Zurück
?brigens bin ich wieder da. Auf meiner Insel. Zuhause (da wo ich Miete zahle).
Als ich die Tür zu meinem Haus auf machte, kam mir Soosie entgegen gerannt und lies eine halbe Stunde nicht mehr ab von mir. Sie beisst gerne, wenn sie ihre Zuneigung ausdrücken will und meine Hand ist nun zerkratzt von ihren scharfen Zähnchen. Pokki sah mich kurz an, rannte ins Haus und brachte die Quietscheeiskrem an und lies mich werfen. Auch eine halbe Stunde lang. Dann erst befreute er mich.
Die beiden hatten vermutlich eine harte Zeit. Einerseits wurden sie verhätschelt und bekamen Reis mit Gemüse extra gekocht und immer Futter vor die Nase gestellt, wenn sie hungrig waren. Andererseits scheint Soosie geschlagen worden zu sein, denn sie reagiert schon recht verschreckt auf “Angriffe” von oben.
Pokki sieht kleiner aus als vorher. Soosie hat ihren zweiten Wachstumschub ohne meine Aufmerksamkeit erlebt und ist fast genau so gross wie Pokki.
Beide stanken und waren verfilzt. Fu meint nun, sie könnten ruhig kurz geschnitten werden. Ehe sie verantworlich war, fand sie die langen Haare süss. Nun wei? sie also, dass das Gefussel Arbeit macht. Ich aber bin der Meinung, dass die langen Haare besser aussehen, wenn ich die Hunde in der Gegend rum schleppe. Muss ja imponieren. Blabla…
Ich habe die beiden Filz-Flocken einfach ins Hunde-Spa gebracht und ein paar Tausender locker gemacht. Nun riechen Sie wieder gut und der Gro?teil der Filzknäuel ist auch ausgekämmt.
Ich habe ihnen das ganze Wochenende lang neue Spielsachen gekauft. Eine Handpuppe (die schon fast zerkaut ist). Einen Plastik-Ball, in dem ein Ball ist, in dem ein Ball ist in dem ein Ball ist in dem eine Metallkugel ist. Pokki hat einen Flashback in seine ersten Monate gehabt und jault immer, wenn er mit dem Ball spielt. Er mag ihn mehr als die Eiskrem.
Soosie hat sieben Turtles (Schildkroeten?) aus Plastik bekommen. Eigentlich beide, nur Pokki mag sie nicht. Soosie schon. Die Viecher sind überall verteilt und ständig quietscht es, wenn man sich fussig fortbewegt.
Und in der Ecke habe ich mit neuen flauschigen Kissen eine Hundekuschelecke eingerichtet, die recht frequentiert wird.
Wenn ich weg gehe und das Haus zuschlie?en will, dann wollen sie mich nicht gehen lassen. Dass ich nur dann länger weg bin, wenn ich gro?en schwarzen Seesack mit nehme, begreifen Sie noch nicht.
Ich glaube, das nächste Mal (bei längerer Abwesenheit) nehme ich sie mit. Kann gut sein, dass sie wichtiger als alles andere sind. War recht langweilig, nicht um sechs aus dem Bett gefiept zu werden.
Wie auch immer.
Fast alles ist wieder “normal”.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.