Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Bangkok V.3.0

oder Über Wuschel und Japan, ziemlich große Hitze, blauen Heftchen makabren Inhaltes, fiebernde System Analysten die keine sind und warum Thaifrauen recht häufig recht niedlich aussehen.

Sie wollen wissen, wie das nun mit Wuschel und Japan, ziemlich großer Hitze, blauen Heftchen makabren Inhaltes, fiebernde System Analysten die keine sind und den recht häufig recht niedlich aussehenden Thaifrauen ist? Nun alles, werde ich nicht erzählen (und sehen Sie bitte davon ab, zu ergründen, wo das Komma herkommt, ich weiß es nicht). Vor allem, weil es größtenteils machisme Zynismen sind. Aber Wuschel war schon ganz nett. Und Bänke in Einkaufszentren dienen nicht nur der Entspannung zu schwacher von massiven Körpern getragener Füße.

Aber beginnen wir da wo alles begann:

Am Anfang schuf ein großes [fliegendes Spaghettimonster][1] die Welt, anschließend mich, dann noch ein paar Statisten und Protagonisten, dann würfelte es und verschwand aus noch ungeklärter Ursache im ewigen Nichts. Zurück blieben ich und die anderen. Wir machten das Beste draus und irgendwann flog ich nach Thailand (Sie merken, wir kommen langsam in die Gegenwart). Hier nun, so sagte man mir, würde recht bald und unverzüglich, so sagte man mir, ein Papier namens Arbeitserlaubnis ausgestellt, auf dass meine Geisteskraft nicht nutzlos verpuffe sondern die thailändische Ökonomie unterstützend im jährlichen Thaksin-Bericht erwähnt werden könne. Nach 4 Wochen fehlten noch ein paar Papiere, wir lieferten sie nach. Nach 4 weiteren Wochen fehlten irgendwelche anderen Papiere, wir lieferten sie nach. Dann wechselten wir irgendwann den Anwalt, dann fehlten irgendwelche Papiere, dann fehlten irgendwelche Unterschriften, dann mussten wir erstmal (“nur einmal, bis zu nächsten Mal haben wir dann die Jahresvisa und die Workpermit”) auf einen Visarun. Dann fehlten Papiere, die wir nachlieferten, dann fehlten Unterschriften, die wir noch schnell geleistet haben, dann haben wir die falschen Seiten aus dem Pass kopiert, kopierten die richtigen und lieferten die nach, dann wurde mein Pass geklaut, dann haben die Thaibehörden festgestellt, dass es eigentlich keinen Grund gäbe, Computerfarangs hier arbeiten zu lassen, die Gründe lieferten wir nach, dann fehlten irgendwelche Papiere, die wir nachlieferten, dann unterschrieben wir einen dicken Packen Unterlagen und Anträge, dann ging ich wieder auf Visarun (“das letzte Mal, die Workpermits werden diesen Monat noch fertig”), dann stellte Bangkok fest, dass mit dem Touristenvisum, das ich inzwischen bekommen habe, keine Workpermit ging, ich ging wieder auf Visarun nach Singapore (“diesmal wird es klappen, bis Ende August wird das”), lieferte ein paar Papiere und aktuelle Passkopien nach, dann unterschrieben wir jede Menge Dokumente und dann geschah es.

“Die Workpermit ist durch.” sprach der (inzwischen graumelierende) Chef eines Morgens. Ich versuchte ein möglichst ausdrucksloses Gesicht abzuliefern. Das gelang mir nur schwer denn tief in mir brodelte ein hysterisches Kreischen. Permit. Permit. Permit. Gestern nun waren wir in Bangkok und holten unsere Workpermits ab. Dies ist meine: