Küchenkatastrophe
Heute kam es endlich zur Küchenkatastrophe. Ich wartete darauf schon länger und hatte angenommen, dass bereits meine Cordon Bleus eine Niederlage würden. Wurden sie aber nicht. Heute nun sowas wie Spirelli Bolognese. Ich erwähne hier “sowas” weil wir während der Zubereitung viermal in den 7-Eleven rannten, um potentielle Zutaten zu kaufen.
Zuerst wurde Gehacktes gekauft, die Nudeln hab ich heute Morgen schon im Tesko gefunden. Nach ein bisschen rumgehacke stellte ich fest, dass entgegen meiner Annahme keine Zwiebeln mehr da waren. Ab in den 7-Eleven. Zwiebeln gibts auf dem Markt vor dem 7-Eleven, in selbigem ein paar Bier.
Bier wurde gekühlt serviert und ich machte mich an das anräuchern der Zwiebeln. Dann das Gehackte, dann Zwiebeln und Gehacktes und dann Tomaten, fein säuberlich entkernt und im Matscher zermatscht. Dass sie eher pink als rot aussahen machte erstmal nichts, deutete aber schon auf das Unheil hin. Das Ganze köchelt vor sich hin. Abschmecken — ohjeh, schmeckt wie nichts. Irgendwie. Also ab in den 7-Eleven. Vor dem 7-Eleven gibts Kräuter und Pfefferkörner, im 7-Eleven Bier. Kräuter gemahlen, Pfeffer gemahlen, geniest und die Kräuter in die Pampe.
Schmack immer noch nach nichts, also wieder in den 7-Eleven und Saure Sahne gekauft (und Bier). Die Saure Sahne erwies sich als Joghurt, also wieder in den 7-Eleven und Kokosmilch (und Bier) geholt. Das in die Pampe geschmissen und fertig.
Am Ende ein bisschen Käse über das Ganze und mit den Nudeln serviert. Es war genie?bar, wurde mir glaubwürdig beteuert, allerdings habe ich mich vor mehr als drei Thais auf ewig als unfähiger Nudelkocher blamiert. Mit Schnitzeln wäre das nicht passiert.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.