Samui? Samui! David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

  Samuisamui

Shut up (No more comments)

Vögel sind diskussionsfreudiger als ihr (Photo von Wynand van Poortvliet)

Aus eigener Sache: Ich habe die Kommentare hier auf Samui? Samui! abgeschafft. Gründe dafür gibt es genug:

  • Technik: Der Service der die Kommentare eingebunden hat ist privacymäßig zwar GDPR-konform, lädt aber eine Unmenge an Code und Cookies nach und ist in den meisten Geschwindigkeitstests der Website Grund für gut 4 Punkte (von 100) Abzug. Genug um schlecht aufzufallen.
  • Design: Es sah einfach nicht gut genug aus um in mein Design zu passen.
  • Ihr: Der letzte Kommentar mit Gehalt ging vor gut 5 Jahren hier ein. Wer mich kennt, weiß, daß ich mein Leben in Tagen und Brüchen zähle und das ist mehr als 1/9tel meiner Lebenszeit. Seither gibt es Leute, die vermeintliche Rechtschreibfehler bemängeln (ironie-resistent), langweilige “tolles Photo” Kommentare und hin und wieder den Rentner mit 13 jüngerer Gemahlin der ganz viel Ahnung von Sachen hat.

Wenn ihr gehaltvolle Meinungen habt, dann nutzt das Kontaktformular oder Social Media auf jedwedem Kanal.

Manchmal macht es halt keinen Sinn den Privatjet poliert und betankt zur Verfügung stehen zu haben für den halb-dekadischen Ausflug in die Heimat.

Ich werde bei Gelegenheit mal sehen, ob es ein System gibt, das die Kommentare ohne aufzufallen einbinden kann und die alten Kommentare werde ich ganz bestimmt wieder einbauen. Hat aber keine Priorität. Privatjets und so…

Lebenszeichen

Oh! Hi! Hello! Dies ist nur ein Lebenszeichen. Ich bin noch da, das Blog ist noch da. Ich baue zur Zeit unter der Haube um und bin am überlegen, wie es hier weiter geht. Die Domain ist verlaengert bis 2020 ;) Mal sehen… Eigentlich gibt es keine Gründe, im Jahre 2018 noch ein Blog zu schreiben (was man schon an der Frequenz meiner Einträge in den vergangenen 10 Jahren sehen kann). Aber irgendwie gibt es doch hin und wieder den Drang, ein paar Worte in die (Online)Welt zu drücken. Hallo Echo!

Schnaps. Elf.

So. Heute sind es genau 11 Jahre dass ich Fuss auf Die Insel™ setzte. Nicht sicher, ob das ein Grund zum Feiern ist aber meine mathematische Ader besteht darauf, es zumindest erwähnt zu haben. Das sind mehr als 4000 Tage (4015, aber wer spaltet schon Haare), mehr als ein Viertel und ungelogen der beste und gesundeste Teil meines Lebens.

Hier könnt ihr lesen, wie alles begann: Von einem, der auszog das Fliegen zu erlernen..

Viel hat sich getan seither. Ich bin älter geworden (natürlich), habe mehrere 180 Grad Wendungen durchgeführt (manchmal doppelt), bin des Bloggens müde geworden (ebenfalls natürlich), habe mich zurück gezogen und bin wieder hinaus gegangen. Zugenommen und abgenommen. Habe Dinge gelernt die mich vorher nicht interessiert haben.

Ich glaube, das Ganze ist schon so gut wie möglich abgelaufen ;)

Auf die nächsten 11 Jahre. Vielleicht auch nicht (zumindest in Thailand). Mal sehen…

Ich und meine Blog-Depression

Nun mal Butter bei die Fische: Wenn man die Entwicklung der Einträge hier in der Die Schreibbloga.de über die Jahre hinweg betrachtet sieht man einen Trend zum Nichts.

Ich gebe zu, ich habe das Blog etwas vernachlässigt.

Wobei, eigentlich habe ich es nicht vernachlässigt. Ich habe es jede Woche besucht, gecheckt, upgedatet, hier und da ein bisschen geputzt, gehegt und gepflegt, Einträge geschrieben und nicht veröffentlicht, Einträge gelöscht, Farben geändert…

Ich mag mein Blog. Es hält meine Entwicklung über die vergangenen 10 Jahre fest. Ich sehe mich als dummen naiven Thailandanfänger, als enttäuschten Looser, als sarkastischen “Wahlbeobachter”…

Was ich nicht mag, seid ihr, die Besucher.

Die Stummen: Es ist ok, ich sehe die Statistiken, ich sehe euch zwei!

Die Sextouristen mit Frau im Isaan: “Unter Thaksin war alles besser”, “Du weisst ja gar nicht, wie das wirklich funktioniert” usw.

Die Spammer: “Cialis, Viagra und alles was du brauchst um deine Frau glücklich zu machen”…

Die Rechtschreibnazis: “Ey, Cambodia schreibt man Kambodscha”, “Da hast du wohl ein Komma vergessen” und so weiter und so fort. Nutzloses Wissen.

Die Trolle: Leute, die auf Jahre alte Einträge ihre Kommentare posten und sich nicht entblöden, mit mir lange Email-Diskussionen anzufangen.

Und mehr Leser gibt es auch nicht wirklich hier.

Was ich auch nicht mag ist die berühmte “Schere im Kopf”, die verdammte Selbstzensur, um Himmels willen nichts zu schreiben was irgendwem hier oder dort nicht passen dürfte.

Wirklich deprimierend.

Und so überlegte ich mir, als ich neulich die Domain zu verlängern hatte, warum ich überhaupt dieses Wrack von Weblog noch weiter führen sollte.

Bis es mir einfiel: Wegen mir selbst. Als ich gegen 1994 anfing, Weblogs zu beschreiben, tat ich dies aus einer eher exhibionistischen Regung heraus. “Ins Internet so schreiben, was heute alles so passiert ist…”

Tja, könnte man auch heute noch so machen…

Ich denke mal, ich werde mich für ein paar Tage oder Wochen auf die alten Zeiten besinnen und nur für mich vor mich hin tippen und dann wieder die Frage stellen, warum ich dieses Wrack von Weblog überhaupt noch weiter führen sollte und eine Entscheidung treffen.

Soviel zu diesem Thema.