Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Manches ändert sich eben

Manches ändert sich eben, stellte ich neulich fest. Früher schrieb ich mehr ins “Blog” wenn ich Stress jedweder Art hatte. Manchmal bekam das Blog dann eine Art Kommunikationsfunktion. Heute finde ich Leute die meinen über ihre Blogs kommunizieren zu müssen lächerlich. Wer nicht in der Lage ist, Kritikpunkte am Ort des Vorkommens anzubringen sollte sich nicht als Kommunikator bezeichnen und einfach die Klappe halten. Und so finde ich immer häufiger Satzfetzen im Entwürfeordner — “veröffentliche” aber weniger. Ob das gut ist halte ich mal eher für fraglich — dumme Kommentare jedenfalls hält es mir fern. Allerdings sind viele Einträge dann auch gnadenlos veraltet wenn sie denn veröffentlichenswert sind (siehe Fleur) und “die Leute” fragen immer, ob es mir gut geht.

Gehts.

Das ist das Erstaunliche an der Sache. Fear, Uncertainty and Doubt wirken auf mich nicht mehr so niederdrückend wie früher. Es drückt, aber nur ein müdes Grinsen mir ins Gesicht, vor allem weil die Manöver so durchsichtig sind. Ehrlich gesagt fühle ich mich manchmal wie im Zoo, wo man als Tierpfleger auf der anderen Seite des Geheges genau weiß, dass das Lama dem dümmlichen geltungsbedürftigen mittelalten Frührentner der vor seiner viel zu junge Begleitung mit zoologischem Fachwissen angeben will anspucken wird, weil er sich mit seiner Wegwerfkamera zu schnell nähert ohne den Sozialabstand zu beachten. Wenn ich mich von außen beobachte, dann bin ich manchmal ein bisschen stolz, manchmal aber auch ein bisschen verärgert. Den Zynismus verliert man eben nur langsam. Leute, die den ersten Mai nicht nur in Verbindung mit Josef dem Arbeiter bringen verstehen das. Dass manche Lebenssituationen nicht für immer sind ist mir schon klar. Man ist halt bequemlich und würde sich am liebsten nicht wieder “verändern”. Andererseits bringt der Wechsel Gesprächsstoff mit sich. Und Menschen die wir akzeptieren, achten und lieben.

Als ich vor gut 17 Monaten Deutschland den Rücken kehrte dachte ich mir, es könnte gut für eine sehr lange Zeit sein. Inzwischen weiß ich, dass es für immer war.

Gut. Das wäre gesagt. Jetzt wieder zurück zu eher thailändischen Themen. Die Neuwahl wurde verschoben. Auf den 15. Oktober. Weil am 22. Oktober ein religiöses Fest im Zusammenhang mit dem Ende des Rammadan im muslimischen Süden ist. Wenn das mal nicht für ewigen Frieden sorgen wird…

PS: Projekt Nosferatu wurde neulich mit einem Räucherstäbchen an Wat Plai Laems Buddha bedacht. Projekt Lotusblume hingegen wurde als realisierbar angesehen und mit genaueren Planungen bedacht.

PPS: Die Sache mit dem bereits vorbereiteten Blog. Das ist noch viel witziger.

Neue Ziffern in den Nummern

Dass das Mobiltelefon des Thais liebstes Utensil ist, habe ich bereits berichtet, oder? Jedenfalls wird bei der Entscheidung Geld oder Mobile mitzunehmen wenn man nur Platz für ein Gepäckstück hat das Telefon gewählt. Viel Verwirrung und Fehlanrufe wird es in der thailändischen Mobilfunkszene ab September geben. Dann nämlich wird jede Telefonnummer mit einer zusätzlichen 8 ausgestattet. Aus 07 89 79 350 (wessen Nummer könnte das wohl sein?) wird dann ein 0*8*7 89 79 350. Man will die ersten Monate beide Nummernformen mit den richtigen Empfängern verbinden, dann eine Zeitlang auf den alten Nummern Ansagen laufen lassen und diese nach spätestens 4 Monaten abschalten.

Der Sinn hinter der Aktion erschließt sich mir nicht ganz, weil dadurch weder mehr Nummern freiwerden (jeder zweite Thai hat statistisch gesehen ein Mobile) noch das bisherige System verwirrend für die Unterscheidung zwischen Mobil- und Festnetz ist. Mal abgesehen davon, dass die Preise für Verbindungen zwischen und unter den verschiedenen Netzen gleich sind und die meisten Leute hier eher ein Mobiltelefon als ein Festnetztelefon haben. Es kann sich also nur um ein bisschen Bürokratie handeln.

Rosettenwürmer oder wie ich die vergangenen 2,5 Wochen verbrachte

0) Und überhaupt, Sie fragen ja immer

Irgendwie fragen immer alle Leute wenn sie mit mir reden/chatten/kommunizieren, wie das denn mit dem zweiten Hund sei. Ich verstehe das durchaus, allerdings hält mich eben dieser Hund von der Erklärung ab. Nichtsdestotrotz. Hier also die ganze Wahrheit. Wie ich auf den (zweiten) Hund kam. Ursprünglich fing die Geschichte an mit “Wen es interessiert was ich am vergangenen Wochenende so gemacht hab…”. Aus technischen Gründen wurde dann ein “Wen es interessiert was ich die vergangenen 7 Tage so gemacht habe…” daraus, das sich dann zum “Wen es interessiert was ich die vergangenen 10 Tage so gemacht habe…”. Inzwischen sinds aber 2 Wochen und ich habe den Anfang umformuliert.

I) Kindchenschema. Wirkt immer.

Am Donnerstag vorletzter Woche (also vor nunmehr mehr als 2 Wochen) verhielt sich Pokki recht seltsam. Eigentlich verhält er sich immer seltsam, denn ich versuche ihn zu einem Wunderling zu erziehen. Diesmal allerdings erstaunte er gar mich. Beim Gassi gehen konzentrierte er sich immer auf eine bestimmte Bananenstaudenformation um die herum Unmengen an Bauschutt sowohl gestapelt als auch unsortiert liegen aus dem meine Hausbesitzer ihre neue Villa bauen. Die Formation ist ungünstig, denn ein Mann von meiner ausladenden Statur muss kriechen um in den Hohlraum dahinter zu gelangen. Pokki hingegen schritt frohen Mutes voran ins Dunkel. Gut, ich habe meine Tricks also knisterte ich kurzer Hand mit seiner Lieblingstreatmenttüte was ihn zurück ins kühle Heimathaus brachte und auch sonst immer bringt. Der Freitag kam und mit ihm der Vollmond (als stilistisches Mittel). Wir saßen am Abend auf der Veranda und suchten die thailändische These vom Kaninchen im Mond zu be- oder widerlegen als aus der Staudenregion gar hochfrequentes Fiepen zu vernehmen war. Pokki der gerade herum- und auslief setzte sich verdattelt vor die Bananen und blaffte bluffend in seiner Rolle als Wachhund in die Finsternis. Ein bisschen feige ist er trotz allem also war ich es der dem bisher unerhörtem Geräusch entgegenschritt. Ich befand mich runde zwei Schritte vom Dunkel entfernt als mir ein helles kleines Bündel fiepend entgegenschoss. Später einmal werde ich erzählt haben es wäre mir entgegengeschleudert worden, zu betreffendem Zeitpunkt hingegen erschloss sich mir dies Detail nicht. Das Bündel stellte sich dann als Welpe heraus. Auch dies erschloss sich mir erst später denn vorerst sah ich mich einem großen schwarzen Hund gegenüber. Wer mich im eloquenten Umgang mit Pokki dem Zwergfellbündel erleben durfte mag meinen ich wäre unter und mit Hunden aufgewachsen. Dem allerdings ist nicht so und ich empfinde eine tiefe Reserviertheit allen caninen Zeitgenossen gegenüber und dieser Spitz auf Steroiden war nicht unbedingt unfurchteinflößend. Er begann glücklicherweise zu bellen was mich der bellenden Nichtbeißer gedenken und einen Schritt auf den Köter zu machen lies. Der Hund schrumpfte (nur in in Größe, in Lautstärke schwoll er) und schritt rückwärts aus dem Blickfeld der Beteiligten in die Dunkelheit. Man hörte ihn noch einige Zeit in der Nachbarschaft bellen dann verstummte er. Das helle Bündel entpuppte sich als Welpe (glaubt mir, dieser Satz kommt im Englischen viel besser). Allerdings bewegte er (der Welpe, nicht der Satz) sich nur sehr langsam und fiepte recht zögerlich vor sich hin. Ich durchsuchte das Dickicht nach sorgerechtpflichtigen Wesen wurde allerdings nicht fündig was den Welpen auf die Veranda und unter die prüfend schnüffelnde Nase Pokkis brachte. Sowas seltsames Kleines hatte er nämlich bisher noch nicht gesehen. Nach einigen Minuten kam sowas wie Leben in das kleine Bündel und wir beschlossen mangels anderer Personen oder Tiere mit Anspruch jedweder Art auf den Hund selbigem erstmal zu einer Mahlzeit zu verhelfen. Die hatte er wohl nötig denn er fraß eine ganze Schüssel voll leer (Pokki schafft an gut bewegten Tagen eine 3/4 Schüssel). Der Hund fiel nach dem reichhaltigen Mahle an Ort und Stelle in tiefen Schlaf und meine Quelle fragte nach dem Namen, den wir ihm geben wöllten. Tief in meinem Inneren begannen kleine gelbe und rote Lampen zu blinken. Ich meinte wir warten erst mal ab ob sich suchende Eigentümer oder willige Zieheltern finden und die könnten dann Namen vergeben. Dies fand Verständnis und so führte ich nicht weiter meine Theorie von der stärkeren Bindung durch Namensgebung aus. Der Hund okkupierte Pokkis Bettchen (ein Ort, den selbiger nur zur Zufriedenstellung Herrchens aufsuchte um unbeobachtet dann auf der kühlen Fließen Fläche zu nächtigen. In dieser Nacht entsann ich mich auch, warum ich keine kleinen Welpen mehr der Familie zuführen wollte. Genau dreimal. Der Samstag kam und mit ihm niemand der nach einem Hund suchte. Allerdings auch jede Menge Würmer, die sich aus dem Hund herausschlängelten. Und Pokki meinte, den frischen Zementboden meiner Hausherrin betatzen zu müssen, exakt 30 Minuten nachdem ich ihn geduscht, geföhnt und gekämmt hatte. Ich hatte also einen hundlich erfüllten Tag. Gegen Abend machten wir uns zu unserem Haustierarzt (man kann das jetzt schon so sagen, wir gehen ja mit all unseren Haustieren da hin) auf und liesen feststellen, dass wir trotz des hängenden Zipfels runde 1000g Mädchen vor uns hatten, das außer den Würmern kerngesund war. Sie bekam ein Pillchen gegen die Würmer und wir fuhren heim wo sie die Pille wieder auskotzte und ein paar Würmer auf meiner Faulenzmatte hinterlies. Die Matte wanderte in den Müll und ich kaufte einen Käfig und eine neue Matte, die nach 2 Stunden bereits bepinkelt wurde. Wir suchten dann eine Weile nach Namen und nach so schamlosen Versuchen wie Sanook (jeder zweite Hund in Thailand heißt Sanook) und Mummin (eine Freundin hat grade eine Mummin-Phase, scheint in Japan trotz allem noch ganz aktuell zu sein) oder Cream und Whitey (sie hat cremefarbiges helles Fell) verkündete ich dann, ich höchstpersönlich werde den Namen vergeben und zwar Sonntag abend. Schließlich bin ich auch derjenige, der Nachts dreimal mit dem Vieh rausdürfe und die Bude putzt wenn es sich mal wieder für die Fliesen ent- und ausscheidet. Der Sonntag abend kam und mit ihm weder einen Abnehmer noch ein Nam. Gegen 23 Uhr hatte ich dann alles ausgetestet was in Richtung Farbe, Kosename und sonstiges ging, sowohl auf Thai als auch auf Englisch. Zuletzt hatte ich mich auf irgendwas Blumiges versteift. Dummerweise ist Blume auf Thai ein recht hässliches Wort und Flower… naja… Rose… ich weiß ja nicht. Kurz vor Mitternacht fiel mir dann ein, dass die Tochter meines Mopedvermieters (Franzose) Fleur (Blume) heißt. Ich machte den Pokki-Test (“Fleur?” — und sie kam) und sie hatte ihren Namen weg. Seit Sonntagabend laufen bei uns im Haus auch schon die Hierarchiekämpfe. Fleur beißt Pokki immer ins Maul woraufhin er sie auf den Rücken wirft und kräftig in die Beine und sonstige herausragende Körperteile beißt. Das steigert sich dann solange bis Fleur fiepend zu wimmern anfängt und Pokki ein schlechtes Gewissen bekommt und von ihr ablässt, was sie dann wieder nutzt um wieder anzugreifen oder um einzuschlafen. Mir solls recht sein, solange Pokki gewinnt und sie hinterher schön müde sind und erstmal schlafen. Nun. So ist es wieder so wie Anfang des Jahres, Januar, Februar, als Pokki zu uns kam. Vielleicht ein bisschen schlimmer Nachts, weil sie sich einfach nicht entscheiden kann was sie nun will. das kann schonmal bis zu einer Stunde dauern bis sie sich zufrieden auf allen Vieren niederlässt ohne nach 5 Minuten wieder raus zu wollen weil sie doch noch nicht ganz fertig ist. Ich komme pro Nacht etwa zu 4 bis 5 Stunden Schlaf, davon maximal 2 Stunden am Stück. Fleur scheint vorerst wurmfrei zu sein und bei mir zu bleiben (“You know, in Thailand we dont like female dogs. No one want to have Fleur so she can stay with us.”). Tagsüber wenn ich im Büro bin sitzt sie geduldig zu Hause im Käfig und abends und nachts wird mit Pokki kräftig eins drauf gemacht. Ein bisschen bin ich ja gespannt, was das noch so geben wird.

II) Nachwuchs nach dem Nachwuchs

Nachdem man so mit dem ersten Nachwuchs ins Reine gekommen ist gerät man in eine Phase, in der man denkt, nun sei alles ok. Kein nächtliches Aufwachen mehr, weil der Nachwuchs unbedingt Stoffwechselprodukte in die Welt setzen muss oder einfach nur allein ist und jemanden haben will, der ihm über das Fell streicht. Keine zweistündigen Auslaufperioden mehr. Man lässt ihn auch schon mal zu Hause und geht wieder aus. Und dann passiert es. Man passt einmal nicht auf und alles geht von vorne los. Der nächste Nachwuchs kommt und die Nächte werden wieder schlaflos. Man wollte es ja. Scheiss Kindchenschema.

III) Und die Moral von der Geschicht

Irgendwie sagen mir alle (Thai)Frauen jetzt immer, was für ein gutes Herz ich habe. Ehrlich gesagt würde ich dieses gute Herz für 8 (Acht!!) Stunden Schlaf am Stück sofort eintauschen. Nichtsdestotrotz denke ich, dass mir alles im nächsten Leben zu gute kommen wird.

PS) Inzwischen

  • ist der Hund 2200g schwer (nach 8 Wochen leben und fressen, nach 6 Wochen wog er nur 1000g)
  • als Thai-Labrador identifiziert. Was das Thai dabei zu sagen hat, weiß ich nicht. Eventuell (soll heißen hoffentlich) dass er etwas kleiner bleibt, auch wenn man das nicht unbedingt erwarten kann bei der Gewichtszunahme.
  • schläft sie draussen, lebt sie draußen. Ich finde es leichter die Veranda täglich zu schrubben anstatt mein Haus nach Häufchen und Pfützchen zu durchsuchen.
  • hat sie ihren eigenen Flickr-Tag

Insellage

Der Nachteil von Palmen, Strand, willigen Gesprächspartnerinnen und Thaifood liegt für Companies die ihr Pad Thai im Internet verdienen in der Internetanbindung. Und so tüteln wir seit ein paar Tagen mit Anbindungsraten wie damals als die Onlineverbindung noch quietschend zischelnde Laute von sich gab mit ständigen Timeouts und nicht erreichbaren Erdzonen (derzeit Süddeutschland und USA, eh nicht erstrebenswert) herum. Gut zu wissen, dass es allen so geht. Hier auf der Insel.

(Fügen Sie hier noch einen Kommentar zur Entscheidung eine Internetcompany auf einer Insel einzurichten ein)

Häufiger Ruf im Büro in den letzten Tagen: “Schnell an deinen Rechner, Internet geht grade!”

Thaksin returns home from Hua Hin

Da mag man meinen die Thais wären ironieresistent aber so kurz und prägnant und ähnlich sind die Zeitungen der vergangenen Tage gepflaster:

Caretaker Prime Minister Thaksin Shinawatra left the Kraikangwol Palace in Hua Hin at 7 pm Friday and returned home.

He returned to his home and declined to talk to reporters.

Da isser also wieder.

Audienz

Thaksin (Ex-Premierminister der noch amtiert aber in Urlaub ist und nicht wieder antreten wird aber trotzdem Premierminister genannt werden will) hat eine Audienz beim König heute nachmittag .

Nach der letzten Audienz ist er zurückgetreten. Ich bin gespannt, was diesmal dabei herauskommt.

The year of non-gouvernment

Netter Kommentar in The Nation über das Leben mit einer nicht regierenden Regierung:

Of course, if he [Thaksin] formally submitted his resignation, it would be a totally different story. At least, he wouldn’t be paid as a premier. He could take up a leadership position at Thai Rak Thai Party headquarters; perhaps his salary would come from his wife’s own purse. And newsmen would not have to go through the daily routine of reporting: “The caretaker premier who is on holiday refused to offer any comment on the issues of the day.” If the Thai Rak Thai leader says nothing meaningful, that’s not news; but if a country’s premier keeps shaking his head when asked about all the major happenings in the country, it makes a major headline on the 7 o’clock evening news. And that could very well shake the confidence of foreign investors who still don’t quite understand what’s really going on in this country.

Angenäht

Der “Da Vinci Code” darf nun doch ungeschnitten aufgeführt werden.

The police-affiliated panel is a completely different body from the one that approved the 10-minute cut the day before. It said explanations must be displayed on screen in Thai — both before the movie starts and again at the end — to clarify that the movie was fiction.

Terms referring to Jesus and translated into Thai captions as “Jesus the Fraud” that appear in all scenes, will also needed to be re-edited, or left out.

The decision is regarded as final and local Christian groups said after the meeting that they had accepted it. But Thongchai Pradabthanan-urat, an official with the Co-ordination Committee of the Protestant Church of Thailand, said many people were not happy with the decision in the final round, “but with our democratic spirit we accept it. Everything went through according to the legitimate procedure.” [via The Nation ]

“but with our democratic spirit we accept it”. Klar. Minderheiten brauchen keinen Demokratischen Sprit.

Kurzschnitt

Aus der Kategorie “Das gibts nur in unserem Thailand” eine Lektion in Einflussnahme auf staatliche Organe: “der Film “Da Vinci Code muss in Thailand auf Forderung christlicher Organisationen um 10 Minuten verkürzt aufgeführt werden . Auszüge aus der Bibel die im Vor- und Abspann gezeigt werden müssen durch andere Sprüche ersetzt werden.

Und hier noch ein Auszug aus Wikipedia :

Mehr als 94 % der Bevölkerung bekennen sich [zum Theravâda-Buddhismus]. Andere Religionen genie?en staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 Hindus (meist Inder). Nur 0,4 % bezeichnen sich als religionslos.

Die lokalen DVD-Händler werden allerdings recht bald ungeschnittene Versionen anbieten können. Durch Zensur begünstigt man Raubkopien.

Raucherbildchen

Bei flickr.com kann man jetzt das komplette Set der Raucherbildchen ansehen (diesmal mit fachgerechter Thenglisch-Übersetzung). Es gibt sechs verschiedene Motive mit denen das Gesundheitsministerium Thailands den Leuten das Rauchen verleiden will. Die Bildchen sind größer als der Platz für die Zigarettenmarke. Das ist ganz nett. Allerdings laden sie doch eher zu lustigen Bemerkungen und Spielen (die Zähne genau auf der Öffnung der Schachtel lassen sich gut durch eine in den Schlitz gesteckte Zigarette verschönern) ein.

Da macht das Rauchen doch gleich doppelt soviel Spaß!!!

Soap.

?lbaron heiratet seine Sekretärin, die aber noch ihren Ex liebt, dessen Frau geisteskrank ist und den schwulen Sohn des ?lbarons liebt, der mit ihr schläft, was seine Schwester herausfindet, die eine lieblose Zweckhochzeit eingegangen ist, was nichts daran ändert, dass ihr Bruder zu seinem Lover zurückkehrt, worauf sein Vater, der ?lbaron, die beiden bei einem keuschen Kuss ertappt und den Lover im Handgemenge umbringt, weswegen ihm wegen Totschlags der Prozess gemacht wird, bei dem als Zeugin der Anklage überraschend seine intrigante Ex-Frau erscheint.

Klingt wie Thai-Soap, ist aber Denver Clan .

Der Tag der neun Tempel

Neulich war Songkran, das buddhistische Neujahrsfest. Bis vor einigen Jahren war das identisch mit dem thailändischen kalendarischen Neujahr. Inzwischen ist auch hier der 1. Januar der erste Tag des Jahres. Das hält die Thailänder nicht davon ab auch Songkran zu feiern. Es findet jedes Jahr vom 13. bis zum 15. April statt. Am Tag vor Songkran sollte man sein Haus säubern, damit der “Dreck des alten Jahres” nicht mit ins neue Jahr kommt.

Eine der vielen Traditionen zu Songkran ist übrigens der Besuch von neun Tempeln, was wir dann auch gemacht haben. Man bringt den Mönchen verschiedene Dinge fürs tägliche Leben (das kann ein Eimer voller Lebensmittel sein oder auch nur ein bisschen Medizin) und tut damit Gutes (tham bon) fürs nächste Leben.

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    Das ist der "Wat nebenan". Ich komme nahezu täglich dran vorbei.<br /> Die Leute aus Ban Maenam feiern hier ihre Feste, gehen wählen und<br /> sitzen auch sonst immer hier herum. Die Mönche allerdings waren nicht sehr nett (müssen sie auch nicht).
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    <strong>Wat Sisu Wanna Ram</strong>
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    In diesem Tempel gibt es nur einen einzigen Mönch. Der allerdings war sehr gesprächig und hielt eine kleine Predigt. Die ich nicht verstand, aber im Grunde ging es darum, Gutes zu tun (tham bon).
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    <strong>Wat Sietavib</strong>
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    Diesen Wat habe ich schon öfters besucht. Diesmal war er mit vielen Kindern bevölkert, die zu Songkran meistens einige Tage als Mönch leben.
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    <strong>Wat Chaeng</strong>
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    Hier nahm ein uralter Mönch, der im Sitzen schlief und nur noch Haut und Knochen war, unsere Geschenke entgegen. Pokki bekam von ihm<br /> dann Wasser angeboten.
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    <strong>Wat Khong Kharam</strong>
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    Dieser Wat ist sehr klein. Der Bot ist normalerweise geschlossen. Diesmal aber war er offen und wir konnten einige Buddhastatuen bewundern.
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    <strong>Wat Hin Lad</strong>
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    Wer auf Samui war und diesen Tempel nicht besucht hat ist bedauernswert. Rings um einen kleinen Wasserfall verbergen sich mitten im Dschungel einige Statuen und ein sehr ruhiger Tempel. Der Headmonk spricht Englisch und hat uns während er zu Mittag aß einige thailändische Klatschmagazine durchblättern lassen.
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    <strong>Wat Kiri Wongkaram</strong>
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    Sehr schöner Tempel. Etwas abgelegen. Es machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar.
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    <strong>Pagoda</strong>
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    Die Pagode hat einen kleinen Tempel auf dem Berg. Man muss ihn ein bisschen suchen und sollte einen vollen Motoradtank haben, denn die Straße dahin hat eine solche Steigung, dass das Moped ausgeht, wenn der Tank nur halbvoll ist. Es lohnt aber.
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    <strong>Buddha Footprint</strong>
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    Der Mönch in diesem Tempel hat uns eine Stunde lang erzählt, dass es nicht nur darum geht, Gutes zu tun. Mehr hab ich nicht verstanden. Außerdem hat er mir erklärt, dass es auf der Insel 32 Tempel gibt. Ich war immer der Meinung es sind 28 (laut Karte 27)
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Neuwahlen?

Lasst uns ein weiteres Kapitel in unserem Kurs “Südostasiatische Demokratie für Anfänger” aufschlagen: Vergangenen Dienstag hat der König den obersten Richtern in einer persönlichen Ansprache erklärt, dass er die Wahl vor einem Monat für unrechtmäßig hält. Die Rede durfte ich mir am Sonntag im Fernsehen ansehen. Man hört größtenteils nicht, was er sagt, weil er sehr sehr leise spricht und die Klimaanlage hinter der Kamera auf Hochtouren läuft. Aber egal. Er soll zwischen den Zeilen gesagt haben, dass die Obersten Richter keine Obersten Richter sein sollten, wenn sie nicht in der Lage sind, eine demokratisch korrekte Regierung hervorzubringen.

Die Obersten Richter haben daraufhin am Wochenende die Wahlen für ungültig erklärt, der Chef der Demokraten, dass er bereit ist ein glaubwürdiger und nicht korrupter Premierminister zu sein und ich erkläre, dass ich auch über die nächsten Wahl objektiv und ausführlich berichten werde.

Thaieuro Inc.

Neulich hat mir mein Daddy den folgenden Informationsschnippsel geschickt.

Es handelt sich hierbei um ein 10-Baht-Stück. 10 Baht sind ungefähr 20 Eurocent. Ihr wisst, worauf ich hinaus will? Ok. Also mal angenommen, ich verlange pro Thai-Euro 70 Cent, da hat jeder gewonnen. Da stehen doch bestimmt auch die Raucher drauf. Ich bastel bei Gelegenheit mal ein bisschen Werbung zusammen. Das rentiert sich allerdings erst so richtig ab 5 oder 6 Thai-Euros, wegen des Portos. Das trägt natürlich der Käufer.

Da das Ganze allerdings nicht wirklich legal ist (weil der Baht kein in Europa gültiges Zahlungsmittel ist) habe ich dieses Angebot natürlich nicht abgegeben. Meinen gpg-Schlüssel gibts auf Anfrage .

Sie haben die Wahl (immer noch)

Es wird immer noch gewählt. Am Wochenende durfte in den Provinzen in denen Thaksins Kandidaten (im Volksmund heisst Thai Rak Thai nur Thaksin, selbst die Wahl-“Lokale” wurden mir manchmal mit einem “Das ist Thaksin” gezeigt) keine qualifizierte “Mehrheit” von 20% der wahlberechtigten Stimmen erhalten haben erneut gewählt werden. Vorher waren 40 Sitze im Parlament unbesetzt, jetzt sind es nur noch 13. Nichtsdestotrotz müssen alle 500 Sitze innerhalb von 30 Tagen nach der Wahl (also spätestens am 2. Mai) besetzt werden, oder die Wahl wird ungültig.

Am Samstag wird also wieder gewählt.

Bilderrausch

Ich habe heute mal ein paar Bilder bei flickr.com hochgeladen. Da hat sich so einiges angesammelt in den letzten Wochen. Ich würde mal sagen bis Seite 15 kann man sich durchklicken (wobei am Ende eher ältere Bildchen als Backup meiner “Profilsite ” kommen. Die sind eher langweilig). Aber der Rest…