Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Von der Hantel zerschmettert

Eines der Hauptmerkmale des thailändischen Sensationsjournalismus ist die komplette Namensangabe der Opfer aller Straftaten und Morde. Und so bekommen wir auch heute wieder den vollen Namen eines deutschen Studenten mitgeteilt, der in seinem Apartment gestern ermordet worden ist . Neulich erfuhren die Eltern eines australischen Englischlehrers erst durch das Internet vom Tod ihres Sohnes. Sehr praktisch.

Ich glaube auch der Satz “Neighbors told police that miep lived by himself but had male friends coming over to his place almost every night…” wird Neuigkeiten für seine Familie mit sich bringen.

Glücklicherweise hat es The Nation nicht so mit Photos, sonst würden wir uns sicherlich einige blutrote Photos ansehen dürfen. Obwohl: auf einer der Mailinglisten werden sie wohl unweigerlich erscheinen.

Gebet

Grade besprang mich eine Gottesanbeterin. Ich glaube so laut hab ich im Leben nicht geschrien.

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Unruhe

Ich überlege häufiger, ob ich was über Anschläge im Süden Thailands schreiben soll. Ich dachte auch schon über einen Google-Maps-Mashup mit den Orten der Anschläge nach, verwarf das dann aber als zu zynisch. Man könnte täglich darüer schreiben und ich werde bei Gelegenheit einen lägeren Eintrag zur Geschichte der Unruhen schreiben (liegt wie immer im Entwürfe-Ordner herum).

Trotzdem zwei Sätze zum Thema:

1: General Sonthi hat letzte Woche verkündet, dass sich die Lage im Süden verbessert hat.

2: Heute morgen wurde ein Minivan von Maskierten aufgehalten und die 9 Insassen durch Kopfschuss getötet, darunter zwei Kinder.

Mord und Totschlag, Thaistyle

Gestern wurde in Nathon ein kleiner Junge umgebracht und seine Mutter schwer verletzt . Die Nachricht lief durch die Nachbarschaft, wurde wohl kurz auf TiTV gezeigt und jeder versuchte, es mir zu erklären, verstanden habe ich aber am Ende nur, dass ein Fünfjähriger tot ist und seine Mutter schwer verletzt. Die restlichen Familienmitglieder leben zur Zeit in Australien. Von Mord wusste ich auch nichts, denn so wie ich das verstanden habe, ist das Haus zusammen gebrochen (stürmisch war es ja). Ich sehe schon, ich muss langsam mal “Thai für Kriminelle” lernen. Dann müsste ich brechen nicht mit ein- oder zusammen- in Verbindung bringen müssen. Die englischen News sind immer sehr langsam.

Was war geschehen? Kurz nach Mitternacht wurde in das Haus der Familie in Lipa Noi eingebrochen. Der Einbrecher attackierte die Mutter, der kleine Junge kam dazu, rief um Hilfe und wurde umgebracht. Seine Mutter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Es gibt zwei Theorien, eine von einem Ex-Freund aus Ko Phangan, der zugunsten eines Australiers verlassen wurde und sie zurückgewinnen wollte und die andere von über <txp:baht value=“200000”/> Schulden bei einem Bauhandel.

Morde geschehen in Thailand häufiger aus Leidenschaft oder wegen Schulden. Auf Samui gab es 2006 rund 3 Morde pro Monat. Im Fernsehen sieht man das allerdings nur, wenn man viel Blut zeigen kann.

Visarun (light)

Heute war ich mein Visa im Immigration Office in Nathon verlängern. Jedes Mal wenn ich dort an komme, ist der Empfangsraum anders angeordnet und die Abläufe sind geändert. Die einzige Konstante ist diese überaus niedliche Thai in der Uniform die immer persönlich meine Unterlagen entgegen nimmt.

Der Chef persönlich hat heute wichtig eine Unterschrift in meinen Pass gepackt. Als er sah, dass ich über Laos ins Land kam hat er seinen Schnörkel ganz schnell drunter gesetzt und ich war fertig. Vor mir war ein Frankreich-Farang, der 10 Minuten lang befragt wurde, warum er so oft auf Visarun in Malaysia war.

Eine interessante Information habe ich noch: wenn ich auf ein Konto 800000 THB einzahle und einen Beleg dafür vorzeige, dann bekomme ich ein Jahresvisum.

So, also dann mal los: Wenn mir jeder meiner Leser einen Euro zukommen lässt und alle Leser die mir Visafragen per Mail schicken 100 Euro, dann habe ich das Jahresvisum so gut wie in der Tasche.

Wider dem Suffe

Heute wurde nun das lange und heftig diskutierte Alkoholgesetz verabschiedet .

Der Alkoholverbrauch soll kontrolliert und gesteuert werden (wie denn bitte?), das Mindestalter für den Erwerb von Alkohol wird auf 20 Jahre fest gelegt und im Umkreis von Tempeln, Schulen und Universitäten darf kein Alkohol ausgeschenkt und verkauft werden.

Von Alkoholwerbeverbot ist keine Rede mehr.

Elektronischer Fortschritt

Im Januar gab es die ersten Anzeichen , dass tatsächlich dieses Jahr ein königliches Dekret unterschrieben werden soll, das den elektronischen Geldverkehr in Thailand einführt und regelt.

Es war tatsächlich bisher nicht möglich, Geld von einer Bank in Thailand auf eine andere Bank zu überweisen. Man durfte es auf Bank 1 abheben, zur zweiten Bank tragen und dort einzahlen. Zum Bezahlen der Wasser- und Energierechnungen muss man bisher zum Anbieter gehen und das Bar bezahlen oder es fuhren Einsammler in der Gegend rum. 7eleven hat auch einen Rechnungsbezahlservice, der immer zur Schlangenbildung an der Kasse führt, weil jede Menge Unterschriften geleistet werden müssen und Papier bedruckt werden will.

Das soll nun alles besser werden. Beginnend im April wird die National Inter-Bank Transaction-Management Exchange (National ITMX) von der National ITMX Company betrieben in drei Schritten die elektronischen Zahlungswege erweitern.

Schritt 1: SMART (small and medium amount retail transaction) — wird direkte Zahlungen zwischen den Banken erlauben. Rechnungen bezahlen wird somit viel einfacher. Das ganze soll zuerst für die Zahlung über Telephon oder Internet eingerichtet werden.

Schritt 2: Errichtung eines Sicherheitssystems für diese Transaktionen.

Schritt 3: Bis zum Ende des Jahres werden die bestehenden ATM-Maschinen umgerüstet, um die neuen Zahlungsarten anzubieten.

Schöne neue Welt. Eine eigene Regierungskommission haben sie auch schon eingerichtet ;)

YouTube geblockt – oder nicht

Von Freitag auf Samstag war YouTube von Thailand aus nicht erreichbar. Das sagen verschiedene Weblogs und Boards und sogar BoingBoing greift das Thema auf .

Erstens: Die Thais sind nicht dumm. Man konnte die ganze Zeit über verschiedene IPs auf die Seite gelangen und ohne www am Anfang der URL auch. Wenn die Behörden hier zensieren, dann richtig.

Zweitens: Ich konnte YouTube die ganze Zeit erreichen und habe jede Menge Nine Inch Nails Videos gesehen.

Drittens: Schon die ganze Woche hatte ich Probleme, auf Blogs zuzugreifen, die bei WordPress.com gehostet waren. Subdomains dort waren einfach nicht abrufbar. Die Hauptseite selbst war sichtbar, ohne Stylesheets allerdings.

Ehe wir hier also von Zensur, Blocken und anderem Kram sprechen, stelle ich einfach mal fest, dass die “Techniker” vom “Zwangsproxy” in Bangkok einfach nur Mist gebaut haben. (Alle Anfragen ans Web werden durch zwei IPs in Bangkok geleitet wo bestimmte Seiten geblockt werden können).

Thaksin-Interviews werden nicht mehr geblockt, sie werden mit Reaktionen torpediert. Ob man nun seinen ehemaligen Finanzminister als Regierungsberater einstellt oder seine Frau der Steuerhinterziehung anklagt. Seine Interviews blockieren will man nicht mehr.

Eine Liste der geblockten Webseiten (Stand 11.Januar) kann man übrigens bei FACT — Freedom against censorship in Thailand downloaden. Falls man gerne Pornoseiten absurft, dann ist das eine sehr ergiebige URL-Quelle — au?erhalb Thailands.

Seit dem Putsch sind übrigens 500% mehr Webseiten geblockt worden.

Karl

Karl lebt in meinem Haus. Ich habe versucht, ihn raus zu schmeissen, aber wie das mit den Karls dieser Welt so ist, jedes Mal war er nach ein paar Stunden wieder da. Tagsüber sitzt er in einer oberen Ecke in der Küche oder im Wohnzimmer und harrt der Dinge, die da kommen mögen.

Nachts kommt er raus und frisst den Hunden die Leckerlis weg und springt in der Gegend rum. Ich stehe schon gar nicht mehr auf, wenn Nachts irgendwas im Wohnzimmer durch die Gegend fliegt, weil es meist nur der Frosch war, der irgendwas durch Sprunggewalt beseite stie?.

Siamesischer Horror

Hin und wieder hat man ja Ideen, die etwas ausgefallener sind. Wie wäre es bspw. mit einem Horrorfilm, in dem siamesische Zwillinge getrennt werden, einer der beiden stirbt und fortan der andere Zwilling alleine durch eine immer seltsamere Welt gehen und mit dem Rache suchenden Geist seines Zwillings leben muss?

Die Macher meines ersten Lieblingsthaihorrormovies ““The Shutter”:http://www.siamzone.com/movie/m/2254 ” hatten diese Idee. Der Film hei?t ““Alone”:http://www.dedicate-ltd.com/image/alone.html ”, den Trailer gibts hier und am 29. März kommt der Film in die Lichtfilmsäle des Königreiches.

iTV wird nicht abgeschaltet

Erstmal .

iTV wird jetzt vom “Public Relations Department” (das sind die Leute, die auch Channel 11 “machen”) verwaltet und 0:00 Uhr eben wurde es plötzlich in TiTV umbenannt. Sogar ein neues Symbol haben sie. Wie es aussieht, haben sie entweder eine Gnadenfrist bekommen oder dürfen erstmal unbefristet weiter senden.

Um 0:00 Uhr herum war der Redaktionsraum plötzlich sehr voll von sentimentalen Thais, abgeschaltet wurde aber nicht. Es machte kurz Plopp und TiTV tauchte unten rechts auf.

Hallo Lenin!

Ich fass es nicht. Auf UBC (ach nein, wir hei?en True visions now) kommt “Goodbye Lenin”. Auf Deutsch. Gewohnt bin ich auf dem Moviekanal nur Japanisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Das ist das erste Mal, dass ein deutscher Film kommt (den ich dazu auch noch nicht mal gesehen habe).

Gleich mal kucken.

Nichtsdestostrotz sprechen die so ein komisches überdeutliches Deutsch mit allen Wortendungen und so bemühten Dialekten. Ich glaub ich schalt auf die Thaisynchronisation um.

iTV wird abgeschaltet

iTV, Thaksins Ex-Fernsehsender, muss am 7. März um 0:00 Uhr abgeschaltet werden . Das beschloss das Kabinett heute. Man konnte Schulden in Höhe von von 100 Milliarden Bahttxp:gho_footnote sorry, “billion” im Englischen ist doch eine Milliarde, oder?</txp:gho_footnote> nicht bezahlen und bis geklärt wurde, wie es weiter gehen soll wird dem Sender die Lizenz entzogen.

Ich lasse diese Tatsache, die von den meisten Medien heute als “Die böse vom Militär installierte Regierung schlie?t den einzigen freien Fernsehkanal und unterdrückt wieder einmal die Meinungsfreiheit im vom Putsch erschütterten Thailand”-Geschichte erstmal so stehen und berichte später über die Hintergründe.

Botschaftsschreiben

Hin und wieder verschickt die Deutsche Botschaft™ in Bangkok ein Marketingblättchen als PDF, in welchem erzählt wird, was der Botschafter Hr. Doktor Brümmer so in den letzten Wochen gemacht hat.

Heute zum Beispiel erfährt der gespannte Leser, dass er einen Kleinbus (Marke unbekannt) an die “Crime against Child, Juvenile and Woman Suppression Division” CCSD übergeben hat. Am Ende des Eintrag steht dann folgender Absatz:

Auch wer als Deutscher im Ausland sexuellen Missbrauch an Kindern begeht, ist nach deutschem Recht strafbar. Deutschland erfüllt damit die Verpflichtungen internationaler Vereinbarungen, die Kinder und Jugendliche weltweit vor Missbrauch und sexueller Ausbeutung schützen sollen.

Soso. Da verlangt man von “uns Deutschen”, ja man zwingt uns geradezu, Kinderschänder zu verachten (mal abgesehen davon, dass Taten, nicht Personen strafbar sind, oder?).

Super. Bestimmt zwingt man uns bald auch noch Mörder, Touristen und Soziologen zu verachten. Ich sage: Raus aus internationalen Vereinen, die sowas von uns fordern.

Ich gehe nicht davon aus, dass der Kleinbus was mit dem toten deutschen Pädophilen und einem Gesicht, das man als Nation wahren muss, zu tun hat — allerdings habe ich das dumpfe Gefühl, dass aus der Deutschen Botschaft in Bangkok nur solches verschwurbeltes Geschreibe kommt. Ein paar Anregungen:

“Deutschland beteiligt sich an internationalen Programmen zur Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und deren sexueller Ausbeutung”

“Als Deutsche Vertretung in Thailand verurteilen auch wir jegliche Form des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und deren sexueller Ausbeutung”

Aller guten Dinge sind Vier

Ich mag es gar nicht laut sagen, könnte ja gleich wieder aus gehen, aber ich habe jetzt DSL in der Hütte. Zwei Lampen leuchten, zwei Lampen blinken.

Der Weg hierhin war hart, auch heute wieder. Der Service und der Manager riefen beide an im Laufe des Nachmittags und fragten, ob die Lampen leuchten. Was sie nicht taten. Dann wiederholte sich mehrmals das Spiel mit dem Kabel in der Gegend rum stecken und dem Abfragen der Lämpchen.

Ich murmelte immer nur vor mich hin, das Signal liege nicht an und lies Fu den verbalen Kram machen. Und wieder habe ich das Thaiwort für “Blinken” vergessen. Aber lustig klingt es.

Zwischen den ganzen Anrufen war auf einmal das Signal da und Skype ging online. Das dauerte 2 Minuten und das Signal war wieder weg.

Am Ende wurde kollektiv festgestellt, dass das Signal nicht anliege und es wurde ein Team von TT&T geschickt. Die kamen tatsächlich und steckten Kabel in der Gegend rum. Wunderten sich, dass kein Signal anliegt und telefonierten wieder.

Nach einer Weile sagten sie dann, dass das Signal morgen aufgeschaltet wird. Fu sagte “Wirklich?” und der junge Mann (Fu nannte ihn Nong, also war er ziemlich jung) sagte ja. Sie schwafelten noch ein wenig und er ging. Fu rief ihm hinterher “wirklich? morgen?” und er rief zurück ja. Das Auto startete, fuhr aber nicht weg, weil der Kleine einen Anruf bekam. Der Motor ging wieder aus und er kam zurück.

Er loggte sich auf dem Router ein (Fu war ganz begeistert, dass man das kann, da hab ich eine Möglichkeit verpasst, den coolen IT-Dödel zu spielen, denn auf dem Router hab ich schon seit Tagen rumgeschraubt) und “richtete” alles ein (nicht dass ich das schon gemacht hätte, egal).

Dann sagte er, dass wir morgen Mittag Internet haben. Fu rief ihm hinterher “Wirklich? Morgen mittag?” und er rief zurück ja.

Das war die seltsamste Kommunikation zwischen Thais seit langem.

Jedenfall fuhr der Service von dannen, Fu und ich wir gingen Essen und der Service rief an, wir sollten doch mal die Lampen checken. Also nichts wie nach Hause und Lampen angekuckt: Kein Signal. Er rief wieder an und fragte, wie es aussieht, es ergab sich ein Dialog wie in der IBM-Werbung damals (“Druckt er? Nein. Und jetzt? Druckt nicht. Und Jetzt? War die Lampe.”) und plötzlich war das Signal da. Und ging nicht mehr weg.

Seither sitzen wir anbetend vor den Lämpchen und überlegen, was wir nun mit dem ganzen Internet anstellen sollen. Asmodeus ist nun die 192.168.1.42 — wie es sich gehört für mein kleines Heimnetzwerk.

Gleich mal kucken, was sich auf den Pornoseiten so alles geändert hat…

Jetzt hab ich 7 Telefonnummern und 4 “Freunde” mehr, die ich bei bestimmten Problemen anrufen kann. So hat jede Wartezeit in Thailand ihr Gutes.

Heute also wurde fristgerecht das Internet geliefert. Ab nächstes Jahr feiern wir jeden 4. März den DSL-Tag. Und nun werde ich DSL nie wieder auf diesen Seiten erwähnen. Vermutlich.

Makha Bucha Day

Gestern war Makha Bucha Day. Neun Monate nach Buddhas Erleuchtung am Vollmondtag des dritten Monats des Mondjahres (da braucht man mehr als zehn Finger um das Datum zu errechnen) begaben sich verschiedene Ereignisse:

  • 1250 Anhänger, Buddhas Schüler (Arhantas, erleuchtet und von ihm ordiniert), versammelten sich ohne Absprache um Buddha
  • Buddha hielt eine Predigt, in der er die Grundlagen des Buddhismuses legte, Ovadhapatimokha genannt.

Damit ist dieser Tag einer der drei wichtigsten buddhistischen Feiertage im Theravada-Buddhismus.

Am Makha Bucha Tag führen Buddhisten vier Verrichtungen durch:

  • Tham Bon: Man geht in den Tempel, hört einer Predigt zu, spendet Geld usw.
  • Rub Sil: Man trinkt keinen Alkohol und tut nichts Unmoralisches (was mal seltsamerweise sowieso nie machen sollte).
  • Tuk Bard: Mönche werden am Vormittag verköstigt. Im Tempel in Choeng Mon gestern war ein mehrere Tische langes Buffet aufgebaut.
  • Vien Tien: Man nimmt an der abendlichen Kerzenprozession teil. Dabei prozessiert man mit Kerzen dreimal im Uhrzeigersinn um die Uposatha-Halle, das Hauptgebäude des Tempels herum.

Da es bei den vergangenen Feiertagen in diesem Jahr, sowohl zu Silvester/Neujahr und dem chinesischen Neujahr zu Anschlägen gekommen ist, wurde auch diesmal vor Anschlägen gewarnt und die Sicherheit aufgestockt . Abgesehen von den “normales” Anschlägen im Süden gab es aber keine.

Ovadhapatimokha und der achtfache Pfad

Der Achtfache Pfad stellt die Grundlagen im Buddhismus dar und besteht aus folgenden Elementen:

  • Rechte Ansicht (Samma Ditthi)
  • Rechtes Denken (Samma Sankappo)
  • Rechte Rede (Samma Vaca)
  • Rechte Handlung (Samma Kammanto)
  • Rechter Lebenserwerb (Samma Ajivo)
  • Rechte Anstrengung (Samma Vayamo)
  • Rechte Achtsamkeit (Samma Sati)
  • Rechte Konzentration (Samma Samadhi)

Ovadhapatimokha wird die dreistufige Darstellung der Lehren Buddhas genannt, die eine kompaktere Version des Achtfachen Pfades darstellt.

  • Die Weisheit (Panna): Hierunter fallen Rechte Ansicht sowie Rechtes Denken.
  • Die Ethik (Sila): Hierunter fallen Rechte Rede, Rechte Handlung sowie Rechter Lebens­erwerb.
  • Die Sammlung (Samadhi): Hierunter fallen Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit sowie Rechte Konzentration.

(Dieser Eintrag wird noch erweitert)

Der gro?e Tag (zweiter und dritter Versuch)

Regelmässige Leser dieser kleinen Publikation werden sich erinnern, dass ich anstrebe, aus meiner kleinen Hütte mit den Hunden gemeinsam ins Internet zu gehen. Schneller als bisher mit dem 5kB-Mobilemodem. DSL ist eine gute Sache (wir Kenner nennen es hier ADSL2+) und überall verfügbar. Nur nicht in meiner Hütte.

Zum Donnerstag nun ward mir das Internet ganz bestimmt verkündet. Und kam nicht. Gestern nun kamen die Kabelleger wieder. Gleich am Morgen fuhren sie auf und rauchten erstmal eine. Dann machte man sich ans Kabellegen. Das dauerte den ganzen Vormittag und kurz vor Nachmittag wickelten sie dann ein dickes schwarzes Kabel um den Baum hinterm Haus, schoben es mir ins Dach hinein und nebem dem UBC-Kabel wieder heraus. Schnipp schnipp. Schraub Schraub. Fertig.

Es waren 4 Männer, einer arbeitete und die anderen drei spielten mit den Hunden und fütterten sie mit Erdnüssen. Sie rauchten noch ein bisschen und unterhielten sich mit der Hausbesitzerin.

Als sie weg waren, kam sie zu mir und fing an, sich mit mir zu unterhalten. ?ber ein Websiteprojekt, was wir laufen haben, über die Pflanzen im Garten und dass die Hunde gerne spielen. Mir wurde mulmig zumute. Nach einer Weile sagte sie dann “Internet” und legte eine lange Pause ein. Ich liess mich zu einer triumphierenden Geste hinrei?en. Sie sprach dann “come tomorrow”.

Super.

Ich packte meinen Kram ein, klaubte die letzten Baht aus der Sofaritze und wandelte wieder ins klimatisierte Internetcafe.

Heute nun schaltete ich meinen kleinen Router ein und schaute gebannt auf die grünen Lämpchen. Eine leuchtete. Power. Eine blinkte. Test. Gut. Blink blink. Dann hörte sie auf zu blinken und eine andere Lampe fing an zu blinken. Status. Sehr schön. Dann tat sich nichts mehr. Nachmittags riefen wir dann beim Support an und fragten, was nun ist mit Internet und so.

Der Support stellte viele kluge Fragen und lies sich genau erklären, welche Lampen blinken und welche nicht. Das Thaiwort für Blinken forderte mir immer ein bisschen Kraft ab, nicht laut los zu lachen. Allerdings hab ich es schon wieder vergessen. Jedenfalls sagte der Support dann, dass ich blöd sei, ich müsse ja das Kabel auch in den Computer stecken (ohne auf die nicht leuchtende Lampe bei Line einzugehen).

Ich steckte das Notebook an und legte (als braver Windowsuser) die Installations-CD ein. In Thailand muss man DSL installieren. Nach vielen bunten Bildern welches Kabel wohl in welche Buchse gesteckt würde kam die Abfrage eines Zuganges. Username und Passwort. Davon hab ich in Verbindung mit DSL noch nie was gehört. Also bin ich wieder zu den Hausbesitzern und wir haben in den Papieren gekramt. Ganz klein stand dann irgendwo ein Zugang. Der wurde eingetippt und das Programm checkte, ob alles in Ordnung sei.

War es nicht. Fehlermeldung: Es liegt kein DSL-Signal an. Fu rief wieder bei der Servicestelle an, dass kein Signal anliege (wie ich bereits einmal erklärt habe). Es wurden wieder die Lämpchen abgefragt (Lämpchen sind wichtig in Thailand) und Kabel in der Gegend rumgesteckt. Anschlie?end diagnostizierte der Support mich abermals als blöd und meinte, dass da gar kein Signal anliege.

Gut. Oder auch nicht. Denn anscheinend hat der DSL-Anbieter mit den Leitungen nichts zu tun. Wir riefen also beim Signalfreischalter an und der sagte uns, ja klar. Das können wir machen. In sieben Tagen. Fu wurde bleich und geschäftig und sprach recht häufig von “Farang” und “tham ngan” (langnasiger Europäer und Arbeit) und legte dann relativ wütend auf.

Es wurde sich mit dem Hausbesitzer beraten und sie riefen dann den Kabelleger an. Das ist die dritte Partei im Spiel. Der kam dann sofort, sagte irgendwas von “lööm” (vergessen) und prüfte die Kabel. Die waren alle in Ordnung, also rief er einen Manager bei TT&T an und diskutierte lange mit ihm. Auch dieser sprach wieder von einer 7-Tage-Frist. Anschlie?end wurde eine andere wichtige Person angerufen, eine Zigarette geraucht und der TT&T-Manager rief bei uns an und sagte, dass morgen (am Sonntag) mein Signal freigeschaltet wird. Wir dürfen ihn gerne morgen anrufen und uns absichern, dass alles in Ordnung ist.

Den Rest des Abends muss ich übrigens mit so einer komischen Musical-Zeile im Kopf verbringen, wo eine Göre in nervigem Tone ständig “Tomorrow, Tomorrow!!!” singt.

?brigens: Morgen hab ich hier DSL.