Dem geneigten Betrachter wird die Vielzahl an Trinkgefäßen auffallen. Das liegt größtenteils daran, dass unsere Espressomaschine seit heute endlich mit Bohnen aufwarten kann und der gestresste Programmierer sich an einem groben Schub Koffein die müden Denkmuskel aufheitern kann. Da geht einem das svn update && make clean && make && make install && blabla pfad create && blabla pfad import doch gleich viel schneller von der Konsole, wenn man mal ne Zeile Code geändert hat.
Fehlt nur noch die sexy Masseuse und der Thai-Redakteur. Beides vom Chef versprochen. Und der hält immer, was er verspricht. <txp:gho_permalink id=“353”>Siehe Arbeitserlaubnis</txp:gho_permalink>.
Skype suckz. Wirklich. Nachdem es vorgestern von Ebay aufgekauft worden ist, haben die den Skypeleuten Druck gemacht und eine alte Fehde mit mir wieder aufgenommen. Ich kann mich seit gestern nicht mehr einloggen. Schuld ist anscheinend ein Bug, der keine Sonderzeichen in Passworten der Linuxversion beim manuell einloggen erlaubt.
Nun gut wird sich der geneigte internetaffine Leser bemerkbar machen, da setzt man einfach sein Passwort zurück. Ja klar erwidere ich darauf: Nur, wenn man Skype schon solange nutzt, dass weder die Firma noch die Emailadresse mit der man sich angemeldet hat weiterhin der Existenz anheim fällt, dann ist das ein kleines bisschen schwierig.
Die Onlinehilfe von Skype bietet das Einrichten eines neuen Kontos an. Sehr nett. Ich hab mal eine Mail an den Support geschrieben. Wenn der allerdings schon selbst mit einer Reaktionszeit von 2 Tagen rechnet, dann sehe ich mich nur zur titelgebenden Zeile gezwungen und verbleibe hochachtungsvoll.
Ich maile wieder. Mit nem Emailprogramm und einer Tastatur.
Es könnte auffallen, dass es hier zwei Tage keine Updates gab. Nun. Auch mir fiel es auf. Immer dann, wenn ich kurz davor war, etwas aufzuschreiben. Dann dachte ich immer: Warum soll ich das nun gerade euch erzählen. Das ist nur eine kurze Phase und wird auch wieder vorübergehen. Aber bis dahin: keine Sorge, wenn mal ein Tag ohne Updates vergeht. Oder zwei. Oder ein verlängertes Wochenende das ich in Bangkok verbringe. Oder so.
Heute <txp:gho_permalink id=“370”>beim wöchentlichen Besuch in der Laundry</txp:gho_permalink> fehlte jede Anwesenheit des Englischlehrers. Das Interessante an dieser Konstellation ist, dass es seine Frau liebt sich mit mir über Lord Buddha und die Welt zu unterhalten. Das Dumme ist nur: Sie kann kein Englisch. Was uns zwingt Thai zu sprechen. Wobei sie sehr viel spricht. Und ich eher Unfug. Wahrscheinlich. Was sie manchmal so sehr zum Lachen bringt, dass wir gar nicht mehr zum Sprechen kommen.
Jedenfalls brachte ich sie heute gleich zu Beginn zu Fall indem ich sie nach ihrem Ergehen fragte was sie positiv beantwortete. Gefolgt von einem Schwall von Vokabular, das ich noch nie gehört habe. Ich murmelte ein verschämtes “Sabaii Dii”, was anscheinend die richtige Antwort war. Beim Verhandeln des Abholtermins sagte sie dann “sii mong” und ich hab es verstanden. Das ist ja schonmal was. (Nagut, ich könnte zugeben, dass ich mich heute morgen extra mit diesem Bereich des thailändischen Vokabulars abgegeben hatte, weil ich “haa mong” vorschlagen wollte. Mach ich aber nicht.)
Und Regen auf Thai ist ein Finger zum Himmel emporgehoben.
Eben loggte ich mich an meinem Arbeitsterminal ein, klatschte einen komischen Rhythmus in die Hände und sagte laut “Das is heut ein schöh ner Tag”. Dann verharrte ich einige Momente peinlich berührt. Manchmal ist es ganz praktisch der Erste im Büro zu sein.
Hab gestern einen Film gesehen in dem einer mit nem BMW einen Münchner Vorort entlang gefahren ist (Bourne Verschwörung oder so). Jedenfalls fährt der so vor sich hin und ich denk die ganze Zeit wenn jetzt einer entgegen kommt fällt er auf, so blöd wie der fährt. Und dann kam einer entgegen und ich denk so wie schaffen die das jetzt beide auf der rechten Seite ihrer Fahrbahn zu fahren ohne zu schlingern, das ist doch ungewöhnlich dass jemand auf deiner Spur entgegen kommt und du gemütlich die Seite wechselst ohne ihm den Finger zu zeigen, weil er auf deiner Spur ist, das ist nicht sehr realistisch, doofer Film.
Später dann fiel mir auf, dass in Deutschland Rechtsverkehr ist und ich diese Perspektive anscheinend schon verlernt habe.
Schweißnasse Frauenleiber eng aneinandergedrückt keuchend um eine bessere Position kämpfend verschiedene Körperteile erregt in glänzende Unterleiber stoßend hier ein liebevolles Tätscheln austauschend da hart schlagend fordernden Griffen entgleitend stöhnend umeinandertänzelnd von geifernden Gaffern umstanden und angefeuert der Erschöpfung nahe im Höhepunkt triumphierend…
Ja. Ich war beim Frauenboxen. Ist ja auch mal ganz nett. Gestern war mir nach einer entspannten Form des Kontaktes zum einfachen Volke und so wandte ich mich zu fortgeschrittener Stunde gen Beachstreet in der Hoffnung auf Unterhaltung. Die wurde mir zuteil, aber erst später. Zuvor war ich in der Moskitobar in der außer mir nur der Fernseher und die Barkeeperin liefen. (Na? Habt ihr die Abwesenheit des Attributes niedlich bemerkt?) Die jedoch konnte einen gar deliziösen White Russian bereiten (Milch ist ja sooo teuer), so dass ich mich gezwungen sehe, hier öfter mal einzukehren. Jedenfalls trank ich ein paar White Russians und beobachtete das Treiben auf der Straße. Nach Vollzug des Mutantrinkens begab ich mich zum Stadion (welches sich inmitten einer Ansammlung rot beleuchteter Ladybars befindet) wo schon eine Masse geifernder Männer mit ihren Begleiterinnen um den Ring herum zwei Männer die sich mit Boxhandschuhen tätschelten anfeuerten. Wie jetzt, Männer? wird sich der aufmerksame Leser wundern. Auch ich wunderte mich und bestellte erstmal ein Beer Chang bei einer der aufdringlichen Barkeeperinnen. (Na? Habt ihr die Abwesenheit des Attributes niedlich bemerkt?)
Es war schon spät (0:00) also kam ich nur in den Genuss zweier Kämpfe mit weiblichen Protagonisten nach den beiden Männern. Beide Kämpfe (???) waren irgendwie langweilig. Komische Squeetsch-Musik war zu hören und die Frauen tänzelten herum um schlugen dann und wann zu. Wenn sie mal die Beine hoben johlten die Zuschauer. Das war dann wohl gut. Ansonsten war es eher so eine Art “Wer schafft den größten Radius beim Zuschlagen”-Kampf (nagut, im letzten Kampf war die Blaue am Ende schon recht torkelig).
Die beiden letzten Boxerinnen waren übrigens jene welche ich morgens auf der Fahrt ins Büro immer laufen sehe.
Fazit: Wenn Thaiboxen die härteste Boxart sein soll dann war das Schaukampf. Und gegen Ende saß neben mir eine ziemlich niedliche kleine Thai mit ihrer noch niedlicheren Freundin. Trotzdem ging ich aus diesem Abend mit einem ziemlich üblen Depressionsschub heraus (ist doch ganz nett, wenn alles beim Alten bleibt) was eventuell auch an der verheerenden Wirkung von White Russian vor dem Bier liegen könnte — ich werde das mal beobachten.
Chatten auf Thai ist schwierig. Abgesehen vom Vokabular muss man zum einen zwischen bis zu fünf Transskriptionssystemen wählen (wenn man die Rough-Guide und Lonely-Planet Schreibweisen noch dazu nimmt sinds sieben). Da wird dann schnell mal aus einem “phut paasa thai” (Sprichst du Thai?) im royal transkription systeme ein “poot pasa thai” in einer der eingeenglischten Formen. Da hilft alles nichts. Laut mitlesen und hoffen, dass man auf den Sinn kommt.
Zum anderen bietet sich natürlich auch das Thai herrlich zum Acronyme schreiben an. Ich werde dann und wann von einem “5 5 5” beglückt. Am Anfang dachte ich, das wäre irgendein Windows-Skype-Smiley, das bei mir unter Linux mal wieder nicht ankommt. War es aber anscheinend nicht. Die einzigen Hinweise, die ich bekam (fragen ist doof) war die Positionierung in thematischer Nähe zu lustigen Situationen.
Eines Nachts dann dämmerte ich auf der Spielwiese vor mich hin und hatte es plötzlich: 5 ist eine Zahl. 5 heißt auf Thai “haa” (falling tone, kurze Delle nach oben und dann fallend).
555 = ??? — genau. Lustig. Da haben wir gelacht *g* :D
Na kuckt mal was ich eben in uralten Photos gefunden habe: Mein Haus scheine ich mir im Januar schonmal angesehen zu haben. Zumindest ist diese Augenblicksfesthaltung vom Januar. Mein Haus steht links als drittes (wenn man die Hütte vorne links als Haus mitzählt. Da wohnt der Groundkeeper drinnen, der auf mich eher einen sterbenden Eindruck macht derzeit. Macht nichts. Haus. Oben. Links.
Hab eben die Miete für meinen Palast und den nächsten Monat gezahlt. Was weniger lustig gewesen wäre wenn ich nicht “mein Haus” in den Worten meiner Vermieterin Kiew mit ihr Haus verwechselt hätte und dort rumgesessen hätte. Mein Haus ist also auch bei ihr “mein Haus”. Das müssen wir mal noch klären.
Wir haben viel gequatscht. Unter anderem verwunderte sie nicht unerheblich, dass man mich nie mit einer Frau sieht. “You have no lady? Whyyyyyyy? You handsome.” Naja, wenns nur aufs handsome ankommen würde wäre ich nicht gezwungen diesen Satz mit Konjunktiven zu füllen. Dann sprachen wir darüber, dass ich bestimmt Land kaufen will für “not many” nur 3.000.000 . Nächstes Mal gehen wir zum Dinner (sic!) und reden dann über die Company die wir gründen müssen, um mir als Farang die Möglichkeit zu geben, Land zu kaufen.
Und wenn ich thailändische Handmade-Artikel irgendwohin exportieren will, kann ich mich auch bei ihr melden. Und in ihrem Laden war ich auch noch nicht. Mal ganz abgesehen von dem Kaffee den sie noch mit mir trinken wollte.
Ist doch ganz praktisch, wenn man alles aus einer Hand hat.
Glücklicherweise hat sie keine Töchter in heiratsfähigem Alter. Und glücklicherweise fährt sie morgen erstmal nach Bangkok.
PS: Siemens-Mobiles sind nicht für den Betrieb über 34 Grad Celcius geeignet. Mein Umstieg (ich hatte immer Siemens-Mobiles) zu einem asiatischen Mobilfunkendgeräteanbieter steht unmittelbar bevor. Mit Kamera. Und MMS. Und Bluetooth. Wäre nicht das erste selbstauferlegte Prinzip, das in Thailand fallen würde.
Mich würde mal interessieren, inwieweit die Berichterstattung und die vorläufigen Ergebnisse zum 18. September in “Dresden I” die Wahlentscheidung und die Wahlbeteiligung beeinflussen wird. Wär doch ganz nett wenn es eine Kippstellung geben würde und bestimmten Menschen in Berlin und angegliederten Freistaaten gewisse Körperteile gekühlt “gehen” würden (nicht dass ich 210000 Menschen eine entscheidende Funktion zuschreiben würde).
Aber eigentlich pflege ich gerade meine Politikverdrossenheit. Es regnet nicht. Nette Sache.
Trotzdem. Welche Umsätze hat die BILD-Zeitung denn in “Dresden I”? Und überhaupt: “Dresden I” klingt wie irgendwas von Kandinsky oder aus dem Bauhaus. Wobei das eine ja das andere nicht ausschließen muss.
Hier in Thailand sind Wahlen übrigens immer ganz einfach. Es fahren die Brüllautos mit ihren Parolen durch die Gegend und Thaksin gewinnt. Und <txp:gho_permalink id=“369”>erhöht die Steuern auf Sachen, die mich glücklich machen</txp:gho_permalink>.
Gestern wollte ich nach getaner Arbeit (und noch einem Bisschen produktiv Sein (hmm, das könnte missverstanden werden)) ein paar Würstchen von meinem präferierten Würstchenstand auf der Beachstreet abholen, um durch das enthaltene Fett meinen Bumbui bei Laune zu halten. Dies tat ich auch.
Während die Würstchen und verschiedene andere seltsame thailändische Dinge auf dem Grill rumbrutzelten stand ich in der Gegend rum und kuckte teilnahmslos vor mich hin. Bis eine ziemlich niedliche thailändische Thai auf ihrem Moped angebrettert kam, neben mir parkte, mich angrinste und im 0.63Periode verschwand (Na? Na? Na? Sieben durch Elf? Na? Dämmerts? Hmm?). Ich schenkte ihr vor Schreck ein Lächeln zurück und blieb selbiges. Zurück. Die Würstchen wurden “only one minute, finish” und ich begab mich in der Hoffnung auf einen trübseligen Fernsehabend gen Moped. Auf diesem sitzend wurde ich der Thai von eben gewahr die mich recht offensiv angrinste. Ich grinste erneut zurück in der Hoffnung die Färbung meiner Gesichtshaut unter Bart und Dunkelheit verbergend ihr gegenüber geheim halten zu können.
Dummerweise fuhr ich in die falsche Richtung und so geschah es, dass sie mich ein paar Kreuzungen weiter einholte und in Beachstreetthai (keine Zeitformen, auf Negotiation beschränktes Vokabular) ein Gespräch begann. Wir standen also an der Kreuzung, sie auf ihrem pinken Moped, ich auf meinem roten einen und unterhielten uns. Das ging auch ein paar Minuten ganz gut bis sie mich fragte, ob ich nicht mit ihr essen/trinken gehen will. Hömm. Ich wies sie auf meinen langsam erkaltenden Beutel mit gar fetthaltigen Speisen hin und hoffte ihr so entgehen zu können. Sie fragte, ob ich ein Haus hätte. (Dies wird zwar jetzt ein Spoiler auf mein bald erscheinendes Erstlingswerk aber das macht ja nichts: Diese und die zwei folgenden Fragen sind ein eindeutiger Hinweis auf ihre Intentionen.) Ich sagte ja und dass ich auf dem Weg dahin wäre. Sie fragte woher ich komme und ich aus Jeramany. Sie fragte wann ich nach Jeramany zurückkehren werde und ich sagte nie. Sie war sehr professionell.
Um die Geschichte zu einem Abschluss zu bringen: Wie entledigt man sich einer allzu bedürftigen und leider niedlichen Thai? Man sagt, man sei schwul. Das ist zwar jetzt eines der schlimmsten Klischees das ich mir vorstellen kann, aber es hat funktioniert.
Und so saß ich abends im Fernsehsessel und mampfte an meinen Würstchen. Es ist eine verdammt schwere Aufgabe in diesem Land depressiv zu werden…
Heute meinte die Frau des Englischlehrers (<txp:gho_permalink id=“319”>häh? wie? was? Englischlehrer?</txp:gho_permalink>) beim wöchentlichen Plausch zu mir “May Mii Bumbui Kaaaaaaaaah” (viele Frauen sprechen das Kah ziemlich niedlich langgezogen aus) gefolgt von einem schnellen und unverständlichen Redeschwall den der Englischlehrer in etwa mit ich war mal dicker und habe nun sichtbar abgenommen und sehe richtig handsome aus übersetzte.
Hmm. Nett. Ich persönlich finde mich ja immer noch recht platzeinnehmend, aber wenn ältere Frauen mir erklären dem wäre nicht so ist das eine Einsicht und Information die mir ich dankend als Fakt aneigne. Es ist auch schon längere Zeit kein Stuhl unter mir zusammengebrochen.
Wobei es eigentlich ein Attraktivitätsverlust nach thailändischem Verständnis ist, keinen Bauch zu haben. Die Frauen (Hauptzielgruppe) stehen auf Bäuche. Größtenteils weil das Wohlstand symbolisiert. Nun wisst ihr auch warum mir gerade jetzt ein leichtes Grinsen im Gesicht liegt.
Frau Englischlehrerin sollte die Reste des Bauches mal ohne Shirt sehen. Das Gewölbe hängt nämlich ziemlich unmotiviert in der Gegend rum. Wenn ich nicht jedesmal beim Gedanken an mich in Trainingsklamotten Thaiboxing praktizierend in minutenlanges Gelächter ausbrechen würde hätte ich sogar schon mal eine Schnupperlektion genommen (vermutlich nur um sofort wieder aufzugeben).
Übrigens laufen mir morgens immer die Mädchen vom Frauenboxen über den Weg. Sie laufen, ich fahre, wir grüßen uns. Niedlich. Ich mag schlagende Frauen.
PS: Ich sollte anfangen Frauen nicht mehr als Mädchen zu bezeichnen. Ich bin jetzt alt, die Zielgruppe auch.
So fängt der Tag gleich grau an: Eine anonym bleibende vertrauliche Quelle hat mir eben den folgenden Link geschickt: Link
(das mit dem Link ist ein Insider, macht nichts. Draufklicken und lesen wenn man des Englischen mächtig ist.)
Die [ich fand noch keine adäquate Bezeichnung für diese Menschen] im thailändischen Parlament haben die Alkoholsteuer um 4000% erhöht. In Worten: viertausend. Mit Wirkung von heute. Das wars dann mit dem gepflegten Mehkhong-Absturz für weniger als einem Euro. Wenn das so weiter geht werden die Frauen noch preiswerter als der Alkohol.
Überhaupt ist das Parlament hier sehr aktiv mit plötzlichen Steuern: neulich wurde beschlossen, dass die Regierung von allen Hotels und Ressorts auf der Insel 2% der Einnahmen als sog. Tourismussteuer ziehen darf. Und wenn sie will (und sie will ganz sicher) kann sie die für die vergangenen 4 Jahre gleich noch mitziehen. Ich denke mal, das wird den Hotelmarkt hier ein bisschen bereinigen.
Wie auch immer. Ich bin froh, dass die Alkoholsteuer nicht rückwirkend eingezogen werden kann.
Phii kraseu ist ein weiblicher Geist, der sich (Achtung Schocker) von sog. unreinen Speisen wie Aas, Kot, Nachgeburten und anderem Kram ernährt. Wenn sie fressen will, fliegt nur ihr leuchtender Kopf durch die Gegend, ihr Körper versteckt sich inzwischen. Sie kann auch im Ganzen durch die Gegend laufen und sieht dann meistens wie eine grantige alte Frau aus. Phii kraseu kommt wenn sie Blut riecht, weshalb man bei der Geburt eines Kindes besondere Vorsicht walten lassen muss, wenn man nicht will, dass sie eindringt und seine Eingeweide frisst. Es werden Schutzgeister angerufen und das Geburtszimmer oder -haus mit einer geweihten Schnur umbunden. Vergisst man das, kann es auch passieren, dass der Geist in den Körper der Gebärenden eindringt und Gewalt über sie erhält — was man daran merkt, dass sie anfängt, verdorbene Sachen zu essen.
Phii krahang ist ein ähnlicher Geist, diesmal männlich. Er kann auch nicht nur mit dem Kopf herumfliegen sondern muss den ganzen Körper mitnehmen. Zum Fliegen benötigt er einen Reiskorb, in dem er sitzt (und fragt mich nicht wie das vonstatten geht, das hab ich nicht rausgefunden).
Es regnet. Rein theoretisch eigentlich immer, aber seit ich gestern das Office verlassen habe durchgehend. Nachts sogar so sehr, dass ich im ganzen Haus rumgelaufen bin (was eine Weltreise ist) und nach nassen Stellen gesucht habe. Es gab aber keine. Mein Haus war umgeben von einem Wasserfall rings um das Dach herum. Auch ein schöner Anblick. Jedenfalls regnet es seit einem Monat nahezu jeden Tag (immer, wenn Feierabend ist) und wenn es nicht regnet dann sind wir in Bangkok wo es regnet.
PS: Da wo man ein Wölkchen auf dem Bild sieht, ist normalerweise ein ziemlich großer Berg zu sehen.
PPS: Und es ist überhaupt nicht schön hier durch die Pfützen zu fahren. Das Wasser ist braun und sehr warm. Ohne Blockierung des Assiziationsmodus geht da gar nichts.
PPPS: Ich bin im Regen ins Office gefahren. Bin mal gespannt, kähähähää, ob die werte Kollegenschaft aufgrund des Regens irgendwelche Gründe findet die trockenen Gefilde des Brötchengebers verspätet aufzusuchen. Ich werde dann in meinem Knarrstuhl sitzen und grinsen und sagen, dass mir mein Unternehmen und seine Kunden was wert sind, weil ich mich bei jedem Wetter ins Büro schleppen würde. Genau. Dann gibts sicher ne Sondergratifikation. Ich brauch ja jetzt Geld für meine Latexklamotten.
[Update: 8:48 Uhr] Die nicht überaus unattraktive kleine Bürothai vom Anwalt gegenüber kam eher als sonst. Das Rennen läuft Kollegen.
[Update: 8:57 Uhr] Pet unsere Sekretärin (hab ich eigentlich schon mal von Pet erzählt? Das wäre ja fast ein Eintrag für sich) ist auch pünktlich da. Nehmt euch ein Beispiel. Das Rennen läuft. (Auch wenns gerade langweilig wird.)
[Update: 9:21 Uhr] Pah. Es regnet nicht mehr. Son Scheiss. Wie soll man hier noch sinnvolle Wettbewerbe ausrichten wenn das Wetter macht was es will.
Jai Dee Phii Khaw bezeichnet ein Herz, das gut ist, aber von einem Geist befallen ist — also einen Menschen, der eigentlich gut und gro?zügig ist, dessen Großzügigkeit sich aber leicht von Anderen (Geistern) ausnutzen lässt.
Ok. Ich tu jetzt mal so als hätte ich nicht die Digicam im Büro vergessen und das erst gemerkt als ich da war und papp hier ein Foto aus dem März hin. Hat sich eh nicht viel geändert seither, Big Buddha wacht immer noch mit schlaffen Lidern über seine Schafe Kinder.
Heute habe ich meinen monatlichen Besuch beim Big Buddha abgeleistet. Es ist immer wieder schön, Touristen zu beobachten, die erst erstaunt, dann amüsiert kucken und sich dann beim Glocken mit Geldstücken anschlagen begeistert beteiligen ohne zu wissen was sie sich selbst damit antun. Ich weiss es. Und es gefällt mir. Drum mach ich es auch. Ehe irgendwelche Thais damit anfangen und ich wie ein Tourist hinter ihnen her wackeln muss. Neulich hatten die Mönche sogar genug Geld zusammen, um die kaputten Glocken auszutauschen.
Und wie man auf dem Photo sieht war es überhaupt nicht überaus bewölkt, es fing auch beim Wegfahren nicht an zu regnen und ich bin nicht völlig durchnässt wieder im Büro aufgeschlagen um diese Zeilen zu schreiben. Denn auf dem Photo scheint die Sonne. Und ich hab es heute geschossen. Als ich bei Big Buddha war. Klar.
PS: Ich bin gespannt, was sie mit den ganzen Steinen machen, wo ich jetzt schon meinen Namen draufgepappt habe.
Ui, gestern hab ich es auch zu spüren bekommen: Meine Tankfüllung hat statt der normalen 80 gleich mal 90 gekostet. Kann allerdings auch sein, dass der Tank wirklich so leer war wie mir die hektisch blinkende Anzeige zu suggerieren ersuchte.
Ich möchte dieses Forum mal eben nutzen um meine tiefe Enttäuschung und Verbitterung als treuer Kunde von Tsutaya auszudrücken, die neuerdings keine VCDs mehr im Originalton anbieten sondern nur noch auf Thai. Ich finde das eine Unverschämtheit. Da wird man ja geradezu in die Prostitution getrieben, wenn man Thai lernen muss um dann schlecht synchronisierte Filme sehen zu müssen bei denen die oralen Bewegungen der Protagonisten nicht im geringsten in Volumen und Positionierung mit den zu hörenden Tönen übereinstimmen. Nenene.
Da bleibt unsereins nichts anderes übrig als sich eine Thai zu suchen, die den Kram mit einem ankuckt und auf Zuruf erzählen kann, was passiert. Und dass die nach dem Filmkucken nicht wieder verschwinden ist ja auch bekannt.
Nagut. Zwei Filmchen habe ich noch im Originalton ergattern können: “The Ring 2” (jaja, ich weiss) und “In good company” — ein Film von dem ich noch nie was gehört habe, auf dessen Cover aber Scarlet “Hot Lips” (ja, Fabio, ich glaube das hat was mit den Unterlippen zu tun) Johansson nicht unreizend in der Gegend rum kuckt. Muss also ein worther Film sein.
Update Na, das muss ich doch gleich mal revidieren wie mir mein Gewissen eben mitteilt:
[16:41:23] Gewissen “???In good company??? ??? ein Film von dem ich noch nie was geh??rt habe”
[16:41:32] Patrick Kollitsch jupp
[16:41:46] Gewissen ich hatte ihn dir gegen??ber mal erw??hnt…
[16:41:52] Patrick Kollitsch hmm
[16:41:53] Gewissen mail oder chat
[16:42:01] Patrick Kollitsch ich kann mich nicht erinnern
[16:42:07] Gewissen so also h??rst du auf mich
[16:42:09] Patrick Kollitsch ich werde das gleich mal aendern
Dann hab ich mir die Thai-Horror-Ecke mal zu Gemüte gezogen. Wenn schon Thai dann blutig und weiblich. Einmal “Lizard woman”, einmal “on ryou” (wobei ich annehme, dass das auch was koreanisches sein könnte) und dann noch “Bunshinsaba” was schon aufgrund des “bunshin” in der Japan-Kategorie einzuordnen ist.
Und dann (ja, wir sind noch nicht am Ende, neulich war Zahltag) hab ich mir noch ne DVD gekauft mit dem Film “The holy man”. Das ist einer dieser Filme wo die vier Thais mitspielen, die in jedem Thaifilm mitspielen. Dazu erzähl ich später mal was. Jedenfalls hat man für diesen Film als ich im Juli in Krungthep war massiv Werbung gemacht. Und womit lockt man Thaifrauen zum Übersetzen schlecht synchronisierter Filme besser an als mit einem Film, “der supergut in Bangkok lief”? Hmm? Siehste.
Es kommt immer nur auf die Strategie an, die Kundschaft steht schon vor der Tür.
Achso und Tesko hat die Kosmetikabteilung umgeräumt. Spassbacken die. Jetzt ist für die nächsten Wochen mit einem unrasierten Pseudosystemanalytiker zu rechnen. Hab nämlich keine Rasierer gefunden.
Die Thais sind ja nicht unerheblich ironiebefreit. Soll heißen, sie merken nicht, wenn ein Farang ironische Anmerkungen macht.
Auf der Suche nach dem Begriff Ironie im Thai kam ich gestern abend einer Lösung ziemlich nahe. Es gibt da das Herz das nicht so denkt wie der Mund spricht: Baa Gap Cay May Trong Gan. Und allein die Tatsache, dass das jede Menge Worte für eine kleine Kommunikationsform sind weist auf … (Ja was eigentlich? hmm. Mal überlegen. Ich meld mich dann wieder.)
Oh, did I tell already that I like photoblogs? It’s mainly because my own photos are the worst waste of harddrive space since mankind spotted the possibility to hold moments on pictures.
One of the blogs I often hit is MatthewsProject Seoul
. Momentsintime
. I like it. Because pictures can tell more than words. More than ever if you are in a world where you need three languages to say one thing.