Samui? Samui! Notizen über mein Leben als Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

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Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland

Elefand - Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland

Was wie der Titel eine politikwissenschaftlichen Diplomarbeit klingt, ist eine sehr nützliche Einrichtung der Deutschen Botschaften — die Liste der Deutschen im Ausland.

Unter dem (zumindest für Thailand) passenden aber falsch geschriebenem Namen Elefand kann man sich als Auswanderer™ oder Langzeitreisender im Ausland eintragen, die Dauer des Aufenthalts im jeweiligen Land angeben, Kontaktmöglichkeiten im Land mitteilen und Notfall-Kontakte in der Heimat hinterlegen.

Aller 6 Monate wird dann eine Email versandt die zum Aktualisieren der Daten auffordert.

Sinn der Sache ist es, den Botschaften die Arbeit zu erleichtern, wenn es zu Katastrophen, Todesfällen und Vermisstenanzeigen kommt. Kommt es zu dem (scheinbar unvermeidlichen) Unfall auf Koh Samui kann eine Anfrage der Polizei bei der Botschaft ganz schnell die Kommunikation mit der Familie zu Hause ermöglichen.

Als beispielsweise mitten in Bangkok an einem beliebten Touristenpunkt eine Bombe explodierte, kam eine Email mit Sicherheitshinweisen vom Botschafter.

Ich bin auch (trotz gewerblichem Misstrauens in die Datensicherheit) in der Datenbank. Nordkorea ist ja recht nah und versagt dort häufiger mal beim Verschicken von Raketen ;)

Was die Liste leider nicht liefert, sind Benachrichtigungen, dass man sich für die Briefwahl in Deutschland anmelden kann und sollte. Das muss man immer noch selber machen.

Schweizer Sicherheitsrisiko

Über Bomben macht man dieser Tage an Bord von Flugzeugen einfach keine Witze. Das durfte ein Schweizer auf dem Weg in den Urlaub dieser Tage erfahren.

Der 36 jährige hat sich wohl an Bord des Fluges von Bangkok nach Samui mit einem Mitpassagier gestritten, dann gerufen, dass eine Bombe an Bord wäre (Alkohol? Hmm?) und dann hätten vier Amerikaner (natürlich) die Besatzung informiert und der Flug wurde abgebrochen.

Das praktische an der ganzen Sache ist, dass es in Thailand neuerdings ein sogenanntes Touristen-Gericht gibt, wo man den Fall in wenigen Tagen abhandeln kann. So wäre es vielleicht sogar möglich, dass er noch seinen bereits gebuchten Rückflug noch schafft. So kann man seinen Urlaub halt auch verbringen.