Samui? Samui! David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Murphys Wochenende

Am Sonntag war eine Menge los. Zuerst waren wir mit den Hunden im “Secret Garden” (500 Meter hoch, steinig, ein paar Wasserfälle, tolle Photos) spazieren. Die haben da so eine Art künstliche kleine Wasserfall-Strecke gebastelt.

Erst fiel Pokki ins Wasser. Brav und mutig wie er ist, schwamm er ein bisschen rum bis er eine Stelle fand, wo er wieder heraus kam. Das war seine erste Begegnung schwimmenderweise mit Wasser und er hat sie gut gemeistert.

Das konnte Soosie natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so flog sie in hohen Bogen auch ins Wasser. Rausgekommen ist sie nicht von selber, nur die Vorderpfoten konnte sie ins Gestein krallen, der Rest plantschte vor sich hin, bis ich sie raus zog.

Beide waren begeistert und hatten viel Spass.

Das Wetter war gut, die Sonne schien. Wir hatten viel Spass.

Dann fiel ich ins Wasser. Ich kann auch schwimmen, kein Problem, schnell war ich wieder draussen. Schlammig. Nass. Die Kamera hab ich die ganze Zeit in der Hand gehalten, nun ist sie im Eimer. Nach 5 Minuten Zittern (hab mir den Kopf, die Hand und andere wichtige Körperteile unsanft gestö?en) nahm Fu, die das Ganze erst gar nicht mitbekommen hatte, mir Kamera und Handy ab (welches auch tropfend den Geist aufgab).

Ergebnis: Handy im Eimer (und damit einige eher wichtige Telephonnummern und die Handykamera und meine mobile Onlinemöglichkeit, die Zurück-, Links- und Rechts-Tasten von meinem alten nun Ersatzhandy funktionieren nicht mehr, damit kann man nicht mal ordentliche SMS schreiben). Kamera im Eimer (und damit die zweite einzige Möglichkeit, tolle nette schöne bunte Bilder zu schie?en). Linker Daumen kaputt (das ist der Space-Bar-Daumen, die linke Hand ist sowieso schon ein bisschen lädiert, ich kann die beiden kleinen Finger der Hand schlecht verwenden, weil sie immer einschlafen), Knie gematscht (nicht sehr schlimm, kann es nur nicht mehr biegen und es anzufassen wird mit hämmernd stummen Schmerzen nicht unter 5 Minuten bestraft), Fuss gematscht (naja, kennen wir auch irgendwie schon) und dann noch das mit dem Selbstbewusstsein (gleich nach dem Plantschen kamen rund 50 in Insel-Safari-Jeeps angefahrene Touristen und die fanden natürlich seltsam, dass ich schlammig nass mit blutiger Hand und zwei ebenfalls nassen Hunden da rum stand).

Wie auch immer. Wer glaubt, dass damit das unschöne Wochenende vorbei war, hat sich geirrt, denn wenn Murphy zuschlägt, dann richtig. Die Auslese: Gewitter (das stärkste seit ich auf der Insel bin) von 15 bis 22 Uhr, Blitzeinschlag neben dem Haus, diverse Stromausfälle, kaputter Router, kein Internet bis heute Nachmittag, anschliessend kein Internet, weil die gesamte Insel vom Netz gegangen ist.

Im Augenblick ist das Schicksal eher ruhig. Ich bewege mich nicht viel und versuche mir nicht allzuviele Blö?en zu geben. Angriffsflächen.

PS: Der “Secret Garden” ist natürlich ein ganz nettes Plätzchen, was Seltenheitswert auf Samui hat. Mal sehen, ob ich davon ein paar Bilder hochlade.

PPS: Das ist schon das zweite Erlebnis in meinem Leben, bei dem ich das nicht unbestimmte Gefühl habe, meine überzähligen Pfunde (Kilogramme, um ehrlich zu sein), hätten Schlimmeres verhindert.