Sex. Oder auch nicht.
Der Premierminister hat der Jugend Thailands ja angeraten, mit dem Sex zu warten, bis sie im richtigen Alter dafür ist. Wenn man allerdings ein Panda ist und keine Lust auf Sex hat, dann wird man in Thailand gezwungen oder “angeregt”, dem freudigen Treiben zu fröhnen.
Der Zoo in Chiang Mai hat zwei Pandabären, seit 2003 für 10 Jahre von einem Zoo in China geborgt. Chuang Chuang ist ein Männchen und Lin Hui ein Weibchen. Nun sähe es doch super progressiv und wissenschaftlich erfolgreich aus, wenn die beiden hier in Thailand kleine Babybärchen werfen würden. Dummerweise nur wollen sie nicht.
Seit gut einem Jahr hört und liest man immer wieder über die beiden armen Zölibaten und die vergeblichen Versuche Chuang Chuang erregt Lin Hui besteigen zu lassen.
Pandas haben keinen sonderlich großen Sexdrang. (An dieser Stelle müsste jetzt ein Tränendrüsensatz a la “weshalb sie vom Aussterben bedroht sind” kommen, ich nehme aber an, es gibt andere Gründe dafür.) Vergangenes Jahr wurden sie mit großem Brimborium verheiratet, hatten aber in der Hochzeitnacht offenbar keinerlei menschlich logisch auf Hochzeiten folgende Gelüste. Auch eine Trennung beider Bären für einige Zeit wurde eher mit stoischer Freude angenommen. Neulich nun sollte Chuang Chuang mit Tierpornostxp:gho_footnote
Türklingel: Klingelt
Panda-Dame: Leckt sich gerade die Tatzen. Sie schreitet zur Tür und öffnet.
Vor der Tür steht ein Panda-Herr mit einem Werkzeugkoffer in der Hand.
Panda-Herr: Hallo, ich soll hier ein Rohr verlegen…
Panda-Dame: Ja, kommen Sie ruhig herein, die Waschmaschine steht im Schlafzimmer!
Panda-Herr: Eine schöne Höhle haben Sie da!
Panda-Dame: Ja, aber es ist immer so einsam und kalt in der Nacht!
Sie gehen in die Schlafhöhle, da liegt Stroh in der Ecke.
Panda-Herr: Ja, was ist das denn?
Panda-Dame: Das war schon hier als ich eingezogen bin.
Panda-Herr: Na dann lassen Sie uns das mal testen…
Kamera zoomt ins Schwarze.
</txp:gho_footnote> angeheizt werden. Ob er die auch sehen durfte, weiß ich nicht.
Geholfen scheint das alles nicht zu haben, denn nun denkt man daran, ihn auf eine Diät zu setzen, denn mit 140kg sei er wohl zu schwer für die 115kg Grazie Lin Hui.
Bin gespannt was sie in den folgenden 6 Jahren noch erleiden müssen.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.