht mehr einzuschränken.
Jedenfalls wissen nun nicht mehr nur eingeweihte Zeitungsleser, sondern auch die gro?e ?ffentlichkeit und die Verwaltung des Flughafens, dass es nicht unerhebliche Mängel auf Suvarnabhumi gibt. Vergangene Woche wurden dann einige Landebahnen gesperrt und der Flugverkehr so stark eingeschränkt, dass manche Flüge bis zu 6 Stunden Verspätung hatten. Einige Flüge mussten sogar zum Betanken und Parken auf den Militärflughafen U Tapao in der Nähe von Rayong umgeleitet werden.
Nachdem schon im Dezember einige Stimmen laut wurden, den Inlandsflugbetrieb wieder nach Don Muang, dem alten Flughafen Bangkoks, zurück zu verlegen (Thai Air hatte das bereits beschlossen), wird das nun eine Zwangsnotfalllösung.
Rund 60 Tage wird die Verwaltung benötigen, dann ist Don Muang wieder im Betrieb, wenn das von der Regierung abgenickt wird. Mich erinnert das an einen Abend im Januar auf den Weg nach Laos: Der Bus fuhr am alten Flughafen vorbei, hell erleuchtet, menschenleer, die Leuchtschrift “Airport” leuchtete nur am “port”, das “Air” blinkte einsam vor sich hin.
Einige Leute finden es gut, dass Don Muang resurrektet wird. Dann hat Bangkok “so wie andere internationale Gro?städte” nämlich auch endlich zwei Flughäfen.
Will man also zukünftig nach Samui, so wird man in Suvanabhumi landen, eine nette Fahrt quer durchs Verkehrschaos von Krungthep machen dürfen, dann in Don Muang einchecken und auf die Insel fliegen. Da hat man doch viel mehr von der Bangkok-Tangierung und der Begriff “Anschlussflug” bekommt eine ganz neue Bedeutung.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.