Samui? Samui! Notizen über mein Leben als Auswanderer auf Koh Samui, Thailand

Thirtysix-18

Samui am 4. Januar 2019, ca. 14 Uhr (Quelle: windy.com)
Samui am 4. Januar 2019, ca. 14 Uhr (Quelle: windy.com)

In den kommenden Tagen darf Koh Samui sich auf einen tropischen Sturm vorbereiten. Der bisher noch unbenannte Sturm (wir nennen ihn Thirtysix-18) bewegt sich direkt auf Samui zu und wird am Freitag Mittag über uns hinweg fegen. So ein tropischer Sturm ist etwas schwächer als ein Orkan und stärker als ein Taifun. Taifune hatten wir schon häufiger.

Der letzte tropische Sturm, der Thailand erreichte (normalerweise rollen sie immer über Vietnam und die Philippinen) war der tropische Sturm Harriet in 1962. Dieser Sturm traf Thailand recht unvorbereitet und führte zu mehr als 900 Toten. Man kann hoffen, dass die Infrastruktur und der Hausbau seither etwas verbessert wurden. Man rechnet mit Windstärken um die 90km/h. Mal sehen. Ich werde alles sturmfest machen und mich mit Vergnügen auf der Terasse den Winden entgegenwerfen.

Einträge aus 2019

Januar 2019

Februar 2019

Mai 2019

Rappen gegen Diktaturen

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Gruppe “Rapper gegen Diktaturen” ein interessantes Musikvideo (oben zu sehen).

Bis Freitag tat sich verhältnismässig wenig, wenn man davon absieht, dass es bis Freitag Morgen (nur) rund 850.000mal gesehen wurde. Am Freitag nun explodierte es und wurde bis jetzt rund 8.5 Millionen mal gesehen. Als ich vor ein paar Stunden angefangen habe, diesen Eintrag zu schreiben, waren wir bei 7 Millionen.

Das Video spricht also Themen an, die interessieren.

Im Video rappen 10 verschiedene mehr oder weniger bekannte Rapper über soziale und politische Probleme, diverse Putsche und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit oder gar gänzlich der “individuellen Gedanken”. Das Video spielt eine Szene, die an historische Ereignisse des Massakers an der Thammasat Universität am 6. Oktober 1976. Dieses Photo hier mag wahrscheinlich das Bekannteste von den Lynchungen sein (Warnung, nicht ganz magenverträglich).

Der stellvertretende Polizeichef General Srivara Ransibrahmanakul sagte am Freitag, dass eine “50% Wahrscheinlichkeit” besteht, dass der Song gegen Juntavorschriften verstösst. Er warnte nochmal eindrücklich davor, dass Musiker “irgendetwas Gewagtes gegen die Gesetze” unternehmen, es wäre nicht gut für sie selbst und ihre Familien, wenn sie das täten.

Pratchayaa Surakamchonrot, einer der Co-Produzenten und Rapper des Videos, sagte am Dienstag, dass er nicht glaubt, dass das Video gegen das Gesetz verstösst. Wie auch immer, vier der 10 Rapper zogen es vor, vermummt im Video aufzutreten, da sie Repressalien der Junta erwarteten.

Die Rapper sagen, dass sie sich nicht bei der Polizei melden werden, bis sie formal vorgeladen werden.

Wenn in Thailand Vorgänge be- oder verurteilt werden sollen, die schwer mit Gesetzen verurteilbar sind, zieht man gerne den “Computer Crimes Act” herbei, unter dem sich alles verurteilen lässt, was falsche Informationen im Internet angeht, die nationale Sicherheit beeinträchtigt oder schlichtweg öffentliche Erregung erzeugen könnte. Was dieses Video gewissermassen mit derzeit gut 150.000 Abspielungen pro Stunde tut.

Polizei-Colonel Siriwat Deepor, der stellvertretende Sprecher der “Technology Crime Suppression Division” (TCSD), sagte gestern, dass die Polizei bereits versucht festzustellen, womit man die Rapper anklagen könnte.

Die Inhalte des Songs haben Thailand verleumdet, sagt er, und fügte hinzu, dass die Wirtschaft Thailands und “Investor Confidence” (haha, ja, genau) durch den Song beeinträchtigt werden.

Worin genau diese Verleumdungen Thailands bestehen sollen, hat noch niemand mitgeteilt. Ich persönlich höre nur Wahrheiten im Song angesprochen und “echte” Investoren in Thailand wissen bereits um die politischen Einzelheiten.

Zum Schluss noch ein Satz den Don Pramudwinai, seines Zeichens Außenminister Thailands, vor ein paar Tagen Reportern gesagt hat (oder gesagt haben soll, ich habe keine Quelle dafür finden können): Andere Länder sind erstaunt, dass die derzeitige Administration von einer “Putsch-Regierung” geführt wird, aber die Bürger trotzdem vollkommene Freiheit geniessen.

Tatsächlich erstaunlich.

Knochen im Gebüsch

Auf Koh Samui wurden (mal wieder) Knochen in einem der noch nicht bebauten Dschungelteile gefunden, nur 200 Meter neben der der Strasse, die quer ueber die Insel von Maenam nach Lamai fuehrt, unter einem Baum, noch in der Kleidung. Bisher weiss man noch nicht, ob es sich um einen Mann oder eine Frau oder einen Thai oder gar um einen Immigranten aus Myanmar handelt:

There were no identification documents at the scene and police could not tell whether the remains belonged to a man or a woman, or a Thai or migrant worker.

Jetzt ist die Gerichtsmedizin am Zuge.

Einträge aus 2005

Ich habe kürzlich mein Weblog in ein neues System umgezogen. Zur Zeit überarbeite ich gerade alle alten Artikel in den Formaten, Bildern usw. - Dieser Jahrgang ist noch nicht überarbeitet!

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