Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Farbkompromiss

Es nörgelten zu viele über meine wirklich schönen und sorgfältig ausgewählten Farben. Also hab ich das mal geändert. Natürlich nicht hier ;)

Die nächsten Änderungen werden die Typographie (nur noch Erklärungen, mit den Schriftarten bin ich soweit zufrieden) und eben das Farbset dran kommen.

Außerdem werde ich, wenn mal ein regenfreier Tag ansteht mich ins WLAN einklinken und ein paar Bilder hochladen. Für den Header.

Modemhölle

Jeder, der mir heute eine 6.4MB große Email an meine Hauptadresse geschickt hat, möge im nächsten Leben mit 5Kbit-Handymodemanbindung nicht unter zwei Jahren bestraft werden.

Templatespielereien II: Genereller Templateaufbau

Ich benutze zur Realisierung meiner Layouts seit einiger Zeit die Layout-Gala von Alessandro Fulciniti {.vcard.n.url} (wünscht ihr euch nicht auch manchmal, ihr wäret Italiener?). Mit einem einzigen XHTML-Gerüst kann man laut Layout-Gala 40 verschiedene Layouts realisieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damit weitaus mehr sein könnten, die vorgestellten reichen aber vollkommen aus.

Genereller Seitenaufbau

Das nachfolgende Schaubildchen zeigt den generellen Aufbau der Seite.

Da wird sich im Vergleich zur Ur-Version nicht viel ändern. Neu ist der Inhaltsbereich am Fuß der Seite. Durch die Einbindung der Bilder von flickr.com bin ich gezwungen, eine fixe Breite für die Inhaltsspalte zu verwenden. Womit die Sache auch schon auf Nummer 37 aus der Layoutgala festgelegt ist. Das ist wie bei der Auswahl eines Nummern-Girls.

Damit sieht das Template folgendermaßen aus:

Nebenbemerkung: Es gab ja mal Zeiten, da man für Bildschirmauflösungen um die 800×600 Pixel gepixelt hat. Die Zeit dürfte vorbei sein, wie man an folgendem Diagramm leicht erkennen kann, weshalb ich mit 900 Pixeln Breite arbeite. Damit kann man einerseits größere Schriften benutzen ohne gedrückt auszusehen und andererseits bekommt die Seitenspalte mehr Platz eingeräumt.

Templatespielereien I: TXP-Grundlagen

Textpattern besteht aus Templatesicht aus vier Komponenten: Sektionen (sections), Seiten (pages), Bausteinen (forms) und den Stylesheets. Ich persönlich bevorzuge es die Stylesheets nicht über TXP zu verwalten sondern habe sie als Dateien abgelegt. Damit kann der Server zum einen schneller darauf zugreifen (minimal, ich weiß), zum anderen kann ich per Skript bestimmte Pfade anpassen oder mit PHP und Variablen arbeiten. Das Stylesheetsystem von TXP parst weder TXP-Tags, noch ist es per Plugins erweiterbar.

Sektionen

Sektionen kann man am besten mit Website-Bereichen vergleichen. Ein ein einfaches Blog kann bspw. in TXP aus den Sektionen weblog, archiv und kontakt bestehen. Jede Sektion kann durch ein eigenes Template (eine Seite) individuell angepasst werden. Ebenso kann separat je Sektion festgelegt werden, ob die Inhalte dieser Sektion in den Feeds verfügbar sein sollen und durchsuchbar sein sollen.

Man könnte mit dem Sektionsprinzip theoretisch eine eigene Website pro Sektion erstellen. Ich habe mal für eine Unternehmensseite die internationalisierten Versionen per Sektion realisiert. Re(De)Signation ist so eine Sektion, die unabhängig von den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de läuft und ein kleines bisschen anders aussieht.

Die Sektionen gehören auch zum Inhaltssystem von Textpattern. Man kann einzelne Artikel jeweils einer Sektion zuordnen. Da jeder Artikel auch noch zwei Kategorien zugewiesen werden kann ergibt sich so die Möglichkeit zu einem zweidimensionalen Systematisierungsprinzip der Inhalte. Das allerdings wäre ein Web1.0-Prinzip. Heutzutage taggt man. Dazu später mehr.

Seiten

Seiten sind die Templates für die jeweiligen Sektionen. Es gibt ein default-Template mit dem man unter Zuhilfenahme konditioneller Tags die ganze Website gestalten könnte. Ich bevorzuge hier eine Seite pro Sektion. Das ist übersichtlicher.

Bausteine

Die Bausteine sind die kleinsten Einheiten des Templatesystems. Unter anderem kann man das Aussehen der Artikel individuell bestimmen, die funktionalen Bereiche wie bspw. Kommentarsystem und Darstellung anpassen und häufig verwendete Elemente wiederverwertbar ablegen.

Tags

Die Tags sind die Steinchen, die Textpattern am Laufen halten. Man kann die systeminternen Tags per Plugin um eigene Tags erweitern.

Damit wäre auch schon alles gesagt zu den Möglichkeiten Textpatterns in Bezug auf die Templates. Ich finde das System sehr flexibel und bin noch nie in meinen Bedürfnissen an seine Grenzen gestossen. Aber genug der Basics. Nachher gehts ans Eingemachte: Das Grundlayout.

in der die schreiBBloga.de

Hier in der die schreiBBloga.de habe ich wie gesagt pro Sektion ein Seitentemplate. Header (inklusive Titel) und Footer (inklusive Seitenspalte) der Seite werden per Baustein in jedem Template erzeugt. Aktuell habe ich einen Baustein für Artikel, in der alten Version war es so, dass ich einen Artikelbaustein pro Sektion hatte (was auch nicht viel mehr war). Die Inhalte der Seitenleiste waren plugingeneriert. Ich habe eine Menge eigener Tags durch Plugins inplementiert, was ich auch in der neuen Version weitgehend beibehalten will.

Experiment Demokratie

Zur Zeit kann man in Thailand recht gut nachvollziehen, warum es “Experiment Demokratie” heisst, wenn man von thailändischer Demokratie spricht. Damit meine ich nicht die Übergangsregierung und die Arbeiten an der neuen Verfassung die meiner unwissenden Meinung nach sehr gut und schnell voran gehen. Ich meine die “kleineren Geschichten” wie die (lasst es uns mal) Alkoholikerbestimmungen (nennen).

Kurz nach dem Putsch forderten Universitäten alkoholfreie Zonen rund um Schulen und Universitäten.

Kurz darauf wurden die aktuellen Unfallstatistiken veröffentlicht. Haupttodesursache dabei Alkohol am Steuer.

Kurz darauf gab der neue Gesundheitsminister bekannt, dass Alkohol rund um Universitäten, Wats, Regierungsgebäuden und Schulen verboten sein wird (kein Verkauf, kein Ausschank), das “drinking age” (das Alter ab dem man sich grundlos besaufen kann) sollte auf 25 Jahre hochgesetzt werden. Die Zur-Schau-Stellung von Alkohol sollte verboten werden. Werbung für Alkohol in Funk und Fernsehen sollte verboten werden. Ein klassischer Crackdown on <Fügen Sie hier das Crackdown-Subjekt Ihrer Wahl ein>.

Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass die neuen Regelungen am 5. Dezember, dem Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej zu Ehren seines 60. Thronjubiläms in Kraft treten würden.

Kurz darauf wurden die neuen Bestimmungen von der Regierung abgelehnt und ans Gesundheitsministerium zurück delegiert, man solle sich da nochmal Gedanken darüber machen.

Heute nun wurde das “drinking age” auf 20 Jahre festgelegt.

Experiment Demokratie.

Textpattern

Textpattern ist die Antwort die ich immer gebe, wenn mich jemand fragt, was ich ihm/ihr empfehlen würde, um eine Website zu gestalten. Allerdings nicht, ohne gleich den Zusatz zu bringen, dass es vermutlich für den Fragestellenden weniger geeignet ist, “weil man schon wissen sollte, was man tut”. Eigentlich kann ich textpattern niemandem empfehlen. Ich habe das schon zweimal empfohlen und bin damit jedes mal auf die Nase gefallen, größtenteils weil die Personen, denen ich das empfehle weder Kreativität noch Kenntnisse von HTML, CSS und so weiter hatten.

Man muss schon wissen, was es mit Tags auf sich hat, mit Attributen und Stylesheets und all dem Kram. Das, was Txp (wie wir Liebhaber es gerne nennen wollen) in der Standardinstallation mit sich bringt ist mehr als zum Heulen. Und es geht noch weiter: Die Entwickler haben alle keine Ahnung von Projektmanagement. Da kann es schon mal passieren, dass in einer Version 4.0.4 Änderungen an den Parametern einer Backendseite vorkommen, die eigentlich eine mittlere neue Nummer (4.1.0) erfordern. Von den Bugfixen einer Minimalversion (Version 4.0.5 mit Bugfixen für 4.0.4 ist bereits angekündigt) ganz zu schweigen. Es darf irgendwie nicht angehen, dass man Plugins für ein kleineres Update von Textpattern neu schreiben muss.

Wie auch immer. Textpattern ist das System meiner Wahl fü verschiedene kleinere Webprojekte (eigentlich alle meine Webseiten). Auch die schreiBBloga.de läuft auf Textpattern. Die 4.0.3 war in der alten Version, mit dem “Update” habe ich auch gleich die 4.0.4 installiert.

Textpattern ist ein sehr flexibles Content Management System. Man könnte theoretisch beliebig viele Webseiten mit einer Installation implementieren. Durch das Sektions-Prinzip hat man die Möglichkeit, verscbiedene Bereiche komplett von anderen abzutrennen (bspw. die Re(De)Signation ist eine Sektion, die in den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de nicht auftaucht). Txp ist durch das Pluginsystem sehr flexibel erweiterbar (wie wir noch sehen werden). Das Template-System hat seine Ecken und Kanten, ist aber auch “ganz nett”.

Und bevor ich jetzt noch auf ein anderes CMS umsteige lassen wir die Ausführungen zu Textpattern erst mal sein ;)

Die ersten kleinen ?nderungen

Zu den ersten kleinen Änderungen mag ich gar nicht viel erzählen. Das Thema lautet: Hauptsache es sieht erstmal anders aus. Das Layout wird sich noch ändern, die Farben erst recht. Neu ist ein Plugin das die kommenden 10 Thai-Feiertage in der Seitenleiste anzeigt und eine andere Form der “letzten Kommentare” in selbiger Seitenleiste. Beides werde ich demnächst mal beleuchten.

Strohwittwer

Ab morgen bin ich sowas wie ein Strohwittwer. Fu zieht es für drei Wochen gen Bangkok (ihr wisst schon, die Stadt der Engelmenschen) um noch mehr über Kreditwesen und all den Kram zu lernen. Da werde ich dann viel Zeit für meine kleine Website haben.

Wenn sie wieder kommt (zeitlich gesehen, nicht kausal, da hab ich keine Sorgen), kann es gut sein, dass sie in eine andere Bank aufs Festland versetzt wird um vielen armen Thais reiche Kredite anzudrehen. Der durchschnittliche Thai hat 150.000 Baht Kreditschulden habe ich vergangene Woche lernen dürfen. Die meisten Thais haben aber viel mehr durch die Finanzkrise von 1997.

Wenn Sie versetzt wird, werde ich ihr folgen, denn das, was ich so mache (nichts) kann ich glücklicherweise von überall aus machen und irgendwie wollte ich die Insel schon immer mal in Richtung “echtes Thailand” dauerhaft verlassen. Drückt mal die Daumen.

Sie hat sich übrigens tränenreich von den Hunden verabschiedet und mich mit einem schnellen “Bye” vor ihrer Tür bedacht. Naja. Thaistyle halt.

Chulalongkorn Day

Heute ist übrigens Chulalongkorn-Day. Hätte ich fast vergessen. Man hat ja nicht mehr frei als Nicht-Angestellter an solchen Tagen. Über die Bedeutung des Tages habe ich vor einem Jahr schonmal unter dem bemerkenswerten Titel “<txp:gho_permalink id=“439”>Chulalongkorn Day</txp:gho_permalink>” geschrieben. Im Prinzip ist es der Todestag des fünften Rama (König Bhumibol Adulyadey ist der neunte Rama). Es steckt aber weitaus mehr dahinter.

Übrigens hat Chulalongkorn die Insel zweimal besucht. Unter anderem hat er eine Visite im Napralarn-Tempel abgehalten, dem Tempel den ich gestern besuchte.

Re(De)Signation

Ihr wolltet es so. In der Re(De)Signation werde ich über die Umbauten berichten. Hier auf der Startseite wird man ausser dem verhauenen Design nicht viel merken. Im Feed landen die Einträge aus der Re(De)Signation auch. Außerdem gibts noch einen eigenen Feed für alle, die kein Interesse am Thaikram haben.

Was ist denn nun schon wieder los?

Hier in der Re(De)Signation werde ich über die lange Zeit herausgeschobenen Umstrukturierungsarbeiten berichten. Es wird dabei sehr technisch und stark textpatternbezogen zu gehen. In der rechten Spalte kann man sich die jeweiligen Änderungen im Screenshot ansehen.

Ich will damit vor allem dokumentieren, dass Textpattern sehr flexibel und einfach angepasst werden kann. Dazu später mehr. Nebenbei hat das Ganze den Sinn, dass ich endlich mal ein Redesign über die Bühne kriege — das Problem bei solchen Sachen ist meistens die Zeit, die man für private Projekte nicht hat. Man sitzt dann schon mal einen Monat an einem Design und mag es am Ende nicht mehr — alles umsonst. Diesmal werde ich den harten Weg gehen. Am lebenden Patienten.

Was man erwarten kann:

  • Ein Redesign. Leichter und heller als bisher.
  • Eine Umstrukturierung. Ich will mehr statische Inhalte anbieten. Informationen die sich nicht verändern und in einem Weblog schnell aus den aktuellen Seiten verschwinden.
  • Massive subjektive Meinungsmache in Hinsicht auf Webdesign und Programmierung.

Was man bereits mal gehört haben sollte:

  • XHTML 1.1 und CSS. Ich werde nicht erzählen, worin sich XHTML von HTML und XHTML 1.1 von XHTML 1.0 unterscheiden. Und noch weniger mag ich Diskussionen über Tabellen-Layouts führen (wenngleich das gleich in einem der ersten Einträge thematisiert werden dürfte).
  • PHP — das aber nur, wenn genauer verstehen will, was ich in den Textpattern-Plugins so produziere.

Ich mag Kommentare. Das nur am Rande.

Gebt mir Feedback

(Feedback ist ein nettes denglisches Wort für Rückmeldungen)

Ich bin immer noch am Hadern (<txp:gho_permalink id=“985”>wie eben</txp:gho_permalink>) über das lange überfällige Re-Design dieser regelmässigen Onlinepublikation. Es stehen ein paar Erweiterungen an, ein neues Design, ein paar integrierte Muff-3.0-Tools…

650 Tage sind genug für “das hier”.

Ich habe da ja die hirnrissige Idee, das LIVE zu machen. sozusagen am lebenden Kandidaten (aka Weblog).

Eventbloggen ist mein Metier.

Habt ihr da was dagegen? (ich weiss, das ist eine sehr scheinheilige Frage, denn ich gebe nicht unbedingt etwas auf “eure Wünsche”™. Sagen wir, wenn bis morgen abend keine (überzeugende) gegenteilige Meldung kommt schiebe ich das “neue” (huestel) Design einfach drauf und bastel online weiter. Was online ist, kann man nicht mehr verbergen.

Im REdeSign-blog wird es dann die Erklärungen zu den Techniken, dem Textpattern-Kram, den verwendeten Kram und all dem Technogelaber geben, wegen dessen ihr mich lieben (bruahahahaha) gelernt habt.

Und ich verspreche, dass die relevanten Einträge über Sein und Sin(n) in Thailand per ATOM-Feed immer lesbar sein werden…

Weihnachten

Alle die zu Weihnachten (oder zu einer der jeweilig ausliefernden Post genehmen Terminlage) eine Mix-CD mit Musik und ausdruckbarem Booklet und solchem Kram haben wollen, von mir, melden sich jetzt über eine der Kontaktmöglichkeiten, die man unter kollitsch.de lesen kann. Ich behalte mir vor, Leute, die ich nicht mag, zu ignorieren und Leute, die ich mag, die sich aber nicht melden einfach mit zu beschicken. Und eventuell wirds eine MP3-CD, weil es einfach zuviel Klänge für 80 Minuten geben könnte. Und ich behalte mir vor, gar keine Kollektion zu erstellen wenn ihr Ignoranten keine Begeisterung heuchelt. Und wer sich über das mit den Ignoranten aufregt kriegt auch nichts. Wenn ich es mir genauer überlege sollten wir das gleich ganz lassen.

Lektion des Tages

Wenn ich im Wat Napralarn bin, sind die Batterien des Photoapparates grundsätzlich leer. Das war heute so und jedes Mal, wenn ich da war bisher. Dann muss immer das Wackelhandy herhalten.

Morgen geh ich hin mit Ersatzbatterien.

Ich mag meine Website (nicht so ganz)

Der Hauptgrund, warum es in den vergangenen Tagen eher weniger Einträge gab ist der: Ich habe, <txp:gho_permalink id=“602”>mal wieder</txp:gho_permalink>, mich an einem neuen Design versucht. Das ist nun schon das dritte Mal seit dem letzten Wechsel und das dritte Mal beginne ich es zu hassen, ungefaehr 48 Stunden nachdem das Design steht und ich nur noch die Inhalte konvertieren und die neuen Funktionen einbauen müsste.

Diesmal was komisches mit Orange, Sonnenuntergang und mehr weiß hinten und vorne. Das viele Braun hier ist mir schon lange zu schwer. Eine andere Schriftart, grössere Schrift. Ich mags aber schon nicht mehr.

Es ist seltsam. Bei meinen eigenen Projekten bin ich “designerisch” farbenblind. Crap würde ich es nennen. Naja… Mal sehen wann ich den nächsten Versuch starte. Ich hoffe mal, dass der grössere Teil meiner Stamm-Leser eh über einen Feedreader vorbei kommt.

PS: mal ganz abgesehen davon, dass der Bedarf nach einem (teil)statischen Bereich steigt, bestimmte Bereiche fast nicht besucht werden, die Map jede Menge neuer Funktionen mächtig sein wird, Flickr und del.icio.us enger integriert werden wollen… ich frag mich, warum das Design immer an erster Stelle steht… bla…

Zwangsvegetarismus

Tag drei meines Zwangsvegetarismusses.

Die Erkenntnisse:

Erstens: Es gibt Eis für Vegetarier. Fu hat heute beim wöchentlichen Sävennsäns-Besuch die Eiskrem nach Vegetarier-Regeln zusammen stellen (oder rollen) lassen. Ergebnis: Eine Kugel Kürbiseis, dem Geschmack nach zu urteilen, eine Kugel Zuckereis mit Himbeeranteilen. Darüber geschnippseltes Obst in Zuckersirup. Darüber Erdbeer-Konfitüre. Ich hab gefragt ob ich da nicht noch Zucker drüber streuen darf, wurde aber nicht verstanden.

Zweitens: Warum die chinesischstämmigen Thais trotz Vegetarier-Festivals nicht dünner werden: Zucker. Sie produzieren Tofu-Kopien von allem, was ihnen lieb ist, aber normalerweise aus Tieren stammt (Tofu-Würstchen, Tofu-Fleischscheiben, Tofu-Innereien) und legen das in Zuckerwasser ein. Das wird dann mit Reis gegessen. Hinterher noch ein bisschen “regulären” Zucker: Khanom.

Drittens: Ich bin heimlich, still und leise zur veganen Variante verdonnert worden. Keine Eier, kein Fisch, keine Schlagsahne auf obigem Eis. Sie wollte mir fast noch den Kaffee verbieten (weil er eine Droge ist: “You cannot sleep after you drink coffee”). Hab ich aber erfolgreich Protest eingelegt. Den Weißer darf ich auch nur benutzen, weil er ohne Milch produziert wird. Aha. Mein Kaffeeweißer besteht aus Sojamehl. Meine Lieblingsreissuppe hat Fleischbällchen drinnen. Meine Lieblingsnudelsuppe auch.

Dann haben wir heute eine vegetarische Kühlschrankfüllung für die nächsten Tage eingekauft. Vegetarische Schweinseinlage für Reis (muaahahaha, der ganze Tesko hat sich nach mir umgedreht). Vegetarische Tom-Yum-Suppe. Pflanzenöl, Currypaste aus der Dose.

Das hat Potential für eine traditionelle Karfreitagsgeschichte. Mein Vater erzählt immer Karfreitags von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der eine Polin geheiratet hat und Karfreitag kein Fleisch essen darf und sich darüber beschwert. Das ist so eine jährlich wiederkehrende Geschichte, bei deren Auftreten man kurz ausatmet und sich dann entscheidet, einfach zu nicken, bis es vorbei ist.

Ich werde die Festivalsstory jedes Jahr zum Ramadan erzählen. “Damals, mein erstes Vegetarian, ich durfte ja fast nichts essen… nur Grünkram… und Zucker…”

Vegetarisch

Vor einer Woche überraschte mich Fu mit der Ankündigung, dass ich ab dem 20. Oktober kein totes Tier mehr essen darf. Ich grinste und sagte jaja. Heute Nacht nun kam eine SMS “so now is the vegetarian festival and you eat sausage no more!”.

Das Vegetarian Festival findet immer im neunten lunaren Monat des chinesischen Kalenders (im Prinzip vom 20. bis zum 30. Oktober) statt und ist eher eines der chinesischen Geisterfester als ein buddhistisches. Man hält eine vegetarische oder sogar vegane Diät ein, um sich zu reinigen und dadurch Verdienste für die nächste Inkarnation zu sammeln. In den chinesischen Schreinen werden heilige Rituale durchgeführt.

Was man als Tourist vermutlich als Vegetarian Festival kennenzulernen bekommt ist die Varianten auf Phuket mit täglichen Prozessionen bei denen die Ma Song genannten Gläubigen im schlimmsten Fall mit Metallstäben in den Wangen herum laufen.

Die 10 Regeln, die man bei der Teilnahme am Festival einhalten muss, sind die folgenden:

  1. körperliche Reinlichkeit während des Festivals
  2. Küchengeräte müssen sauber gehalten werden und dürfen nicht von Leuten benutzt werden, die nicht am Festival teilnehmen.
  3. weiße Kleidung ist zu tragen.
  4. gutes Benehmen, körperlich und geistig
  5. kein Fleisch essen
  6. kein Sex
  7. kein Alkohol
  8. Trauernde sollten am Festival nicht teilnehmen.
  9. Schwangere sollten keinen Ritualen beiwohnen.
  10. Frauen mit Periode sollten keinen Ritualen beiwohnen.

Leider gibt es keinen Grund für mich, nicht teilzunehmen.

Lauf! Solange du kannst!

Alle die nun erraten, was für eine Information hinter dieser Überschrift steckt, erhalten ein Bienchen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema lauten übrigens “Ja”, “Ja”, “Nein”, “Eventuell”, “Das sind ja faktisch nur 29 Tage”, “Weil sie erst ab Oktober zählen” und “Das weiß allein der Wind”.

Wir lesen uns wieder. Ganz sicher. Bin gespannt von wo aus.

Updates

Die Nachrichten der vergangenen Tage:

  • Die Fluten und Überschwemmungen verdrängen alle anderen Tagesnews. Viele Provinzen im Norden und in Zentralthailand stehen unter Wasser. Die Staudämme sind übervoll. Bisher sind 49 Provinzen über 2 Millionen Einwohner betroffen, von denen manche schon seit zwei Monaten mit Toilettenbooten leben müssen. Es gibt bereits 40 Tode und erste Seuchenfälle. Es wird wohl noch bis Ende November weitergehen.
  • In Nakhon Sawan steht das Wasser so hoch wie seit 60 Jahren nicht und der Chao Phraya fliesst mit der höchsten Geschwindigkeit seit 60 Jahren gen Bangkok, das bereits mit Überflutungen zu kämpfen hat .
  • Der König hat dem Royal Irrigation Department (RID) erlaubt, verschiedene seiner Grundstücke zu fluten , um die Lage zu lindern. Das brachte einige andere Landbesitzer dazu, es ihm gleich zu tun . Bei den Thais, die ich kenne löst das Bewunderung aus und bestätigt einmal wieder, was für ein guter König er ist. Da bleibt ein bisschen unbeachtet, dass dieses Land seit 8 Jahren genau diesem Vorgehen dient: Wasser aus den Flüsses ablassen, um den Pegel zu senken und saisonale Fluten einzudämmen.
  • Die Thailandpost hat ein Spendenkonto für die Flutopfer eingerichtet.
  • Das Gemüse wird teurer . Gründe hierfür sind natürlich vor allem die Fluten aber auch das ab dem 20. Oktober stattfindende 10tägige Vegetarian Festival.
  • Premierminister Surayud hat derweil direkt mit Thaksin telefoniert und ihm mitgeteilt, dass er zwar gerne wieder “nach Hause” kommen darf, das aber erst nach Aufhebung des Kriegsrechts machen sollte. Der Außenminister sagt das gleiche, betont aber auch , dass er Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit hat, wenn Thaksin Shinawatra vor der Kriegsrechtaufhebung wieder kommt.
  • Das Alles könnte aber unnötige Aufregung sein, denn Thaksin macht angeblich erste Anstalten, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für England zu bekommen. Damit wäre er nicht der erste Ex-Politiker oder “Firmenbesitzer”, der in London ein gemütliches Exil erhält. Das Gerücht über 114 aus dem Land geschmuggelte Koffer mit Besitztümern hält sich.
  • Die Regierung Thailands will demnächst ein Whitebook veröffentlichen, in dem sie die Hintergründe des Putsches genauer erklären will.
  • Thai Rak Thai (TRT) hat einen neuen Führer .: Chaturon Chaisaeng, einer der ehemaligen stellvertretenden Premierminister.
  • Der Gesundheitsminister hat am zweiten Amtstag gleich mal die Alkoholwerbung verboten und das Mindesalter für den Alkoholkauf auf 25 Jahre heraufgesetzt. Das Verbot tritt am 5.Dezember, dem Geburtstag des Königs, in Kraft . Weiterhin wird ein Alkohol-Bann rund um Wats, Schulen, Universitäten und Regierungsgebäude eingerichtet. Außerdem müssen Alkoholflaschen nun mit Warnmeldungen bedruckt werden. Das alles nützt recht wenig, sagen die Kritiker , denn betrunkene Fahrer sind das größere Problem.
  • Politische Versammlungen sind seit heute wieder erlaubt — Demonstrationen bleiben weiterhin verboten.

Vorbereitung

Nahezu der ganze Rest des Landes steht unter Wasser. — in Samui beginnt die Regenzeit immer etwas später. Koh Samui District Chief Decha Kangsanant (?าย???า ?ั?ส?ั???) (das ist sowas wie der Inselbürgermeister) hat jedenfalls verkündet , dass die Insel vorbereitet ist.

Nachdem man einige Millionen in die Reinigung und Reparatur der Abwasserkanäle gesteckt hat (in den vergangenen Wochen war Bophut und Lamai eine ständige Seitenstreifenbaustelle) denkt man, dass das Wasser diesmal besser abfliessen dürfte als zum Jahreswechsel vergangenen Jahres.

?berschwemmungen kann man dieses Jahr konvenient per Telefon direkt an den Chef schicken: über 077-421-345 (Festnetz) oder 08-19687854 (Mobil).

Kälterekord

Heute morgen zeigte das Thermometer 25 Grad. Es war eiskalt. Ich wäre ja gerne noch im warmen Bett geblieben aber die Hunde wollten raus. Winter ist blöd.

Das Kabinett des Surayud

Das Kabinett von General Surayud Chulanont steht und ist vom König bestätigt worden.

  • Finanzminister und stellvertretender Premierminister (Deputy Prime Minister and Finance Minister): MR Pridiyathorn Devakula — Präsident der Bank of Thailand. Man munkelt, dass nur die Garantie auf den Posten des stellvertretenden Premiers ihn dazu bringen konnte, den Posten als Chef der Zentralbank Thailands aufzugeben.
  • stellvertretender Finanzminister (Deputy Finance Minister): Sommai Phasee (nachträglich ernannt )
  • Gewerbeminister und stellvertretender Premierminister (Deputy Prime Minister and Industry Minister): Kosit Panpiemras — der Vorstandsvorsitzende der Bangkok Bank und ehemaliger stellvertretender Landwirtschaftsminister im Kabinett von Anand Panyarachun.
  • Kanzleiministerin des Premierministers (PM’s Office Minister): Kunying Tipawadee Meksawan
  • Kanzleiminister des Premierministers (PM’s Office Minister): Thirapat Serirangsan
  • Kanzleiministetr des Premierministers (PM’s Office Minister): Prasith Kowilaiku (nachträglich ernannt )
  • Verteidigungsminister (Defence Minister): General Boonrawd Somtat — Armeestabschef im Ruhestand und Mitglied der Offiziersklasse von Surayud.
  • Außenminister (Foreign Minister): Nitya Pibulsonggram
  • Stellvertretender Außenminister (Deputy Foreign Minister): Chaowanit Kongsiri
  • Tourismus- und Sportminister (Tourism and Sports Minister): Suwit Yodmanee
  • Minister für soziale Entwicklung und Sicherung (Social Development and Human Security Minister): Paibool Watanasiritham
  • Landwirtschaftsminister (Agriculture and Agricultural Cooperatives Minister): Theera Sutabu
  • Stellvertretender Landwirtschaftsminister (Deputy Agriculture and Agricultural Cooperatives Minister): Rungruang Issararangkura
  • Verkehrsminister (Transport Minister): Admiral Thira Haocharoen
  • Stellvertretender Verkehrsminister (Deputy Transport Minister): Sansern Wongcha-um
  • Minister für Naturressourcen und Entwicklung (Natural Resource and Environment Minister): Kasem Sanitwong na Ayutthaya
  • Minister für Information und Kommunikationstechnologien (Information and Communication Technology Minister): Sitthichai Pokai-udom
  • Handelsminister (Commerce Minister): Krirkkrai Jirapaet — ehemaliger dauerhafter Sekretär des Handelsministeriums.
  • Energieminister (Energy Minister): Piyasvasti Amranand — ehemaliger Generalsekretär des Energiepolitikbüros
  • Innenminister (Interior Minister): Aree Wongaraya — er ist häufiger in Gesprächen zur Lage in den südlichen Provinzen aufgetaucht und wird sich hauptsächlich mit der Stabilisierung der Lage beschäftigen.
  • Stellvertretender Innenminister (Deputy Interior Minister): Banyat Chansena
  • Justizminister (Justice Minister): Charnchai Likitjitta
  • Arbeitsminister (Labour Minister): Apai Chanthanajulaka
  • Kulturministerin (Culture Minister): Khunying Khaisri Sri-aroon — ehemalige Rektorin der Silpakorn Universität
  • Wissenschafts- und Technologieminister (Science and Technology Minister): Prof. Dr. Yongyuth Yuthawongse
  • Bildungsminister (Education Minister): Wijit Srisa-arn — er war vorher bereits dauerhafter Staatssekretär für universitäre Angelegenheiten.
  • Gesundheitsminister (Public Health Minister): Doktor Mongkol Na Songkhla
  • Stellvertretender Gewerbeminister (Deputy Industry Minister): Piyabutr Cholwicharn

Updates

Die Ereignisse der letzten Tage