Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Nu könnense wieder suchen!

So, nu könnense wieder suchen. Hammse bestimmt gar nicht gemerkt, dass man im Suchformular oben gar nicht mehr suchen konnte. Grund dafür (aber das wissen meine Leser auch ohne meine ausdrücklichen Hinweise an dieser Stelle) war die komische neue ?berschrift oben rechts die eigentlich 99% breit war und irgendwie über dem Suchfeld hing so dass man es zwar sehen konnte weil ja die komische neue ?berschrift oben rechts oben rechts hing und links kein Text war, was mit floating und absolutem Positionieren und ganz viel CSS-Magie zu tun hat und nun sieht das Getütel auch fast im Internet Explorer (wer das im IE liest ist dooooof!) so aus wie ich mir das vorstellte… damals…

Aber wie gesagt: Suche geht wieder. Da findet man wieder ganz einfach alle Einträge über die Ladyboys der Insel.

Morgenwolken

Die Erde ist eine Schale. Sag ich mal. Photobeweis oben stehend.

Die Regenzeit ist eine optimale Gelegenheit um Photos zu schießen, die nicht nur die triste blaue Himmel Photokartenromantik der Teilzeit-Samuianer bedienen. Wolken sind was Feines.

Dieses Jahr hat sich der Nord-Ost-Monsun auf einen freundlichen Morgen-Mittags-Frühnacht-Rhythmus eingepegelt. In den vergangenen Jahren konnte man das Wetter so vorhersagen, dass immer dann, wenn ich irgendwohin wollte plötzlicher Regen einsetzte. Wir werden ja sehen…

Wochenende

Ich gebe zu ich vernachlässige mein kleines Blog schändlich. Wenn ich mal was Interessantes zu schreiben habe, dann packe ich es auf eine Todo-Liste, wo ich es eine Woche später wieder finde und nach einer weiteren Woche immer noch nicht gepostet habe. Schmutzige kleine Einträge gibts wohl nicht mehr. Schade. Daher in kurzen Schnitten hier ein paar Informationen die so oder ähnlich wohl Einzug in einen der nächsten Einträge halten werden.

  • Die Sache mit dem Zug der mitten durch den Maeklong-Markt fährt. In Bangkok. Mit nem Video. Wird wohl nicht gepostet, weil es alle anderen schon gemacht haben, bspw. der Rollmops .
  • “Wer was auf sich hält, hält sich einen Praktikanten”. So einen Eintrag wird es mit Sicherheit geben ;)
  • Die Pharmacy ist nicht mehr! (Und, Fabio, auch unsere letzte Kneipe nicht mehr, da verkauft man jetzt Babywindeln!) Habe Freitag Nacht eine intensive Analyse der Chawengener Schwulen-/Ladyboy-/Barlady-Szene gemacht. Erstere beiden überwiegen erstaunlicherweise neuerdings. Nebensaison.
  • Samui? Samui!
  • Ich bin zu alt für den lange-Haare-Kram. Immer wenn sie lang genug werden um länger zu werden nerven sie so übermä?ig, dass deutsche Worte mit drei Sonderzeichen nicht reichen um es zu beschreiben. Habe ihm (dem Haar) gestern eine deutliche Warnung erteilt.

Aus dem Fenster fallen

In Bangkok und anderen Farangansammlungen in Thailand fallen immer mal wieder Menschen von Dächern und aus Fenstern. Die stürzen sich nicht runter, sie werden nicht gesto?en, sie fallen. So wie mein Haus damals nicht ausgeraubt wurde sondern ich meine Sachen “verloren” habe.

Dummerweise gibt es in Bangkok viele Hochhäuser und so enden solche Fälle meistens tödlich. Wie dieser aktuelle Fall (ok, genug der Wortspiele).

Die Presse berichtet dann immer mit Genuss vom Tatort und die ?rtlichen Bild-Zeitungen bebildern das Ganze. Diesmal las ein 56jähriger Amerikaner seine Emails, rief “I’m power” und sprang. Sagt seine 56/2 Jahre alte Thaifrau.

Emails beantworte ich erst am Wochenende wieder. Andererseits: wenn ich hier aus dem Fenster falle, dann wache ich ziemlich lebendig im Gras auf…

Hundstage

Am Sonntag war es mal wieder soweit und ich habe die Hunde ins Hundespa gebracht. Gezwungenerma?en. Ihr Fell war so verfilzt, dass es mit herkömmlichen Mitteln (Kämme, Bürsten, ?le, Wasser) nicht mehr zu retten war. Ich habs gut zwei Wochen versucht, die kleinen Testobjekte haben dabei aber immer mehr Haare lassen müssen.

Also ging es Sonntag Morgen in den Hair Dog Shop. Dort angekommen betrachteten die beiden Friseusen das Malheur und unterhielten sich. “Tat phom” meinten sie, was “Haare schneiden” hei?t. Ich bin gleich eingefallen “Mai tat!!” und habe meinen treusten Hundeblick aufgelegt. Nach einigem Hin und Her hatte ich sie dann auch soweit, nicht zu schneiden.

Die nächste Hürde war der Preis. Sie wollten einfach nicht mit einem Preis rausrücken. Normalerweise zahle ich pro unverzottelten Schmutzhund 300 Baht (rund 7 Euro). Beim letzten Filz-Notfall haben sie 700 Baht pro Filzball genommen. Also plante ich jetzt (es war schlimmer als damals) 1000 Baht pro Hund ein. Die Englisch sprechende Friseuse meinte “?kkspänsiff!”. Ich sagte “Thats ok. I pay everything.” Sie meinte “Riiiiilih äkksänsiff!” ich erwiderte “Mai pen rai!” und dann sagte sie: “600 Baht.” Pause. Pause. “Each dog!”. Dann (der dumme Farang könnte das ja falsch verstehen) zeigten sie noch auf jeden Hund und sagten jeweils “600 Baht”. Ich verdrückte mir ein Grinsen und gab zu verstehen dass ich den Umfang begriffen habe und lies die Kleinen jaulend zurück.

Das war Morgens um Neun, abends um Sieben bekam ich zwei flauschig unfilzige lebhafte Fellbündel zurück. Sie wollten mir dann noch kleine Baby-Shi-Tzus andrehen, ich meinte aber, mit diesen beiden hier genug zu tun zu haben.

10 Minuten nach Ankunft zu Hause waren die Schnauzen bereits wieder verdreckt und die Zöpfe schief. Heute Morgen gabs neue Zöpfe. Ich frage mich, wie man Langhaarhunde züchten kann, die Zöpfe nicht mögen. Egal.

Ab sofort wird jeden Morgen der “Barbie — Jetzt bin ich mein eigener Friseur”-Kasten ausgepackt und Hunde entfilzt.

Ein Minister für die Sicherheit

General Sonthi Boonyaratkalin, ehemaliger Armeechef und Putschführer des am nächsten zurückliegenden Putsches, hat heute seinen ersten Arbeitstag als — genau — “Deputy Prime Minister in charge of security”. Also so ein kleiner thailändischer Schäuble.

Vergangene Woche wurden einige Ministerposten neu besetzt: ein kleiner Skandal erschütterte die ?bergangsregierung. Als Minister darf man an Firmen und Organisationen nur einen Anteil von maximal 5% halten. Einige (wie beispielsweise der Zensur- und Youtube-Minister) wussten nicht so genau, wie man diese Regel interpretieren solle und mussten leider gehen.

Gesagt hat er übrigens auch was, der Sonthi :

“This is not an attempt to cling to power. My good intention towards the country should not be interpreted as an attempt to cling to power. You should be able to separate the desire to cling to power and the good intention towards the country, otherwise the country will not be in peace.”

Mal sehen, was sich aus diesen klaren Worten (Hervorhebungen subjektiv von mir gesetzt) nach drei Monaten ergeben hat.

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Never rely…

So ein Visarun ist eine optimale Gelegenheit, mir in Erinnerung zu rufen, warum ich so ungern mit Farangs verkehre.

“Never rely on a Thai” murmelt der fette Mitfarang immer wieder in unbestimmten Dialekt (ich habe bis zum Ende nicht herausgefunden, woher er stammt). Die Thais von der Autowäsche haben vergesesen, die Lichter des zweiten Autos beim Parken auszuschalten, das lief die ganze Nacht und entsprechend leer ist die Batterie. Der Fahrer verlässt sich auf einen Freund der sofort zur Stelle ist und das Auto mit ein paar Kabeln freundlich lächelnd startet und los kann es gehen.

Der fette Farang erzählt von seinem alten Kühlschrank, der nach drei Tagen im Freien hinter dem Haus eines Tages (oder Nachts) einfach so gestohlen wurde. “Never rely on a Thai”. Verlass dich auf keinen Thai. Anschlie?end breitet er sich im Minibus auf anderthalb Plätzen aus und schiebt die kleine Phillipina mit seiner Leibesfülle in meine Richtung. Dann zieht er seine Sandalen aus und schiebt seine nackten Fü?e am Fahrersitz vorne durch, wo sie in den Kurven gegen die Ellenbogen des Thaifahrers sto?en.

Dem gleichen Farang kamen dann später im Hotel die Latschen abhanden, weil er sie über Nacht vor die Türe stellte — “man” mache das so in Thailand, sagt er. Morgens waren die Sandalen weg und er verärgert. “Only stupid Thai would steal them, they were old and smelly” moniert er an der Restauranttheke und “borgt” sich ein Paar zu kleiner Sandalen bei der Rezeptionistin. “Never rely on a Thai.”

Soweit ich wei? packt “man” nur seinen Müll über Nacht vor die Türe. Ich nehme mal an, dass ein freundlicher Thai vom Reinigungsdienst sich ein Herz und die Objekte in den Sondermüll mitgenommen hat.

PS: Die kleine Philippina war über 40.

Königlicher Besuch in Deutschland

Ihre königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn (The Princess of Technology) wird heute Abend zu einem kurzen Besuch nach Deutschland aufbrechen. Dabei wird sie die Frankfurter Buchmesse besuchen und die Chemnitzer Technische Universität (die interessanterweise Kooperationen mit Universitäten in Thailand am Laufen hat.

Anschlie?end steht ein Besuch in Dresden an, wo es um den Wiederaufbau und Wasserreinigung gehen wird.

Wenn man sich für die genauen Flugzeiten interessiert, kann man diese dem Artikel entnehmen, der einen sü?en kleinen Titel hat: Announcement of the Bureau of the Royal Household concerning the Royal Visit of Her Royal Highness Princess Maha Chakri Sirindhorn to the Federal Republic of Germany

Thai-Food des Terrors

In London hat ein Thairestaurant neulich eine Anti-Terror-Gro?aktion ausgelöst. Der Grund? Man kochte eine scharfe So?e :

Baffled chef Chalemchai Tangjariyapoon, who had been cooking a spicy dip, was amazed to find himself at the centre of the terror scare.

“We only cook it once a year — it’s a spicy dip with extra hot chillies that are deliberately burned,” he said.

Ich frag mich gerade was sie bei getrockneten Tintenfisch oder fermentierter Fischsuppe machen würden.

König Reich

In einer (Bilder-) Liste der reichsten Monarchen (“The World’s Richest Royals”) bei Forbes.com steht König Bhumibol Adulyadej von Thailand auf Platz 5.

  1. Sultan Haji Hassanal Bolkiah — Brunei — 22 Milliarden USD
  2. Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan — UAE — 21 Milliarden USD
  3. König Abdullah Bin Abdulaziz — Saudi Arabien — 19 Milliarden USD
  4. Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum — Dubai — 16 Milliarden USD
  5. König Bhumibol Adulyadej — Thailand — 5 Milliarden USD

Interessant finde ich, dass er ein Monarch ist, der seinen Reichtum nicht durch den Export natürlicher Ressourcen aufgebaut hat. Die Plätze 1 bis 4 werden von Oberhäupten Erdöl und Erdgas exportierender Staaten belegt.

Man sollte solche Listen immer mit Vorsicht betrachten, denn erstens sind die Reichtümer meistens in Immobilien angelegt oder sogar “nur” vom jeweiligen Monarchen verwaltet. König Bhumibol Adulyadej gibt bspw. viel Geld aus für die Erforschung von natürlichen Ressourcen und Methoden, um das Leben in den armen Regionen seines Landes einfacher zu machen. Er kauft regelmä?ig Ländereien auf, um diese bei Hochwassergefahr von den umgebenden Flüssen fluten zu lassen und gibt bei jeder Flut reichlich Geld an die Opfer ab.

Insofern ist seine Position als fünftreichster Monarch eher symbolisch zu sehen. In der Liste der hundert reichsten Menschen bei Wikipedia taucht er mit seinen 5 Milliärdchen auch gar nicht erst auf.

Schlechte Nachrichten

Die vergangene Woche brachte einige schlechte Neuigkeiten für verwöhnte Farangs in Thailand:

  • Beer Lao kommt erst 2011 . Der Grund: Bis 2011 werden Steuern aufs Bier erhoben. Man muss ja den Binnen-Markt schützen. Beer Lao ist eines der angenehmsten Biere der Region.
  • Ikea hat seine Pläne für Thailand auch erstmal aufs Eis gelegt . Der Grund: Die Foreign Business Laws Thailands, die in den letzten Jahren immer restriktiver geworden sind. Die Schweden hoffen auf die Wahlen im Dezember. Wir auch, denn bis dahin muss man zum nächsten Ikea nach Singapore fliegen und die 20kg-Grenze pro Flug nicht überschreiten.

Sichtweisen

Heute berichtet der Spiegel darüber, dass in Myanmar buddhistische Mönche gegen die Junta auf die Stra?e gehen. In der Berichterstattung klingt das Ganze so, als ob das was Neues wäre. Ist es aber nicht: die Mönche demonstrieren schon seit 5 Tagen und sind der thailändischen Presse “Tagesthema”.

Ist halt noch noch niemand abgeschossen worden bisher.

Ehm, Youtube…

Ich weiss, es wird langsam einseitig hier im Blog, aber: Es gibt da ein zweiteiliges Video bei Youtube , das behauptet, Prem Tinsulanonda, der Vorsitzende des Königlichen Geheimrats, würde hinter dem Putsch vom 19. September 2006 stecken.

Ich und auch kein anderer Thai haben das Video natürlich nicht angesehen.

Der Geheimdienst hat jedenfalls bei Youtube angefragt, ob man das Video nicht für thailändische Youtube-Nutzer blocken kann. Mal sehen. Vermutlich wird man sich bei Youtube politisch korrekt verhalten und lieber wieder die ganze Website blocken lassen.

Interessant finde ich ja, dass die angeblich eingerichtete Lösung der Thais, einzelne Videoclips zu blocken aus einem Anruf des DSI bei Youtube mit anschlie?ender Abwägung der Reaktion dort besteht. Hightech.

Spitzenwechsel

General Sonthi Boonyaratglin, der freundliche Mann mit der Militäruniform der vor einem Jahr Thailand von seinem damals noch zukünftigen Profigolfer-Präsidenten befreite, hat ja nun nur eine befristete Militärlaufbahn als Armeechef, die Ende diesen Monats, ehm, endet. Also in nicht ganz 10 Tagen. Dann ist er kein Militärchef mehr. Schade.

Im vergangenen Jahr hat man viel spekuliert, was er denn so machen wird, im Ruhestand.

Er selbst sagte immer, er würde nicht in die Politik gehen. Oder er sagte, er wüsste noch nicht, was er mal machen will. Oder er sagte, er würde lieber als Sicherheitsberater in die Wirtschaft gehen, weil man als Politiker in Thailand zwar Achtung aber nicht viel Geld erhält. Oder er sagte er würde auf gar keinen Fall nicht in die Politik gehen. Oder dann vielleicht aber doch. Aber dann wieder lieber nicht. Oder er lächelte nur weise.

Die anderen (also die Presse und Leute, die ganz ganz viel Ahnung haben), meinten immer, er solle doch nach seiner Karriere als Militärchef in die Politik gehen. Oder lieber nicht. Oder gleich Ministerpräsident werden. Oder das Gesetz ändern, das seine Laufbahn zeitlich beschränkt. Oder Ministerpräsident werden. Oder besser nicht in die Politik gehen. Oder Präsident des Thailändischen Profigolfervereins werden. Beschwert haben sie sich immer, wenn er nur weise lächelte.

Nun ist das Ende nahe und alles Spekulieren ist relativ langweilig, die 10 Tage kann man ja noch warten.

Neuer Armeechef wird übrigens dieser nette Mann hier: General Anupong Paochinda. Mit seiner Ernennung hat niemand gerechnet, denn er war einmal ein Gefolgsmann der “Gegenseite”. Er besuchte und absolvierte die selbe Klasse in der Militärschule wie Thaksin Shinawatra, oben erwähnter Golfer, lies ihn dann aber fallen, als er merkte, dass der Putsch bevorstand und unterstützte als Chef der Armee in der Zentralen Region Thailands die Putschenden in Bangkok mit Personal. Er ist weniger politisch ambitioniert als andere Kandidaten und wird daher als stabilisierende Kraft angesehen.

General Saprang Kalayanamitr, der Hauptanwärter (in den Augen der Spekulierenden) auf den Posten wurde nur stellvertretender Generalsekretär im Verteidigungsministerium.

Sonthi ist sich derweil gewiss, dass der neue Armeechef keine politische oder gesellschaftliche Instabilität bringen wird. Auf die Frage was er selbst denn im wohlverdienten Ruhestand machen wird, lächelte er nur weise.

Das neueste Gerücht aber besagt , dass er stellvertretender Ministerpräsident und Sicherheitsminister (ein Posten, der extra für ihn eingerichtet wird) wird. “Angeregt” wurde das vom Verteidigungsminister Boonrawd Somtas.

Echo

Heute vor einem Jahr wurde geputscht. In Bangkok. Geändert hat sich au?er einem verjagten Profigolferpräsidenten, ein paar aufgelösten Parteien und teurerem Benzin nicht viel. Trotzdem geht es voran.

Wir werden ja sehen.