Botschaftsschreiben
Hin und wieder verschickt die Deutsche Botschaft™ in Bangkok ein Marketingblättchen als PDF, in welchem erzählt wird, was der Botschafter Hr. Doktor Brümmer so in den letzten Wochen gemacht hat.
Heute zum Beispiel erfährt der gespannte Leser, dass er einen Kleinbus (Marke unbekannt) an die “Crime against Child, Juvenile and Woman Suppression Division” CCSD übergeben hat. Am Ende des Eintrag steht dann folgender Absatz:
Auch wer als Deutscher im Ausland sexuellen Missbrauch an Kindern begeht, ist nach deutschem Recht strafbar. Deutschland erfüllt damit die Verpflichtungen internationaler Vereinbarungen, die Kinder und Jugendliche weltweit vor Missbrauch und sexueller Ausbeutung schützen sollen.
Soso. Da verlangt man von “uns Deutschen”, ja man zwingt uns geradezu, Kinderschänder zu verachten (mal abgesehen davon, dass Taten, nicht Personen strafbar sind, oder?).
Super. Bestimmt zwingt man uns bald auch noch Mörder, Touristen und Soziologen zu verachten. Ich sage: Raus aus internationalen Vereinen, die sowas von uns fordern.
Ich gehe nicht davon aus, dass der Kleinbus was mit dem toten deutschen Pädophilen und einem Gesicht, das man als Nation wahren muss, zu tun hat — allerdings habe ich das dumpfe Gefühl, dass aus der Deutschen Botschaft in Bangkok nur solches verschwurbeltes Geschreibe kommt. Ein paar Anregungen:
“Deutschland beteiligt sich an internationalen Programmen zur Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und deren sexueller Ausbeutung”
“Als Deutsche Vertretung in Thailand verurteilen auch wir jegliche Form des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und deren sexueller Ausbeutung”
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.