Feuer hinterm Haus
Die großen Ereignisse finden immer ohne mich statt. Eben kam ich aus dem Tesko zurück und die Büsche hinterm Haus brennen lichterloh. Die Straße 5 Meter weiter ist voller Aschefussel, es qualmt und knackt.
Am Haus angekommen jaulen die Hunde vor sich hin, weil alle Fenster offen sind — 33 Grad, ein bisschen Lüftung muss ja sein. Dummerweise war die Lüftung in diesem Fall Qualm. Also liess ich sie schnell raus und sie gingen, sich das Feuer aus der Nähe zu betrachten.
Mein Hausherr war auch schon in Aktion und löschte mit dem Gartenschlauch (und meinem Wasser. Was für ein Glück, dass das gratis ist). Er war ziemlich wütend, sofern man sein Stirnrunzeln so deuten kann. Gefühle artikuliert er lieber subtil.
Wir haben da zwei Thesen. Die erste ist die von einem Thai, der seinen Müll verbrannte, was ausser Kontrolle geriet. Das ist aber eher unwahrscheinlich, weil hier alle am Abend ihren Kram verbrennen. Die andere These ist schon wahrscheinlicher: Große Trockenheit seit Wochen, Hitze und eine achtlos weg geworfene Chipstüte dürften ausreichen, um das Stroh zum Brennen zu bekommen.
Patrick Kollitsch (Dipl. Ing. (FH), soviel Zeit muss sein) hat die ersten 18641 Tage seines Lebens hinter sich und die letzten 7861 Tage davon in Thailand auf Koh Samui, einer kleinen aber ausreichend großen Insel im Golf von Thailand, zu-, ge-, über-, be- und verbracht.
Nun allein bewohnt er einen kleinen Bungalow unter Palmen in Bang Por im Nordwesten der Insel.
In seiner Un-Freizeit bietet er klein- und mittelständischen Unternehmen auf der Insel (und im gesamten südostasiatischen Raum) Dienstleistungen rund um “everything online” an. Man kennt ihn als David’s Neighbour — Online Marketing made in Paradise, denn nichts geht über einen wirksamen Slogan.
Er schreibt hier auf Samui? Samui! über das ganz alltägliche Leben als Farang in Thailand, die Höhen und Tiefen des Lebens und andere Dinge, die ihn interessieren.
