Samui? Samui! Notizen über mein Leben als
Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Meteor über Bangkok

video preview

Dashcams sind eine sehr nützliche Erfindung. So kann man nämlich in diesem Video das Verglühen eines Meteoriten aus allen möglichen Richtungen betrachten. Dieser Feuerball war gestern Abend in Bangkok zu sehen. Das grünliche Licht, das beim Verbrennen in der Atmosphäre ausgestrahlt wurde, deutet auf Eisen und Nickel im Objekt hin.

Update: Das zuerst verlinkte Video wurde von YouTube entfernt. Tja… so ist das halt wenn man die Filme anderer zusammenschneidert. Habe jetzt ein anderes Video mit nur einer Richtung eingebaut…

Feuer auf Borneo und Smog auf Samui

© NASA/JPL-Caltech/MISR instrument team

Jedes Jahr um diese Zeit überzieht Smog den Süden Thailands. Das geht jedes Jahr so, weil man in Indonesien den Regenwald durch Brandrodung abholzt (illegal). Dann liest man von Smog und Luftverschmutzung im Süden, aber hier auf Samui merkte man nur an einigen wenigen Tagen etwas.

Dieses Jahr erwischt es uns aber recht heftig mit Smog auf der Insel, weil die Brände etwas mehr aus der Kontrolle geraten als bisher und so durchleben wir den schlimmsten Smog in 17 Jahren. Sagt man. Das sieht dann so aus dass die Luft vor der Tür wie in einem deutschen kalten Februar recht undurchsichtig weiss vor sich hin schwabbert. Riecht wie verbranntes Holz, logischerweise.

Die Thais hier kümmert das recht wenig und mein Nachbar verbrennt jeden Tag weiterhin seinen Müll hinterm Haus. Ich bilde mir ein, dass das Atmen schwerer fällt, abgesehen von der Geruchsbelästigung und Sichtprobleme.

Das Satellitenbild oben stammt von den Inseln Borneo und Sumatra.

Gesund ist das nicht, und so hat die Regierung schon angemerkt, dass man sich mal mit der indonesischen Regierung (die seit Jahren nichts dagegen unternimmt) unterhalten wird.

Würfelquallen

Nachts auf Samui Schwimmen zu gehen, ist eine schlechte Idee. Das haben zwei deutsche Touristinnen in dieser Woche am eigenen Leib erfahren. Sie haben weder die Warnschilder über, noch die Würfelquallen selbst gesehen. Kommen die Tentakel dieser Quallen mit der Haut in Berührung, werden Gifte frei gesetzt, die mitunter zum Tod führen können. Das passiert in letzter Zeit häufiger. Vergangenes Jahr starb ein kleiner Junge auf Koh Tao, vor einigen Monaten eine junge Thai auf Koh Phangan und nun eine junge deutsche Touristin.

Jetzt reagieren die Hotels auf der Insel und warnen ihre Gäste ausdrücklich vor den Quallen, stellen Netze auf und Essig bereit um im Notfall schnell zu reagieren.

Mehr:

Blutmond (Thaistyle)

Illustrations of possible appearances of the moon. Tamra phichai songkhram (Divination manual for the prediction of wars and conflicts). British Library, Or.15760, f.25
Illustrations of possible appearances of the moon. Tamra phichai songkhram (Divination manual for the prediction of wars and conflicts). British Library, Or.15760,f .25

Vergangene Woche war überall vom Blutmond die Rede. Hier in Thailand konnte man ihn leider nicht sehen, dazu war es zu hell. Allerdings scheint das auch besser zu sein, wenn man diesem alten Manuscript aus der Britischen Nationalbibliothek Glauben schenken darf.

Die hat ein thailändisches Werk, dessen Alter man auf bis zu 200 Jahre schätzt, digitalisiert, in dem die verschiedenen Himmelskonstellationen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft erklärt werden. Ein Blutmond kann, so liest man, zu steigenden Reis-Preisen, Raubüberfällen oder gar Kriegen führen. Die Regierung, ja sogar die gesamte Bevölkerung würde darunter leiden.

Wie gesagt: besser, dass man den Blutmond hier nicht sehen konnte.

Bombenanschlag in Bangkok

Und wieder einmal ist in Bangkok eine Bombe explodiert, diesmal am Erawan-Schrein, einer ziemlich belebten Ecke:

Im Zentrum der thailändischen Hauptstadt Bangkok hat es eine schwere Explosion gegeben. Eine Bombe sei in der Nähe des Erawan-Schreins an einer Kreuzung im Ratchaprasong-Bezirk explodiert, teilte die Polizei mit. Es würden Opfer vermutet.

Interessanterweise gibt es noch nicht viel zu lesen in einheimischen Medien. Anderswo ist von mindestens 5 Toten und mehr als 20 Verletzten die Rede.

[via Spiegel Online]

Karrieren die Ausländer nicht.

The Proletariat!

Neulich hat das Thailändische Arbeitsministerium eine Liste der Jobs, die man als Ausländer in Thailand nicht ausüben darf, veröffentlicht. Zu dumm nur, dass der Azubi bei seiner Bewerbung bei den Angaben zu den Sprachen die er spricht gelogen hat und anscheinend Google Translate genutzt hat.

Und so gibt es interessante Beschränkungen wie bspw:

  • Das Proletariat
  • Den Verkauf jeder Seite
  • Arbeit an goldenen oder silbernen Ottern
  • Tätigkeiten als Thai-Puppe
  • Jobs als Buddha
  • Dinge die man von Hand rollt
  • und viele mehr

Ausser Onlinemarketing bleibt einem da wirklich nicht viel mehr ;)

Seite 2 des Spasses hier.

Nimm’s dir nicht so zu Herzen, Somchai

Somchai Wongsawasdi (einer der Premierminister zwischen Thaksin Shinawatra und heute) hatte vergangenen Mittwoch einen schlechten Traum. Dieser schlechte Traum bewegte ihn, am Donnerstag einen Mönch zu besuchen:

Matichon reported that the former prime minister, relatives and some followers, came to see Phra Khru Sirisilsangwora or Khru Banoi Tejapanyo, abbot of Wat Sri Donmul in Tambon Chompoo of Sarapee district, Chiang Mai province before noon yesterday. He reportedly told the well-known abbot that he felt very uncomfortably after having a bad dream Wednesday night.

Der Mönch führte dann ein Ritual durch, das Pech und Unglück davon abhalten sollte, einen der wohl wichtigsten ehemaligen Premierministers Thailands zu befallen.

Nach dem Ritual (der Mönch piekte Somchai an neun Stellen seines Körpers mit einem Ast) sagte Khru Banoi Tejapanyo ihm dann, dass er es sich nicht so sehr zu Herzen nehmen sollte.

Des Abt’s Ratschlag beruhigte ihn sehr und er fühlt sich nun wohl besser.

[Mehr (auf Englisch) hier]

The Red Pool, The Library Resort Samui

The Library resort in Koh Samui

Fox-News ist ja eigentlich nicht für clevere Inhalte bekannt. Jetzt hat man dort aber eine Liste der 8 seltsamsten Hotel-Pools weltweilt veröffentlicht. Und siehe da, Samui ist auf der Liste vertreten.

Der Pool im Library Resort in Chaweng ist rot. Weshalb man ihn „The Red Pool“ getauft hat. Die interessante Färbung wird durch rote Kacheln erzeugt. Bei Tag und Nacht ein interessanter Anblick.

Thailand’s Armee hackt nicht

WikiLeaks, Alptraum eines jeden Diktators und einiger sogenannter Demokratien, hat neulich die gehackten Emails einer Hackerfirma veröffentlicht. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Hacking Team, eine Firma die an Regierungen interessante Tools verkauft, mit denen man auf fremden Rechnern rumschnüffeln kann oder bei Bedarf sogar Kinderpornographie auf die Rechner laden kann, wurde gehackt, und gut 400GB (das sind 57 schlecht kopierte 2 Stunden Filme) ins weite Internetz hochgeladen.

WikiLeaks hat nun gut 1 Million Emails von Hacking Team veröffentlicht.

Soweit, so gut.

Eine kurze Suche auf der in Thailand geblockten WikiLeaks-Seite (ehem) bringt dann auch mehr als 2.500 Emails (0.25% des Gesamtdatenbestands) in denen von „Thailand“ die Rede ist.

Was den Premierminister Thailands zu der Bemerkung hinreißen lies, dass es die Armee (die zur Zeit die thailändische Regierung stellt, ehem) es nicht nötig hat, Hacking Software zu kaufen.

Auf der AsiaSentinel-Website kann man eine nette Graphik sehen, wie viel Geld aus Thailand zu Hacking Team geflossen ist. Eher magere (im Vergleich zu anderen Ländern in der Liste) 466.482USD.

So kann man also auch einen Elephanten aus einer Mücke machen. Man kann gut verstehen, dass es in Thailand erst in 2017 zu Neuwahlen kommen wird – die Armee hat einfach zu viel zu tun Meldungen zu dementieren.