Samui? Samui! David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Geldscheine

Keine Angst, es handelt sich hierbei nicht um mein Lieblingsthema ;) Wie wissen ja nun, dass man hier auf den König Bhumibol Adulyadej nichts kommen lässt. Man darf nicht über ihn lästern. Er ist ein feiner Kerl.

Man sollte aber auch tunlichst vermeiden, mit dem Fu? einen wegflatternden Geldschein festzuhalten, denn mitten auf dem Schein ist der König in verschiedenen Bilder abgebildet. Und weil der Fu? das niedrigste aller Körperteile ist (in beiden Bedeutungen des Wortes) wäre es fatal, den König ins Gesicht zu treten.

Für den Europäer besonders schwer wird sein, die alte Gewohnheit des Geldknickens abzulegen. Auch das macht man nicht, denn just unter dem Knick beginnt des Königs rechte Schulter. Die Leute in den Geschäften sehen zwar darüber hinweg, wenn der gemeine Tourist geknickte Scheine über den Tresen reicht, aber wir sind ja keine Touristen. Jedenfalls nehmen sie das Wechselgeld aus der Kasse, streichen es sorgfältig glatt und reichen es dann mit einer Verbeugung und wie eine Opfergabe mit beiden Händen dem Empfänger. Wenn man dann nicht so dumm ist, die Scheine zu nehmen und schnell irgendwohin zu stopfen, sondern sie genauso rituell entgegennimmt, dann bekommt man sogar einen Wai (Handflächen aneinander und verbeugen). Ich jedenfalls nehme mir immer viel Zeit beim Wegräumen des Geldes ;)

Geldbändel werden hier übrigens gerollt. Das darf man, denn man knickt den König dabei nicht.