Der Tag der gebissenen Hunde
Heute war das Hundekrankenhaus voller gebissener Hunde. Da relativiert sich “Pokki’s Leiden” ein wenig. Ein Labrador der in den Nacken gebissen wurde, ein pudelähnlicher Hund (muss ein Hund gewesen sein, es hat gebellt) und ein kleiner Shih Tzu.
Der Shih Tzu war kleiner als Pokki, etwa halb so schwer aber schon 2 Jahre alt. Ich hab ja in den letzten Wochen häufiger Shih Tzus auf Bildern gesehen und angefangen mir einzubilden, dass Pokki etwas groß geraten ist. Soosie wird noch größer. Beide werden sie aber immer noch kleiner sein als der Shih Tzu, den wir mal in Chaweng gesehen haben. 15kg schwer und rund einen Meter lang. Sieht aus wie ein Shih Tzu. Nur eben ein kleines bisschen groß
Jedenfalls war der Shih Tzu im Hospital hundsmiserabel zugerichtet. Keine Stelle seines kleinen Körpers war ungebissen, das Fell hing in Fetzen herum. Er konnte kaum stehen und atmen, weil er in einen Pressverband eingewickelt war. Seine Besitzer gaben ihm immer einen Schubs, damit er sich hinsetzte. Ein Auge war milchig und weil sie ihm auch noch am Fell der Schnauze beschnitten hatten sah er aus wie ein kleiner Geist. Ich hätte nicht erwartet, dass seine Besitzer (beides Thai) ihn ins Krankenhaus bringen. Die meisten können sich das leider nicht leisten. Sie haben ihn auch nie gekauft sondern “am Straßenrand” gefunden. Da kommt mir Fleur wieder in den Sinn. Sie wird wohl auch am Straßenrand gefunden worden sein.
Pokkis Schnauze verheilt angeblich sehr gut und eventuell wird ihm nächste Woche der Kupferdraht herausgenommen. Ich glaub es erst, wenn ich es sehe. Durch den Fremdkörper zwischen Schnauze und Zähnen sieht er immer noch reichlich derangiert aus und hat auch Probleme mit dem Naselecken und Gähnen.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.