Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Infiltration

Also ich habe ja ein englisches Office auf dem Rechner. Und trotzdem hat es diese Thaizeile irgendwie ins IE-Kontextmenü geschafft. Versteh ich nicht. Trotz Diplom.

Man möge die subtil vorgetragene Nachricht, dass ich mit einem ???????????????????????????.?????????????????? -Projekt so weit vorangekommen bin, dass ich nun bereits für ein einheitliches Bild auch in exotischen Browsern sorge zur Kenntnis nehmen. Vielleicht gibts ja doch noch was Neues aus dem Hause grauHirn dieses Jahr? Wobei, nein, ich hab zuviel anderen Kram zu erledigen.

Spazierunfall

Und dass ich schon wieder im Büro sitze liegt nur daran, dass ich beim Spazieren hier vorbeigekommen bin, die verspiegelten Scheiben mich verlockend anfunkelten und ich mir dachte, ich könnte ja mal kucken, ob mir irgendwer ne Email geschrieben hat. Hat. Jetzt schnell noch Feeds abgrasen, nach Chaweng fahren einige Extensions klarmachen und dann ab zum Lunch. Lunchen ist gut. Da isst man. Dann Tempel, dann Thaischreibenlernen, dann Film kucken, dann Sonnenuntergang, dann Dinner, dann Filmkucken, dann eine kurze Mopedfahrt weg vom Haus, dann eine kurze Mopedfahrt hin zum Haus, dann Schlafen. Eigentlich ein perfekter Sonntag.

You romantic man!

Gestern abend hab dann selbst ich einige Augenblicke sehr sehr dumm aus der Wäsche gekuckt. Glücklicherweise war es dunkel und so sahen es nicht allzuviele Personen.

Wenn man mal nicht weiß wo ich mich aufhalten könnte, dann besteht eine ziemlich große Möglichkeit mich am Friedhof der Geisterhäuser (zwischen Chaweng und Lamai) zu finden. Oben. Man kann recht gut da rumsitzen und Sterne betrachten, die Schiffe am Horizont ziehen und die Fischerboote in Ufernähe grün leuchten sehen.

Gestern abend nun ging ich mal die Treppe runter und war wie erwähnt leicht erstaunt. Man sieht von oben gar nicht, was sich unten verbirgt und irgendwie erklärt das auch, warum man da immer soviele Autos und Mopeds sieht nur keine Leute. Die sind alle da unten. Das ist nämlich der so ziemlich romantischste Ort auf der Insel. Sieht man von oben auch gar nicht. Ein breiter Streifen Felsen der sich ins Meer zieht.

Da sitzen dann die Thais (und gestern ein Farang), geniessen Gantschah und Beer Chang, quatschen, sehen den Sternen beim Verglühen zu und hören Musik.

Cherng ra??k mak maak!

Massive Attack: Angel

Massive Attacks “Angel” ist eines der Stücke, die ich auf nahezu jede Kompilation ausgesuchter musikalischer Schmankerl draufpacken würde, wenn ich für jemanden Besonders eine derartige Kollektion zusammenstellen würde. Was ich nie mache, weil es keine besonderen Menschen mehr gibt auf dieser Welt.

Aber mal ehrlich. Wie aus einer ruhig entspannt dahinfließenden Basslinie eine derartige Explosion und triphoppige (Achtung, jetzt kommts, Fachbegriffe in der die schreiBBloga.de) synkopenhafte Wand werden kann… nenene…

underlistening 01: Massive Attack “Angel” 6:20 (1998)

Tagline: her eyes

Flickr, nich wahr

Flickr, nich wahr, is ja son Dienst womit man Bilder hochladen tut und die dann online zum guggen hat (an dieser Stelle sei mir ein verschwörerisches Zwinkern mit Kopfnicken und leisem “Hmm?!? Hmm?!?” erlaubt). Dummerweise kann man beim Gratisaccount nich viel hochladen. Hab ich grade festgestellt. Muss ich wohl doch nen Proaccount kaufen wenn ich bedenke, dass mehr Bilder kommen sollen (neue Kamera ist schon bekuckt und kaufbereit in der Vitrine). Eigentlich wollte ich das ja irgendjemandem als Weihnachtsgeschenk für seine Heiligkeit aufdrängen.

Nich schön das. Blödes Web2.0. Kostet Geld. Nenene.

Ach ??brigens

Wenn jetzt jemand glaubt, ich würde am Wochenende nicht mehr ins Büro kommen, weil der Weg so weit ist, das dachte ich auch, allerdings bin ich heute schon das zweite Mal hier. Sehr aussagekräftig, oder? (Nagut, man könnte die kurzfristige Verschiebung eines morgendlichen Dates und die Tatsache dass die Heimkinosachen noch im Büro rumliegen als Begründung anführen, das aber würde nur zu Nachfragen führen, weshalb ich davon erstmal absehe(n thuhe).)

Morgen bleib ich aber zu Hause. Ganz bestimmt. Vielleicht.

Umzugsnachteil

Ehm, einen ganz ganz großen Nachteil hat der Umzug nach Maenam. Ich fahre morgens (wenn Stau ist 30 Minuten lang sonst) 20 Minuten lang mit der Sonne im Gesicht. Das führt einerseits zu einer gewissen Bräune, andererseits wird durch das viele Sonnenlicht jeglicher graue Gedanke ausgelöscht.

Diese Insel macht es einem wirklich verdammt schwer sich einer gepflegten Depression hinzugeben.

Ich bin jetzt (Teil)Samuianer

Also mal ganz kurz und knapp: Ich bin jetzt polizeilich mit Wohnort in Thailand, Surrat Thani, Ko Samui, Ban Maenam, 47/15 Moo 4 gemeldet. Das Ganze geht einher mit einem neuerlichen Umzug.

Ich habe das letzte Haus ja als superdupertolle Hütte vorgestellt und das war sie auch. Bis zur ersten Nacht. Da hatte der Nachbar Streit mit seiner Thaifrau. Den hatte er dann wenn er nicht gerade Sex mit ihr hatte jede Nacht (5:2-Anteil) gewöhnlich ab 4 Uhr. Der andere Nachbar hat sich dann irgendwann auch von seiner Thaifrau getrennt und der dritte hatte jede Woche ein anderes Dysfunktionssubstitut vor der Türe stehen. Irgendwann haben sich dann alle mal in einer Woche getrennt (entleerte Pistolen, zerschlagene Scheiben, schreiende Familienmitglieder) und eingebrochen wurde auch.

Also nicht ganz so optimal, die Hütte.

Weshalb ich umziehen wollte. Letzten Monat habe ich nichts gefunden, was meinen neuen Anforderungen (Thaisiedlung, kleineres Haus, weiter weg, am besten Lipa Noi oder Maenam) entsprach. Weshalb ich noch einen Monat blieb. Diesen Monat hab ich eine kleine Hütte gefunden (ich hätte fast Traumhütte gesagt, konnte es mir aber gerade noch verkneifen. Das sag ich dann nach einem Monat im Frieden) und bin prompt umgezogen.

Nach Maenam. Mit Mietvertrag über mindestens 6 Monate.

Maenam ist ein bisschen mehr Thailand als viele andere Inselortschaften. Mehr Thais, weniger Touris, mehr Plastikstuhllokale, mehr schöne (unverbrauchte) Thais, weniger Sex, weniger Lärm, wenn Leute einen ansprechen, dann weil sie vom Farang was wissen und keine nächtlichen Aktivitäten negotieren wollen, Pad Thai Gai der mich vom (Plastik)Stuhl gehauen hat (der Kram bei Buster ist Nudelsalat), mehr Holzhäuser und Wellblechhütten, mehr Wasserbüffel, mehr Palmen, mehr Bäume — also Nicht-Palmen, Urwald, Natur, Thailand eben.

In meiner Siedlung wohnen nur Thais. Das bietet einerseits eine Sicherheit in Bezug auf unerwünschte nächtliche Gegenstandsverlierenlasser, andererseits sind die Lichter abends um Neun überall aus und man hat einen herrlichen Blick auf die Sterne. Meine Veranda hat eine so breite Brüstung, dass ich darauf vermutlich viele Nächte verbringen werde und gehaltvolle Inhhalte für die schreiBBloga.de schreiben werde (jaja, ich merk schon, dass die Zählung zu meinen Ungunsten auszugehen scheint). Das Haus selber scheint mir entweder kürzlich renoviert oder komplett neu zu sein.

Ach und das Beste: Ich hab nicht nach dem Haus gefragt sondern ein Thai. Was zu einem Thaipreis führte. Sehr sehr gut.

Dieses Haus hat übrigens eine House-Warming-Party verdient. Ich werde berichten™. Aber erstmal einräumen und die Kinoanlage aufbauen.

PS: Nach dem Mietvertrag bekam ich ein amtliches Formular (Thaischrift mit lustiger Englischer Übersetzung und Stempelheader) vorgelegt und durfte darauf vermerken, mit welchem Visa ich wie lange im Lande bleiben werde und dass ich mir bewusst bin, dass ich nun polizeilich gemeldet bin. Mal sehen, wie hoch die Steuern hier sind. Da fällt mir ein, dass ich mich seit Monaten in Deutschland abmelden wollte. Das wird nun angegangen.

PPS: Aufmerksamen Lesern auch der die schreiBBloga.de vorfahrenden Veröffentlichungen werden bemerken, dass damals die Rede von einem Jahr in Thailand war “und dann mal weitersehen” und die Anmietung der Mietsache 47/15 in Maenam für mindestens 6 Monate deutlich über dieses eine Jahr hinaushängt. Nun gut. Halten wir es mal schriftlich fest: Ich bleibe hier. Lebenstechnisch. Arbeitstechnisch sage ich mal Folgendes: Ich bin mit ziemlich sicher, dass mein derzeitiger Arbeitgeber ein nicht ungewöhnliches und verständliches Interesse an meiner vorzüglichen Arbeitkraft hat und (“bin”, für diejenigen unter meinen Lesern, die lange Sätze nicht lesen können ohne den Anfang zu vergessen) einigermaßen gespannt, wie er sie (die Arbeitskraft, siehe eben) sich sichern will. Ich finde Verhandlungen erregend. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass die Worte “Masseuse” und “Hängematte im Büro” fallen werden. Ganz ganz sicher.

PPPS: Ich werde nicht allein im Hause wohnen. Spekulationen sei hiermit freier Raum gegeben.

PPPPS: Die Klimaanlage schafft 17 Grad Celsius. Die alte brachte nur 18. Es geht aufwärts.

PPPPPS: Ich wollte eigentlich einen längeren Eintrag a la “Und Tschüß Lamai, für mich brauchst du die Beine nicht mehr breit zu machen” auskotzen, fand das dann allerdings langweilig, spöde und vorhersehbar und habe es gelassen. Aber einen Spruch wollte ich unbedingt noch loswerden: “Chaweng, Alte. Du hattest nie eine Chance!” — Hmm. Klingt auch nicht mehr so gut wie in meinem Kopf.

Vatikan schliesst.

Der Vatikan schließt Schwule von der Priesterweihe aus . Wie (man möge mir mein katholisches Wortspiel verzeihen) schwul ist das denn? Da verurteilen die seit Jahrhunderten dies und das und haben bis November 2005 noch nicht mal ne Direktive, die Schwule ausschließt? Hey, die brauchen mal einen ordentlichen Projektmanager da drüben. Wenn die Thai sprechen würden, würde ich mich ja mal melden. Aber die nehmen ja keine Schwulen.

Hmmm. Hab ich schon mal erzählt, dass ich in frühen Jahren Priester werden wollte? Ist eine gaaaanz gaaaanz lange Geschichte und die Typen können verdammt froh sein, dass ich meine Meinung geändert habe. Allerdings wollte ich auch schon Raumfahrer und Kanzler werden. Und Projektmanager und Ingenieur und Handelskaufmann. Und nun bin ich, ehm, Sekunde, ich muss mal nachschlagen, Systems Analyst.

Wahre Geeks…

… updaten die Map ehe sie im Blog was announcen.

[Update] … und die Kontaktseite. Aber mehr erzähl ich heute nicht.

Thai f??r Sprichwortfetischisten II

Neulich (schur, kram, blätter — ah, <txp:gho_permalink id=“469”>hier</txp:gho_permalink>) meinte ich einen tollen Thaispruch loswerden zu müssen und wurde mitten im Schreiben, ehm, zu einem, ehm, dringenden und unerwarteten, ehm, Patientenbesuch gerufen. Genau. Patientenbesuch. Das wars.

Erklärt habe ich aber noch nicht, warum man immer das Rote kaufen soll und da erste Anfrager schon vor Mangelinformation platzen werde ich des Rätsels Auflösung nun preisgeben.

Es ist ganz einfach. Die Thais haben ein Faible für Farben. Jeder Tag wird einer Farbe zugeordnet. Der Sonntag bspw. ist der Rote Tag oder der Tag des Sonnengottes. Wer am Sonntag geboren ist, hat Rot als seine persönliche Glücksfarbe. Rot ist außerdem eine generelle Glücksfarbe. Weshalb man natürlich Rot immer bevorzugen sollte, wenn es um den Kauf farbiger Was-auch-immer geht.

PS: Nun, warum ich ein wenig druckse mit der Farbe für meinen Geburtstag, den Samstag? Es ist violett. Wie schw** ungünstig farblich gewählt bittesehr ist das denn?

Kleine Anpassungen

Ehm, ich hab grade gemerkt, dass meine eigenen Kommentare als Visitors gezählt werden. Kähhähhähhäh. Das geht natürlich nicht. Die werden logischerweise dem Autor zugerechnet.

Arthritischer Sex

Neulich gabs ja schon die Tips für die Möglichen Positionen nach einer Hüftoperation. Allerdings sind unsere älteren Mitbürger nicht nur durch titanische Hüften definiert, nein, dann und wann leiden Sie auch an Arthritis. Aber auch arthritisch verkrümmte Zeitgenossen können erfüllten Sex haben. Sagt die University of Washington/Seattle . Mit Bildchen (kannte ich alles schon, ohne Arthritis zu haben). [via Sex! — ein Blog, das ich nur lese, um mein Schwedisch zu verbessern]

Auch Sie können im Alter noch ein erfülltes Sexualleben haben! Geben Sie sich nicht auf!

Benzinkosten

Wenn die Benzinkosten auf ca. 60txp:gho_baht/ pro Tag steigen handelt es sich entweder um eine Frau oder um die Suche nach einem neuen Haus.

Oder um beides.

Katastrophenblogging

Ehm. Vor ner Stunde ging die Tür auf und vier Thais (2 female, 2 male) schneiten herein. Sie stellten sich mit “Steuerbehörde Surrat Thani” vor und verlangten den Boss.

Dazu muss man wissen, dass der Boss addicted to smoking ist und gerade mal wieder Lungenflügel malträtieren war. Dachte ich zumindest. Nach ein bisschen rumtelefonieren stellte sich heraus, dass er Nahrungsmittel aufnahm und wir durften die Leutchen unterhalten. Der Mann, der sich als Chef aufführte stellte ein paar scheinheilige Fragen, die ich freundlich und wahrheitsgemäß beantwortete. Unter anderem, ob wir schon Geld verdienen mit der Firma (keine Ahnung, ich arbeite hier nur, müssen Sie mal den Chef fragen), ob wir Thai verstehen (ja, nit noi, kleines bisschen — sehr lange Gesichter bei allen Beteiligten), was wir hier eigentlich machen (ehm, we program websites and content for websites — emsiges Scharren in den Dokumenten).

Dann gingen die Männer und die zwei Frauen saßen eine Weile rum, bis der Boss kam und sich nun mit ihnen beschäftigen darf. Unter anderem wird kräftig Dokumente kopiert und rumgeschäkert.

Ich habe mich unter meine Kopfhörer verkrochen und simuliere rege Tätigkeit. Ich arbeite hier nur.

Ich werde berichten™.

[14:15] Der wichtige Chef der Steuer-Thais kam grade rein, stolzierte sich laut räuspernd zur Kaffeemaschine und begutachtete sie. Ich habe ihm keinen Kaffee angeboten. Die Amerikaner evakuieren bereits die Bessersituierten.

[14:17] Die Sekretärinnen gegenüber bei den Anwälten tragen heute beide weiße enge Kostüme. So kann man nicht arbeiten. Gestern waren wir (der beste Systemanalytiker mit falscher Workpermit von allen und ich) in einer Bar namens “The Pharmacy”. Da rennen die genauso rum. Nur fassen sie einen auch an. Und die eine, ehm, die war, ehm… ich muss da heute nochmal hin.

[14:23] Bruahahahahaha. Der Chef von denen meint, uns unauffällig beobachten zu müssen. Was nur nicht sehr unauffällig ist. Wenns auffällt.

[14:28] Der Chef blüht auf. Sollte jeden Tag die Steuerprüfung kommen. Der Himmel ist verhangen. Sicher regnet es gleich.

[14:38] Hmm. Sie sind weg. Komische Sache. Der Chef weiß nicht, was sie wollten. Aber sie schienen zufrieden. Das nächste mal darf ich katastrophenbloggen ohne den Chef zu fragen. Das Schlimmste daran ist, dass es ein nächstes Mal geben wird. Fazit: Die Steuerbehörde hat keine süßen Frauen.

Tropen (Kapitel 35)

Tropen! Tropen!!! Wenn auch nur noch *ein*mal jemand mit Tropen zu mir kommt stopf ich ihm die Tropen in jede verfügbare Körperöffnung.

(Es regnet wieder. Seit Freitag.)

Verbl??hen

Früher habe ich mir öfters Rosen geschenkt. Ich habe sie nie verblühen lassen. Sobald sie die ersten Ermüdungserscheinungen aufwiesen, hing ich sie mich dem Kopf nach unten auf und lies sie trocknen. Ich hatte viele Trockenblumen.

Heute lasse ich sie verblühen. Man muss schöne Dinge auch vergehen lassen.

Subtilität

Subtilität ist eine Kunst. Daher darf sich auch jeder an ihr versuchen. Wäre es ein Handwerk, würde es nicht diese ewigen Versuche amüsanter Subtilität geben. Hmm? Na? Verstehst du? Hmm?